Leopold Güterbock

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Leopold Güterbock (* 20. August 1817 in Berlin; † 19. März 1881 ebenda) war ein deutscher Genre- und Orientmaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold Güterbock stammte aus einer jüdischen Familie, aus der zahlreiche Gelehrte und Künstler hervorgegangen sind. Sein älterer Bruder war der Mediziner und praktische Arzt Ludwig Güterbock (1814–1895).

Leopold Güterbock studierte ab 1839 an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München. In den Jahren 1840 bis 1850 unternahm er in Begleitung von Alexius Geyer und William Cornwallis Cartwright Reisen durch Griechenland, Ägypten und die Türkei. Von 1842 bis 1847 war er in Rom, wo er dem Deutschen Künstlerverein angehörte und beim „Cervarofest“ dieses Vereins in den Jahren 1845 und 1846 die Rolle des „Generals der Gendarmerie“ spielte. Spätestens 1854 bis um 1858 lebte er in Paris. Dort wurde er Schüler von Thomas Couture und nahm 1855 am Pariser Salon im Rahmen der Weltausstellung teil. Güterbock beteiligte sich 1846 bis 1880 mehrmals an den Berliner Akademie-Ausstellungen. Ab spätestens 1860 war er in Berlin ansässig, wo er als Maler arbeitete. 1862/1863 sowie 1873/1874 lebte er wieder in Rom.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Motiv aus dem Walde von Fontainebleau, Verbleib unbekannt (BAA 1854, Nr. 188)
  • Ein türkisches Mädchen mit einer Katze, zuletzt: Besitz der Königin Elisabeth von Preußen (ebd., Nr. 189)
  • Griechinnen aus Smyrna, Verbleib unbekannt (ebd., Nr. 191)
  • Weibliches Porträt, Verbleib unbekannt (ebd., Nr. 192)
  • Ein türkisches Kaffeehaus, Verbleib unbekannt (ebd., Nr. 193)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tino Mager und Jennifer Fischer-Falckenberg: Güterbock, Leopold. In: Bénédicte Savoy, France Nerlich (Hrsg.): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt. Band 2: 1844–1870. Berlin/Boston 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leopold Güterbock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 227