Lisa Sommerfeldt

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Lisa Sommerfeldt (* 1976 in München) ist eine deutschsprachige Schauspielerin und Dramatikerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Sommerfeldt neuere deutsche Literatur, Geschichte und Philosophie in Berlin und München, bevor sie von 1998 bis 2002 ihre Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen absolvierte und mit Diplom abschloss. Während ihres Studiums stand sie für verschiedene Rollen vor der Kamera und spielte an diversen Theatern. Auch gewann sie in dieser Zeit einige Preise für ihre Schauspielleistung, unter anderem einen der Ensemblepreise des Schauspielschultreffens in Potsdam.[1] Nach ihrem Studium konzentrierte sich Sommerfeldt unter anderem auf Sprechertätigkeiten, zum Beispiel für die WDR-Hörfunksender, die Deutsche Welle und den Bayerischen Rundfunk.

Seit 2004 ist Sommerfeldt einem breiteren Fernsehpublikum als Esther aus der Comedy-Serie Pastewka bekannt.

Lisa Sommerfeldt ist freie Autorin und schreibt Theaterstücke und Hörspiele, u. a. Auftragsarbeiten wie „Dorfdisco“ für die Kulturstiftung von Landestheater Eisenach und Staatstheater Meiningen. Ihr Stück „Gleiswechsel“ wurde für den „Förderpreis der deutschen Landesbühnen“ nominiert und in diesem Rahmen uraufgeführt. „KOMA“ gastierte 2013 bei den bayerischen Theatertagen. Für „Flaschengeld“ erhielt sie den 2. Platz des Berliner Kindertheaterpreises; das Stück war in der Favoritenrunde des „Kathrin-Türks-Preises 2012“, wurde 2014 auf dem Frankfurter Autorenforum vorgestellt und gastierte 2016 beim Festival „Schöne Aussicht“ in Stuttgart. Lisa Sommerfeldt war mit „Dragonheartkill“ Stipendiatin der Dramatikerbörse des Theaterfestivals „Luaga&Losna 2016“ in Österreich. Für ihren Stückentwurf „der dunkle Vogel (AT)“ erhielt sie 2016 das Projektstipendium des „Kinder- und Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg“ in Kooperation mit dem Theater Ulm. 2017 war Lisa Sommerfeldt Stipendiatin der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben. Im Januar 2018 wurden ihre beiden Kurzgeschichten „Der Augenblick“ und „Cinderella Paraphrase“ vom Radiosender WDR/1 live gesendet. Im selben Jahr wurde das Theaterstück „Dorfdisco“ als Hörspiel adaptiert (WDR 2018) und ins Russische übersetzt («Деревенская дискотека», deutsch-russisches Theaterlabor am Jungen Akademischen Theater, Rostow am Don).

Ihre Zwillingsschwester Sara Sommerfeldt ist ebenfalls Schauspielerin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Die Einsamkeit des Mörders
  • 1998: Faux Pas Faux
  • 2001: Annies Welt
  • 2002: Im Kreise der Familie
  • 2002: Warten auf Godot
  • 2002: Die Wache (Fernsehserie)
  • 2003: Die Fabrik (Kurzfilm)
  • 2004: Ohne Worte
  • 2005: Carwash
  • 2005: 7 ½ Frauen (Kurzfilm)
  • 2005: Zwei gegen Zwei
  • 2006: Die Korrekturleserin (Kurzfilm)
  • 2007: Autsch (Kurzfilm)
  • 2007: Der Spiegel (Kurzfilm)
  • 2005–2020: Pastewka (Fernsehserie)

Bühnenrollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Anne Page in: Die lustigen Weiber von Windsor (Regie: Brian Michaels), Ruhrfestspiele Recklinghausen
  • Folkwang Hochschule Essen (2000/2001)
    • Die Schöne in: Das Traumkissen (Regie: Thomas Stich)
    • Nina in: Die Möwe (Regie: Svetlana Fourer)
  • 2002: Petticoat und Minirock (Regie: Klaus-Peter Nigey), Stadttheater Koblenz
  • 2003: Chrysothemis in: Elektra (Regie: Rainer Stephan), Festival der Regionen Theater Linz
  • 2003: Emilia in: Emilia Galotti (Regie: Achim Köweker), Theater Lüneburg
  • Theatergruppe fliegen ab stuttgart (2003/2004 und 2006/2007)
    • The killer in me is the killer in you my love (Regie: Tanja Richter)
    • Mondfieber (Regie: Tanja Richter)
    • Rosa und Blanca (Regie: Tanja Richter)
    • Wir bleiben in der Nähe (Regie: Tanja Richter)
  • Staatstheater Stuttgart
  • Stadttheater Osnabrück (2005/2006)
    • Schneckenporträt (UA, Regie: Nina Gühlstorff)
    • Schwester Temple in: Orpheus steigt herab (Regie: Cornelia Crombholz)
  • 2008: Lulu in: Lulu (Regie: Tanja Richter), Altes Schauspielhaus Stuttgart
  • 2008: Mehr ich! (Regie: Miriam Michel), Goltz + Silber Theaterprojekt in Koproduktion mit dem Theater Hagen

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke

  • Gleiswechsel (Theaterstück für Jugendliche, Hörspielfassung von 2006; Uraufführung am 29. April 2010 am Theater Hof)
  • Flaschengeld (Theaterstück ab 10 Jahren), Uraufführung im September 2015, Badische Landesbühne
  • Koma (Theaterstück ab 14 Jahren, Auftragsarbeit für das Theater Ansbach; Uraufführung am 21. Oktober 2009)
  • Schulfreunde (Theaterstück für zwei Schauspieler mit Szenen fürs Forumtheater, Auftragsarbeit für das Theater Ansbach; Werkstattinszenierung am Theater Kopfüber/Theater Ansbach am 27. Oktober 2010)
  • Afrika (Theaterstück ab 4 Jahren, Auftragsarbeit für das Theater Ansbach/Theater Kopfüber; Uraufführung am 27. März 2011)
  • schlamm.trilogie: schlammlandschaften, Schauspiel (UA der Urfassung am 18. Juni 2010, Landestheater Schwaben)
  • Prinz Sternschnuppe, Theaterstück ab 6 Jahren, UA am 1. März 2015 am lutzhagen im Theater Hagen
  • Dorfdisco, Auftragswerk für die Kulturstiftung von Landestheater Eisenach und Staatstheater Meiningen. UA am 3. April 2016.
  • der dunkle Vogel, Auftragswerk für das Theater Ulm. UA am 9. März 2018.
  • Überleben.Monolog, Auftragsarbeit für die Oper Bonn. UA am 19. Mai 2019.
  • wing.suit, Auftragsarbeit für das Theater der Stadt Aalen. UA am 28. September 2019.
  • stadt.land.fluss oder die konstruktion der liebe, Schauspiel[2]
  • Das Theater träumt, mit Texten von: Nora Gomringer, Tilman Rammstedt, Moritz Rinke, Lisa Sommerfeldt, Miroslava Svolikova, Theresia Walser, Joachim Zelter. Theater Gütersloh/YouTube. UA am 19. Juni 2020.

Hörspiele

  • Dorfdisco, Hörspiel WDR 2018
  • wing.suit, Hörspiel WDR 2020

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Autorin:

  • 2020: Arbeitsstipendium des Landes NRW
  • 2019: Stipendiatin des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kunst, Künstlerhof Schreyahn
  • 2018/2019: Stipendiatin des 1:1 Mentoring der NRW Literaturbüros
  • 2017: Bad Godesberger Literaturpreis, dritter Preis & Publikumspreis
  • 2017: Aufenthaltsstipendium der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben
  • 2016: Projektstipendium des „Kinder- und Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg 2016“ in Kooperation mit dem Theater Ulm
  • 2016: Stipendiatin der Dramatikerbörse des Theaterfestivals “Luaga&Losna 2016″ in Österreich mit „Dragonheartkill“
  • 2014: Frankfurter Autorenforum mit „Flaschengeld“
  • 2012: Favoritenrunde des “Kathrin-Türks-Preises″ mit „Flaschengeld“
  • Preis des „DamenDramenLabors“ für „schlammzeiten“, szenische Lesung in Zürich
  • 2009: zweiter Platz des „Berliner Kindertheaterpreises 2009“ für „Flaschengeld“
  • 2008: Nominierung für den “Förderpreis der deutschen Landesbühnen 2008”

als Schauspielerin Theater:

  • 2000: Ensemblepreis Schauspielschultreffen Potsdam für Das Traumkissen (als Schauspielerin)
  • 2001: Ensemblepreis Schauspielschultreffen Bern für Vier Variationen über eine Szene aus ‚Krieg‘ (als Schauspielerin)[3]
  • 2001: Ensemblepreis Podiumfestival Moskau für Das Traumkissen (als Schauspielerin)
  • 2003: 1. Preis Theaterpreis der Stuttgarter Zeitung für The killer in me is the killer in you my love (als Schauspielerin)
  • 2007: Preis für die beste darstellerische Leistung und Publikumspreis des Stuttgarter Theaterpreises für Wir bleiben in der Nähe (als Schauspielerin)

als Schauspielerin Film:

  • 2015: Jupiter Award – Beste TV-Serie national für "Pastewka"
  • 2015, 2013, 2006: Deutscher Comedypreis – Beste Comedyserie für "Pastewka"
  • 2012, 2008, 2007, 2006: Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis – Unterhaltung für "Pastewka"
  • 2008: International Shortfilmfestival – I´ve seen films, Mailand, Best experimental short film für 7,5 FRAUEN
  • 2008: International Shortfilmfestival Pentedattilo, Best short film (Ex Acquo) für 7,5 FRAUEN
  • 2006: Deutscher Fernsehpreis – Beste Sitcom "Pastewka"

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.theatertreffen.com/downloads/Theatertreffen_2000.pdf, abgerufen am 26. August 2012
  2. grafisches-hilfswerk: Lisa Sommerfeldt » stadt.land.fluss. In: lisa-sommerfeldt.de. Abgerufen am 7. März 2016.
  3. http://www.theatertreffen.com/downloads/Theatertreffen_2001.pdf, abgerufen am 26. August 2012