Liebenstein

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Liebenstein
Landgemeinde Geratal
Wappen von Liebenstein
Koordinaten: 50° 46′ 8″ N, 10° 51′ 15″ O
Höhe: 365 m
Fläche: 12,23 km²
Einwohner: 371 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2019
Postleitzahl: 99330
Vorwahl: 036205
Burg Liebenstein
Das Röderschlösschen in Liebenstein

Liebenstein ist ein Ortsteil der Landgemeinde Geratal im Ilm-Kreis in Thüringen in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebenstein liegt im Tal der Wilden Gera zwischen Plaue und Gräfenroda im nördlichen Vorland des Thüringer Waldes. In Liebenstein mündet die Gissel in die Wilde Gera. Die Nordseite des Tales steigt steil zum Gosseler Plateau an. Südlich von Liebenstein liegt der 508 Meter hohe Gräfenrodaer Berg.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: GosselPlaueAngelrodaGeschwendaGräfenrodaFrankenhainCrawinkel

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebenstein wurde 1303 erstmals urkundlich erwähnt. 1434 kamen die Herren von Witzleben durch Tausch in den Besitz der Burg Liebenstein. 1746 kamen die Burg Liebenstein und die zu ihrem Gerichtsbezirk gehörenden Orte Liebenstein, Frankenhain und Rippersroda an den herzoglich-württembergischen Staatsminister Heinrich Günther Reinhard von Röder zu Geschwenda.[1] Die Landeshoheit über die Witzlebischen Gerichtsorte kam 1640 an das Herzogtum Sachsen-Gotha, 1672 an das Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und 1826 an das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Seit 1920 liegt der Ort im Land Thüringen.

Seit 1994 gehört Liebenstein zum Ilm-Kreis. Bereits 1993 schloss es sich mit anderen Gemeinden zur Verwaltungsgemeinschaft Oberes Geratal zusammen. Mit der Auflösung dieser wurde es am 1. Januar 2019 ein Ortsteil der Landgemeinde Geratal.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1843 – 278[3]
  • 1939 – 873[4]
  • 1989 – 526[5]
  • 2005 – 412
  • 2010 – 377
  • 2015 – 355

Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebenstein gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oberes Geratal mit Sitz in Gräfenroda.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht neben dem Bürgermeister aus sechs Gemeindevertretern. Die Kommunalwahlen in Thüringen 2014 ergaben dabei folgendes Resultat:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jörg Becker (parteilos) wurde am 5. Juni 2016 mit 57,3 % der gültigen Stimmen gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Ortsfriedhof erinnert ein Gemeinschaftsgrab mit Gedenkstein an 14 Häftlinge von einem Todesmarsch aus dem Außenlager Ohrdruf SIII des KZ Buchenwald sowie an einen unbekannten Soldaten, der als angeblicher Spion gegen Kriegsende erschossen wurde.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liebenstein ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Die Felder befinden sich zu beiden Seiten des Geratals. Einst standen sehr viele Mühlen an der Wilden Gera in und um Liebenstein.

Der Ort liegt an der Straße von Plaue nach Gräfenroda. Im Tal führt auch die Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen entlang, an der Liebenstein aber keinen eigenen Bahnhof besitzt. Der nächstgelegene Bahnhof ist Gräfenroda, circa 1,5 km südwestlich von Liebenstein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Günther Reinhard von Röder auf genealogy.net
  2. Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018 S. 795 ff., aufgerufen am 1. Januar 2019
  3. Quelle für schwarzburgische und sächsische Orte: Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books. Quelle für preußische Orte: Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843. Online abrufbar bei Google Books
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Einwohnerzahlen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Bevölkerungsentwicklung ab 1989 (TLUG) (Memento des Originals vom 29. Oktober 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tlug-jena.de (PDF; 18 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]