Lendringsen (Menden)

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Lendringsen
Gemeindewappen der ehemaligen Gemeinde Lendringsen
Koordinaten: 51° 24′ 52″ N, 7° 49′ 50″ O
Höhe: 157 m
Fläche: 19,54 km²
Einwohner: 7399 (1. Jul. 2017)
Bevölkerungsdichte: 379 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 58710
Vorwahl: 02373
Lendringsen (Menden (Sauerland))
Lendringsen

Lage von Lendringsen in Menden (Sauerland)

Lendringsen mit der katholischen Pfarrkirche St. Joseph (Bildmitte)
Lendringsen mit der katholischen Pfarrkirche St. Joseph (Bildmitte)
Pfarrkirche St. Joseph
Evangelische Christuskirche

Lendringsen liegt seit der kommunalen Neugliederung 1975 in der nordrhein-westfälischen Stadt Menden (Sauerland), Märkischer Kreis.

Bis 1974 existierte die Gemeinde Lendringsen, Amt Menden, Kreis Iserlohn. Im Gebiet dieser Gemeinde lagen neben Lendringsen auch Böingsen, Berkenhofskamp, Hüingsen, Lürbke und Oberrödinghausen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lendringsen liegt im Südosten des Stadtgebietes an der Bundesstraße 515. Südwestlich von Lendringsen liegt, auf der anderen Seite der Hönne, der Bundesstraße 515 und der Hönnetalbahn[1] Hüingsen. Nordwestlich in Richtung Zentrum der Stadt Menden (Sauerland) liegt Berkenhofskamp. Nördlich liegt Oesbern, östlich Lürbke und südöstlich Böingsen.

Am 1. Juli 2017 hatte der „Ortsteil Lendringsen-Mitte“ 7399 Einwohner.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft entwickelte sich im Gebiet der damaligen Gemeinde Böingsen. Im Vergleich zum Dorf Böingsen, das heute rund 120 Einwohner zählt, wuchs die Ortschaft erheblich stärker. Die Gemeinde wurde auch deshalb 1936 in „Lendringsen“ umbenannt.

Die Gemeinde bestand darüber hinaus aus den Ortschaften Hüingsen, Berkenhofskamp, Lürbke, und Oberrödinghausen.

Die Gemeinde Lendringsen, die damalige Stadt Menden (Sauerland) und weitere Gemeinden des bis dahin existierenden Amtes Menden wurden am 1. Januar 1975 zur neuen Stadt Menden (Sauerland) zusammengeschlossen.[3]

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Lendringsen enthält – wie alle Wappen des Amtes Menden – ein sogenanntes Kuheisen in Silber auf rotem Schild. Darüber ist auf silbergrauem Schild ein blauer Maueranker abgebildet, der dem Wappen der Familie von Rödinghausen entnommen ist.[4]

Die Gemeinde Lendringsen unterhielt seit 1965 eine Partnerschaft mit dem französischen Aire-sur-la-Lys. Die Partnerschaft wird seit der kommunalen Neugliederung 1975 von der Stadt Menden (Sauerland) fortgeführt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die für kulturelle Veranstaltungen genutzte Schützenhalle des Bürger-Schützenvereins Lendringsen 1857 e. V. wurde 2012 abgerissen.

Jedes Jahr zu Ostern findet das Stadtteilfest „Lendringser Frühling“ statt.

Zu den Lendringser Musikvereinen zählen unter anderem der Fanfaren-Corps Kolping und ein Shantychor.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Albert-Schweitzer-Schule bereits 2012 geschlossen wurde,[5] befinden sich in Lendringsen nur mehr zwei Grundschulen, nämlich die Josefschule und die Bischof-von-Kettler-Schule. Das Schulzentrum mit der Realschule Lendringsen und der Hauptschule „Am Habicht“ besteht seit dem August 2017 nicht mehr, da beide Schulen inzwischen aufgelöst wurden. Lendringsen ist auch Standort einer Volkshochschule.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lendringsen (Menden) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. André Joost: Streckenarchiv 2853 – Menden – Neuenrade. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 25. Juni 2017.
  2. Stadt Menden (Sauerland): Einwohnerzahlen der Stadt Menden (Sauerland) (Memento des Originals vom 20. Februar 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.menden.de, abgerufen am 19. Februar 2018
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 333.
  4. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen – Kurkölnisches Sauerland. Strobel-Verlag, Arnsberg 1986, ISBN 3-87793-017-4, S. 161.
  5. Albert-Schweitzer-Schule Lendringsen schließt nach 57 Jahren, in: Der Westen vom 7. Juli 2012 (zuletzt abgerufen am 14. Januar 2014)