Liste der Kulturdenkmale in Auerbach/Vogtl.

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Wappen von Auerbach
Alte Ansicht von Auerbach

In der Liste der Kulturdenkmale in Auerbach/Vogtl. sind sämtliche Kulturdenkmale der Gemeinde Auerbach/Vogtl. verzeichnet, die in der Datenbank des Landesamtes für Denkmalpflege erfasst wurden. Die in der Liste enthaltenen Denkmale sind auf dem Stand von September 2017.[Anm. 1]

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste ist unterteilt nach den einzelnen Ortsteilen. Zur Gemeinde Auerbach/Vogtl. gehören die Ortsteile Auerbach/Vogtl., Beerheide, Rebesgrün, Reumtengrün und Schnarrtanne.

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Liste der Kulturdenkmale nach Ortsteilen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auerbach/Vogtl.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Kriegerdenkmal (Karte) 1920–1940 Alte Ortslage Brunn, schlichte quadratische Stele mit eisernem Kreuz, monumentaler quadratischer Sockel mit Namen der Gefallenen, ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09234978


Häuslerhaus Alte Mühle 17
(Karte)
1702–1703 Alte Ortslage Rempesgrün, schönes landschaftstypisches Häuslerhaus, weitgehender Originalzustand, sozialgeschichtlich von Bedeutung.

Eingeschossig, außen und innen (Balkendecke) original.

09234987


Ehemalige Gottesackerkirche Alte Rodewischer Straße 2
(Karte)
1792 Saalbau mit vorgelegtem Westturm in barocker Tradition, von städtebaulicher, baugeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Längsrechteckiger Saalbau mit Flachdecke und doppelten umlaufenden Emporen, quadratischer Westturm mit markanter welscher Schieferhaube, Inneres 1982–90 rekonstruiert (ursprüngliche Ausstattung vernichtet), moderner Galerieanbau.

09234874


Platzanlage
Platzanlage Altmarkt
(Karte)
1842–1843 Markante Pflasterung des ansteigenden Platzes, stadtgeschichtlich und städtebaulich bedeutsam.
  • Altmarkt: Stark nach Osten hin abfallender, markant gepflasterter Platz mit Brunnen und Baumgruppe aus sechs rondellartig um den Brunnen angeordneten Winter-Linden, begrenzt von zwei parallel verlaufenden Straßen sowie traufständig stehenden Wohn- und Geschäftshäuser (Putzbauten), den östlichen Abschluss bildet die Stadtkirche,
  • Brunnen: Achteckiger Wasserbehälter aus Granit mit zwei Granitstufen zum abschüssigen Platz im Westen, Speier aus Messing, 1993 erneuert.
09234843


Wohnhaus Altmarkt 1
(Karte)
1824–1834 Schlichter, gut proportionierter Putzbau mit gewölbtem Erdgeschoss und älterem Keller von wissenschaftlicher und städtebaulicher Bedeutung.

Zweigeschossig, Keller, zum Teil wohl noch spätmittelalterlich, originale Eisentür zum Keller mit Beschlag, originales Holztor an der Nicolaistraße (um 1905–10), gleichzeitige Fenster original beziehungsweise im alten Sinne erneuert.

09234847


Wohnhaus Altmarkt 2
(Karte)
1701–1900 Schlichter Putzbau mit kreuzgratgewölbtem Erdgeschoss, städtebaulicher, stadtgeschichtlicher und wissenschaftlicher Wert.

Zweigeschossig, Erdgeschoss wohl 16. Jahrhundert, später mehrfach umgebaut und erweitert, im Erdgeschoss großer Raum mit Kreuzgratgewölben und Mittelpfeiler, originales Einfahrtstor um 1910, Putz und Fenster erneuert, im Obergeschoss einige originale Sprossenfenster.

09234840


Ehemaliges Rathaus Altmarkt 4
(Karte)
1840 Putzbau mit gotisierenden Details, städtebauliche und ortsgeschichtliche Bedeutung.

Dreigeschossig, fünfachsig, mittig Korbbogenportal mit Stadtwappen, kreuzgratgewölbte Durchfahrt, Differenztreppe mit originalem Schmuckgitter, Fassade 1969 reduziert, ursprünglicher Dachreiter abgetragen, einige originale Sprossenfenster im zweiten Geschoss.

09234841


Ehemaliger Gasthof Altmarkt 6
(Karte)
1834–1844 Schlichter Putzbau von lokalgeschichtlichem Wert.

Wiederaufbau nach Stadtbrand 1834, dreigeschossig, traufständig, Fassade erneuert, Gasthof auch „Zum schwarzen Bären“.

09234889


Ehemaliges Gerichtsgebäude Altmarkt 9
(Karte)
1864–1874 Schlichter spätklassizistischer Putzbau mit älteren Gewölben im Erdgeschoss, städtebaulicher, regionalgeschichtlicher und wissenschaftlicher Wert.
  • Gerichtsgebäude (erbaut nach 1864, im Kern älter, besonders Keller und Erdgeschoss, bis 1927 Amtsgericht): dreigeschossige Zweiflügelanlage, zum Altmarkt repräsentatives Portal, im Erdgeschoss Tonnen- und Kreuzgratgewölbe, weitgehender Originalzustand,
  • Abgebrochenes Hintergebäude: ehemals Wagenremise des Gefängnisses mit Dach und Kranvorrichtung im Originalzustand und kreuzgratgewölbtem Erdgeschoss, mit regionalgeschichtlichem und wissenschaftlichem Wert, vermutlich 17./18. Jahrhundert (abgebrochen 1997), ehemals nach Westen anschließendes Gebäude 1992 abgerissen, ehemalige Haftanstalt (Vordergebäude?) 1978 bis auf Mauerreste abgerissen.
09234844


Ehemaliges Wohnhaus Altmarkt 12
(Karte)
1834–1844 Vermutlich Neubau von 1824/34, an gleicher Stelle ursprünglich Knabenschule von 1529, schlichter Putzbau mit Walmdach und markanten Dachgaupen zum Altmarkt, von städtebaulicher sowie stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Zweigeschossig, Fenster im Erdgeschoss mit originaler Vergitterung (wohl um 1910), jetzt (1995) Raiffeisenbank, Anbau zum Kirchplatz wohl noch von 1529 (Erwähnung als Knabenschule, im 18. Jahrhundert am heutigen Standort nachweisbar).

09234890


Portal Am Graben 1
(Karte)
1812 Zeittypisches Granitportal von baugeschichtlichem Wert.

Gebäude massiv, leicht überformt, mit originalem Türportal, bezeichnet „CLH 1812“.

09234863


Wohnhaus Am Graben 3
(Karte)
1835 Zeittypischer Putzbau mit Granitportal, von baugeschichtlichem und stadtentwicklungsgeschichtlichem Wert.

Zweigeschossiger Putzbau, fünf Achsen, im Erdgeschoss sehr schönes Türportal, Granit mit Ohrung und Zopfmotiv und originaler Haustür aus der Erbauungszeit, zweiflügelige Rahmenfüllungstür mit geschnitzten Füllungen und verziertem, reich dekorierten Oberlichtfenster, bezeichnet „C. F. F. 1835“, im Erdgeschoss ebenso erhalten originale Fenstergewände mit einer Hohlkehlung.

09234862


Wohnhaus Am Graben 5
(Karte)
1835 Zeittypischer Putzbau mit Granitportal, von baugeschichtlichem und stadtentwicklungsgeschichtlichem Wert.

Zweigeschossig, fünf Achsen, Fensterachsen leicht verändert, überformt und modernisiert, originales Türportal, Stichbogenportal mit Schlussstein und Ohrung, Haustür aus der Zeit um 1905, Fenster im Erdgeschoss zu Schaufenstern erweitert, Haus gehört zum alten Stadtkern von Auerbach und hat daher auch eine stadtentwicklungsgeschichtliche Bedeutung.

09234861


Portal Am Graben 10
(Karte)
1833 Markantes Granitportal, originale Tür mit Jugendstildekor, baugeschichtlich von Bedeutung.

Bezeichnet „H 1833“

09234864


Feuerwache Am Turnplatz 11
(Karte)
1914–1934 Alte Ortschaft Rempesgrün, malerischer Putzbau mit Fachwerkteilen von ortsgeschichtlichem, ortsbildprägendem und wissenschaftlichem Wert, bemerkenswerter Originalzustand.

Zweigeschossig, Obergeschoss Fachwerk, rückseitig Fachwerk-Eckturm mit Satteldach, kompletter Originalzustand, unter anderem Garagentor, Türen, Fenster, erbaut um 1924 (Angabe der jetzigen Bewohner).

09234986


Sprungturm eines Freibades Badstraße 1a
(Karte)
1920–1940 Alte Ortslage Brunn, Pavillon in dieser Art seltener oktogonaler Bau mit charakteristischem Spitzdach im Originalzustand, Sprungturm bemerkenswerter Betonbau der 1960er Jahre, wissenschaftlicher Wert.

Achtseitig, Sockel und Rundstützen in Kunststein, originale Glas-Holz-Füllungen mit Schiebefenstern, vorspringende hölzerne Traufe, geknickter niedriger Spitzhelm.

09234975


Fassade einer ehemaligen Textilfabrik Bahnhofstraße 1
(Karte)
1897 Zeittypische historisierende Klinkerfassade (Neorenaissance-Elemente) von stadtbildprägender und industriegeschichtlicher Bedeutung.

Zweigeschossig, roter Klinker, Eckrisalite, Eingangstür im Originalzustand.

09234873


Ehemaliges Hotel Bahnhofstraße 8
(Karte)
1890–1910 Klinkerbau in historisierenden Formen von bauhistorischer und gewichtiger stadtbildprägender Bedeutung.

Dreigeschossig, roter Klinker mit weißen Putzstreifen, dreiseitige Eckgestaltung mit markanten Giebeln, Baudekor (unter anderem männliche und weibliche Köpfe) in Jugendstilmanier, Fenstersprossung im alten Sinne erneuert.

09234946


Ehemalige Amtshauptmannschaft mit Remise Bahnhofstraße 12; 12a
(Karte)
1865 Stattliches Gebäude im Stil der Neorenaissance, regionalgeschichtlicher, wissenschaftlicher und städtebaulicher Wert.

Zweigeschossig, sieben mal drei Achsen, Schmalseiten mit Mittelrisalit, Sockel Zyklopenmauerwerk, Putz erneuert, Remise (Nummer 12a): anderthalbgeschossig, Anbau der Kutscherwohnung zweieinhalbgeschossig.

09234920


Mietvilla mit Einfriedung Bahnhofstraße 18
(Karte)
1900 Repräsentatives Gebäude in historisierenden Formen mit Jugendstildetails, qualitätvolles Interieur, deshalb von baugeschichtlichem und hohem wissenschaftlichem Wert.

Zweigeschossig, Mittelrisalit mit geschweiftem Giebel, historisierende Architekturelemente mit Motiven aus profaner Spätgotik, Renaissance und Barock, ausgezeichnete originale Einrichtung in nur noch selten anzutreffender Vollständigkeit.

09234945


Villa mit Einfriedung Bahnhofstraße 22
(Karte)
1890–1910 Repräsentativer historisierender Klinkerbau von wissenschaftlichem und städtebaulichem Wert.

Zweigeschossig, roter Klinker, dekorative Werksteinelemente, seitlich repräsentative Portalvorhalle, inklusive Einfriedung komplett noch im Originalzustand, Remise: zweigeschossiger gelber Klinkerbau, Remisengebäude vor 2014 abgebrochen (Mitteilung von der Unteren Denkmalschutzbehörde, am 20.03.2014).

09234944


Villa mit Manufakturgebäude und Einfriedung Bahnhofstraße 24
(Karte)
1900–1920 Repräsentative, jedoch relativ schlichte und gut proportionierte Gebäudegruppe, Reformstil-Architektur, von wissenschaftlichem und städtebaulichem Wert.

Hauptbau: Zweigeschossig, drei mal drei Achsen, annähernd quadratische Grundform, Manufakturanbau: eingeschossig, vier mal vier Achsen, ebenfalls quadratischer Grundriss, beide Gebäude mit Mansarddächern, guter Originalzustand.

09234943


Wohnhaus Bebelstraße 1
(Karte)
1734 Schlichter Putzbau mit Mansarddach, hofseitig barockes Granitportal, von städtebaulicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Dreigeschossig, rückseitig granitenes Türgewände mit Jahreszahl.

09234866


Straßenbrücke mit zwei Treppenanlagen Bertolt-Brecht-Straße
(Karte)
1895–1915 Bogenbrücke in zeittypischer Gestaltung, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Zeittypische Gestaltung, korbbogige Durchfahrt, Brüstungen mit Stadtwappen sowie Laterne noch im Originalzustand.

09234901


Schulgebäude mit Turnhalle Bertolt-Brecht-Straße 1; 3
(Karte)
1895–1898 Zeittypischer historisierender Klinkerbau mit repräsentativem Mittelrisalit, Architekten: Ludwig & Hülssner, Leipzig, von gewichtiger städtebaulicher sowie stadtgeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Erbaut als erste Bürgerschule (auch Zentralschule genannt), 1919 Umbenennung in Erste Volksschule, 1949 Umbenennung in Goethe-Schule, seit 1992 Gymnasium, dreigeschossig mit Souterrain, Mittelteil und Seitenrisalite viergeschossig, Steil- bzw. Satteldächer, an den Längsseiten je zwei Eingänge, Mittelrisalit mit klassizisierenden Pilastern bzw. Säulen sowie Rundbogenfenstern, über vorkragendem Traufgesims kleiner Uhrgiebel, rückseitig zweigeschossiger Verbindungstrakt zur Turnhalle, diese eingeschossig und schlicht, 1910–1911 Umbau und Erweiterung der Turnhalle.

09234905


Mietshaus Bertolt-Brecht-Straße 5
(Karte)
1895–1915 Historisierender Putzbau mit Fachwerkelementen, markante Eckgestaltung, baugeschichtlich und städtebaulich von Bedeutung. 09305139


Ehemalige Textilfabrik Bertolt-Brecht-Straße 6
(Karte)
1890–1910 Zeittypischer zweifarbiger Klinkerbau, mit aufwendiger Fassadengestaltung, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09305140


Schulgebäude mit Einfriedung Bertolt-Brecht-Straße 17
(Karte)
1912 Monumentaler Bau mit formalen Anklängen an Neobarock und Reformstil-Architektur, von gewichtiger stadtbildprägender Bedeutung sowie von baugeschichtlichem und wissenschaftlichem Wert.

Schlichter Putzbau mit Walm- bzw. Mansarddächern sowie Dachreiter mit Uhr, Sonnenuhr bezeichnet „1912“, repräsentatives Hauptportal mit formalen Anklängen an Barock, originale Eingangstür, an der Ecke zur Siegelohstraße bemerkenswerte Sonnenuhr mit Jahreszahl, an der Front zur Plauenschen Straße neoklassizistischer Fries mit Knaben sowie Sitzfigur an an jeder Seite.

09234908


Geschäftshaus Bertolt-Brecht-Straße 30
(Karte)
1900–1920 Zeittypischer repräsentativer Putzbau im Reformstil, von baugeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung sowie in weitgehendem Originalzustand.

Asymmetrischer Grundriss, abgeschrägte Ecke, Souterrain, Hochparterre, zwei Obergeschosse, Dachgeschoss, markanter Erker mit turmartigem Abschluss (Mansarddach), Obergeschosse durch Pilaster bzw. Lisenen gegliedert, im Hochparterre verbreitet Korbbogenfenster, seitlich repräsentatives Portal mit originaler Tür und Verglasung, Fassade komplett im Originalzustand, beachtliche originale Vergitterung im Souterrain, qualitätvolles Treppenhaus.

09234915


Mietshaus Breitscheidstraße 9
(Karte)
1900 Zeittypischer historisierender Klinkerbau von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Hellgelber Klinker, mittig bemerkenswerter Giebel in Form der sogenannten Deutsch-Renaissance mit Innungszeichen und Jahreszahl, ursprünglicher Mitteleingang vermauert (jetzt von Nummer 9 aus zugänglich), weitgehend im Originalzustand.

09234871


Mietshaus Breitscheidstraße 11
(Karte)
1890–1910 Zeittypischer historisierender Klinkerbau von städtebaulichem Wert (siehe auch Nummer 13).

Dreigeschossig, vierachsig, mittig Giebel, Fenstersprossung zum Teil noch original.

09234870


Mietshaus mit Apotheke Breitscheidstraße 13
(Karte)
1890–1910 Zeittypischer historisierender Klinkerbau mit ausgezeichnetem, original verglastem Eckerker von städtebaulicher, bauhistorischer und wissenschaftlicher Bedeutung.

Roter Klinker mit Werksteingliederung und -einfassungen, Neorenaissance- bzw. Neobarock-Formen, über dem diagonal angeordneten Ladeneingang Erker mit schöner Verglasung im Originalzustand, Fenster original bzw. im alten Sinne erneuert, Hausflur noch im Originalzustand.

09234869


Wohnhaus Brunner Straße 12
(Karte)
1890–1910 Alte Ortslage Rempesgrün, zeittypischer beachtlicher Klinkerbau mit historisierenden Elementen von ortsbildprägender und wissenschaftlicher Bedeutung.

Eingeschossig, sechs mal drei Achsen, roter Klinker mit gelben und farbig glasierten Klinkerelementen, in dieser Art seltener anzutreffen, zum ersten Obergeschoss ausgebauter Mittelgiebel mit bekrönendem Obelisken, Fenstereinfassungen mit floralem Dekor (Werkstein), dieser großenteils verwittert, qualitätvolle originale Haustür (inklusive Klinke), Dachgaupen und die mittigen Fenster noch original, einige Fenster modernisiert sowie bereits früher vermauert, Einfriedung, Zaun und Mauer ohne Tor, Bruchsteinmauerwerk mit Steinpfeilern und Holzzaun.

09234989


Nebengebäude Burgstraße 2
(Karte)
1910 Zeittypisch schlichter Putzbau im Originalzustand, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung.

Einfahrt mit originaler Tür, originale Fenster (im Erdgeschoss bereits modernisiert).

09234859


Villa mit Garten Falkensteiner Straße 7
(Karte)
1890–1900 Ausgezeichnet proportionierter, historisierender Putzbau von baugeschichtlicher, wissenschaftlicher und städtebaulicher Bedeutung.

Zweigeschossig, fünf Achsen, repräsentatives Frontispiz mit barockisierendem plastischem Dekor, komplett im Originalzustand.

09234970


Villa mit Garten und Toreinfahrt Falkensteiner Straße 16
(Karte)
1890–1910 Gelber Klinkerbau mit dezentem historisierenden Dekor, städtebauliche und wissenschaftliche Bedeutung.
  • Villa: Bruchsteinsockel, repräsentative Eingangshalle, weitgehend im Originalzustand,
  • Villengarten: Ehemaliger wertvoller alter Baumbestand aus unter anderem Berg-Ahorn (Acer platanoides), Stiel-Eiche (Quercus robur), Linden (Tilia spec.), Esche (Fraxinus excelsior), Schwarz-Kiefer (Pinus nigra) und Hemlockstanne (Tsuga canadensis), 2017 Abbruch des Gartendenkmals, Garten wurde 2014 ungenehmigt abgeholzt.
  • Toreinfahrt: Pfosten aus gelbem Klinker mit Sandsteinelementen und -bekrönungen,
  • Pforte: Pfosten aus gelbem Klinker mit Sandsteinelementen, aufwändiger Torbogen aus schmiedeeisernem Zierwerk.
09234883


Zwei Portale Falkensteiner Straße 19; 21
(Karte)
1902 Historisierende Sandsteinportale mit originellem plastischem Dekor und sehr qualitätvollen Jugendstiltüren, handwerklich-künstlerisch von Bedeutung. 09234971


Ehemalige Textilfabrik Friedrich-Ebert-Straße 18
(Karte)
1900–1920 Ausgezeichneter, gut proportionierter Putzbau in zeittypischen Formen von gewichtiger stadtbildprägender, ortshistorischer sowie wissenschaftlicher Bedeutung.

Dreigeschossig mit ausgebautem, flachem Mansarddach, symmetrische Anlage, nahezu schmucklos, Straßenfront dreizehnachsig, die drei mittleren Achsen durch massives (viertes) Attikageschoss sowie überhöhtes Mansarddach architektonisch hervorgehoben, Segmentgiebel, zweites und drittes Obergeschoss durch sogenannte bay-windows architektonisch zusammengefasst, Portal mit flankierenden, toskanisierenden Halbsäulen, originale Tür.

09234894


Wohn- und Geschäftshaus Friedrich-Ebert-Straße 26
(Karte)
1907 Zeittypisches repräsentatives Eckgebäude, zwischen Jugendstil und Reformstil, von stadtbildprägender und bauhistorischer Bedeutung. 09234895


Wohnhaus Friedrich-Ebert-Straße 26a
(Karte)
1890–1910 Zeittypischer historisierender Klinkerbau von straßenbildprägendem und wissenschaftlichem Wert.

Dreigeschossig, Dachausbau, fünfachsig, die beiden rechten Achsen mit viertem Massivgeschoss, über den Fenstern im ersten Geschoss barockisierender Dekor mit segmentbogenförmigem Überschlaggesims, Originalzustand, namentlich Haustür inklusive Vergitterung.

09234896


Mietshaus Friedrich-Ebert-Straße 40
(Karte)
1890–1910 Historisierende Klinkerfassade, Anklänge an den Stil der Neogotik und der Neorenaissance, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305141


Villa mit Garten Friedrich-Naumann-Straße 5
(Karte)
1908 Zeittypischer Putzbau mit barockisierenden Elementen, markanter Dachlandschaft und.monumentaler Eingangshalle, städtebauliche und wissenschaftliche Bedeutung.

Portal bezeichnet 1908, zum Teil noch sehr qualitätvolle originale Details: Haustür, Pendeltür im Eingangsbereich, Wandverkleidung (Kacheln), Fenster erneuert, Inneres zum Teil modernisiert.

09234953


Villa mit Einfriedungsmauer Friedrich-Naumann-Straße 6
(Karte)
1900–1920 Zeittypisch gestalteter Putzbau mit verschindeltem Giebel, im Heimat- und Reformstil der Zeit um 1910, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305142


Villa mit Einfriedung Friedrich-Naumann-Straße 8
(Karte)
1903–1907 Sparsam dekorierter Putzbau mit Mansarddach, Reformstil-Architektur, wissenschaftlicher und städtebaulicher Wert.

Eingeschossig, seitlicher Eingang, Mittelrisalit mit Krüppelwalm, beachtliches originales Interieur.

09234956


Villa mit Einfriedung Friedrich-Naumann-Straße 10
(Karte)
1900–1920 Repräsentativer Putzbau im Reformstil, städtebaulicher und wissenschaftlicher Wert. 09234955


Mietvilla mit Nebengebäude und Einfriedung Goethestraße 10
(Karte)
1904 Repräsentativer Putzbau mit Fachwerkelementen, Eckturm, guter Originalzustand, wissenschaftliche und städtebauliche Bedeutung.

Malerische Gestaltung mit Ecktürmchen, Fachwerkgiebel, sparsamer Dekor, Originalzustand besonders im Innern durch die gegenwärtige vorbildliche Restaurierung zur Geltung gebracht, Nebengebäude mit transloziertem Granitgewände bezeichnet 1835 und schöner originaler Tür.

09234912


Wohnhaus Göltzschtalstraße 16
(Karte)
1786–1800 Schlichter klassizistischer Putzbau mit Walmdach von städtebaulicher Bedeutung sowie ortsgeschichtlichem Wert.

Dreigeschossig, elf mal vier Achsen, dreiachsiger Mittelrisalit mit Flachgiebel, Walmdach ursprünglich mit zwei Reihen stehender Gaupen, Mittelganghaus.

09234898


Mietshaus Göltzschtalstraße 28
(Karte)
1895–1915 Zeittypischer repräsentativer Putzbau, markanter Eckerker, von städtebaulicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Viergeschossig, abgeschrägte Ecke mit Ladeneingang, darüber polygonaler Erker mit turmartigem Abschluss (geschweiftes Steildach) sowie ornamentalem Schmuck zwischen den Fenstern, seitlich barockisierendes Portal (bezeichnet „Gustav Leistner“) mit qualitätvoller originaler Haustür, zweigeschossiger Erker und Altan, asymmetrisch angeordneter geschweifter Giebel, Ladenbereich modernisiert.

09234899


Geschäftshaus Göltzschtalstraße 40
(Karte)
1911–1912 Zeittypischer monumentaler Putzbau von gewichtiger straßenbildprägender (Lage an Straßenkurve) und wissenschaftlicher Bedeutung.

Viergeschossig, über dem dritten Geschoss markantes pultdachartiges Traufgesims, Gliederung nur durch architektonische Elemente, zum Beispiel Lisenen, Flachgiebel, Fenster noch im Originalzustand, heute AOK-Gebäude, erbaut als Ausstellungshaus der Vogtländischen Kunstmöbel-Industrie AG Ernst Seidel Auerbach.

09234902


Ehemalige Villa mit Garten Göltzschtalstraße 49
(Karte)
1900–1920 Alte Ortslage Mühlgrün, Putzbau in zeittypischen Formen, Reformstil-Architektur, auf Grund des außergewöhnlichen Originalzustandes von wissenschaftlicher Bedeutung.
  • Villa: Qualitätvolles ursprüngliches Interieur in seltener Vollständigkeit erhalten, unter anderem Haustür, Kacheln, Holzvertäfelung, Verglasung, Treppengeländer, WC im Erdgeschoss, sogar noch mit Wand- und Fußbodenkacheln sowie Waschbecken, 2011: WC, Wand und Fußbodenkacheln sind weg, Waschbecken noch da,
  • Villengarten: wertvoller Altbaumbestand aus unter anderem Linden (Tilia spec.), Rosskastanien (Aesculum hippocastanum), Rot-Buche (Fagus sylvatica), Lärche (Larix decidua), Fichte (Picea spec.) und Rhododendren, Baumreihe aus Linden (Tilia spec.) und Rosskastanien (Aesculum hippocastanum) entlang der nordwestlichen und südwestlichen Grundstücksgrenze, drei Kugel-Robinien (Robinia pseudoacacia 'Umbraculifera'), Einfriedung zur Straße als Holzlattenzaun, Gelände fällt nach Osten zum Maschinenteich hin ab.
09234885


Villa Göltzschtalstraße 56
(Karte)
1900–1920 Zeittypischer historisierender Klinkerbau mit qualitätvollen Holzelementen und Schwebegiebel, wissenschaftlicher sowie straßen- und landschaftsbildprägender Wert.

Guter Originalzustand, bezeichnet „E. W“(aldmann).

09234886


Ehemaliges Gasthaus Hainstraße 9
(Karte)
1801–1900 Putzbau mit markanter Eckgestaltung von ortshistorischer und städtebaulicher Bedeutung.

Zweigeschossig, dreiseitige Eckgestaltung, Fassade mit zeittypisch sparsamen dekorativen Elementen, weitgehend modernisiert.

09234860


Zwei Scheunen Hangweg 10
(Karte)
1801–1900 Alte Ortschaft Rempesgrün, zwei Holzscheunen im Originalzustand, baugeschichtlich von Bedeutung.

Sockel aus Bruchstein.

09234992


Sachgesamtheit Waldfriedhof Auerbach Hohe Straße 50
(Karte)
1919–1929 Von ortsgeschichtlicher und landschaftgestaltender Bedeutung.
  • Friedhofsgestaltung: Waldfriedhof im gemischten Stil aus landschaftlichen und architektonischen Elementen, Kapelle ursprünglich als Aufbahrungshalle konzipiert, da die geplante Kapelle aber nie errichtet wurde, wurde das Gebäude aus Geldmangel nach dem Krieg funktionell geteilt, den hinteren Teil nutzte man als Aufbahrungshalle, den vorderen als Kapelle, erst in den 1980er wurde südlich der Friedhofsverwaltung ein Gebäude als Aufbahrungshalle gebaut,
  • Wege mit wassergebundener Decke, an der Kapelle mit Granitpflaster, vorwiegend Nadelgehölzbestand aus unter anderem Colorado-Tanne (Abies concolor), Riesen-Tanne (Abies grandis), Korea-Tanne (Abies koreana), Nutka-Scheinzypresse (Xanthocyparis nootkatensis), Faden-Scheinzypresse (Chamaecyparis pisifera), Europäische Fichte (Picea abies), Serbische Fichte (Picea omorika), Stech-Fichte (Picea pungens), Kiefer (Pinus spec.), Weymouth-Kiefer (Pinus strobus), Schwarz-Kiefer (Pinus nigra), Douglasie (Pseudotsuga menziesii), Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis), Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) und Hänge-Blut-Buche (Fagus sylvatica ‚Purpurea pendula‘).
09301517


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Waldfriedhof Auerbach Hohe Straße 50
(Karte)
1910–1930 Ortsgeschichtlich von Bedeutung.
  • Verwaltungsgebäude: Eingeschossiger Putzbau mit Walmdach und Zwerchhäuser in komplettem Originalzustand,
  • Aufbahrungshalle: 1920er Jahre, ursprünglich als Aufbahrungshalle konzipiert, da die geplante Kapelle aber nie errichtet wurde, wurde das Gebäude aus Geldmangel nach dem Krieg funktionell geteilt, den hinteren Teil nutzte man als Aufbahrungshalle, den vorderen als Kapelle, erst in den 1980er wurde südlich der Friedhofsverwaltung ein Gebäude als Aufbahrungshalle gebaut, seitdem Nutzung als Kapelle,
  • Kriegerdenkmal 1914–1918,
  • Kriegerdenkmal Zweiter Weltkrieg: Zwei Reihen Holzkreuze,
  • Sowjetisches Ehrenmal (nach 1990 verändert),
  • Einige qualitätvolle Grabdenkmäler: Christine Freitag (gestorben 1921), Max Lenk (gestorben 1928) mit sitzender weiblicher Trauernder, Familie Schmohl, August Roland mit kniender junger Frau.
09234957


Mietshaus Kaiserstraße 16
(Karte)
1895–1915 Mit Ladenfront, zeittypische Klinkerfassade, zwischen Jugendstil und Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305143


Mietshaus Kaiserstraße 17
(Karte)
1890–1910 Putzbau mit barockisierenden, gotisierenden sowie Jugendstil-Details, ortshistorischer, städtebaulicher und wissenschaftlicher Wert.

Fassade in beeinträchtigender Weise erneuert bzw. reduziert, jedoch bemerkenswertes Portal mit ionisierenden kolossalen Halbsäulen sowie Giebel mit Jugendstildekor, darüber Erker mit Balkon, Obergeschosse erneuert, im ersten Geschoss noch einige gotisierende Fenster mit originaler Sprossung, an der Front zur Jahnstraße im Erdgeschoss ebenfalls Spitzbogenfenster, Seitenportal mit originaler Tür.

09234930


Mietshaus Kaiserstraße 18
(Karte)
1906 Zeittypische Klinkerfassade, zwischen Jugendstil und Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305144


Mietshaus Kaiserstraße 19
(Karte)
1890–1910 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert. 09234929


Mietshaus Kaiserstraße 20
(Karte)
1895–1915 Mit Laden, Klinker-Putz-Fassade mit Erker, zwischen Jugendstil und Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305145


Mietshaus Kaiserstraße 21
(Karte)
1890–1910 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert. 09234934


Mietshaus Kaiserstraße 23
(Karte)
1890–1910 Historisierender Klinkerbau mit Erker, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert. 09234933


Mietshaus Kaiserstraße 25
(Karte)
1890–1910 Historisierender Klinkerbau mit Werksteinelementen, städtebaulicher und wissenschaftlicher Wert.

Viergeschossig, markanter Eckrisalit mit Steildachbekrönung sowie gotisierendem Giebel, über und zwischen den Fenstern barockisierender überwiegend floraler Dekor, Fenster erneuert.

09234932


Mietshaus Kaiserstraße 32
(Karte)
1890–1910 Repräsentativer Putzbau mit Fachwerkelementen von stadtbildprägender und wissenschaftlicher Bedeutung.

Malerisch gestaltetes Eckhaus mit reicher bauplastischer Durchbildung: asymmetrische Anordnung von Erkern, Vorsprüngen, Balkons, Giebeln etc., Eckbereich in den beiden oberen Geschossen abgeschrägt, Relief mit von Löwen flankiertem Spruch, in den beiden Obergeschossen Fachwerk, zum Teil noch Originalzustand (unter anderem Ladenbereich).

09234911


Mietshaus Kaiserstraße 40
(Karte)
1900–1920 Zeittypischer Putzbau, Reformstil-Architektur, von städtebaulicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Erdgeschoss Bruchstein.

09234881


Mietshaus Kaiserstraße 44
(Karte)
1900–1920 Putzbau in zeittypischen Formen mit sparsamem Dekor, breiter Erker, Reformstil-Architektur, städtebaulicher und lokalgeschichtlicher Wert.

Dreigeschossig, sechs Achsen, mittig im zweiten und dritten Obergeschoss Erker, darüber Zwerchhaus, Fenster, Haustür, Eingangsbereich etc. original, Gastraum modernisiert.

09234880


Wohnhaus Kaiserstraße 52
(Karte)
1890–1900 Putzbau mit historisierendem Dekor, wissenschaftlicher und städtebaulicher Wert.

Zweigeschossig, fünf mal vier Achsen, Haustür inklusive Vergitterung noch original.

09234879


Mietshaus Kaiserstraße 60
(Karte)
1900–1920 Zeittypischer repräsentativer Putzbau, Eckerker, Reformstil-Architektur, von bauhistorischer Bedeutung sowie in gutem Originalzustand. 09234878


Ehemaliges Gerichtsgebäude Kirchplatz 1
(Karte)
1501–1700 Schlichter Bau mit gewölbtem Keller und Erdgeschoss von städtebaulicher, ortsgeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Im Erdgeschoss zweischiffiger Raum mit Kreuzgratgewölben (vorderer Teil seit 1834 ohne Gewölbe), darunter Keller mit Tonnengewölbe, originale Kellertür, zurzeit in Restaurierung und Umbau begriffen, 1505 gehörte das Gerichtsgebäude Hans Edler von Planitz, Patrimonialherr des Ostvogtlandes, bis 1865 Gerichtsbarkeitsgebäude.

09234842


Ehemaliges Pfarrhaus Kirchplatz 3
(Karte)
1701–1800 Vereinfachend überformter Putzbau mit zum Teil gewölbtem Erdgeschoss von wissenschaftlichem Wert, als eines der sogenannten Geistlichen-Häuser am Kirchplatz auch von stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Im Kern 18. Jahrhundert (Kellergewölbe, Räume im Erdgeschoss), Im Erdgeschoss zwei kreuzgratgewölbte Räume, aus der Zeit des Umbaus unter anderem originale Türen, bemerkenswerter hölzerner Einbauschrank mit Zinnen erhalten, 19. Jahrhundert und Anfang 20. Jahrhundert hier die Superintendentur, ab 1934 privat.

09234836


Kirche
Kirche Kirchplatz 5
(Karte)
1835–1839 Schlichter Putzbau in freier Platzlage, mit östlichem Chorturm und westlicher Eingangsfassade sowie Freitreppe zum Altmarkt, von gewichtiger stadtbildprägender Bedeutung, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, Innenraum als einer der frühesten mit Anwendung neogotischer Formen, von ortsgeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Umfassungsmauern barock, Chorturm mit tempiettoartigem offenem Aufsatz, schlichter Saalbau mit umlaufenden, doppelten Emporen und gotisierenden Rippengewölben, Ausstattung, unter anderem Orgelprospekt von 1840, Türen und Windfänge (um 1910), bemerkenswerter Kanzelaltar (erst seit 1953 in der Kirche), Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1834, dabei die stehen gebliebenen Umfassungmauern wieder verwendet.

09234846


Wohnhaus Kirchstraße 2
(Karte)
1501–1600 Non stadtbildprägender und stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Zweigeschossiges Gebäude, granitenes Türgewände.

09234893


Mietshaus Lamnitzer Straße 6
(Karte)
1903 Zeittypischer Klinkerbau mit Gliederung in Kunstwerkstein, repräsentative Eckgestaltung mit Dekor in Jugendstilmanier, städtebaulicher und wissenschaftlicher Wert (kompletter Originalzustand).

Zweigeschossig, roter Klinker, Souterrain gelber Klinker, erkerartige Eckrundung mit Haube, von zwei übergiebelten Eckrisaliten flankiert, ausgezeichneter Originalzustand: Haus- und Wohnungstüren, Treppenhaus (schmiedeeisernes Geländer), Fußböden (Terrazzo), Fenster und anderes, Fußboden im Eingangsbereich bezeichnet „1903“.

09234832


Wohnhaus Lamnitzer Straße 11
(Karte)
1890–1910 Zeittypischer Klinkerbau mit Flachwalmdach in gutem Originalzustand, städtebauliche Bedeutung.

Zweigeschossig, roter Klinker.

09234833


Ehemaliger Gasthof Lassallestraße 2
(Karte)
1901 Alte Ortschaft Rempesgrün, eingeschossiger historisierender Klinkerbau, ortsgeschichtlich von Bedeutung.

rote Klinker

09234949


Doppelwohnhaus Lassallestraße 6; 8
(Karte)
1904 Alte Ortschaft Rempesgrün, zeittypischer Klinkerbau mit markanten Schwebegiebeln von straßenbildprägendem und wissenschaftlichem Wert.

Beide Hälften jeweils eingeschossig mit zweigeschossigem, von schönem Schwebegiebel betontem Mittelrisalit, in den Giebeln die Jahreszahl „1904“, Fenstereinfassungen mit originellem Werksteindekor (pausbäckige Knabenköpfe), Nummer 6 mit schöner originaler Haustür (Jugendstil), bezeichnet „1904“ (am Schwebegiebel)

09234991


Wohnhaus Lassallestraße 11
(Karte)
1906 Alte Ortschaft Rempesgrün, ehemals mit Stickerei, Klinkerbau mit bemerkenswertem repräsentativem Portal von wissenschaftlichem Wert.

Dreigeschossig, fünfachsig, roter Klinker mit historisierenden Werksteinelementen (floraler Dekor der Fenstergewände), qualitätvolles Portal im Anklang an Renaissance mit Archivolte und Frauenkopf als Schlussstein, erbaut 1906 (Angabe des Eigentümers).

09234990


Wohnhaus Loheweg 69
(Karte)
1501–1600 Alte Ortschaft Rempesgrün, für die Landschaft charakteristisches eingeschossiges Gebäude mit Umgebindekonstruktion, als eines der wenigen erhaltenen Umgebindehäuser der Region von baugeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Zwei mal drei Achsen mit Umgebinde, originale Blockstube mit sichtbaren Bohlen, Stallteil: Bruchstein mit Fachwerkresten, bis auf das später erneuerte Dach im [?]

09234985


Mietshaus Mosenstraße 5
(Karte)
1907 Mit Laden, gut gestaltete, historisierende Putzfassade, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305147


Wohnhaus Nicolaistraße 7
(Karte)
1834–1844 Schlichter Putzbau mit Frontgiebel und Segmentbogenportal, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung.

Zweigeschossig, fünfachsig, Ladenbereich erneuert, schöne Jugendstiltür.

09234858


Bankgebäude Nicolaistraße 10
(Karte)
1922–1923 Repräsentativer zeittypischer Putzbau, Reformstil-Architektur, von städtebaulicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Dreigeschossig, Frontgiebel, Dekor auf wenige Details beschränkt, an beiden Schauseiten barockisierende Portale, Fenster im Erdgeschoss jeweils mit Archivolte, Schlussstein und Girlande, Fassade vereinfacht, Fenster modernisiert, Treppenhaus noch weitgehend original.

09234856


Wohnhaus Nicolaistraße 26
(Karte)
1834–1844 Schlichter zeittypischer Putzbau von stadtbildprägendem Wert, Erdgeschoss der Zeit um 1930 im Originalzustand von wissenschaftlicher Bedeutung.

Zweigeschossig, vierachsig, Zwerchgiebel, originale Dachgaupen, Haustür, Laden mit Schaufenster, Tür und Gitter sowie Verklinkerung aus dieser Zeit in seltener Originalität erhalten, (Tafel im Erdgeschoss:) Klinker-Ausführung: Fa. Erhard Militzer/Hof.

09234877


Wohnhaus Nicolaistraße 27
(Karte)
1834–1844 Schlichter Putzbau mit Mittelrisalit, Fassade von klassizistischer Wirkung, ehemals Sitz der Oberforstmeisterei, von stadtgeschichtlicher, baugeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung, ortsbildprägend durch Lage am Altmarkt.

Dreigeschossig, sechsachsig, originale Dachgaupen, Putz erneuert, Erdgeschoss modernisiert.

09234851


Rathaus Nicolaistraße 51
(Karte)
1890–1910 Zeittypischer historisierender roter Klinkerbau von städtebaulicher und stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Dreigeschossig mit Attikageschoss, zwei unterschiedlich lange Trakte, durch markanten turmartigen Eckrisalit betont, an der Nicolaistraße Mittelrisalit mit Uhr, sparsame Putzgliederung.

09234872


Wohn- und Geschäftshaus Obere Bahnhofstraße 23
(Karte)
1900–1920 Putzbau mit klassizisierenden Details, markante Eckerker, wissenschaftlicher und städtebaulicher Wert.

Zweigeschossig, hinterer Teil eingeschossig, seitlicher Eingang modernisiert, ansonsten guter Originalzustand.

09234950


Ehemaliges Gasthaus Ottostraße 15
(Karte)
1890–1910 Alte Ortslage Mühlgrün, bemerkenswerter gelber Klinkerbau mit funktionsentsprechend sparsam angewandtem historisierendem Dekor, ortsbildprägender, wissenschaftlicher und ortsgeschichtlicher Wert.

Ehemaliger Ballsaal (jetzt Lagerhalle) mit repräsentativer Giebelfront.

09234884


Amtsgericht mit Verbindungsbrücke, Nebengebäude und Einfriedungsmauern Parkstraße 1; 1a
(Karte)
1915–1935 Zeittypischer traditionalistischer Putzbau mit einigen gotisierenden Details, städtebaulicher und lokalgeschichtlicher Wert (Architekt: Oskar Kramer, Dresden).

Dreigeschossig, steiles Satteldach mit gotisierenden Gaupen, offene Eingangshalle sowie Verbindungsgang zum ehemaligen Gefängnis mit Spitzbögen, zum Tril noch Originalzustand.

09234906


Villa mit Garten Parkstraße 7
(Karte)
1886–1900 Repräsentativer, gut proportionierter Putzbau in spätklassizistischen Formen von wissenschaftlichem und städtebaulichem Wert.
  • Villa: Zweigeschossig, dreiachsige barockisierende Eingangshalle mit Balustrade, Rückseite mit gekuppelten Rundbogenfenstern, qualitätvolle Jugendstilverglasung, originale Türen, Fußböden etc., 1995 als Musikschule genutzt.
  • Villengarten:
    • Einfriedung: Holzlattenzaun zur Parkstraße, Zaunspfosten aus Granit, Zaunsfelder im südlichen Abschnitt erneuert, kleine Treppe aus profilierten Granitstufen von der Falkensteiner Straße,
    • Reste einer Stützmauer an der Ostseite des Grundstücks, Felspartie südlich der Villa,
    • Altbaumbestand aus unter anderem Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Rotblättriger Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus 'Atropurpureum'), Rotbuche (Fagus sylvatica), Linde (Tilia spec.), Stiel-Eiche (Quercus robur), Eibe (Taxus baccata) und Rhododendron.
09234967


Wohnhaus Pfarrgasse 5; 5a
(Karte)
1701–1800 Putzbau mit ursprünglicher Eingangshalle, wissenschaftlicher und städtebaulicher Wert.

Zweigeschossig, Eingangshalle mit barocken Kreuzgratgewölben, Kellereingang mit Graniteinfassung, originale Eisentür mit Beschlag und Schlüssel (!) nach 1834, Hausflur und Treppenhausgeländer im Originalzustand um 1910.

09234837


Wohnhaus Plauensche Straße 7
(Karte)
1834–1844 In altem Sinne erneuertes Gebäude mit klassizistischer Putzfassade und originalem Kellergewölbe von wissenschaftlichem und stadtbildprägendem Wert.

Kellergewölbe wohl vor 1834.

09234854


Mietshaus Poststraße 1
(Karte)
1900–1920 Repräsentativer, sparsam dekorierter Putzbau mit Eckerker, Reformstil-Architektur, von gewichtiger städtebaulicher sowie wissenschaftlicher Bedeutung.

Dreigeschossig, markanter abgerundeter Erker mit turmartigem Abschluss (geschweifte Haube), Zwerchgiebel mit Initialen „TB“, über den beiden Portalen ein Flacherker mit bay-windows und abschließendem Altan mit originaler Kupferbrüstung, qualitätvolles originales Interieur: Eingangshalle mit Holzverkleidung, Treppenhaus, Wohnungstüren, Stuckdecken, Kachelöfen etc., (siehe auch Robert-Blum-Straße 2).

09234926


Mietshaus Poststraße 8
(Karte)
1907–1908 Historisierender Putzbau mit Balkons und Erker, von gewichtiger städtebaulicher Bedeutung sowie wissenschaftlichem Wert.

Drei- bis viergeschossig, repräsentative Fassade mit asymmetrischer Anordnung von Erkern, Dachtürmchen, Giebeln, versetzten Balkons, Formen noch Neorenaissance bzw. Neobarock verpflichtet, im Erdgeschoss mit Anklängen an Jugendstil, diagonaler Ladeneingang, darüber Eckerker mit turmartige Bekrönung, Seiteneingang in ausgezeichnetem Originalzustand, ebenso im Innern: Eingangsbereich, Treppenhaus, Wohnungstüren und anderes, Putz und Fenster erneuert.

09234922


Mietshaus Poststraße 10
(Karte)
1895–1915 Putzbau mit historisierenden Elementen, von städtebaulicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Vergleiche Nummer 14 und 12, schöne originale Haustür, ein Teil der Fenster sowie im Innern Treppengeländer und Wohnungstüren ebenfalls noch original.

09234921


Mietshaus Poststraße 14
(Karte)
1895–1915 Mit Laden, Putzbau mit barockisierendem Dekor, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Vergleiche Nummer 16, Krüppelwalmdach, Fassade und Ladeneingang erneuert, schöne originale Haustür.

09234918


Mietshaus Poststraße 16
(Karte)
1895–1915 Putzbau mit Erker und schmuckarmer Fassade, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert. 09234917


Mietshaus Poststraße 18
(Karte)
1895–1915 Putzbau mit Erker und schmuckarmer Fassade, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Viergeschossig, für die Entstehungszeit charakteristische asymmetrische Fassadengestaltung: seitlicher Eingang, zweigeschossiger querrechteckigem bzw. dreiseitiger Mittelerker, seitlicher ausgebauter Halbgiebel und Krüppelwalmdach, originale Haustür.

09234916


Ehemaliges Wohnhaus Querstraße 3
(Karte)
1834–1844 Vermutlich Neubau von 1824/34, an gleicher Stelle ursprünglich Knabenschule von 1529, schlichter Putzbau mit Walmdach und markanten Dachgaupen zum Altmarkt, von städtebaulicher sowie stadtgeschichtlicher Bedeutung.

Zweigeschossig, Fenster im Erdgeschoss mit originaler Vergitterung (wohl um 1910), jetzt (1995) Raiffeisenbank, Anbau zum Kirchplatz wohl noch von 1529 (Erwähnung als Knabenschule, im 18. Jahrhundert am heutigen Standort nachweisbar).

09234890


Mietshaus Rathenaustraße 2
(Karte)
1900–1920 Schmuckloser Putzbau mit markantem Mansard- bzw. Krüppelwalmdach von städtebaulicher Bedeutung.

Dreigeschossig mit ausgebautem viertem Dachgeschoss, architektonische Durchbildung mit abgerundeter Eckerweiterung sowie seitlichem, erkerartig vorspringendem Risalit mit asymmetrischem Giebel, zwei repräsentative Eingänge, Fassade renoviert, Fenster im alten Sinne erneuert.

09234940


Mietshaus Rathenaustraße 5
(Karte)
1900–1920 Putzbau mit Erker und repräsentativem Eingang, von wissenschaftlichem und straßenbildprägendem Wert, guter Originalzustand.

Viergeschossig, dreigeschossiger Erker mit zurückspringendem Giebel, Hauseingang mit barockisierendem Dekor und vorzüglicher originaler Tür, originale Fenstersprossung, Treppenhaus ebenfalls im Originalzustand.

09234939


Mietshaus Rathenaustraße 7
(Karte)
1907 Putzbau mit Kastenerker und reich dekoriertem Eingang, von wissenschaftlichem und straßenbildprägendem Wert.

Siehe Nummer 9 und 11, repräsentativer Hauseingang in barockisierenden Formen, Schlussstein, Haustür und Fenster erneuert.

09234938


Mietshaus Rathenaustraße 8
(Karte)
1900–1920 Sparsam gegliederter Putzbau, von wissenschaftlichem und städtebaulichem Wert.

Aufriss und Bauformen vergleiche auch unter Nummer 4.

09234947


Mietshaus Rathenaustraße 10
(Karte)
1895–1915 Repräsentativer Putzbau mit straßenbildprägender Dachlandschaft, Giebel und Erker, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Stil und Aufbau vergleiche auch unter Nummer 12, originales Portal, qualitätvoller originaler Flurbereich (Fußboden mit Fliesen, Flügeltür, Stuck etc.), Fenster modernisiert.

09234948


Mietshaus Rathenaustraße 11
(Karte)
1900–1920 Einfach gegliederter Putzbau mit Erker, schöne originale Haustür, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Viergeschossig, mittig schöne originale Haustür inklusive Verglasung, darüber Erker, Putz erneuert, Fenster zum Teil noch mit originaler Sprossung, vergleiche Nummer 9 und 7.

09234936


Mietshaus Rathenaustraße 12
(Karte)
1900–1920 Repräsentativer Putzbau mit Erker, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert. 09234923


Mietshaus Rathenaustraße 13
(Karte)
1900–1920 Repräsentativer, reich gegliederter Putzbau, Reformstil-Architektur, von straßenbildprägender und baugeschichtlicher Bedeutung.

Dreigeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss, dominante Pilastergliederung, Erdgeschoss Laden modernisiert, repräsentative Eingangsgestaltung mit großem Dreiecksgiebel, Loggien, segmentbogenförmig vorkragende Erker bzw. polygonaler Erker, Ecke durch fast überdimensional wirkenden turmartigen Ausbau gestalterisch hervorgehoben, dort die Giebel in den Giebelfeldern mit Putzstuck dekoriert, guter Originalzustand, städtebaulich wichtig als Eckbau und Teil einer gleichartigen Straßenzugbetonung.

09233827


Mietshaus Rathenaustraße 14
(Karte)
1895–1915 Putzbau mit Erker, von wissenschaftlichem und städtebaulichem Wert.

Viergeschossig, schlichte, nur sparsam dekorierte Fassade mit Mittelerker, Fenster und Haustür noch original.

09234924


Kirche mit Pfarr- und Gemeindehaus sowie Einfriedung
Kirche mit Pfarr- und Gemeindehaus sowie Einfriedung Rempesgrüner Weg 9
(Karte)
1912–1914 Putzbau mit Barock- und Jugendstilformen, wirkungsvoll gegliederte, ausgezeichnet disponierte Baugruppe aus Kirche, Turm, Pfarr- und Gemeindehaus von maßgebender stadtbildprägender sowie wissenschaftlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung.
  • Kirche: Barockisierender Saalbau mit weitgehend erhaltener originaler Ausstattung (unter anderem Altäre, Gestühl, Beichtstuhl, Orgelempore mit Orgelprospekt, Windfang), unter der Kirche Gemeindesaal,
  • Turm mit welscher Haube, Bindeglied zwischen Kirche und Pfarrhaus, Pfarr- und Gemeindehaus: Zwei- bis dreigeschossig, Eingangsbereich, Treppenhaus, Haustür, Verglasung im Originalzustand.
09234966


Wirtschaftsgebäude und Zufahrtsallee Ritterstraße 30
(Karte)
Alte Ortslage Sorga, Pferdestall mit originaler hölzerner Kumthalle, Fachwerkdrempel und -türmchen, von landschafts- und ortsbildprägender sowie wissenschaftlicher Bedeutung, das als Denkmal dazugehörende Herrenhaus wurde 1999 abgebrochen.
  • Abgebrochenes Herrenhaus: Schlichter Barockbau: zweigeschossige, verputzte Bruchsteinanlage in zwei Bauabschnitten mit Mansarddach und Krüppelwalm, Granitgewände im Hof mit Wappen von der Planitz (bezeichnet 1750), im Kern älter, Adelswappen von Bodenhausen (19. Jahrhundert), 1999 abgebrochen,
  • Ehemaliger Rinderstall: Jetzt Heuboden, mit originaler Eisenkonstruktion,
  • Pferdestall: Mit originaler hölzerner Kummethalle, Fachwerk-Halb-Obergeschoss, achtseitiges Türmchen mit Spitzhelm, außer dem restaurierten Pferdestall (jetzt Pferdesportverein) stark im Verfall begriffen (zum Teil ruinöser Zustand),
  • Allee: Markiert die ehemalige Zufahrt zum Rittergut, vorwiegende Eschen (Fraxinus excelsior), aber auch Rot-Eichen (Quercus rubra), Stiel-Eichen (Quercus robur) und Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), bereits auf dem Meilenblatt von 1792 (Dresdner Exemplar, Blatt 210) verzeichnet.
09234974


Schulgebäude Robert-Blum-Straße 1
(Karte)
1908–1909 Gut proportionierter Putzbau, Reformstil-Architektur, von städtebaulicher und wissenschaftlicher Bedeutung.

Zweigeschossig, Straßenfront fünfachsig mit Mittelrisalit, traufständig, Krüppelwalmdach, repräsentatives Portal mit flankierenden Pilastern und Knickgiebel, Schmalseiten schlicht, an der Nordseite im Halbgiebel schlitzartige Fenster zwischen klassizisierenden Pilastern, Straßenfront (Fenster, Portal und anderes) im Originalzustand, Fenster auf der Rückseite modernisiert, erbaut als Handelsschule Auerbach, später Berufsschule, nach 1990 Grundschule.

09234928


Mietshaus Robert-Blum-Straße 4
(Karte)
1895–1915 Putzbau mit Erker und Fachwerkgiebel, Dekor mit historisierenden und Jugendstilelementen, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Dreigeschossig, vierachsig, zweigeschossiger Erker, pittoresker Mittelgiebel mit Krüppelwalm, qualitätvolle originale Details: Haustür, Treppengeländer mit Jugendstilelementen, Wohnungstüren etc.

09234927


Wandbilder Robert-Blum-Straße 13
(Karte)
1911–1912 Ein Deckengemälde und zwei Wandbilder in der Vorhalle, ein Wandbild im Erdgeschoss sowie fünf Medaillons mit Porträts auf den Treppenabsätzen, künstlerisch von Bedeutung.

In privatem Auftrag des ehemaligen Hauseigentümers entstandene Wandbilder, unter anderem Deckenbild mit Engeln und Rosen, ein Wandbild mit illusionistischer Nische und antiker Gewandfigur, zwei Landschaftsbilder – Griechische Landschaft und Seelandschaft, auf Treppenabsätzen klassizistische geprägte Porträtmedaillons, ursprünglich dekorativ gerahmt, in Auerbach selten anzutreffende Treppenhausausmalung.

09234852


Mietshaus Robert-Blum-Straße 17
(Karte)
1900–1920 Putzbau, Reformstil-Architektur, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Zweigeschossig, annähernd quadratischer Grundriss, an der Straßenfront Mittelrisalit mit Knickgiebel, seitlich Zwerchhäuser, originale Fenstersprossung, qualitätvolle Haustür, hervorragendes originales Treppenhaus (unter anderem Fliesen, Verglasung, hölzernes Treppengeländer mit selten anzutreffendem Kandelaber).

09234942


Villa Robert-Blum-Straße 19
(Karte)
1900–1920 Putzbau mit repräsentativer Fassade, Reformstil-Architektur, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Zweigeschossig, Fassade fünfachsig, Mansarddach, mittig Lisenengliederung, vier abgestufte Pilaster mit Putti (Vier Jahreszeiten?), Türen, Fenstersprossung etc. noch original, eine Zeit lang Kindertagesstätte „Villa Kinderland“.

09234941


Mietshaus Rosa-Luxemburg-Straße 8
(Karte)
1895–1915 Putzbau mit Erker und qualitätvollen originalen Details, wissenschaftlicher und straßenbildprägender Wert.

Viergeschossig, das vierte Geschoss vereinfachend erneuert, die übrigen Geschosse mit guten Details (zum Beispiel Balkonbrüstung, Fenstersprossung usw.), Sockelgeschoss mit repräsentativem Eingang, im Originalzustand: Haustür inklusive Verglasung, hölzernes Treppengeländer mit schöner Laterne.

09234910


Mietshaus Rosa-Luxemburg-Straße 12
(Karte)
19001920 Schlichter monumentaler Putzbau mit Erkern, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Viergeschossig mit Souterrain, Flachdach, abgerundete Ecke mit zweigeschossigem Erker, seitlich Erker und Balkon, an beiden Fronten jeweils seitliche Eingänge, weitgehend im Originalzustand.

09234909


Mietshaus Rosa-Luxemburg-Straße 14
(Karte)
1895–1915 Zeittypischer Putzbau mit Erker, von wissenschaftlichem Wert.

Viergeschossig, vierachsig, seitliches Portal, in den beiden mittleren Achsen markanter dreigeschossiger Erker, auf kräftigen Konsolen ruhend, die eine Hälfte mit Balkons und abschließendem Altan, Fenster im Erdgeschoss noch mit originaler Sprossung, im zweiten und vierten Geschoss erneuert, qualitätvolle originale Haustür.

09234931


Mietshaus Rosa-Luxemburg-Straße 16
(Karte)
1908 Zeittypischer Putzbau mit mächtigem Erker, Reformstil-Architektur, von wissenschaftlichem Wert.

Stil und Aufbau vergleiche Nummer 14, Fenster im Erdgeschoss sowie Haustür noch original.

09234935


Pavillon eines Freibades Schallerbachstraße 2
(Karte)
1920–1940 Alte Ortslage Brunn, Pavillon in dieser Art seltener oktogonaler Bau mit charakteristischem Spitzdach im Originalzustand, Sprungturm bemerkenswerter Betonbau der 1960er Jahre, wissenschaftlicher Wert.

Achtseitig, Sockel und Rundstützen in Kunststein, originale Glas-Holz-Füllungen mit Schiebefenstern, vorspringende hölzerne Traufe, geknickter niedriger Spitzhelm.

09234975


Turm und Gaststättengebäude mit Terrasse
Weitere Bilder
Turm und Gaststättengebäude mit Terrasse Schloßstraße 8a
(Karte)
1190–1210 Rundturm in Bruchstein, Gaststätte schlichter Putzbau, Terrasse in Bruchstein, entscheidende stadt- und landschaftsbildprägende sowie geschichtliche und wissenschaftliche Bedeutung.
  • Rundturm mit 21 m hohem mittelalterlichem Bruchsteinteil, 1910 auf 43 m erhöht, vom ehemaligen Schloss (nach Stadtbrand 1757 verfallen, später abgetragen) diverse Substruktionen und Gewölbe erhalten, zum Teil durch Gaststätte überbaut,
  • Gaststätte: Schlichter, später überformter Putzbau mit Walmdach, Zugang zum Schlossturm.
09234960


Ehemaliges Forstrentamt Schloßstraße 10
(Karte)
1834–1844 Schlichter Putzbau mit Segmentbogenportal und Walmdach, von stadtbildprägendem und ortsgeschichtlichem Wert.

Zweigeschossig, siebenachsig, Türgewände mit zweiflügeliger originaler Tür, älteres Kellergewölbe (vermutlich noch auf das Gebäude des ehemaligen Rittergutes ohne Turm zurückgehend).

09234959


Rittergut Schloßstraße 11; 11a
(Karte)
1834–1844 Herrenhaus gut proportionierter Putzbau, Rittergut von städtebaulicher, stadtgeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.
  • Zweigeschossig, sieben mal sieben Achsen, an jeder Seite Mittelrisalit, Zeltdach (vor 1834 Mansarddach), Eingang mit kleiner Attika und Adelswappen von der Planitz (1757), im Keller zwei große Tonnengewölbe, der Bau zurzeit in Restaurierung, Umbau geplant,
  • Drei Nebengebäude (ehemals Stallungen, jetzt Wohnungen bzw. Diensträume): Zweigeschossige schlichte Trakte, Anlage in der Art eines Dreiseithofes, 2005 Herrenhaus saniert,
  • Pechpfanne: 2011 von Schulgasse aus Rebesgrün, Gemarkung Reumtengrün, Flurstück 336 hierher umgesetzt, aus Granit, quadratisch mit schüsselartiger Vertiefung,
  • Vier Steinkreuze: 2011 von Rodewischer Straße aus Auerbach, Gemarkung Auerbach, Flurstück 37/2 hierher umgesetzt, größtes Steinkreuz: Form eines Malteserkreuzes mit eingearbeiteter Darstellung eines Schwertes, in den Kreuzarmen kleine Malteserkreuze.
09234958


Portal Schneeberger Straße 8
(Karte)
1786 Granitenes Segmentbogenportal, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung. 09234834


Meilenstein Schönheider Straße
(Karte)
1801–1900 Verkehrsgeschichtlich von Bedeutung. 09234976


Wohnhaus Schulstraße 1
(Karte)
1892–1893 Schlichter historisierender Putzbau, von stadtbildprägendem und wissenschaftlichem Wert (Interieur zum Teil in ausgezeichnetem Originalzustand).

Zweigeschossig, Fenster modernisiert, Fassade vereinfacht, qualitätvolles originales Interieur: Diele mit Holzvertäfelung, Treppenhaus, Türen, Fenstersprossung und Verglasung.

09234857


Mietvilla mit Einfriedung Schulstraße 5
(Karte)
1895–1915 Zeittypischer repräsentativer Putzbau mit aufwändigem Portal, von städtebaulichem und wissenschaftlichem Wert.

Viergeschossig, zum Teil ausgebautes Dachgeschoss, markante Mansarddachlandschaft, asymmetrische Gestaltung durch Risalit, Krüppelwalmdächer, Giebel und anderes, Fassade im Originalzustand, Eingang mit Kolossalsäulen und Jugendstilelementen, gute originale Haustür.

09234903


Wohnhaus Schulstraße 13
(Karte)
1905 Zeittypischer historisierender Putzbau mit Erker, Balkons und Treppengiebel, von wissenschaftlichem und straßenbildprägendem Wert.

Asymmetrische Gestaltung mit seitlichem Giebel, Erker und Balkons, guter Originalzustand: Fenstersprossung, Balkongitter, Haustür, Pendeltür im Eingangsbereich und anderes.

09234904


Wohnhaus Seminarstraße 9
(Karte)
1870–1890 Gut proportionierter Putzbau im Stil des Historismus, von wissenschaftlicher und stadtbildprägender Bedeutung.

Zweigeschossig, fünf mal drei Achsen, dreiachsiger Mittelrisalit dreigeschossig, Fenstersprossung zum Teil noch original, einer der wenigen erhaltenen Bauten der frühen Gründerzeit in der Stadt, seitlich Eingang mit Haustür um 1910.

09234963


Ehemaliges Lehrerseminar Seminarstraße 11
(Karte)
1876–1878 Historisierender, palastartiger Bau von gewichtiger stadtbildprägender Bedeutung sowie regionalgeschichtlichem und wissenschaftlichem Wert.

Mischbauweise gelber Klinker - Putz, Sockel Zyklopenmauerwerk, straßenseitig vorspringender Mittelteil von fünf Achsen mit Hauptportal, genutetem Sockelgeschoss, fünf hohen Fenstern (Archivolten mit plastischem klassizisierendem Dekor und Putti), vorkragendes Gesims mit Konsolenfries, Steildach, seitlich und rückseitig halbrunde Treppentürme mit oktogonalem Abschluss, Turnhalle im Hof abgebrochen.

09234962


Häuslerhaus Sonnebergweg 1
(Karte)
1701–1800 Alte Ortslage Brunn, landschaftstypisches eingeschossiges Häusleranwesen, mit straßen- und ortsbildprägendem verschiefertem Zwerchhaus, sozialgeschichtlich von Bedeutung.

Schlichter fünfachsiger Putzbau, Giebel und markantes Zwerchhaus verschiefert.

09234977

h

Gasthaus Sorgaer Straße 4
(Karte)
1892 Klinkerbau mit historisierenden Werksteinelementen, zeitweise Sitz einer Freimaurer-Loge, von lokalgeschichtlichem, wissenschaftlichem und straßenbildprägendem Wert.

Eingeschossig, Mittelteil zweigeschossig, Sockel Zyklopenmauerwerk, doppeltes Steildach, dreiachsiger Mittelteil risalitartig vorspringend mit repräsentativem Portal sowie kleinem Neorenaissancegiebel mit Aufschrift „Harmonie“, Fenster erneuert, Erdgeschoss nachträglich vergittert, längere Zeit Dienststelle des Landratsamtes, seit 1997 Leerstand, 1800/1801 Gründung der Gesellschaft Harmonie, Verein zur Geselligkeit und Gemeinnützigkeit, seit 1819 Sitz an der Sorgaer Straße, Gebäude auch Gasthof mit Kegelbahn, Sitz der Freimaurer-Loge Parzival, Harmonie-Gesellschaft löste sich 1937 auf, dann KFZ-Werkstatt im Gebäude, bis 1996 KFZ-Zulassungsstelle.

09234961


Wohnhaus mit Anbau Sorgaer Straße 39
(Karte)
1900–1920 Putzbau mit wenigen dekorativen Details und charakteristischem hohem Mansarddach, wissenschaftlicher Wert.

Dreigeschossig, ausgebautes Dachgeschoss, Seiteneingang mit eingeschossigem Vorhaus, fünfseitiges Treppenhaus, Anbau eingeschossig, Fassade und Haustür original.

09234964


Mietshaus Stauffenbergstraße 13
(Karte)
1900–1920 Streng gegliederte Putzfassade mit Erker, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305149


Postamt mit Nebengebäude Willy-Brandt-Straße 6
(Karte)
1928 Auf dreiseitigem Terrain gelegener Putzbau mit barockisierenden Elementen, von maßgebender städtebaulicher Bedeutung, stadtgeschichtlichem und wissenschaftlichem Wert, bemerkenswerter Originalzustand.

Dreigeschossige Dreiflügelanlage im Anklang an barocke bzw. frühklassizistische Palais', konkav eingeschwungene fünfachsige Fassade: von toskanisierenden Säulen flankiertes Portal, darüber Altan, Vertikalgliederung durch Pilaster mit Vasenbekrönung, Seitenflügel siebenachsig, Mansarddächer, dreiachsige Seitenrisalite, an den Enden der Seitenflügel als quadratische Stirnbauten mit steilen Walmdächern gestaltet, Kopfbau ebenfalls mit Walmdach, pavillonartige eingeschossige Nebengebäude, durch Einfriedungsmauer mit dem Hauptbau verbunden, Innenhof mit rundbogigen Einfahrten, Fassaden sowie Schalterhallen in gutem, in dieser Art nur noch selten anzutreffendem Originalzustand, vollendet 1928.

09234914


Ehemaliges Finanzamt Willy-Brandt-Straße 14
(Karte)
1915–1935 Barockisierender Putzbau mit repräsentativem Mittelportal, wissenschaftliche Bedeutung, bemerkenswertes Beispiel der Barockrezeption in den 1920er Jahren sowie weitgehender Originalzustand.

Dreigeschossig, neunachsig, traufständig, ausgebautes Mansarddach, im zweiten Geschoss Balkon auf Konsolen mit schmiedeeiserner Brüstung, Mittelachse von Kolossalpilastern flankiert, diese mit ionisierenden Kapitellen und Vasen abgeschlossen – an friederizianische Architektur erinnernd, Fassade und Haustür noch original.

09234913


Wasserturm Zeppelinstraße
(Karte)
1911 Städtische Wasserwerke Auerbach Hochbehälter III, baugeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.

Bereits seit 1876 gab es in Auerbach/Vogtl. ein zentrales Wasserversorgungsnetz, das auf dem natürlichen Gefälle des städtischen Bodenreliefs fußte. An der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erlebte die Stadt einen starken wirtschaftlichen Aufschwung und damit verbunden innerhalb weniger Jahrzehnte einen enormen Bevölkerungszuwachs. Um eine stabile Wasserversorgung auch für alle neuen Haushalte gewährleisten zu können, ergänzte man das bestehende Wassernetz 1911 um einen Hochbehälter (Hochbehälter III des Städtischen Wasserwerks) mit zugehörigem Wasserturm und wählte als Standort die Anhöhe des Bendelsteins südwestlich des Ortskerns.

Der Wasserturm zeichnet sich durch seine markante Ausgestaltung in Form eines zinnenbekrönten Burgturms aus. Er überragt das durch den zugehörigen Erdhochbehälter gebildete, zirka 40 Meter mal 60 Meter große Plateau und wird über eine doppelläufige Treppenanlage erschlossen. Oberhalb des Eingangs zum Erdbehälter findet sich die Inschrift „Städt. Wasserwerk Auerbach, Hochbehälter III, Erbaut 1911“. Während Sockelgeschoss und Eingangsbereich des Turmes verputzt und hell gefasst sind, setzt sich der runde Turmschaft aus Natursteinquadermauerwerk deutlich davon ab. Er wird über eine umlaufende Reihe quadratischer Fenster belichtet und oben von einem hell gefassten Zinnenkranz abgeschlossen.

Die äußere Gestalt des Turmes, der eine weithin sichtbare Landmarke darstellt, zeigt das Bemühen, Großprojekte der modernen Infrastruktur durch traditionelle Architekturformen in die umgebende Landschaft einzupassen und verleiht der Wasserversorgungsanlage baugeschichtlichen Wert. Zugleich kommt ihr als Zeugnis der Entwicklung der kommunalen Wasserversorgung Anfang des 20. Jahrhunderts eine technikgeschichtliche Bedeutung zu. (LfD/ 2017)

09234759

Beerheide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Sachgesamtheitsbestandteil der Sachgesamtheit Eisenbahnstrecke Chemnitz - Aue - Adorf 1875 Teilstück der Eisenbahnstrecke Chemnitz–Aue–Adorf zwischen Bahnhof Schönheide Ost (km 71,275) und Bahnhof Muldenberg (km 89,400), technikgeschichtlich und regionalhistorisch bedeutsam. 09247514


Friedhofskapelle Rempesgrüner Straße, 24
(Karte)
1880–1900 Alte Ortslage Hauptbrunn, historisierender Ziegelbau mit fünfseitigem Ostabschluss, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, ortshistorische Bedeutung.

Bruchsteinsockel, Graniteckquader, roter Klinkerbau mit Fassadengliederung durch vertikale Bänder, Westportal (Sandstein), Rundbogen mit Dreiecksverdachung auf zwei Pilastern (Tür neu), seitlich Fensterbögen mit glasierten Klinkern betont, Walmdach, Fensterarmierung und teilweise Bleiglasfenster erhalten.

09234997


Wegestein Schallerbachstraße
(Karte)
1925–1945 Verkehrstechnisches Denkmal.

Naturstein, bezeichnet „nach Georgengrün Rautenkranz u. nach Reiboldsgrün“.

09234999


Wohnstallhaus Straße des Friedens 93
(Karte)
1846–1855 Eingeschossiges Gebäude mit unveränderten ortstypischen Baudetails in traditioneller Bauweise (Blockstube, Umgebinde), Denkmal der Ortsgeschichte als Beispiel ländlicher Lebensweise.

Eingeschossig, vorderer Teil Blockbau mit Umgebinde verbrettert, Giebelfachwerk verbrettert, Stallteil massiv und verputzt, rückseitig massiv ersetzte Bohlen, verputzt, Satteldach.

09234998

Rebesgrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wasserturm Alte Falkensteiner Straße 2 (neben)
(Karte)
1925–1926 Als Landmarke neben einem Trinkwasserbassin errichtet, von landschaftsprägendem,ortsgeschichtlichem und versorgungsgeschichtlichem Wert.

Der schlanke, oktogonale Wasserturm mit zugehörigem Erdhochbehälter wurde in den Jahren 1925/26 zur Stabilisierung der örtlichen Wasserversorgung auf einer Anhöhe unweit der Bahnstrecke gebaut. Als Bauherr trat die Gemeinde Rebesgrün auf, die sich dem, in Zusammenhang mit dem Bau der Trinkwassertalsperre in Muldenberg bei Schöneck/Vogtl. gegründeten, überregionalen Wasserversorgungsverband Talsperre Muldenberg angeschlossen hatte. Der Entwurf geht auf Civilingenieur Walter Goebel aus Zwickau zurück, mit der Ausführung des mit Ziegeln ausgefachten und verputzten Betonskelettbaus war die Firma Gustav Richter A.G. aus Plauen betraut.

Das äußere Erscheinungsbild des 24 Meter hohen Turmes ist durch unterschiedliche Putzstrukturen und Fensterformate gegliedert: Während die tragenden Stützen lisenenartig durch Rauputz hervorgehoben sind, befinden sich dazwischen leicht eingetiefte, glatt geputzte und heller gefasste Rechteckfelder. In der Mitte des Turmschaftes ist eine Reihe Rundfenster angeordnet, darüber und direkt unterhalb der Traufe sorgen allseitig liegend rechteckige Fenster für Belichtung. Den oberen Abschluss bildet ein flaches, geschweiftes Haubendach. Die Aufschrift „...und dennoch 1925–1926“ über dem schlichten Eingang zeugt von den schwierigen Umständen der Errichtung des Turmes zu Zeiten großer Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Not. Hier ist ebenfalls das Datum der letzten Sanierung 2009 notiert. Die Erschließung des Behältergeschosses, das einen stählernen, zylindrischen Tank für 60 m³ Wasser enthält, erfolgt über eine, dem Wandverlauf folgende Betonstufenwendeltreppe. Heute dient der Wasserturm vor allem als Aussichtsturm, in die örtliche Wasserversorgung ist nur noch der Erdbehälter (Fassungsvermögen 250 m³) eingebunden. Als Zeugnis der Entwicklung der kommunalen Wasserversorgung Anfang des 20. Jahrhunderts kommt dem Turm eine orts- und versorgungsgeschichtliche Bedeutung zu. Gleichzeitig ist er als Landmarke ortsbildprägend. (LfD/ 2017)

Viergeschossiger Wasserturm auf oktogonalem Grundriss, Putzgliederung (Faschen, rechteckige Putzfelder) Rundfenster (alte Fenster), in den Obergeschossen liegende Rechteckfenster, geschweifte Haube, Biberschwanzdeckung, achtseitiger Putzbau durch Lisenen gegliedert, Inschrift über der Eingangstür: „...und dennoch 1925-26“, im Inneren Reste der wassertechnischen Anlage, Treppen, Geländer und Elektro-/Beleuchtungsanlage original erhalten, im Erdgeschoss wassertechnische Anlage des ZWAV.

09234969


Friedhofskapelle Friedensstraße
(Karte)
1900–1910 Alte Ortschaft Rebesgrün, ortsgeschichtliches Denkmal.

Eingeschossiger Putzbau mit Satteldach (Pappe), Putzfassade mit kannelierten Ecklisenen und Kämpfer, Rundbogenportal mit Granitgewände, kannelierte Holztür mit Oberlicht, Granitstufen, traufseitig Rundbogenfenster mit strahlenförmigem Oberlicht, originale Holzfenster, Sockel Bruchstein (Granit), profilierte Traufe, Inschrift (farbig) an der Fassade: „Selig sind die da Leid tragen, denn sie werden Gottes Kinder heißen“, Fensterfaschen, an Giebelspitze Kreuzaufsatz.

08985713


Ehemalige Schule Hauptstraße 59
(Karte)
1890–1910 Historisierender Klinkerbau, dominanter Baukörper von ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Zweigeschossiger Klinkerbau, Sockel Polygonalmauerwerk (Granit), Kellerfenster: Sturzbögen, Klinker, im Erdgeschoss Segmentbogenfenster mit Schlussstein, Sandsteingewände, Obergeschoss Rechteckfenster, neun Fensterachsen traufseitig, Mittelrisalit mit hohem Eingangsportal Segmentbogengewände mit Schlussstein, originale Holztür mit Oberlicht, flaches Walmdach (Pappe), stark profiliertes Gesims und Traufe, mittig Schleppgaupe, giebelseitig Sandstein-Inschrifttafel: „Kommt, lasst uns unsren Kindern leben“

08985710


Kriegerdenkmal Hauptstraße 59 (gegenüber)
(Karte)
1925 Ortsgeschichtliches Denkmal von ausgewogener Gestalt.

Würfelförmiger Gedenkstein aus bayrischem Muschelkalk auf abgetrepptem Sockel, abgeschrägte flache Abdeckplatte, leicht gekehltes Gesims mit Inschrift: „Die Toten mahnen“, an allen vier Seiten die Namen der 75 Gefallenen, vier eingetiefte rechteckige Inschrifttafeln und Eichenlaubrelief, alter Baumbestand.

08985711


Pfarrhaus Schillerstraße 10
(Karte)
1920–1929 Putzbau im Stil des Art déco, mit wertvollen originalen Details, ortshistorisches und baugeschichtliches Zeugnis.

Dreigeschossiger Putzbau, Kellersockel: bossierte Granitquader, traufseitig zur Straße fünf Fensterachsen, Erdgeschoss und erstes Obergeschoss durch Brüstungsfelder der Fenster zusammengefasst, darüber stark profiliertes vorkragendes Gesims (verschiefert), Walmdach (Eternit), Fledermausgaupen, giebelseitig Eingangsportal mit Treppenaufgang (Granitstufen), Mauer mit Kugelaufsatz, seitlich Pilaster mit gezackten Kapitellen, zwei Laternen, quadratischem Sturz, originale Eingangstür (Holz, Bleiglas), Oberlicht mit figürlicher Darstellung (Luther), Inschrift: „Ein feste Burg ist unser Gott“, Bleiglas, farbiges Fensterglas, originales Türschloss, im Windfang an Rückseite Treppenhausturm mit zweitem Eingang (Dreiecksgiebel, Putzgliederung), Turm mit hölzerner Laterne, Uhr, Kreuzaufsatz, originaler Edelputz, andere Giebelseite mit flachem Kastenerker (erstes und zweites Obergeschoss), massive Konsolen, Drillingsfenster mit Dreiecksverdachung im ersten Obergeschoss, Zwerchgiebel mit gezacktem Giebel.

08985712

Reumtengrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wohnhaus Auerbacher Straße 17
(Karte)
1895–1915 Historisierende Klinkerfassade mit Schwebegiebel, Anklänge an den Schweizer Stil, von straßenbildprägender und baugeschichtlicher Wirkung.

Eingeschossiger Klinkerbau, Kunststeingliederung, Sockelgeschoss bossierte Granitquader, im Erdgeschoss profilierte Fenstergewände, gerade Fensterverdachung mit floraler Gestaltung im rundbogigen Giebelfeld, zur Straße traufseitig Zwerchgiebel, Satteldach (Pappe), profilierte Knaggen, giebelseitig Schwebegiebel mit Knauf (floral gestaltet) im Zwerchgiebel und Giebeldreieck Vorhangbogenfenster und Rundfenster, Satteldach-Gaupen, giebelseitig Eingangshäuschen mit Treppenaufgang.

08985709


Kriegerdenkmal Reumtengrüner Hauptstraße 48 (gegenüber)
(Karte)
1910–1930 Dominantes ortshistorisches Denkmal.

Gedenkstein auf stufenförmigem Sockel (Granit), an Stirnseite des Granitquaders Inschrift mit den Namen der Gefallenen: „aus Dankbarkeit gewidmet“, Bekrönung durch Vollplastik (Granit) eines schlafenden Löwen.

08985706


Wohnstallhaus Reumtengrüner Hauptstraße 60
(Karte)
1801–1815 Obergeschoss Fachwerk verkleidet, schön gestalteter Fachwerkbau, baugeschichtliches Zeugnis der ländlichen Bau- und Lebensweise vergangener Zeiten.

Wohnstallhaus zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, verputzt, Obergeschoss Fachwerk, verschiefert, Zierschiefer, Krüppelwalmdach, hofseitig zwei Eingänge (Türen erneuert), originale Fenstergrößen, Schieferdach, altdeutsche Deckung, Erdgeschoss leicht vorkragend, im Stall preußische Kappen und Granitfresstrog.

08985792


Wohnstallhaus Reumtengrüner Hauptstraße 72
(Karte)
1835 Obergeschoss Fachwerk verputzt, Zeugnis bäuerlicher Wohn- und Lebensweise vergangener Zeiten, im Hof zwei aufwändig gearbeitete Segmentbogenportale, baugeschichtlich von Bedeutung-

Wohnstallhaus zweigeschossig, Erdgeschoss massiv, verputzt, Obergeschoss Fachwerk verputzt, hofseitig zwei Segmentbogenportale (geohrt, fein profiliertes Granitgewände), bezeichnet „1835“ und „CGS“ im Schlussstein, im Keller Tonnengewölbe, Krüppelwalmdach (Pappe).

08985793


Schule Schulgasse 2
(Karte)
1905 Markanter ortsbildprägender Bau, im Stil des Späthistorismus, von ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Zweigeschossiger Massivbau, verputzt mit Klinkergliederung, hoher Sockel (Zyklopenmauerwerk, Granit), neun Fensterachsen, Segmentbogenfenster mit Schlussstein, Klinker Fensterfaschen, Mittelachse betont durch Zwerchgiebel (geschwungen mit rundbogiger Bekrönung und Uhr), darüber Kartusche mit Inschrift bezeichnet „1905“, Granittürgewände mit Profilierung (Rundstab), innen Terrazzofußboden (mit Rosette), Krüppelwalmdach (Pappe), quadratischer Dachreiter mit Laterne und Glocke, Welsche Haube und Wetterfahne.

08985707


Drei Pechpfannen
Drei Pechpfannen Schulgasse 4 (gegenüber)
(Karte)
1801–1900 Wirtschaftshistorisches Zeugnis der Pechgewinnung im Vogtland.

Vier (drei sichtbar) Pechpfannen (Griebenherde) aus Granit, quadratisch mit schüsselartiger Vertiefung, Größe: 85 × 91 × 32 cm, 88 × 99 × 34 cm, 97 × 97 × 37 cm und 104 × 96 × 94 × 106 cm, h=36 cm,

08985714

Schnarrtanne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Aussichtsturm (Karte) 1880 Stiftung des Chefarztes der Lungenheilanstalt Reiboldsgrün, Dr. Carl Driver, mit landschaftsprägendem und ortsgeschichtlichem Wert.

Achtseitiger Grundriss, Putz erneuert, gusseiserne Gedenktafel bezeichnet „1880“.

09234979


Kriegerdenkmal Albertsberger Straße 7 (bei)
(Karte)
1918–1928 Schlichter rötlicher Granitstein auf vierseitigem Sockel mit Inschrift, ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09234993


Teile einer Heilanstalt
Weitere Bilder
Teile einer Heilanstalt Carolagrüner Straße, 7; 8; 10
(Karte)
1896 Alte Ortschaft Albertsberg, in Waldlandschaft gelegen, Mehrzweckgebäude mit Dachreiter und Uhr, regionalgeschichtlicher, wissenschaftlicher und landschaftsprägender Wert.

Ursprünglich erfasst als Sachgesamtheit: Teile einer Heilanstalt, bestehend aus

  • Mehrzweckgebäude (ehemals Beamtenhaus, Nummer 10) und Klinikgebäude (ohne Hausnummer, neben Nummer 10), ein Wohnhaus (Erweiterungsbau genannt, Nummer 7/8) und ehemalige Leichenhalle (hinter Nummer 10),
  • Ehemalige Kapelle (Nummer 1), später sogenannte Kaschemme, Holzbau mit Krüppelwalmdach, Streichung 2014.
  • Hauptgebäude: Portal um 1925–1930, sogenanntes Mehrzweckgebäude (Nummer 10) mit Dachreiter und Uhr,
  • Wohnhaus (Nummer 7/8) um 1910.
09234744


Meilenstein Rautenkranzer Straße
(Karte)
1858–1900 Halbmeilenstein, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Inschrift verwittert, alte Ortslage Grünheide.

09234980


Forsthaus mit Garten und Einfriedung Rautenkranzer Straße 2
(Karte)
1910–1920 Alte Ortschaft Grünheide, reizvoller landschaftstypischer Holzbau im Originalzustand, wissenschaftlicher Wert.

Eingeschossig, Stirnseite mit Umgebindekonstruktion, Krüppelwalmdach, Eingang ursprünglich offen, Tür nachträglich eingebaut, rückseitig Heuboden und Waschhaus, außen und innen vollständig original, Dach erneuert.

09234982


Kirche mit Pfarr- und Gemeindehaus Schönheider Straße 202
(Karte)
1926 Schlichter Putzbau mit Dachreiter, im Heimatstil, von ortsgeschichtlicher und wissenschaftlicher Bedeutung.
  • Schlichter Kirchsaal mit komplett erhaltener Ausstattung: Gestühl, qualitätvolle originale Farbverglasung hinter dem Altar mit Stiftungsinschrift (Jahreszahl „1926“), Altarkruzifix aus der Kapelle Albertsberg (ursprüngliches Kruzifix im Vorraum), Kanzel und Taufe (Holz) überstrichen (bei der Taufe noch ursprüngliche Farbfassung erkennbar),
  • Pfarrhaus: Zweigeschossig, Obergeschoss verschiefert, Walmdach mit Dachgaupen, Fenster und Einrichtung zum Teil noch original, Eingangstür modernisiert.
09234994


Kriegerdenkmal Schönheider Straße 202 (neben)
(Karte)
1918–1928 Aus verschiedenen Granitblöcken, Bronzeadler, ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09234995


Mittelbau eines Schulgebäudes Schönheider Straße 204
(Karte)
1901 Bemerkenswerter zweigeschossiger, historisierender Bauteil, Klinkerfassade mit Uhrgiebel und markantem Dachreiter, von ortsbildprägender und wissenschaftlicher Bedeutung.

Im Dachreiter Uhrglocke (transloziert), im Eingangsbereich zwei Wandgemälde von Erich Pötzscher, bezeichnet 1938: „Überfall am Hahnenhaus 1639“, „Das alte Hahnhaus“.

09234996


Teile einer Heilanstalt
Weitere Bilder
Teile einer Heilanstalt Stauseestraße 1; 2
(Karte)
1899–1900 Alte Ortschaft Carolagrün, in Waldlandschaft gelegen, Hauptgebäude ein Putzbau mit historisierenden Elementen und malerischer Dachlandschaft, Kapelle ein Holzbau mit Dachreiter, regionalgeschichtliche, wissenschaftliche und landschaftsprägende Bedeutung.
  • Hauptgebäude: Putzbau aus verschiedenen Bauteilen mit historisierenden Elementen und malerischer Dachlandschaft, Fassade nur zum Teil noch im Originalzustand,
  • Kapelle: Holzbau mit Dachreiter im Originalzustand, Inneres nach 1949 Kantine bzw. Gaststätte,
  • Verwaltungsgebäude: Putzbau mit erneuerter Fassade, Dachreiter mit Uhr.
09234868


Sachgesamtheit Heilstätte Bad Reiboldsgrün
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Sachgesamtheit Heilstätte Bad Reiboldsgrün Waldhofstraße 1; 3; 7; 9
(Karte)
Alte Ortschaft Reiboldsgrün, größtenteils erhaltene Anlage der ältesten Lungenheilstätte Sachsens von sozialgeschichtlicher, baugeschichtlicher und landschaftsgestaltender Bedeutung [Bauten ohne Denkmalwert innerhalb der Sachgesamtheit: Werkstatt des ehemaligen Teichhauses neben Zur Quelle 19 und Wohnhaus Waldhofstraße 9].

Geschichte: 1725 wurde die Quelle entdeckt, es folgte ein bescheidener Badebetrieb. Seit 1825 war die Quelle ungenutzt. 1873 kaufte der Chemnitzer Augenarzt Carl Driver das Grundstück und richtete hier die erste Lungenheilstätte Sachsens ein. Dr. med. Driver gilt als Initiator des Volksheilstättenwesens in Sachsen. Von Bad Reiboldsgrün ging diese Entwicklung in Sachsen aus. Den Ausgangspunkt der Anlage bildeten zwei einfache Bauernhäuser. Die neuen Bauten wurden im Bauernhausstil ergänzt. 1888 Erbauung des Kurhauses (sogenanntes Winterheim, Waldhofstr. 1). Zur Entstehungszeit fand dieses Gebäude durch seine Größe und Form große Beachtung. Es folgten der Casinobau mit Speisesaal, Küche und Gesellschaftsräumen (später Küchen- und Speisesaaltrakt, Waldhofstr. 3), ein Wäschereihaus, eine Elektrizitätsanlage, ein Wohnhaus für Ärzte, das Badehaus und das Brunnenhaus für die Christiane-Eberhardinen-Quelle. 1918 erfolgte die Übernahme der 66 ha großen Anlage sowie eines 38 ha großen Waldstücks durch den Sächsischen Heilstättenverein. Nun wurde auch Tierhaltung zur Versorgung der Patienten betrieben. Die Anlage diente als Sanatorium für den Mittelstand.

1927/28 Anbau an Kurhaus (mit Operationssälen) sowie Anlage zweier Liegehallen. 1930 Bau der kleinen Kapelle (unweit Waldhofstr. 19) nach Plänen von Curt Reimer, Dresden mit Innenausstattung und Ausmalung von Paul Rössler, Dresden Kunstakademie. Anlage des Parks mit ausländischen Nadelbäumen und Teichen (heute rudimentär erhalten und noch am Bodenprofil, Großgrün und an Wegeführung ablesbar). Während des Zweiten Weltkrieges diente das Sanatorium als Lazarett. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1965 TBC-Heilstätte, dann Schließung.

1966–2004 Kinder- und Jugendpsychiatrie Rodewisch. In diesem Zeitraum wurden ein Schwesternwohnheim und zwei Ärztewohnhäuser errichtet. Nach 1990 erfolgte der Abbruch des sogenannten Turmhauses (Waldhofstr. 6), einer Villa (Waldhofstr. 5) und des Teichhauses (neben der Kapelle). Die Anlage steht heute größtenteils leer. Die Gartenanlage ist ungepflegt und teilweise nur rudimentär erhalten. Die Teiche sind vermutlich verfüllt. Trotz allem ist die Anlage noch gut ablesbar, da die ältesten Hauptgebäude, die Wegeführung und der Baumbestand im Park noch erhalten sind.

Als ältester Lungenheilstätte Sachsens und Ausgangspunkt des Volksheilstättenwesens kommt der Anlage eine große geschichtliche Bedeutung zu. Durch den trotz aller Verluste noch guten Originalbestand ist die Funktionalität damaliger Heilstätten noch gut ablesbar, woraus sich die sozial- und baugeschichtliche Bedeutung ableitet.

Die Anlage wurde weit außerhalb der Stadt mitten im Wald errichtet, zunächst unter Nutzung eines alten Bauerngehöftes. Die neu entstehende Kuranlage wurde harmonisch in die natürliche Umgebung eingefügt. Der neue Park stellt ein wichtiges Verbindungselement zwischen den entstehenden Bauten und dem natürlichen Umfeld. Durch diese Maßnahmen wird das Landschaftsbild maßgeblich geprägt, woraus sich die landschaftsgestaltende Bedeutung der ehemaligen Kuranlage ableitet.

Gebäudebeschreibung:

  • Gebäude der Cristiane-Eberhardinen-Quelle: Nahe Zur Quelle 17, pavillonartiger Klinker-Glas-Bau, 1932 von Curt Reimer (Dresden),
  • Kurhaus (Waldhofstr. 1): 1888 als sogenanntes Winterheim errichtet, 1927/28 erweitert, viergeschossiger historisierender Putzbau, fünfgeschossiger Eckturm mit Steildach, Ende 19. Jahrhundert Küchen- und Speisesaaltrakt (Waldhofstr. 3):
  • Ehemaliges Casinogebäude, ursprünglich mit Speisesaal, Küche und Gesellschaftsräumen, bemerkenswerter eingeschossiger Bau mit Attika und Flachdach im Originalzustand, Ende 19. Jahrhundert,
  • Sogenanntes Turmhaus (ursprünglich Waldhofstr. 6): Zweigeschossig, Erdgeschoss verputzt, Obergeschoss holzverschalt, traufständig, Mittelgiebel mit Fachwerkelementen, Uhr und Dachreiter, um 1905, Abbruch nach 1995,
  • Verwaltungsgebäude (auch Chefarzt-Villa, Waldhofstr. 7): im Originalzustand, um 1905,
  • Mehrzweckhaus (Waldhofstr. 10, Flstk. 47/27): Malerische Anlage (wie Nummer 6) mit holzverkleidetem Obergeschoss, Fachwerkelementen und Holzveranda (Originalzustand), um 1910, Abbruch vor 2013,
  • Kapelle (Zur Quelle, interne Nummer 22): 1930 nach Plänen von Curt Reimer, Dresden mit Ausmalung und Dekoration von Paul Rössler, Dresdener Kunstakademie.

Kurpark:

  • Kurpark mit Waldparkcharakter südöstlich des Kurhauses, die im Süden und Nordosten des Kurhause angrenzenden Waldflächen wurden als Spaziergebiete genutzt und als Liegewälder mit Liegehütten ausgestattet, die östlich angrenzenden Wiesen wurden ursprünglich für die anstaltseigene Tierhaltung (Milchwirtschaft, Schweine- und Geflügelzucht) genutzt,
  • Erschließung: Wegeführung in vereinfachter Form erhalten, Wege mit Einfassung aus Theumaer Schiefer mit Regengerinne, Wasserelemente: die Heilstätte war für ihre Heilquelle (Eberhardinenquelle) bekannt, die 1932 ein modernes Quellhaus erhielt, der Park war ursprünglich mit zwei Teichen ausgestattet (dieser Bereich wurde als "Seepark" bezeichnet), Teiche heute verfüllt (am Bodenrelief noch erkennbar), Vegetation: wechselständige Allee aus Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) bzw. Rosskastanien und Spitz-Ahorn (Acer platanoides) entlang des von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Weges „Zur Quelle“, Altgehölzbestand aus unter anderem Rosskastanien (Aesculus hippocastanum), Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Linden (Tilia spec.), Rot-Buchen (Fagus sylvatica), Stiel-Eichen (Quercus robur), Eschen (Fraxinus excelsior), Fichten (Picea abies), Lärchen (Larix decidua) und Tannen (Abies spec.) sowie Rhododendren (Rhododendron spec.),
  • Blickbeziehungen: vom Kurhaus und Park nach Osten und Süden in die Landschaft.
09234773


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Heilstätte Bad Reiboldsgrün Waldhofstraße 1; 3
(Karte)
Siehe oben bei der Sachgesamtheit. 09300571

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Auerbach/Vogtl. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien