Leopold Altenburg

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Leopold Altenburg (* 1971 in Graz[1]) ist ein österreichischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold Altenburg wurde als Enkel von Clemens Salvator von Österreich-Toskana geboren.[2][3] Von 1991 bis 1995 studierte er Schauspiel am Konservatorium der Stadt Wien, zu seinen Lehrerinnen zählte Elfriede Ott.[1][2] Eine Sprechausbildung absolvierte er bei Adelheid Pillmann, eine Gesangsausbildung bei Carol Byers.[4][5]

Im Spielfilm Ich gelobe von Wolfgang Murnberger spielte er 1994 die Rolle des Tomschitz, in Tempo von Stefan Ruzowitzky verkörperte er 1996 Jojos Bruder. Nach Auftritten am Wiener Volkstheater und bei den Salzburger Festspielen war er von 1999 bis 2002 Ensemblemitglied am Theaterlabor Bielefeld, wo er unter anderem Macbeth inszenierte und auch die Titelrolle verkörperte. Weitere Stationen waren etwa das Hexenkessel Hoftheater in Berlin und die Berliner Compagnie, das fringe-ensemble in Bonn und die Sommerserenaden in Graz.[5]

Im Dokumentarspielfilm Beziehungsweisen von Calle Overweg, der auf der Berlinale 2012 uraufgeführt wurde, hatte er als Herrmann eine Hauptrolle. 2017 war er in der Episode Drei Engel auf Abwegen der ZDF-Serie Weißblaue Wintergeschichten neben Dieter Fischer und Max Schmidt als Zirkusartist Adalbert Stelzer und in der Quizsendung Spiel für dein Land – Das größte Quiz Europas zu sehen.[6] In der Universum History-Folge Der Verrat des Kaisers über die Sixtus-Affäre verkörperte er 2018 Kaiser Karl I. von Österreich,[7] in der Dokumentation Anton Schmid – Der gute Mensch von Wilna der ORF-Zeitgeschichte-Reihe Menschen & Mächte (2020) spielte er den Widerstandskämpfer Anton Schmid.[8]

Mit Thorsten Wadowski gründete er 1999 das Musikkabarettduo Leopold & Wadowski. Als Krankenhausclown arbeitete er bei den Roten Nasen in Wien und seit 2003 bei den Roten Nasen Deutschland in Berlin und bildet auch Klinikclowns aus.[1][9]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Leopold & Wadowski – Zurück in Muttis Bauch (Musikkabarett)
  • 2002: Leopold & Wadowski – Du bist wie Biomüll im Sommer (Musikkabarett)
  • 2003: Leopold & Wadowski und die Zartbesaiteten – Jeder Orgasmus geht vorbei (Musikkabarett mit Band)
  • ab 2005: Montagsmelange Show mit Gästen moderiert von Leopold & Wadowski
  • 2005: Leopold und seine Freunde (Solokabarett)
  • 2013: Der stille Zecher (Kabarettistischer Liederabend)
  • 2015: Austropold – Schmäh von gestern, Solo mit Geschichten und Austropopsongs[4][5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kaiser und sein Sonnenschein. Geschichten meines Großvaters Erzherzog Clemens und meines Vaters Prinz Peter. Wien 2019, ISBN 978-3-99060-110-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Leopold Altenburg bei schauspielervideos.de
  2. a b diepresse.com: „Post für den Prinzen“. Artikel vom 6. Februar 2017, abgerufen am 3. April 2018.
  3. Sissi hat einen Ururenkel in Hermsdorf. Artikel vom 5. Jänner 2016, abgerufen am 3. April 2018.
  4. a b Leopold Altenburg: Lebenslauf (Memento vom 11. Januar 2018 im Internet Archive)
  5. a b c Leopold Altenburg bei filmmakers.de
  6. ZDF: Drei Engel auf Abwegen: Weißblaue Wintergeschichten (Memento vom 3. April 2018 im Internet Archive). Abgerufen am 3. April 2018.
  7. orf.at: Der Verrat des Kaisers. Abgerufen am 3. April 2018.
  8. ORF-Dokumentation „Anton Schmid – Der gute Mensch von Wilna“ in der Rossauerkaserne Bernardis-Schmid präsentiert. 28. Januar 2020, abgerufen am 29. Januar 2020.
  9. Tagesspiegel: Die Habsburger in Hermsdorf: Wieso ein Prinz als Krankenhausclown arbeitet. Artikel vom 17. März 2019, abgerufen am 18. März 2019.