Leo Wilhelm Robert Karl von dem Knesebeck

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Leo Wilhelm Robert Karl von dem Knesebeck (* 21. Juni 1808 in Neuruppin; † 6. Mai 1883 in Jühnsdorf, nach anderer Quelle in Jütersdorf b. Malchow[1]) war ein preußischer Rittergutsbesitzer und von 1851 bis 1862 Landrat des Landkreises Teltow.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leo Wilhelm Robert Karl entstammt dem Adelsgeschlecht derer von dem Knesebeck. Er hatte drei Töchter und vier Söhne.[2] Sein Onkel war der preußische Generalfeldmarschall Karl Friedrich von dem Knesebeck (1768–1848).

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er diente im 1. Garderegiment in Potsdam und brachte es später bis zum Major.[2] 1851 wurde er Landrat.[1] In seiner Amtszeit regte er die Herausgabe des Teltower Kreisblatts an, ebenso gehen der Bau mehrerer Chausseen im Landkreis Teltow und die Gründung der Teltower Kreissparkasse auf ihn zurück.[3] Er zeigte Einfühlungsvermögen gegenüber der Bevölkerung, die sich beklagte, dass die Holzverteilung ungerecht ablaufe. Es wird sogar berichtet, er habe durch offene Sympathie für die Ideale der Revolution von 1848 die Toleranzgrenze der preußischen Monarchie überschritten.[2] 1862 zog er sich auf sein Gut Jühnsdorf zurück, das seit 1823 in Familienbesitz war und wo er 1883 starb. Sein Nachfolger im Amt war sein Schwiegersohn Ernst von Gayl.[2]

Knesebeck wirkte zudem als Domherr in Brandenburg an der Havel und amtierte als Mitglied der Ersten Kammer des Preußischen Landtags im Zeitraum von 1850 bis 1852.

Er war von 1852 bis 1858 sowie von 1866 bis 1873 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Knesebeckstraße in Berlin-Zehlendorf[1] und die Knesebeckbrücke zwischen Berlin-Zehlendorf und Teltow sind nach ihm benannt. Angeregt durch seine Familie wurde 2007 Knesebeck zu Ehren eine Bronzetafel an der Brücke enthüllt.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Knesebeckstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  2. a b c d Familientreffen auf der Knesebeckbrücke pnn.de, 2007
  3. a b Teltowkanalbrücken: Knesebeckbrücke (1990) auf ndtponton.wordpress.com