Liste der Kulturdenkmale in Markneukirchen

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Wappen von Markneukirchen
Schöne Villa in Markneukirchen

In der Liste der Kulturdenkmale in Markneukirchen sind sämtliche Kulturdenkmale der Gemeinde Markneukirchen verzeichnet, die in der Datenbank des Landesamtes für Denkmalpflege erfasst wurden. Die in der Liste enthaltenen Denkmale sind auf dem Stand von September 2017.[Anm. 1]

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste ist unterteilt nach den einzelnen Ortsteilen. Zur Gemeinde Markneukirchen gehören die Ortsteile Breitenfeld, Erlbach Eubabrunn, Gopplasgrün, Landwüst, Markneukirchen, Schönlind, Siebenbrunn, Wernitzgrün und Wohlhausen.

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Liste der Kulturdenkmale in Markneukirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markneukirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Denkmalschutzgebiet Stadtkern Markneukirchen Markneukirchen 09246644
Villa mit Gartenpavillon, Einfriedung und Villengarten
Villa mit Gartenpavillon, Einfriedung und Villengarten Adorfer Straße 20
(Karte)
1889/90 Repräsentatives Gebäude mit Turm, Loggia und Erker, im Stil des Historismus, erbaut für den Musikinstrumentenhändler Paul Stark (1853–1918), von bauhistorischem, künstlerischem, landschaftsgestaltendem und personengeschichtlichem Wert.

Repräsentatives Gebäude, bis 1957 Villa der Musikinstrumentenfabrikantenfamilie Stark, dann Kinderheim und zugleich Wohnung und Praxis Riebe (bis 1961), Innenausstattung: Stuckdecken und Türen original erhalten, Deckengemälde, im Park ein Pavillon.

09234188


Villa mit Einfriedung Adorfer Straße 25
(Karte)
1898 Historisierendes Klinkergebäude mit Fachwerkgiebeln, benannt nach dem Markneukirchener Fabrikanten Brehmer, von bauhistorischem und städtebaulichem Wert.

Zweigeschossiges Klinkergebäude mit ausgebautem Mansarddach, hier Fachwerkkonstruktion mit Zierelementen, Fenster- und Türgewände sowie straßenseitiger erkerartiger Risalit in Werkstein (Sandstein), repräsentativer überdachter Hauseingang mit Werksteinbalustrade, Sockel aus Granitwerkstein.

09234189


Mietshaus Adorfer Straße 26
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert. 09234190


Mietshaus Adorfer Straße 28
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert. 09234191


Mietshaus Adorfer Straße 30
(Karte)
1898 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert. 09234192


Mietshaus Adorfer Straße 32
(Karte)
1898 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Wahrscheinlich Villa für Max Lederer.

09234193


Villa mit Einfriedung und Villengarten
Villa mit Einfriedung und Villengarten Adorfer Straße 38
(Karte)
1902 Repräsentativer Putzbau, stilistisch zwischen Neobarock und Jugendstil, benannt nach dem Musikinstrumentenhändler Curt Merz, von künstlerischem, baugeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert.

Bauausführung: Firma. Seifert, erbaut für Kaufmann Curt Merz, Jugendstilbauwerk, Putzstuckverzierungen an Fassade, Bleiglasfenster mit Landschaftsmotiven, reiche Innenausstattung, zum Beispiel Messingleuchter, Wandschrank, Vertäfelungen, Stuckdecken, Parkett, teilweise rekonstruiert, 1934 vom Bauherrn an den Arzt Schmidt verkauft, 1954 bis 1986 Kindergarten, ab 1986 Fachschule, heute Fachschule für kunsthandwerklichen Musikinstrumentenbau: Westsächsische Hochschule Zwickau (FH), Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg, Studiengang Musikinstrumentenbau.

09234194


Mietshaus Albertstraße 16
(Karte)
um 1900 Putzfassade, Anklänge an den Jugendstil, von baugeschichtlicher Bedeutung. 09234195


Mietshaus Albertstraße 18
(Karte)
um 1900 Klinkerfassade, von baugeschichtlicher Bedeutung. 09234196


Mietshaus Albertstraße 20
(Karte)
um 1900 Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung.

Klinkerfassade, roter Klinker, originale Haustür.

09234197


Wohnhaus Alte Wohlhausener Straße 1
(Karte)
um 1845 Obergeschoss Fachwerk, überwiegend verbrettert, teilweise in Blockbauweise im Obergeschoss, mit eng stehenden Ständern der Fachwerk-Konstruktion, von baugeschichtlichem Wert.

Vermutlich ehemals Wohnstallhaus, Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss mit erhaltener Blockbauweise, verbrettert, vermutlich schwarze Küche, Stall, im Mittelteil des Erdgeschoss massiv.

09234200


Villa mit Garten Alte Wohlhausener Straße 8
(Karte)
um 1870 Markanter historisierender Putzbau, Holzveranda mit geschnitzten Verzierungen, erbaut für den Musikinstrumentenhändler Richard Schuster, von baugeschichtlichem, ortsbildprägendem und personengeschichtlichem Wert.

Ehemals Villa Schuster, originale Haustüren, Holzveranda mit geschnitzten Verzierungen.

09234273


Aussichtsturm
Weitere Bilder
Aussichtsturm Am Aussichtsturm 70
(Karte)
1900 Bismarckturm nach Standardentwurf »Götterdämmerung« des Architekten Wilhelm Kreis, von baugeschichtlichem, ortsgeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert.

Der Turm in Markneukirchen soll nach jenem in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern der zweite Standort einer Bismarcksäule nach dem Entwurf von Kreis sein. 1899 weilte der Architekt persönlich in Markneukirchen, um den Standort zu besichtigen.

09234291


Rathaus
Weitere Bilder
Rathaus Am Rathaus 2
(Karte)
1847/48 Stattlicher Putzbau, stilistisch zwischen Klassizismus und Historismus, ehemalige Schule, ab 1893 Rathaus, von ortsgeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Weihe 8. November 1848, Grundsteinlegung im Juni 1847, seit 29. März 1893 Rathaus, Putznutung im Erdgeschoss, Türportal mit Stuck-Putz-Verzierungen (unter anderem Stadtwappen), flaches Walmdach (ausgebaut).

09234201


Wohnhaus Am Rathaus 8
(Karte)
1881 Historisierende Klinkerfassade, im Sockelgeschoss Ladeneinbau, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade mit Eckbalkon, Fensterverdachungen und Gewände aus Werkstein (Sandstein), Dachbalustrade, Horizontalbetonung der Fassaden durch Werksteingesimse, Laden eventuell nachträglich.

09234202


Wohnhaus mit Fabrikationsgebäude Apian-Bennewitz-Straße 9
(Karte)
um 1930 Ehemalige Papierwarenfabrik, Wohnhaus schlichter Putzbau mit Eckerker, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert. 09234203


Teil eines Wohnhauses Berg 22
(Karte)
um 1845 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss mit Blockstube und Umgebindekonstruktion, Gebäudeteil hausgeschichtlich von Bedeutung. 09234204


Kriegerdenkmal Bergstraße
(Karte)
um 1923 Errichtet von den Bewohnern der Berghäuser (Gebiet südlich des Ortszentrums), von ortsgeschichtlichem Wert. 09234207


Wohnhaus mit angebautem Fabrikationsgebäude Bergstraße 14
(Karte)
1888 Klar gestalteter, historisierender Putzbau, ehemals Holzblasinstrumentenbau, von ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Seit 1893 in der Bergstraße 14 die 1885 gegründete Firma Oscar Adler, nach Verstaatlichung 1972 umbenannt in VEB Sonora, die Firmen Gebr. Mönnig und Adler & Co. nach 1990 Zusammenschluss unter der Firma „Holzblasinstrumente GmbH“, Gebäude gehörte der Holzblasinstrumentenbau GmbH bis 2001, zweigeschossig, vier Achsen, im Obergeschoss Fensterverdachung mit waagerechtem Gebälk und Dreiecksgiebelchen, Putz erhalten, Gesims.

09234206


Musikinstrumentenmuseum
Weitere Bilder
Musikinstrumentenmuseum Bienengarten 2
(Karte)
1784–1789 Putzbau mit Mansarddach, herrschaftliches spätbarockes Gebäude, bemerkenswert die Laubengänge zum Hof, von personengeschichtlichem, regionalhistorischem und baugeschichtlichem Wert.

Seit 1942 werden Museumsgegenstände eingelagert, seit 1. April 1946 Museum,

  • Brunnen: In Rom geschaffen aus römischem Kalkstein mit Spolien, seit 1980 im Museum, Putti auch von Matuschka-Schenkung des Künstlers von zirka 1970,
  • Bauwerk: Zweiflügelige Anlage (ursprünglich drei Flügel), ein Flügel zum Teil abgetragen wegen Baufälligkeit, Mönnig – Ratszimmermeister, 1815 vom Instrumentenmacher und Bürgermeister Chr. G. Glier gekauft, 1891 erbte Saitenmacher Max Paulus Haus; Dach und Kuppel Schiefer, Fenster mit Achter-Teilung,
  • Grenzstein: Landesgrenzstein von 1544, mit Wappen (Kursächsische Schwerter und Böhmischer Löwe), Markierung der sogenannten „Schlickschen Grenze“, einer von mehreren (bis 1945 mindestens 5) zeitgenössischen Grenzsteinen auf einer etwa zehn Kilometer langen Strecke, die im 16. Jh. die Herrschaften Graslitz und Schönbach von Kursachsen trennte. Seit zirka 1960 vor dem Museum in Markneukirchen (Paulusschlössel), in situ gibt es noch ein fragmentiertes Exemplar (Objekt 09304381) und den sogenannten Juliusstein (09304383), auf dem Stein die charakteristische Heraldik (kursächsische Schwerter und böhmischer Löwe).
09234208


Wohnhaus Bienengarten 12
(Karte)
um 1850 Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, Erdgeschoss verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, Erdgeschoss verbrettert, Satteldach.

09234209


Mietshaus Bismarckstraße 1
(Karte)
um 1900 Mit Laden, historisierende Klinkerfassade, heute Doppelmietshaus mit Nummer 3, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Mittelrisalit, Zwerchgiebel, Klinkerfassade, gelber Klinker, fünf Achsen, dreigeschossig, Fliesenverkleidung des Sockels.

09232531


Wohnhau Bismarckstraße 2
(Karte)
1889 Repräsentative historisierende Klinkerfassade, Eckbetonung durch Erker, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, originale Haustür und Fenster, Erker, Bauherr: Richard Adler.

09234210


Mietshaus Bismarckstraße 3
(Karte)
um 1900 Mit Laden, historisierende Klinkerfassade, heute Doppelmietshaus mit Nummer 1, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade, Fliesenverkleidung im Sockelbereich, Fensterverdachungen in Obergeschossen, dreigeschossig, Zwerchgiebel, sechs Achsen, roter Klinker, Gesims.

09232532


Mietshaus Bismarckstraße 5
(Karte)
um 1890 Mehrfarbige Klinkerfassade, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade, originale Haustür und Fenster.

09234211


Mietshaus Bismarckstraße 7
(Karte)
um 1890 Mit Laden, historisierende Klinkerfassade mit Erker, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Einstöckig, Kratzputz, Fensterläden.

09234213


Mietshaus Bismarckstraße 9
(Karte)
um 1890 Ehemals mit Laden, historisierende Klinkerfassade mit Erker, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Erker, Klinkerfassade, ursprünglich mit Laden.

09234215


Wohnhaus Bismarckstraße 10
(Karte)
um 1890 Mit Laden, historisierende Klinkerfassade mit kräftigem Erker, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade, Erker, originale Haustür und Fenster.

09234216


Fabrikgebäude Bismarckstraße 11
(Karte)
um 1910 Stattlicher, gut gegliederter Putzbau, ehemals Herstellung von Metallblasinstrumenten, Musikspezialartikeln (unter anderem Autohupen) und Signalinstrumenten (wie Martin-Hörner und Feuerwehr-Signalpfeifen), von regionalgeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung.

Dreigeschossiger massiver Putzbau mit ausgebautem Dachaufbau, drei mal acht Achsen, großen mehrfach gesprossten Fenstern, über Erdgeschoss Gurtgesims, im ersten und zweiten Obergeschoss vertikale Gliederung der Fassade durch Lisenen, horizontale Gliederung durch Putzspiegel zwischen den Fensterachsen des ersten und zweiten Obergeschosses, Kranzgesims, Giebelseite mit trapezförmigem Dachabschluss, Pilastergliederung wird hier fortgesetzt, im Giebel zu Zweier- und Dreiergruppen zusammengefasste Fenster, an der Längsseite nur zu Dreiergruppen (teilweise Gliederung durch Pilaster), im hinteren Abschnitt Auflockerung der Fassade durch ein Segmentbogenfenster, nach der Wende 1989 umbenannt in „Vogtländische Musikinstrumentenfabrik“ (VMI)

09299804


Doppelwohnhaus Bismarckstraße 12, 14
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, einfache Gestaltung.

09234220


Empfangsgebäude Bismarckstraße 13
(Karte)
1910 Putzbau im Heimatstil, an der ehemaligen Bahnstrecke Siebenbrunn–Markneukirchen–Erlbach, von regionalgeschichtlichem Wert. 09234217


Wohnhaus Bismarckstraße 16
(Karte)
um 1900 Mit Laden, historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert. 09234218


Wohn- und Geschäftshaus Breite Straße 22
(Karte)
1887 Putzfassade mit Lisenen, Reformstil-Architektur, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Kannelierte Lisenen, Haustür und Fenster original, repräsentative Straßenansicht und originale Raumgliederung im Inneren.

09234222


Fabrikgebäude Breite Straße 35
(Karte)
1922 Von technikgeschichtlichem Wert.

Fabrikgebäude einer alten Saitenfabrik, später VEB Musima (Musikinstrumentenbau Markneukirchen).

09234340


Wohnhaus Breite Straße 40
(Karte)
um 1890 Mit Laden, historisierende Putzfassade, zeittypisches Wohnhaus, baugeschichtlich von Bedeutung.

Putzfassade, originale Haustür und Fenster, Fensterüberdachungen im Obergeschoss.

09234223


Wohnhaus Breite Straße 55
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Historisierende Putzfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Putzfassade mit Putzquaderung im Obergeschoss, Fensterüberdachungen.

09234260


Wohnhaus Egerstraße 12
(Karte)
um 1805 Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, von bauhistorischem Wert.

Wahrscheinlich ehemaliges Wohnstallhaus, wahrscheinlich zugebauter Laubengang am Obergeschoss, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, seitlicher Anbau, Erdgeschoss verbrettert.

09234224


Wohnhaus Egerstraße 14
(Karte)
um 1805 Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, Erdgeschoss verbrettert, von bauhistorischem Wert.

Wahrscheinlich ehemaliges Wohnstallhaus, vermutlich mit zugebautem Laubengang im Obergeschoss, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert, Erdgeschoss verbrettert.

09234225


Wohnhaus mit Seitengebäude um 1805, Egerstraße 18
(Karte)
um 1805 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss teilweise verbrettert, baugeschichtlich von Bedeutung.

Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss teilweise verbrettert, Obergeschoss vollständig verbrettert, seitlicher Anbau, wahrscheinlich ehemaliges Wohnstallhaus.

09234226


Bauernhof Egerstraße 21
(Karte)
1791/93 Zweigeschossiges Wohnhaus verschiefert und Mansarddach, Seitengebäude mit verbrettertem Fachwerk-Obergeschoss, bemerkenswertes Gebäudeensemble mit originaler Innenausstattung, von baugeschichtlichem, straßenbildprägendem und städtebaulichem Wert.

Teilweise Fachwerk, gezogene Esse, Tor aufgedoppelt mit Sonnenmotiv.

09234228


Villa Erlbacher Straße 2
(Karte)
um 1900 Historisierender Klinkerbau, zur Straße Altan mit Schwebegiebel, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade mit Leergespärre-Schwebegiebel, Erker, Balkon, Putzstuck.

09234229


Kino
Kino Erlbacher Straße 4
(Karte)
1929/1930 Markanter Putzbau an einer Straßenbiegung, Anklänge an den Stil der Neuen Sachlichkeit, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung. 09305152


Wohnhaus Erlbacher Straße 10
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, Zwerchgiebel.

09234230


Wohnhaus Erlbacher Straße 12
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, Zwerchgiebel.

09234231


Villa mit Einfriedung und Stützmauer Erlbacher Straße 13
(Karte)
um 1890 Zeittypisches Klinkergebäude, von bauhistorischem Wert.

Klinkerfassade, Einfriedung: Böschungsmauer Bruchstein, Eisenzaun, zeitgleich mit Villa entstanden.

09234232


Doppelwohnhaus Erlbacher Straße 15, 17
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade.

09234247


Wohnhaus Erlbacher Straße 18
(Karte)
um 1890 Mit Ladeneinbau, historisierende Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Putzfassade mit Putznutung im Erdgeschoss.

09234233


Villa Erlbacher Straße 19
(Karte)
1883 Klinkergebäude von bauhistorischem Wert. 09234234


Villa Erlbacher Straße 21
(Karte)
um 1890 Repräsentatives Klinkergebäude, baugeschichtlich von Bedeutung. 09234235


Mietshaus Erlbacher Straße 24
(Karte)
um 1900 Mit Laden, historisierende Klinker-Putz-Fassade, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkermischbauweise.

09234236


Mietshaus Erlbacher Straße 26
(Karte)
um 1905 Putzbau mit Erker, ungewöhnliche Eckgestaltung, von städtebaulichem Wert.

Putzfassade, Fensterläden, Erker.

09234237


Mietshaus Erlbacher Straße 28
(Karte)
um 1890 Mit Laden, repräsentative Klinkerfassade, im Stil des Historismus, von bauhistorischem und städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade, reiche Fassadengliederung, originale Haustür und Fenster.

09234238


Doppelwohnhaus Erlbacher Straße 30, 32
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkermischbauweise.

09234248


Villa mit Einfriedung und Toreinfahrt Erlbacher Straße 31
(Karte)
um 1900 Historisierendes Klinkergebäude, von bauhistorischem Wert. 09234239


Kirche mit Pfarrhaus Erlbacher Straße 45
(Karte)
1926/27 Putzbau mit Dachreiter, noch im Sinne des Reformstils der Zeit um 1910, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert. 09234240


Doppelmietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Erlbacher Straße 47, 49
(Karte)
um 1910 Putzfassade im Reformstil, von städtebaulichem und bauhistorischem Wert. 09234241


Mietshaus Erlbacher Straße 48
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade.

09234242


Wohnhaus Erlbacher Straße 50
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem Wert.

Klinkerfassade.

09234244


Wohnhaus Erlbacher Straße 56
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem Wert. 09234245


Wohnhaus Erlbacher Straße 58
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem Wert. 09234246


Sachgesamtheit Friedhof Markneukirchen Friedhofsweg 16, 18, 20
(Karte)
um 1850 Kapelle im Stil der Neogotik, Gefallenendenkmal mit großem Kreuz aus Porphyrwerkstein, Bauten, Denkmale und Grabanlagen von ortshistorischem, baugeschichtlichem und personengeschichtlichem Wert.

Der neue Friedhof zu Markneukirchen wurde auf dem Alten Pfarrlehn um 1850 als sogenannter „Unterer Friedhof“ (östlicher Teil) neu angelegt. Um 1900 erfolgte eine Erweiterung in westliche Richtung, es entstand der sogenannte „Mittlere Friedhof“ mit der Friedhofskapelle (1), dem Leichenhaus (2) und dem Friedhofsmeisterhaus (3).

Nach 1910 wurde wiederum in westlicher Richtung erweitert. Es entstand der sogenannte „Obere Friedhof“ (westlicher Teil). Im Laufe seiner Geschichte wurden die ursprünglich strenge rechtwinklige Wegeführung und demzufolge auch die Reihung der Grabstätten beibehalten. Die heute noch vorhandenen, wertvollen Altgehölze wurden nicht kontinuierlich gepflegt. Ein gärtnerischer Pflegeplan und ein Plan zur Gestaltung dieses Friedhofes wurde durch die Evangelische-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai unter Leitung von Landschaftsgestalter Parisius erarbeitet.

  • (1) Friedhofskapelle: Einschiffige Halle aus roten Klinkern, mit steilem Satteldach, hohen Dachreiter, kupfergedeckt mit Laterne, das neugotische Eingangsportal mit Spitzbogen und flankierenden Fialen aus Werkstein (Sandstein), Spruch über zweiflügeliger Eingangstür: „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“ Mtth. 5.4,
  • (2) Leichenhaus: Bildet mit Verwaltungsgebäude (3) und Kapelle (1) eine bauliche Einheit, Klinkergebäude mit Rundbogen-Zierfries aus Sandstein, steile gegeneinander laufende Satteldächer, mit Schieferschablonendeckung,
  • (3) Friedhofsverwaltungsgebäude: Architektonische Gestaltung wie bei Leichenhaus (2),

Östlicher (unterer) Teil (ältester Teil):

  • (4) Familienerbbegräbnisstätte F.T. Merz mit Gruft („Wandgrab“): Erbauer der Villa Merz mit Park, Merz war Kaufmann („Fortschicker“), Grab: die Wand aus Bruchsteinen mit Klinkern an den Seiten gefasst, in der Mitte eine weiße Marmortafel in einer Wandnische mit der Inschrift „Ruhestätte der Familie F.T. Merz“ von einem profilierten gotisierenden Kielbogen aus Sandstein gefasst,
  • (5) Familiengrabstätte Theodor Willy Stark ursprünglich mit Gruft („Wandgrab“): geboren 14. September 1872, gestorben 3. März 1946, T.-E. Stark erbaute die Villa Stark mit Park, Kaufmann, Grab: Waschbetonwand, die Gedenkplatte aus Syenitgestein mit goldgefassten Namen und Daten, die Grabanlage mit gusseisernen, kniehohen Postamenten und schlichten Rohrprofilen,
  • (6) Familiengrabanlage (Erbbegräbnis) Schuster („Wandgrab“): Grab: die Wand und die zwei Meter hohe massive Einfassung aus Muschelkalkwerkstein, mit Eingangsportal und geschmiedetem zweiflügeligem Tor,
  • (7) Familienerbbegräbnis Richard Adler mit Gruft: Wilhelm Richard Adler geboren 8. Juni 1849, gestorben 1. Juli 1919, Max Carl Oskar Adler geboren 21. August 1884, gestorben 9. September 1936, gründete die Holzblasinstrumentenfabrik in Markneukirchen, Grab: Granitsockel und Postamente mit Verdachungen rahmen die Gedenkplatten aus Syenitgestein (mit den Namen und Daten), die Mitte betonen zwei kannelierte dorische Säulen aus Marmor (?), eingefasst ist die Anlage mit gusseisernem Zaun,
  • (8) Reihengrabstätte Curt Andorff: Curt Andorff gründete die später bedeutende Firma zur Herstellung von Signalhörnern, die sogenannten „Martin-Hörner“ der Feuerwehr, bezeichnet nach dem späteren Unternehmer S. B. Martin, Grab: ein einfaches Postament aus mehreren Granit-Werksteinen zusammengefügt,
  • (9) Familiengrabstätte Rudolf Schuster: geboren 1848, gestorben 1902, Rudolf Schuster war bedeutender Kunstmaler in Markneukirchen, Grab: die Einfassung der Grabstätte mit geschmiedeten Stahlprofilen, der Grabstein liegend,
  • (10) Reihengrabstätte Friedrich Glier: geboren 12. Januar 1891, gestorben 25. Januar 1953, Friedrich Glier war bedeutender Organist in Markneukirchen, Grab: ein einfacher Granitwerkstein,
  • (11) Familienerbbegräbnisstätte Künzel mit Gruft („Wandgrab“): Ernst Ferdinand Künzel geboren 28. September 1844, gestorben 20. August 1901, war bedeutender Unternehmer und Gründer einer Instrumentensaitenfabrik in Markneukirchen, Grab: die einfachen Tafeln aus Syenitgestein mit vergoldeten Inschriften der Namen und Daten sind auf der verputzten Wand angebracht, die Einfriedung der Grabanlage mit gusseisernem Zaun,
  • (12) Familienerbbegräbnisstätte Oscar Paulus: geboren 27. Februar 1844, gestorben 26. Mai 1904, Oscar Paulus war bedeutender Unternehmer in Markneukirchen, er errichtete das sogenannte „Paulus-Schlösschen“ (heute Musikinstrumenten-Museum), Grab: ein „Wandgrab“ aus großen Werksteinen (Sandstein) bestehend, die künstlerisch wertvollen Reliefs in der Formensprache des Jugendstiles, in der Wand in Brüstungshöhe ein Wasserbecken, vier gusseiserne Pflanzschalen in den Eckbereichen, die Einfriedung teilweise massiv mit Werksteinen, teilweise mit geschmiedeten Gittern und mit zweiflügeligem Eingangstor,
  • (13) Urnengrabstätte Familie Albert Brehmer: geboren 3. September 187.?, gestorben 8. Juni 193.?, er gründete als bedeutender Unternehmer in Markneukirchen das Prägewerk, heute "PRAWEMA", Grab: ein kleiner Grabstein und ein Kreuz wohl aus Marmor, davor eine Platte mit Inschrift,
  • (14) Familiengrabstätte Dölling-Brückner: Dölling-Brückner war bedeutender Unternehmer in Markneukirchen, er gründete und betrieb erfolgreich eine Instrumentensaitenmacherei,
  • (15) Familiengrabstätte S. B. Martin: S. B. Martin betrieb erfolgreich die bedeutende Produktion von Signalhörnern Max Martin (Sohn von S. B. Martin), geboren 7. März 1874, gestorben 10. Oktober 1938, Grab: eine dreiteilige Anlage, der mittlere Grabstein in barockisierender Formensprache, ursprünglich mit Bronzetafel für S. B. Martin, die Steine aus Muschelkalk, die gesamte Anlage von Rhododendronpflanzungen gerahmt,
  • (16) Gräberfeld Erster und Zweiter Weltkrieg: mit zentral stehendem, zirka vier Meter hohem Kreuz (erbaut 1924) aus Porphyrwerkstein mit Wasserbecken und Einfassung aus profilierten Werksteinen für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und später auch des Zweiten Weltkrieges mit Inschrift: „Für Euch“ 1914–1918, 1939–1945 (nach 1990 eingemeißelt), darum flankierend und davor Einzelgräber, meist mit stilisierten Verdienstkreuzen auf Postamenten.
09301108


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Friedhof Markneukirchen Friedhofsweg 16, 18, 20
(Karte)
Kapelle im Stil der Neogotik, Gefallenendenkmal mit großem Kreuz aus Porphyrwerkstein, Bauten, Denkmale und Grabanlagen von ortshistorischem, baugeschichtlichem und personengeschichtlichem Wert.

Text und Beschreibung siehe oben unter Sachgesamtheit.

09234249


Wohnhaus mit Anbau Fruchtmarkt 4
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, noch von spätklassizistischer Wirkung, aufwändige Fassadengestaltung, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Guter Originalzustand, Balkon, Putznutung im Erdgeschoss, Putzstuckornamentik im Obergeschoss.

09234250


Mietshausgruppe mit Vorgarten Gartenstraße 2, 4, 6
(Karte)
um 1890 In Klinkerbauweise, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerbauweise, roter Klinker.

09234251


Wohnhaus Gartenstraße 9
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkermischbauweise, gelber und oranger Klinker, Eckquaderung.

09234254


Mietshaus und Hinterhaus Gartenstraße 10
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert. 09234255


Mietshaus Gartenstraße 12
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerbauweise, Betonfenstergewände.

09234256


Wohnhaus Hohe Straße 2
(Karte)
um 1840 Mit Ladeneinbau, einfach gestaltete Putzfassade, von bauhistorischem Wert. 09234259


Ehemaliges Amtsgericht und Gefängnisgebäude
Ehemaliges Amtsgericht und Gefängnisgebäude Johann-Sebastian-Bach-Straße 13
(Karte)
1901/02 Gerichtsgebäude repräsentativer Putzbau, im Stil der deutschen Neorenaissance, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Aufwändige profilierte Tür- und Fenstergewände ausPorphyrwerksteinen, harmonisch proportionierter Baukörper, ab 1952 als Musikschule genutzt.

09234262


Wohnhaus Kirchsteig 9
(Karte)
um 1845 Mit verbretterter Blockstube, eingeschossiges Doppelstubenhaus, von bauhistorischem Wert.

Mit Rußküche, Blockbauweise.

09234264


Wohnhaus Kirchstraße 1
(Karte)
um 1840 Mit Laden, historisierender Putzbau, von großer städtebaulicher Bedeutung.

Putzstuck, Fensterüberdachungen im Obergeschoss.

09234266


Ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus Kirchstraße 6
(Karte)
um 1880 Architektonisch anspruchsvoll gestalteter Klinkerbau, im Stil des Historismus, errichtet für die Musikinstrumentenbau- und Saiten-Firma F. T. Merz, von baugeschichtlichem, künstlerischem und städtebaulichem Wert.

Dreigeschossig, repräsentatives Bürgerhaus in Klinkermischbauweise, zwei Seitenrisalite, aufwändige Fassadengestaltung im Stil der Neurenaissance, Ornamentik aus Putzstuck und plastischer Schmuck, Zahnschnittfries unter der Traufe, das hohe Sockelgeschoss (Erdgeschoss) aus Rustikamauerwerk (Sandsteinquader), Fensterverdachungen mit Dreiecksgiebeln, die profilierten Fenstergewände aus Sandstein, flankierende Risalite mit Pilastergliederung, Säulen der Balkone, Brüstungsfelder und Fassadenspiegel aus Porphyrwerkgestein.

09234267
Wohnhaus Kirchstraße 12
(Karte)
um 1840 Schlichter Putzbau, Zeugnis der vorgründerzeitlichen Ortsbebauung, von ortsentwicklungsgeschichtlichem Wert. 09234268


Wohnhaus Klingenthaler Straße 8
(Karte)
um 1880 Repräsentativer Klinkerbau mit Neorenaissanceformen, baugeschichtlich von Bedeutung.

Mezzaningeschoss, ehemals Klinkerfassade, überstrichen.

09234269


Wohnhaus Klingenthaler Straße 14
(Karte)
um 1900 Reich strukturierter Klinkerbau mit Balkon, in gutem Originalzustand, baugeschichtlich von Bedeutung.

Klinkerfassade, Holzvorhäuschen, Balkon.

09234270


Wohnhaus Klingenthaler Straße 22
(Karte)
um 1890 Zeittypischer historisierender Putzbau, baugeschichtlich von Bedeutung.

Putzfassade, Putznutung im Erdgeschoss, Holzbalkon.

09234271


Wohnhaus Klingenthaler Straße 44
(Karte)
1883 Historisierende Klinkerfassade, mit baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, kleine Villa, Holzvorhäuschen am Hauptzugang.

09234272


Wohnhaus Krumme Straße 1
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, markant im Straßenraum positionierter Bau, Pendant zu Breite Straße 55, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung. 09305156


Wohnhaus Krumme Straße 10
(Karte)
um 1900 Repräsentative historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade mit rotem und gelbem Klinker, reich verzierte Fenstergewände.

09234276


Wohnhaus Leithen 1
(Karte)
1884 Historisierende Putzfassade in zeittypischer Gestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305153


Wohnhaus Leithen 13
(Karte)
19. Jahrhundert Vogtlandtypisches eingeschossiges verbrettertes Wohnhaus, baugeschichtlich von Bedeutung. 09234277


Ehemaliges Wohnstallhaus Leithen 18
(Karte)
um 1845 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Doppelstubenhaus, von baugeschichtlichem Wert.

Umschrot, vierbogige Oberlaube, tonnengewölbter Keller, Fachwerk verbrettert.

09234278


Mietshaus Lessingstraße 1
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, siehe auch Lessingstraße 3, 5, 7.

09234279


Mietshaus Lessingstraße 3
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, siehe auch Lessingstraße 1, 5, 7.

09232533


Mietshaus Lessingstraße 5
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, siehe auch Lessingstraße 1, 3, 7.

09232534


Mietshaus Lessingstraße 7
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und bauhistorischem Wert.

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, siehe auch Lessingstraße 1, 3, 5.

09232605


Mietshaus Lessingstraße 12
(Karte)
um 1905 Historisierende Putzfassade, von städtebaulichem Wert.

Putzfassaden, siehe auch Lessingstraße 6, 8, 10.

09232910


Pflegeheim Ludwigsweg 50
(Karte)
1938 zeittypisches Gebäude im Heimatstil, erbaut als HJ-Heim, von sozialhistorischem und stadtgeschichtlichem Wert.

Einstöckig, Kratzputz, Fensterläden, nach 1945 als Krankenhaus genutzt.

09234351


Postmeilensäule
Postmeilensäule Lutherplatz
(Karte)
1725 Halbmeilensäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Denkmaltext: Kursächsische Halbmeilensäule mit originalem Schaft aus Granitwerkstein und verschiedenen Inschriften. 1. Spiegel: „AR“ „Adorff 1 St.“, „1725“, Posthornzeichen, 2. Spiegel: „AR“ „Stadt St. 1/4“ „1725“, "Posthornzeichen", seitlich ist die Reihennummer 78 angebracht. Die Säule stand ursprünglich an der Straße von Adorf nach Markneukirchen am Chausseehaus, wurde dann in ein Gartengrundstück unweit des „Steinknock“ versetzt. 1934 wiederentdeckt, 1945 verloren gegangen, 1952 wiederentdeckt und 1955 restauriert am heutigen Platz um 90° verdreht aufgestellt.

Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu. (LfD/2013)

09234281


Wohn- und Geschäftshaus Lutherplatz 2
(Karte)
um 1890 Repräsentative historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem und städtebaulichem Wert. 09234283


Doppelmietshaus Lutherplatz 3, 4
(Karte)
1891 Repräsentative Fassade im Stil der Neurenaissance, Mittelachse durch Erker hervorgehoben, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Originale Haustür, Erker, französische Balkone, Klinkermischbauweise, reiche Fassadengliederung, im Eingangsbereich Atlanten, Erker tragend.

09234287


Mietshaus Lutherplatz 6
(Karte)
um 1890 Historisierender Klinkerbau, von städtebaulichem Wert.

Klinkerbauweise, originale Haustür.

09234284


Mietshaus Lutherplatz 8
(Karte)
um 1900 Historisierender Klinkerbau, von städtebaulichem Wert.

Klinkerbauweise, originale Haustür.

09234285


Wohn- und Geschäftshaus Lutherplatz 9
(Karte)
um 1900 Repräsentativer Klinkerbau mit Balkons, im Stil des Historismus, ehemals Musikinstrumentengroßhandlung Max Otto, von ortshistorischem und städtebaulichem Wert.

Klinkermischbauweise, Balkone, originale Haustür und Fenster, gelber Klinker, Firma Max Otto (MOM = Max Otto, Markneukirchen) wurde 1892 gegründet, Großhandlung für Musikinstrumente und Saiten.

09234286


Wohnhaus Neue Straße 1
(Karte)
1881 Historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem Wert.

Klinkerfassade überstrichen, zusammen mit Nachbargebäude, einer ehemaligen Post, errichtet.

09234290


Zwei Kriegerdenkmale
Zwei Kriegerdenkmale Oberer Markt
(Karte)
um 1875 Von ortsgeschichtlichem Wert.

Denkmalanlage Erster Weltkrieg aus Muschelkalkstein.

09234288


Kirche mit Lutherbüste und Gedenktafel
Weitere Bilder
Kirche mit Lutherbüste und Gedenktafel Oberer Markt 1
(Karte)
1842–1848 Repräsentativer Sakralbau, Saalkirche mit drei Apsiden und Westturm, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, von städtebaulichem, ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Putzbau, achteckiger Turm mit oktogonalem Abschluss, Innenraumausmalung im zeitgleichen Stil restauriert, Außen: Lutherbüste auf einer profilierten Konsole aus Granitgestein, an der Südfassade, darunter zwei Gedenktafeln,

  • Erste Tafel: Zum 400. Geburtstag von Martin Luther am 10. November 1893, „Zum Gedächtnis des großen Reformators Dr. Martin Luther“ 14. Novbr. 1483, Hebr. 13.7",
  • Zweite Tafel: Zur 400. Wiederkehr der Reformation 1917 („Zur vierten Jahrhundertfeier der Reformation“ 1517–1917, Römer 3.28).
09234186


Ehemaliges Rathaus
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Ehemaliges Rathaus Oberer Markt 3
(Karte)
1843–1845 Repräsentativer Putzbau, markant die beiden Treppengiebel, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, erbaut als Rathaus, von 1852 bis 1902 Amtsgericht, später Ärztehaus, von städtebaulichem, baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Grundsteinlegung 22. August 1843 als Rathaus, ab 26. Januar 1852 Amtsgericht.

09234292


Wohnhaus Oberer Markt 5
(Karte)
um 1850 Markanter Putzbau, Fassade noch von klassizistischer Wirkung, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Putzquaderung im Erdgeschoss, vermutlich Sitz der Firma: „Überseeische Nutzhölzer und Bogenhaare“

09234293


Mietshaus Oberer Markt 13
(Karte)
um 1890 Ehemals mit Laden, repräsentative Putzfassade, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert. 09234294


Mietshaus und drei Hintergebäude Oberer Markt 15
(Karte)
1886–1900 Gegliederter Putzbau mit Tordurchfahrt, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert. 09234295


Villa Pestalozzistraße 19
(Karte)
1904/05 Herrschaftliches Gebäude im vornehmen Heimatstil, Anklänge an die Zeit um 1800, Architekt: Paul Schultze-Naumburg, erbaut für den Musikinstrumentenhändler und -fabrikanten Albert Schuster, von baukünstlerischem und bauhistorischem Wert.

Ehemalige Schuster-Villa, heute Holzblasinstrumentenbau Mönnig und Adler, Albert Schuster war Mitinhaber der Firma Gebr. Schuster (Martin und Albert Schuster), die Firma wurde 1854 durch (Heinrich) Woldemar Schuster (1829-1915) gegründet, vermutlich der Vater der beiden Brüder, Fabrikation von Streich- und Zupfinstrumenten sowie Handel mit Musikinstrumenten aller Art, Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, Fensterläden, Mansarddach mit Schieferdeckung, der Hauseingangsbereich im Stile des Neuklassizismus ausgemalt, die große Haushalle mit mehrläufiger Treppe, Belichtung über Oberlicht.

09234299


Wohn- und Geschäftshaus Markneukirchen
(Karte)
1895 Repräsentative Klinkerfassade im Stil des Historismus, erbaut für die Musikinstrumentenhändler- und Fabrikantenfamilie Schuster, von ortsgeschichtlichem und bauhistorischem Wert.

Klinkerfassade.

09234300


Wohnhaus Pestalozzistraße 23
(Karte)
um 1900 Historisierender Klinkerbau in gutem Originalzustand von baugeschichtlichem Wert.

Zweigeschossiger Klinkerbau auf rechteckigem Grundriss, in Mitte der Straßenfassade polygonaler Vorbau mit kräftigem Gurtgesims, Fassade weiterhin gegliedert durch Fenstergewände, waagerechte Fensterverdachungen und Putz- oder Natursteinbänder, flach abschließendes Walmdach, mittig angeordnete Gaube mit Blendgiebel, dieser durch Segmentbogen abschließend.

09231818


Ehemaliges Wohnstallhaus Platten 32
(Karte)
um 1845 Obergeschoss Fachwerk, mit Blockstube, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss, gezapfte Holzverbindungen, Erdgeschoss massiv, teilweise in Blockbauweise, Wirtschaftsteil verbrettert, Giebeldreieck verbrettert, eng stehende Fachwerkständer, hofseitig Oberlaube.

09234301


Wohnhaus Plauensche Straße 15
(Karte)
um 1835 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Mansarddach, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss, Walmdach, Giebeldreieck verkleidet, Giebel verbrettert, Erdgeschoss massiv, dieses Haus hat den großen Stadtbrand überdauert.

09234303


Wohnhaus Plauensche Straße 16
(Karte)
um 1800 Obergeschoss Fachwerk verschiefert, Fachwerkwohnhaus aus der Zeit vor dem letzten Stadtbrand, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Zweigeschossig, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert und verschiefert, Erdgeschoss Ziegelmauerwerk, möglicherweise unterfahren, Kehlbalkendach, Satteldach, Fenster und Türen (auch im Inneren) modernisiert, im Obergeschoss teilweise Dachgeschossausbau, daher Dach abgewinkelt (Giebel zur Hoftraufseite), gehört zu wenigen Bauten, die aus Zeit vor letztem Stadtbrand erhalten blieben.

09236673


Wohnhaus Plauensche Straße 17
(Karte)
um 1835 Fachwerk-Obergeschoss verputzt, schlichter kleinstädtischer Bau, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss verputzt, Erdgeschoss vermutlich massiv, Garageneinbau.

09234304


Wohnhaus Plauensche Straße 18
(Karte)
um 1835 Obergeschoss Fachwerk teilweise verbrettert bzw. verputzt, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss teilweise verbrettert bzw. verputzt, Erdgeschoss massiv – Ziegelmauerwerk.

09234305


Wohnhaus Plauensche Straße 19
(Karte)
um 1835 Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, mit Blockstube im Erdgeschoss, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss teilweise Blockbauweise.

09234306


Wohnhaus Plauensche Straße 20
(Karte)
um 1835 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, teilweise verputzt, Erdgeschoss massiv.

09234307


Wohnhaus Plauensche Straße 22
(Karte)
um 1835 Obergeschoss zum Teil Fachwerk verbrettert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Vorderer Hausteil noch original, ansonsten teilweise massiv, in zweiter Hälfte 19. Jahrhundert angebaut.

09234308


Wohnhaus Plauensche Straße 24
(Karte)
um 1835 Obergeschoss Fachwerk verputzt, kleinstädtisches Wohnhaus, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Blieb nach letztem großen Stadtbrand von 1840 stehen, Fachwerk-Obergeschoss, Türstock Holz.

09234309


Wohnhaus Plauensche Straße 26
(Karte)
um 1835 Schlichter Putzbau, von ortsentwicklungsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Haus gehört zu den wenigen Gebäuden, die nach dem letzten großen Stadtbrand von 1840 stehen blieben.

09234310


Wartehalle Poststraße
(Karte)
1909 Hölzerne Wartehalle, an der ehemaligen Bahnstrecke Siebenbrunn–Markneukirchen–Erlbach, typischer Zweckbau in gutem Originalzustand, von regionalhistorischem Wert.

Eingeschossig, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, Holzverschalung mit Deckleisten, Satteldächer vorkragend mit verzierten Pfettenköpfen, Strecke am 26. September 1909 eröffnet, orts- und verkehrsgeschichtlich bedeutsam.

09233953


Wohnhaus Roter Markt 20
(Karte)
um 1845 Mit Ladeneinbau, Obergeschoss Fachwerk verkleidet, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss verbrettert und verkleidet, Erdgeschoss mit nachträglichem Ladeneinbau.

09234311


Mietshaus Rudolf-Schuster-Straße 2
(Karte)
um 1900 historisierende Klinkerfassade, Eckerker, Ensemble mit Nachbarbauten, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerbauweise, wichtig für Straßenraum.

09234312


Mietshaus Rudolf-Schuster-Straße 4
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, Ensemble mit Nachbarbauten, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerbauweise.

09234313


Mietshaus Rudolf-Schuster-Straße 6
(Karte)
1900 Historisierende Klinkerfassade, Ensemble mit Nachbarbauten, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkerbauweise.

09234314


Mietshaus Schillerstraße 1
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade mit Jugendstilornamentik, Eckerker, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Klinkermischbauweise, Jugendstilornamentik.

09234315
Mietshaus Schillerstraße 2
(Karte)
um 1905 Klinkerfassade mit Jugendstilornamentik, von städtebaulichem Wert.

Klinkerfassade.

09234316


Mietshaus Schillerstraße 3
(Karte)
um 1905 Klinkerfassade mit Jugendstilornamentik, von städtebaulichem Wert.

Glasierte Ziegel, Bauornamentik-Beton.

09234317


Mietshaus Schillerstraße 5
(Karte)
um 1905 Putz-Klinker-Fassade mit Jugendstilornamentik, von städtebaulichem Wert.

Klinkermischbauweise.

09234319


Wohnhaus Schönecker Straße 17
(Karte)
um 1800 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss ebenfalls verbrettert, als ehemaliges Wohnhaus des Dichters Julius Mosen (1803–1867) von personengeschichtlichem Wert.

Historisch bedeutsam, das Haus überstand als eines des Wenigen den Stadtbrand von 1840.

09234321


Schule und Turnhalle
Weitere Bilder
Schule und Turnhalle Schulstraße 3
(Karte)
1890–1892 Repräsentativer Klinkerbau, im Stil des Historismus, von städtebaulichem, bauhistorischem und ortsgeschichtlichem Wert.

Ehemalige Knaben- und Mädchenschule, Grundsteinlegung 26. Juli 1890, Weihe 14. Juli 1892, später Grundschule und Gymnasium.

09234327


Villa mit Einfriedung und Toranlage Schulstraße 4
(Karte)
1894 Repräsentative Klinkerfassade, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, 1929 wohnhaft Fabrikdirektor Richard Bauer und Kaufmann Theodor Bauer.

09234328


Villa mit Einfriedung und Toranlage Schulstraße 5
(Karte)
um 1890 Historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert.

1929 wohnhaft: Witwe Eleonore Heberlein sowie Kaufmann Helmut Schuster und Fabrikant Martin Schuster.

09234329


Villa mit Einfriedung Schulstraße 6
(Karte)
um 1890 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert. 09305155


Villa mit Toreinfahrt und Resten der Einfriedung Schulstraße 12
(Karte)
um 1890 Repräsentative historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Putzfassade, wohnhaft 1929 Bogenmacher Kurt Neudel, die beiden Handlungsgehilfen Helmut Otto und Theodor Otto sowie Fabrikant Theodor Otto.

09234330


Villa mit Einfriedung und Toranlage Schulstraße 14
(Karte)
1898 Repräsentative Klinkerfassade, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, Plastik im Eingangsbereich, wohnhaft 1929: Richard Lederer, Fabrikant und Bruno Klemm, Fabrikant.

09234331


Wohnhaus Schützenstraße 7
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Repräsentative historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Putzquaderung, aufwändige Fassadengliederung, schöne Haustüren.

09234323


Wohnhaus Schützenstraße 10
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Putzfassade, originale Fassadengliederung.

09234325


Wohnhaus Schützenstraße 29
(Karte)
1885/86 Villenartiges Klinkergebäude mit hölzernem Eingangshäuschen, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, Lisenengliederung, originaler Vorbau als Holzkonstruktion.

09234326


Mietshaus Schützenstraße 64
(Karte)
um 1905 Mit Laden, markante Klinkerfassade, durch Eckerker betont, baugeschichtliche und städtebauliche Bedeutung.

Dreigeschossiger gelber Klinkerbau mit Dachausbau, gestalterische Eckbetonung durch Giebel (einer Zahnschnitt, zwei mit Voluten), Fassadengestaltung durch Putzspiegel, im Erdgeschoss Fensterbekrönungen.

09302702


Wohnhaus, Hintergebäude und Toreinfahrt Straße des Friedens 1
(Karte)
um 1880 Putzbau mit Laden, von städtebaulichem Wert.

Tor: Inschrift „Nur munter herein/hier sind die staubigen Füße erlaubt/Doch wem das Herz und der Sinn verstaubt/Der lasse uns allein“.

09234332


Mietshaus Straße des Friedens 5
(Karte)
1886–1900 Mit Laden, stattlicher historistischer Putzbau, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Erdgeschoss Tor, Fensterüberdachungen im Obergeschoss.

09234333


Mietshaus Straße des Friedens 11
(Karte)
1886–1900 Mit Laden, markant gestaltete Putzfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Putzfassade mit Putzstuck, vermutlich ehemaliges Geschäftshaus.

09234334


Wohnhaus Straße des Friedens 15
(Karte)
1886–1900 Mit Läden, klassizistische wirkende Putzfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert. 09234335


Wohnhaus Straße des Friedens 26
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Mit Läden, schlichter Putzbau mit Eckbetonung, von städtebaulichem Wert.

Platzbildend, Fassade um 1930 überformt mit Haustür aus dieser Zeit.

09234337


Wohnhaus Straße des Friedens 32
(Karte)
1886–1900 Historisierende Putzfassade, markanter Kopfbau einer Hauszeile, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung. 09305154


Ehemaliges Sägewerk Trobitzschen 12
(Karte)
1886–1900 Von technikgeschichtlichem Wert. 09233072


Gerberwohnhaus Trobitzschen 14
(Karte)
um 1800 Schlichter Putzbau mit Mansarddach, Nebengebäude mit Fachwerk-Obergeschoss, mit seltener Oberlaube zum Hof, von ortsgeschichtlichem, bauhistorischem und technikgeschichtlichem Wert.

Wohnhaus mit Oberlaube, aus der Informationstafel des Heimatvereins e. V. Markneukirchen (Auszug):

Dieses Haus erbaut um 1700 überstand unbeschädigt den Stadtbrand von 1840, damals im Besitz der Bogenmacherfamilie Knopf, 1859 erworben durch den Rotlohgerbermeister Carl Cottlob Schuster (Gerberei), seitdem „Gerber Hans“ (Spitzname), sein Sohn Carl August Schuster errichtete 1878 eine Dampflohmühle, seit 1884 Sägewerk und Holzhandlung, Holzzuschnitt besonders für die Musikindustrie, letzter Besitzer war Erich Schuster, bis 1991 war das Sägewerk mit Transmissionsantrieb in Betrieb.

09234338


Wohnhaus Unterer Markt 2
(Karte)
um 1870 Mit Ladeneinbauten, streng gegliederte, historistische Putzfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert.

Mezzaningeschoss, Putzquaderung im Erdgeschoss, Ladeneinbau um 1900.

09234339


Brunnen mit Brunnenplastik Unterer Markt 2 (vor)
(Karte)
1912 Benannt nach ehemaligen Bürgermeister Theodor Zschucke, von personengeschichtlichem, ortsgeschichtlichem und künstlerischem Wert.

Putto, Musik spielend sowie Löwenkopf, Bronze/Sandstein.

09234289


Mietshaus Unterer Markt 10
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Dreigeschossiges Gebäude, historistische Fassadengliederung, im neuromanischen Rundbogenstil, Bleiglasfenster an Dachgaupe und im Treppenhaus, ornamentaler Fries unter Dach, rundbogige Fenster, in Obergeschoss Fenster original, ursprünglich zweigeschossiges Gebäude, um 1900 aufgestockt, im Hinterhaus Paulus Saitenfabrik (gegründet 1828, siehe auch Breite Straße 35).

09234341


Mietshaus Unterer Markt 16
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Mit Laden, gut gegliederte historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Originale Putzgliederung, Haustor, ursprünglich wohl zweigeschossig, um 1900 aufgestockt.

09234342


Wohnhaus Unterer Markt 18, 20
(Karte)
um 1840 Mit Läden, einfache Putzfassade mit Figuren-Nische, von baugeschichtlichem Wert.

In Nische Bauplastik: Lyra-Spieler, Ladeneinbauten um 1900.

09234344


Ehemaliges Wohnhaus Unterer Markt 26, 28
(Karte)
um 1850 Klassizistisch wirkende Putzfassade, von städtebaulichem Wert. 09234343


Wohnhaus Wernitzgrüner Straße 55
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, über dem Eingang säulengestützter Balkon, von baugeschichtlichem Wert. 09234345


Wohnstallhaus Zimmerloh 57
(Karte)
um 1805 In vogtlandtypischer Bauweise, Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Zweigeschossiges Wohnstallgebäude Fachwerk verkleidet oder verbrettert, Krüppelwalmdach.

09234348


Bauernhof Zimmerloh 61
(Karte)
um 1800 Wohnhaus Obergeschoss Fachwerk, Obergeschoss und Erdgeschoss verkleidet, Scheunen verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Ein typischer Parallelhof, Fachwerk verkleidet oder verbrettert.

09234349


Wohnstallhaus Zimmerloh 71
(Karte)
um 1800 Vogtlandtypisches eingeschossiges Gebäude, Blockstube verkleidet, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk verbrettert, einstöckig.

09234350

Breitenfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Häuslerhaus Alter Weg 14
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Eingeschossiges verbrettertes Gebäude, von bauhistorischem Wert.

Kleines einstöckiges Blockhaus, verbrettert, traufseitig mittige Erschließung, zwei Schiebefenster.

09233952


Ehemalige Schule Markneukirchner Straße 5
(Karte)
1900 Historisierender Klinkerbau mit kräftigem Dachreiter, von ortsgeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade mit rotem und gelbem Klinker, Inschrift: „Lerne, Lehre Gott zu Ehre“, „ANNO–1900“, alte Haustür erhalten, Uhr im Giebel, einfaches Bauwerk, dominierende Lage mit Turm.

09233954


Scheune und Seitengebäude Neuer Weg 1
(Karte)
um 1800 Vogtlandtypische verbretterte Wirtschaftsbauten einer Hofanlage, von baugeschichtlichem Wert.

Kleines Bauerngut, Oberlaube verbrettert, Fachwerk verbrettert, Scheune: verbrettert, beide: Satteldächer.

09233956


Herrenhaus Thomas-Müntzer-Weg 2
(Karte)
1767 Barocker Putzbau mit Mansarddach und repräsentativem Werksteinportal, von ortsgeschichtlichem Wert. 09233957


Kriegerdenkmal Wohlbacher Straße
(Karte)
um 1920 Von ortshistorischem Wert. 09233958

Erlbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Denkmal Erlbach
(Karte)
1544 Mit Wappen, Landesgrenzstein von 1544 der sogenannten »Schlickschen Grenze«, heimatgeschichtliche Bedeutung.

Einer von mehreren (bis 1945 mindestens 5) zeitgenössischen Grenzsteinen auf einer etwa zehn Kilometer langen Strecke, die im 16.Jahrhundert die Herrschaften Graslitz und Schönbach von Kursachsen trennte. Neben diesem „Juliusstein“ und demjenigen, der sich seit zirka 1960 vor dem Museum in Markneukirchen (Paulusschlössel) befindet (Objekt 09234208), gibt es noch ein fragmentiertes Exemplar (Objekt 09304381); auf dem Stein die charakteristische Heraldik (kursächsische Schwerter und böhmischer Löwe), unpassende Farbigkeit. Der Stein sollte in den 1980er Jahren nach Prag ins Museum abtransportiert werden, doch es konnte nachgewiesen werden, dass er seinerzeit von Sachsen bezahlt worden war.

09233989


Mietshaus Ernst-Gläser-Straße 4
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade mit Bauzier, von baugeschichtlichem Wert.

Dreigeschossig, gelber Klinker, orange Klinker am Sockel, originale Fenster, grünglasierte Ziegel abgesetzt, Zahnschnittfries unter Dach.

09233960


Mietshaus Ernst-Gläser-Straße 6
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade mit Bauzier, von baugeschichtlichem Wert.

Gelber und oranger Klinker, mit grünglasierten Ziegeln abgesetzt, schöne Haustür mit Jugendstilornamentik, originale Fenster teilweise erhalten, Fachwerkzwerchgiebel.

09233961


Mietshaus Ernst-Gläser-Straße 8
(Karte)
um 1905 Historisierende Klinkerfassade mit Bauzier, von baugeschichtlichem Wert.

Gleiche Gestaltung wie Nummer 4.

09233962


Häuslerhaus Eubabrunner Straße 43
(Karte)
1746–1755 Auch als „Tripfhaus“ bezeichnetes, eingeschossiges Wohnhaus, mit verbretterter Blockstube, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Blockstube, verbrettert, Informationstafel am Haus (vom Heimat- und Geschichtsverein Erlbach e. V.): 1751 Christian Alexander von Beulwitz, Besitzer des Rittergutes Untererlbach mit Eubabrunn und Wernitzgrün, verkauft das Tripfhaus an Johann Christian Wunderlich für 55 Gulden und reicht es in Lehen. 1754 Johann Christian Wunderlich verkauft das Haus an den Papiermacher Johann Paul Frey für 63 Gulden. 1758 nach dem Tode des Papiermachers Paul Frey wird das Häuschen an Johann Georg Schnödenbach verkauft. 1845 Rittmeister August Alexander von Beulwitz, Besitzer des Rittergutes Erlbach, verkauft das Häuschen an Johann Adam Ernst Burkmann. 1885 Violinbogenmacher Friedrich Ferdinand Sporn ist neuer Eigentümer Im Besitz der Bogenmacherfamilie Sporn bleibt das Grundstück bis 1962. Das Gebäude wird als Ferienwohnung genutzt. Auf dem freien Platz vor dem Haus in Richtung Brücke über den Hennebach stand ein Gemeinschaftsbackofen, der von den Bewohnern von den umliegenden kleinen Tripfhäuser, in denen kein Platz für einen Backofen war, genutzt wurde.

09233964


Doppelwohnhaus Eubabrunner Straße 58, 60
(Karte)
um 1905 Klinkerfassaden mit Fachwerkkonstruktion im Dachgeschoss, von baugeschichtlichem und ortsentwicklungsgeschichtlichem Wert.

Roter und oranger Klinker, Fachwerkelemente, Fachwerkdrempel, Dachaufbauten original.

09233965


Wohnhaus und Toreinfahrt Gopplasgrüner Straße 19
(Karte)
um 1907 Historisierende mehrfarbige Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Dreigeschossig, roter Klinker mit grünglasierten Ziegeln abgesetzt, originale Dachaufbauten, Fenster teilweise verändert.

09233966


Wohnhaus Gopplasgrüner Straße 21
(Karte)
um 1907 Historisierende mehrfarbige Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Siehe Nummer 19.

09233967


Wohnhaus Gopplasgrüner Straße 23
(Karte)
um 1917 Historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert.

Dreigeschossig, Klinkerfassade, grünglasierte Ziegel als Ornament, leichte Bauveränderungen.

09233968


Steinkreuz Gopplasgrüner Straße 45 (gegenüber)
(Karte)
15./16. Jahrhundert Regionalgeschichtlich von Bedeutung.

Granit, keine Einmeißelung.

09234004


Wohnhaus Hopfenweg 1
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Eingeschossiger Putzbau, von ortsgeschichtlichem Wert. 09233969


Wohnhaus mit Laden und Werkstatt Kirchstraße 9
(Karte)
um 1900 Zweifarbiger Klinkerbau, ehemaliges Wohn- und Werkstattgebäude der Bogenbauer-Familie Dölling, ortsentwicklungsgeschichtlich bedeutsam.

Gelber Klinker mit rotem Klinker verziert.

09233972


Kirche und Kriegerdenkmal
Kirche und Kriegerdenkmal Kirchstraße 15
(Karte)
1863 Einfache neuromanische Saalkirche mit Ostturm, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Putzbau mit eingezogenem, geradem Chorabschluss, der Westturm über quadratischem Grundriss, im Obergeschoss oktogonal, Spitzhelm, Innen: Tonnengewölbe, zweigeschossige Emporen an Nord- und Südseite, lebensgroße Taufengel aus Holz (1750), Schubert-Orgel 1863–66, hochrechteckiges Epitaph für Carl von Schirnding auf der Südseite.
Außen: ein Denkmal für die gefallenen Soldaten des 1870er und Ersten Weltkriegs (Nachbearbeitung: Zweiter Weltkrieg); aufwändig gestaltetes Gefallenendenkmal.

09233970


Villa Kirchstraße 17
(Karte)
1895 Reich gegliederter Klinkerbau, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert.

Roter Klinker, Schwebegiebel.

09233973


Gasthaus Kirchstraße 24
(Karte)
1827 Obergeschoss zum Teil Fachwerk verschiefert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Erstes zweigeschossiges massives Bürgerhaus in Erlbach, großes Krüppelwalmdach, nachträglich vergrößert und umgebaut, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert mit Sonnenmotiven, Erdgeschoss mit Ladeneinbau.

09233974


Gemeindeamt
Gemeindeamt Klingenthaler Straße 1
(Karte)
1912 Rathausgebäude als repräsentativer Massivbau, Reformstil-Architektur, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Gemeindeamt, Standesamt und Gemeindebad in einem Haus vereint, Bleiglasfenster, Putzornamentik.

09233977


Forsthof Klingenthaler Straße 30
(Karte)
um 1900 Das Forsthaus ein historisierender Putzbau, Anklänge an den Schweizerstil, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert.

Wohnhaus: Eckquaderung, Mittelrisalit.

09233976


Bauernhof Klingenthaler Straße 46
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Vogtlandtypisches eingeschossiges Bauernhaus mit Blockstube, Scheune Fachwerk verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Wohnhaus: Blockstube erhalten, verbrettert, Kniestock, erhaltene Blockstube, Scheune: Fachwerk. verbrettert

09233978


Bauernhof Klingenthaler Straße 50
(Karte)
2. Hälfte 17. Jahrhundert Vogtlandtypisches eingeschossiges Bauernhaus mit Blockstube, Scheune Fachwerk verbrettert, wohl ehemals Fronherberge des Rittergutes Obererlbach, von ortshistorischem und baugeschichtlichem Wert.

Wohnhaus: erhaltene Blockstube, Kniestock, verbrettert, teilweise massiv.

09233979


Papiermühle Klingenthaler Straße 66
(Karte)
1861 Gebäudekomplex mit ehemaligem Mühlengebäude (Haus 1, Verwaltung/Aufenthaltsräume) und Haus 2 des Kinderheimes, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert.

Als Papiermühle erbaut, Vorgängerbau 1860 durch Brand vernichtet, 1921 Umbau und Umnutzung zum Kinderheim.

09233980


Fünf Zollbeamtenwohnhäuser Klingenthaler Straße 71, 72, 73, 74
(Karte)
um 1937 Im Heimatstil, von regionalhistorischem Wert. 09305151


Wohnhaus Lindenplatz 15
(Karte)
1726 Eingeschossiges Gebäude, Giebel verbrettert, Doppelstubenblockhaus, von baugeschichtlicherm und hauskundlichem Wert.

Ehemaliges Gutsarbeiterhaus, Doppelstubenblockhaus, Giebeldreieck verbrettert, Holzschindeldach, errichtet von Schneidermeister Georg Braun, Rußküche, Altdeutsche Esse, bis 1975 noch Wohnhaus mit Schneiderwerkstatt, heute Heimatstube.

09233981


Friedhof Markneukirchner Straße
(Karte)
1763–1773 Bestandteile des Friedhofs personengeschichtlich, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich bzw. künstlerisch von Bedeutung.
  • Friedhofsmauer (1): Auf der Nord-, West- und Ostseite zirka zwei Meter hoch, aus massivem Bruchsteinmauerwerk (Granitgestein, Schiefergestein) mit Satteldachabschluss und Abdeckung mit Keilnutschindeln, an der Süd-Ost-Ecke ein gerader Abschluss mit einem bildhauerisch geformten Pinienzapfen darauf,
  • Friedhofsportal (2): Der breite Friedhofseingang an der Nord-Ost-Ecke: zwei zirka 2,50 Meter hohe einfache Werksteinpostamente mit Abdeckplatten, darauf stilisierte Schmuckschalen oder Urnen aus Granitwerkstein, ein zweiflügeliges eisernes Tor aus genieteten Flachstahlprofilen,
  • Familienerbbegräbnisstätte Schwarzenfels (3): Wilhelm Ludwig von Schwarzenfels (gestorben 1763) war Rittergutsbesitzer von Erlbach, ein frei stehender, erhöhter und monumentaler Prunksarkophag auf Postament und Grundplatte, auf dem Sarkophag steinerne Schmuckurne mit Verzierungen, Ornamenten etc., an den Ecken der erhöhten Grabstätte Postamente mit stilisierten Blüten darauf (aus Granitwerkstein), alles in der Formensprache des Frühklassizismus,
  • Familiengrabstätte Robert Tauscher (4): geboren 1863, gestorben 1931, Tauscher gründete die erste Erlbacher Brauerei und betrieb den Gasthof am Marktplatz, das dreiteilige massive „Wandgrab“ auf Grundplatte mit gliedernden Mauerwerksvorlagen und „Putzspiegeln“, kräftige Verdachungen aus Granitwerkstein, die Gedenktafeln aus Syenitgestein, die Grabstelle ist durch Werksteinpostamente mit dazwischen befindlichen kniehohen Eisenzäunen gefasst,
  • Familiengrabstätte Bunde (5): Richard Bunde (geboren 1851 oder 1861, gestorben 1906) erwarb das Obererlbacher Rittergut, 1874, Bewirtschaftung bis 1906, ein zirka 90 cm breiter und 60 cm hoher Werkstein aus Granit mit den eingemeißelten Namen und Daten.
09248161


Wohnhaus Marktplatz 3
(Karte)
17. Jahrhundert Fachwerkhaus (zum Teil verkleidet), mit erhaltener Blockstube, ehemaliges Handwerkerhaus (Tischlerei, später Schmiede), baugeschichtlich von Bedeutung.

Mit Blockstube, Fachwerk Obergeschoss, verkleidet, Satteldach, guter Originalzustand, teilweise Erdgeschoss massiv, auch im Obergeschoss teilweise massiv.

09233986


Wohnhaus Wirtsgrundweg 2
(Karte)
1. Hälfte 18. Jahrhundert Vogtlandtypisches eingeschossiges Gebäude mit Blockstube, wohl ehemaliges Tripfhaus für Handwerker des Rittergutes Obererlbach, von baugeschichtlichem Wert.

Mit Blockstube, verbrettert, teilweise massiv.

09233990


Rittergut Wirtsgrundweg 6
(Karte)
18. Jahrhundert Herrenhaus schlichter Putzbau mit Walmdach, Rittergut auch als „Schloss Bunde“ bezeichnet, benannt nach den Landtagsabgeordneten Heinrich (1825–1893, Vater) und Richard Bunde (1851-1906, Sohn), Rittergut im Familienbesitz ab 1874/75, bauhistorische und ortsgeschichtliche Bedeutung.

Ehemaliges Schloss: verschiedene Bauphasen, Veränderungen um 1800, Walmdach, Holzfensterstöcke, barocke Fenster, Haustür und Türportal um 1800.

09233991

Eubabrunn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Zwei Scheunen Schönbacher Straße 8
(Karte)
2. Hälfte 19. Jahrhundert Ehemaliges Handfrohngüthlein, ab 1839 Gasthof, die beiden Scheunen verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Die Hofstelle schon um 1600 angelegt, kurz vor 1900 im Hof das Gasthaus Zum Grünen Tal, später Pferdehof Adler.

09233996


Wohnhaus Schönbacher Straße 11
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Vogtlandtypisches eingeschossiges Gebäude mit verbrettertem Fachwerkgiebel, baugeschichtlich von Bedeutung.

Wohnspeicherhaus, ursprünglich mit Blockstube, heute Erdgeschoss massiv, Kniestock, Satteldach, angebaute Scheune.

09233998


Ehemalige Schmiede Waldstraße 1a
(Karte)
um 1900 In Blockbauweise, von ortsgeschichtlichem, technikgeschichtlichem sowie hauskundlichem Wert. 09248162


Hof III Waldstraße 2a
(Karte)
1755 Aus verschiedenen Dörfern des oberen Vogtlandes stammende, traditionelle bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem und hauskundlichem Wert.
  • Haus 9 Wohnstallhaus Geipel aus Mühlhausen: Ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 42, Baujahr: 1755 / Stallumbau 1810, Vorbesitzer / Erwerbsjahr : Else Geipel, Gertraud Melchior, Elisabeth Berthel / 1992, Bewohnt bis: Anfang 1980er Jahre, Umsetzung: 1996: Hofgröße: Landwirtschaft, Zwillingshof, knapp 7 ha, Nutzung: Einrichtung 30er Jahre. Das Gebäude ist am Ort ein Teil eines bäuerlichen Gehöftes, einer Zwillingsanlage. Scheune und Schuppen zum Haus sind bereits entfernt. Für das Wohnstallhaus wurde 1975 bereits der Abbruchantrag gestellt wegen Einsturzgefahr des Stallgewölbes. Das Haus ist eingeschossig, ohne Unterkellerung, mit Stube, Ausbau und Stall. Im Stubenboden befindet sich eine Schlafstatt. Ins Obergeschoss führt eine abgewinkelte Treppe, ins Dachgeschoss eine einläufige eingeschobene Treppe. Das Gebäude besteht in der Stube und der Flurwand aus einer Blockkonstruktion. Die ehemalige Rußküche ist durch einen Ausbau ersetzt, der mit der Hauswand bündig abschließt und nicht aufgestockt ist. Der Stall besteht aus seinen Umfassungen aus Feldsteinen mit einer Mittelstütze aus Granit, auf die sich über Gurtbögen (vier Joche) und kreuzgratgewölbten Deckenfeldern (aus Ziegelmauerwerk bestehend) Kreuzgewölbe aus Ziegelstein stützen. Fenster und Tür des Stalles sind mit Granitgewänden gefasst. Von Bedeutung ist auch die fischgrätenartig auf Riegel aufgedoppelte Haustür. Der Dachstuhl ist ein doppelt stehender Stuhl mit sehr weit auseinanderliegenden Sparren mit Schindeldeckung und Blechüberdeckung. Besonders bemerkenswert ist der hohe und an der Hofseite weit überkragende

Umschrot. Das Gebäude ist von Bedeutung für die Entwicklung der Baukultur im ländlichen Raum des Vogtlandes. Im Museum wird dieses Gebäude wieder ein Hauptgebäude einer geteilten Hofanlage mit einer Scheune und einer Remise.

  • Haus 13 Wohnstallhaus Mönnig aus Leubetha: Ursprünglicher Standort: Leubetha, Dorfstraße 30, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Marianne Voigt, Bergen/1975, Baujahr: 1816, Bewohnt bis: 1970er Jahre, Umsetzung: 1996/1997, Hofgröße: Landwirtschaft, Bogenmacher, ca. 2 ha, Nutzung: Einrichtung 30er Jahre/Ausstellung Elektrifizierung, Beschreibung des Gebäudes (Wohnstallhaus): Einheitswert: 3.440,00 M, Brandversicherungswert: unbekannt, offene Bauweise, Einzelhaus, kombiniert aus Wohn- und Stallteil, Baujahr: 1816, nicht eindeutig feststellbar, vermutlich um 1770–1800, Bauweise: Gebäude ist in der Bauweise gemischt. Der Wohnteil ist als Umgebinde mit zurückliegendem Blockbau ausgeführt und steht auf einem Bruchsteinsockel. Stallteil in Bruchsteinausführung. Ein Giebel in Holzkonstruktion (Fachwerk) mit Lehmausfachung, ein Giebel in senkrechter Holzverschalung. Drempel in Holzblockbau. Sockel: Bruchsteinsockel im Wohnteil, Dach: Satteldach mit Schieferdeckung auf Holzschindeln, Das Gebäude ist teilunterkellert und besteht ansonsten aus: Erdgeschoss, Obergeschoss, Spitzboden. Die einzelnen Geschosse beherbergen folgende Räume: Kellergeschoss: ein Bruchsteingewölbe aus schiefrigem Material, Erdgeschoss: Vorraum, Stall, Stube, Rauchküche, Obergeschoss: Vorraum, 1 Kammer, 1 Speicher, Spitzboden: als Speicher- und Trockenboden in zwei Räume unterteilt. Decken: alles Holzdecken, Erdgeschoss: als zweischalige Holzdecke ausgebildet, Obergeschoss: als einschalige Holzdecke ausgebildet, Stallteil: gewölbte Kappen zwischen gewölbten Gurtträger gemauert. Fußböden: Erdgeschoss: Vorraum: Plattenbelag aus schiefrigem Material, Stallteil: teils Kleinpflaster, teils Betonfußboden, Küche: Bruchsteinfußboden Stube: Dielung mit Belag, um den Ofen Theumaer Schieferplatten, Obergeschoss: alles Holzfußböden, Treppen: zum Keller: Theumaer Plattenstufen, zum Obergeschoss: eingeschobene Holztreppe ohne Setzstufen mit zum Teil verschalter Untersicht, zweiläufig unter 90 Grad, zum Spitzboden: einläufige, eingeschobene Holztreppe ohne Setzstufen, ohne Untersicht. Fenster: alles Einfachfenster, Türen: als Füllungstüren, ansonsten Brettüren, Heizung: örtliche Raumheizung mit historischen eisernen Ofen, Belichtung und Belüftung der Räume ist einwandfrei. Installation: Elektro- und Wasserinstallation vorhanden Der innere Ausbau muss unter dem besonderem Aspekt der denkmalswürdigen Substanz als einfach angesehen werden. Die Baugestaltung ist unter der historischen Sicht als funktionsbedingt wertvoll anzusprechen. Der bauliche Zustand war vor der Umsetzung befriedigend.
  • Haus 14 Scheune Mönnig aus Leubetha: Gehörte zum Wohnhaus Leubetha, Baujahr: 1926, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Marianne Voigt, Bergen/1992, Umsetzung: 1994.
  • Haus 19 Milchhäuschen aus Eubabrunn: ursprünglicher Standort: Wernitzgrüner Straße gegenüber Nummer 8/10 (Gut Adler), Funktion: es diente als überdachte Sammelstelle für die Milchkannen, Bauweise: Fachwerkständerkonstruktion auf Einzelfundamenten, die Verschalung mit Kriechern und Deckern, die Dielenbretter nahezu so hoch wie die Pritschen an Milchkannentransportwagen, Erschließung über vorgelagerte, einfache Holztreppe, 19. Jahrhundert.
09233075


Hof II Waldstraße 2a
(Karte)
1827 Aus verschiedenen Regionen des Vogtlandes stammende, traditionelle bäuerliche Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem, volks- und hauskundlichem sowie regionalhistorischem Wert.
  • Haus 5 Scheune Roßbach aus Leubetha: Ursprünglicher Standort: Leubetha, Dorfstraße 29, Baujahr: 1827, Scheune mit zwei Tennen, Blockbauweise, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Erbengemeinschaft Theo Rossbach, Hundsgrün/1975, Umsetzung: 1992/1993, Nutzung: Ausstellung Feuerwehrgeschichte. Beschreibung des Gebäudes: offene Bauweise, Einzelgebäude, Baujahr: 1827, Bauweise: Fachwerkbau mit Blockausfachung, Giebel in senkr. Rauhspundverschalung, Sockel: aufgrund der Hängigkeit des Geländes stand das Gebäude auf einzelnen Sockeln. Die hintere Längswand ist als durchgehender Bruchsteinsockel ausgeführt. Dachkonstruktion: Satteldach mit Schindeln und abschließender Blecheindeckung. Das Gebäude ist nicht unterkellert und besteht aus ebenerdigem Dreschboden mit einzelnen Kammereinbauten sowie zwei darüberliegenden Tennen. Decken: als einschalige Holzdecken, Treppen: nicht vorhanden, Aufgänge zu Oberböden über Leitern, Fußboden: im Erdgeschoss als Holzfußboden, Installation: nicht vorhanden. Der bauliche Zustand war so schlecht, dass konstruktive Holzbauteile erneuert werden mussten.
  • Haus 8 Haus Baumann aus Saalig: Zur Umsetzung in diesen Hof vorgesehen, aber zur Zeit noch nicht realisierbar. Derzeitiger Standort: Saalig Nummer 31, ehemaliger Dreiseithof, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Hans Baumann, Saalig/1975, Baujahr: 1863, Umgebinde mit verschiefertem Schmuckgiebel, Hofgröße: Landwirtschaft, ca. 10 ha.
09233076


Hof I Waldstraße 2a
(Karte)
um 1870 Traditionelle vogtländische bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem, volks- und hauskundlichem und regionalhistorischem Wert.
  • Haus 1 Wohnstallhaus Unterwürschnitz Ursprünglicher Standort: Unterwürschnitz, Zur Leithen 5, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Andreas Pröger, Unterwürschnitz/1993, Baujahr: um 1870, Bewohnt bis: 1971, Paul Oskar Kummer, Umsetzung: 1994/1995, Hofgröße: 13 ha, Landwirtschaft, Bogenmacher, 13 ha, Nutzung: Gastronomie "Grünes Tal", Sonderausstellungen, WC, Baubeschreibung: zweigeschossig, Erdgeschoss massiv verputzt, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert, flachgeneigtes Krüppelwalmdach, gebustes Kreuzgratgewölbe im ehem. Stallbereich auf Granitpfeilern, ehem. Schwarze Küche rekonstruiert, Scheune: zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, Krüppelwalmdach, große Gaupe mit Satteldach,
  • Haus 2 Scheune Kauschwitz: Ursprünglicher Standort: Kauschwitz, Zwoschwitzer Straße 7, Baujahr: 1905, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Renate u. Gunther Mechura, Kauschwitz/1992, Umsetzung: 1994/1995, Hofgröße: Landwirtschaft, 13 ha, Nutzung: Veranstaltungen, Sonderausstellungen, "Musikscheune", Umsetzung der Scheune Mechura von Kauschwitz nach Eubabrunn zur Nutzung als Musikscheune: Diese Scheune befandt sich in einem geschlossenen Gehöft in Kauschwitz. Die Scheune wurde 1905 erbaut und befindet sich konstruktiv in einem guten Zustand. Alle tragenden Teile sind intakt. Im Rahmen der Dorferneuerung für den Ortsteil Eubabrunn der Gemeinde Erlbach wurde eine Heimstatt für die Musikgruppe des Heimatvereins und die Laienspiel- und Tanzgruppe dringend benötigt. Vom Verein veranstaltete Heimatabende finden starken Zuspruch. Die Gemeinde kann sich keinen Konzertsaal leisten. Eine für diesen Zweck hergerichtete und in die dörfliche Landschaft passende Scheune erfüllt in der warmen Jahreszeit jedoch denselben Zweck. Gleichartige Veranstaltungen des Bauernmuseums Landwüst unter dem Motto "Musik aus der Scheune" von Mai bis Oktober und die Musik aus dem Schuppen der Bärendorfer Musikanten liefern den Beweis für diese Möglichkeit und den dörflichen kulturellen Zuspruch. Die Scheune in Kauschwitz wurde unter fachlicher Betreuung sorgfältig abgebaut. Ziegeldeckung und Außenverschalung werden auf Grund ihres Zustandes nicht wieder verwendet. Die äußerst kräftige Konstruktion besteht aus handbehauenen Balken.
  • Haus 3 Hochlaubenscheune Markneukirchen: Ursprünglicher Standort: Markneukirchen, Berg 24, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Schäffner/1996, Umsetzung: 1996. Baubeschreibung: zweigeschossige, Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss offene Remise, Obergeschoss Laubengang mit Bretterbrüstung, sechsjochig, dort geschweifte Kopfstreben, Satteldach, Remise: eingeschossig, Fachwerk verbrettert, links geschlossener Teil Blockbauweise mit Eckverkämmung, zwei breite Remisen, dort gekreuzte Kopfstreben, Satteldach.
  • Haus 4 Remise Ferdini Bad Brambach: Ursprünglicher Standort: Bad Brambach, Wiesenstraße, Baujahr: um 1800, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Gerhardt Erlbeck, Brambach/1985, Umsetzung: 1995, Hofgröße: Landwirtschaft, Vierseithof, ca. 11 ha, Nutzung: Unterbringung landwirtschaftlicher Geräte, Sonderveranstaltungen, Das Gebäude ist 20 Meter lang und 6,90 Meter breit. Es ist eine in drei Seiten geschlossene Fachwerkkonstruktion, die zur Hofseite offen durch eine Mittelstütze getragen wird. An einem Ende der Remise befindet sich der dafür typische Blockbau. Auf diesem Fachwerkunterbau liegt ein Umschrot, der nach vorn überkragt. Der Dachstuhl ist ein doppelt stehender Stuhl, der mit Gebinden die Sparren mit Dachlatten und Keilnutschindeln trägt. Die obere Dachdeckung waren verzinkte Blechbahnen. Markant für dieses Gebäude ist eine doppelte Stützenlage mit für das Egerland typischen gedoppelten und sich kreuzenden Kopfbändern. Das Gesamtbauwerk war eine sehr starke und stabile Konstruktion. In Eubabrunn wird diese Remise im ebenerdigen Bereich als Sitzmöglichkeit für Gäste zu Dorffesten und anderen Veranstaltungen genutzt. Es werden auch Vorführungen bäuerlicher und handwerklicher Techniken witterungsgeschützt durchgeführt. Der Blockbau kann zum Ausschank und dessen Vorbereitung genutzt werden. Der Dachraum ist nicht begehbar. Das Gebäude wurde im Auftrag der Gemeinde aus Fördermitteln des ALN und dem nötigen Eigenmittelanteil errichtet. Genutzt wird es durch die Gemeinde.

Die Gemeinde ist auch Rechtsträger des Grund und Bodens. Durch die Förderung des ALN ist eine zwölfjährige Bindefrist für die Nutzung durch den Rechtsträger festgeschrieben. Die Maßnahme läuft im Sinne der Förderung zur Sicherung agrar- und forstwirtschaftlich bedeutender kulturhistorischer Substanz durch das zuständige Staatsministerium des Freistaates.

09233077


Hof IV Waldstraße 2a
(Karte)
1823 Nur noch vereinzelt anzutreffende Bauweise, die ursprünglich im Vogtland üblich gewesen war, Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem und volkskundlichem Wert.

Zweigeschossiger verbretterter Fachwerkbau mit Satteldach mit Schieferdeckung, dreijochiger Oberlaube mit geschweiften Kopfstreben, Erdgeschoss großes Holztor, zweiflügelig mit Pforte. 15. Hochlaubenscheune Leonhardt aus Markneukirchen: Ursprünglicher Standort: Markneukirchen, Bergstraße 27, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Leonhardt, Andreas, Markneukirchen/1993, Baujahr: ca. 1820, Umsetzung: 1994, Hofgröße: Bogenmacher, Landwirtschaft, 10 ha. Verkörpert nach Fertigstellung mit entsprechenden Wohnhaus den Typus des Einzelgehöftes. Das Gebäude ist die Scheune eines zweistöckigen Winkelhofes mit über dem Stall um die Scheunenfront laufenden Hochlaube. Sie wird nach der Umsetzung in eine gleiche Situation von der Funktion und Gestalt her gelangen. Die Scheune ist zweistöckig mit Tenne und einseitigen Bansen unten und durchgehenden Heuboden oben ausgebildet. Sie ist eine reine Fachwerkkonstruktion mit hofseitig vorkragender Hochlaube in drei Bögen. Die Tenne hat zum Hofe hin ein zweiflügliges Tor. Sie besitzt ein steiles Dach mit hofseitiger Schiefer- und gartenseitiger Eternitdeckung. Das Fachwerk ist in der Art der Kriecher und Decker verkleidet. Die Entstehungszeit der Scheune kann auf die Zeit um 1820 eingeschätzt werden. Die Scheune befand sich in einem guten Zustand. Sie war aber seitens des Eigentümers zum Abriss vorgesehen und dazu von kommunaler Seite freigegeben worden. Die Scheune wird die Aussagekraft der Freilichtanlage durch ihre Eigenart bereichern. Diesen Hof sollen noch ein kleines Wohnstallhaus aus Markneukirchen und eine Remise vervollständigen. Sie sind noch nicht umgesetzt worden.

09233074


Villa Waldstraße 6
(Karte)
1894 Historisierendes Klinkergebäude mit Schwebegiebeln und Eckturm, von ortsgeschichtlichem und bauhistorischem Wert.

Roter Klinker mit gelben Klinkern abgesetzt als Eckquaderung und schwarzglasierte Ziegel als Ornament, Schwebegiebel, originale Dachaufbauten.

Informationstafel des Heimat- und Geschichtsvereins Erlbach e. V.: 1894: Richard Wunderlich lässt sich durch Baumeister Hessel einen stattlichen Klinkerbau mit reichen verzierungen und Jugendstilelementen aufführen und verschuldet sich hoch. 1900: Sein Bruder, der Geigenfabrikant Friedrich Albin Wunderlich, ersteigert das Grundstück. Er gehört zu den ersten, die im Fremdenverkehr eine zusätzliche Einnahmequelle erkennen und richtet eine Pension mit Gesellschaftszimmer und Vollverpflegung ein. Die folgenden Besitzer führen die Pension weiter. 1911: Geigenfabrikant Friedrich Albin Wunderlich verstirbt. Die Erben verkaufen das Grundstück an Saitenmacher Gustav Reinhard Steudel. 1916: Zollbeamter Franz Arthur Gebauer in Chemnitz kauft das Grundstück. Während des Zweiten Weltkrieges werden in der Pension Gebauer im Rahmen der "Kinderlandverschickung" über 20 Kinder aus Köln und Krefeld untergebracht und verpflegt. Sie gehen in Erlbach zur Schule. Nach dem Kriege werden die Fremdenzimmer beschlagnahmt und für Flüchtlinge aus Schlesien und Ostpreußen bereitgestellt.

09233992


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Waldstraße 11
(Karte)
1937 Im Heimatstil, von regionalhistorischem Wert.

Zollbeamtenwohnhaus (Typ B): traufständig, eingeschossig, steiles Satteldach mit breiten Schleppgaupen, zwei Hauseingänge.

09233993


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Waldstraße 12
(Karte)
1937 Im Heimatstil, von regionalhistorischem Wert.

Zollbeamtenwohnhaus (Typ B): traufständig, eingeschossig, steiles Satteldach mit breiten Schleppgaupen, zwei Hauseingänge.

09233994


Vierseithof Zur Waldschänke 2
(Karte)
1. Hälfte 19. Jahrhundert Vogtlandtypisches eingeschossiges Wohnstallhaus mit Egerländer Fachwerkgiebel, Scheunen verbrettert, Durchfahrtscheune mit Stall in Blockbauweise, ehemaliges Handfrongüthlein, von baugeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert (am Waldsaum, südliche Bergseite vom Weg).
  • Vereinshaus (ehemaliges Wohnstallhaus): (heute Vereinshaus des Obervogtländischen Landschaftspflegerverbandes) eingeschossig, massiv, hoher Bruchsteinsockel, steiles Satteldach (ausgebaut), das Giebeldreieck an der Westseite fachwerksichtig, an der Ostseite neue Holz-Glas-Konstruktion, Dachdeckung mit Schieferschablonen in altdeutscher Verlegeart, talseitig: fünf harmonisch angeordnete Satteldachgaupen,
  • Ehemalige Durchfahrtscheune: Zweigeschossig, heute für Ausstellungen genutzt, Fachwerk-Konstruktion vollverschalt mit Deckleisten, talseitig ein vollständig erhaltener
  • Ehemaliger Stall in Blockbauweise integriert, bergseitig eine neue einläufige, überdachte Treppenkonstruktion unter Verwendung originaler Bauteile,
  • Stall (ehemalig): Talseitig, zweigeschossig, im UG teilweise massiv, teilweise in Fachwerk-Konstruktion, im Obergeschoss ist die Fachwerk-Konstruktion vollständig mit Kriechern und Deckern verschalt, die Dachneigung nur um 30°, heutige Nutzung: Ferienwohnung,
  • Scheune: Klein, eingeschossig, an der Westseite des Hofes mit ehemaligem Stall in Blockbauweise, sonst Fachwerk-Konstruktion, verschalt, das steile Dach mit Zinkblechtafeln auf Schalung,
  • Taubenhaus: In der Nordostecke des Hofes ein kleines frei stehendes Taubenhaus.
09234000

Gopplasgrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Kriegerdenkmal Bergstraße 17 (gegenüber)
(Karte)
ortsgeschichtlich von Bedeutung 09234001


Ehemaliger Vierseithof Bergstraße 19
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verkleidet, bemerkenswerte Oberlauben, von baugeschichtlichem, hauskundlichem und landschaftsprägendem Wert.

Scheune: zum Teil Blockbauweise, verbrettert, Seitengebäude: sechsjochige Oberlaube, im Erdgeschoss Blockbauweise, Remise, Wohnhaus: siebenjochige Oberlaube, im Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk verkleidet, verschiefert bzw. verbrettert, im Erdgeschoss zu großes Fenster, Kreuzgewölbe im Stall, Türgewände Granit, Haus errichtet von Erdmann, Christian Penzel.

09234002


Bauernhof Bergstraße 21
(Karte)
vogtlandtypisches Bauernhaus mit Blockstube, von baugeschichtlichem Wert.

Scheune: teilw. massiv, ansonsten in Blockbauweise errichtet, Fachwerk mit Holzverkleidung, Wohnhaus: erhaltene Blockstube, Kniestock, verbrettert, traufseitige Anbauten.

09234003

Landwüst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Triangulationssäule
Triangulationssäule Landwüst
(Karte)
1876 Station der Königlich-Sächsischen Triangulation, Netz 2. Ordnung, wissenschaftsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.

Denkmaltext: Die Station 148 – Landwüst wurde auf der Höhe südöstlich des Dorfes, Bergacker auch Wirthsberg genannt, errichtet. Gutsbesitzer C. A. Müller und Genossen in Landwüst traten mit Kaufvertrag vom 7. August 1876 36 m² Fläche zum Preis von 42 Mark an den Königlich Sächsischen Staatsfiscus ab. Der Vermessungspunkt steht sehr frei im Gelände und wird auch als Orientierungshilfe für Wanderer genutzt.

Ein Akteneintrag auf der Grundlage eines Berichtes vom 12. November 1926 berichtet, dass der obere Teil der Säule etwa um 2 cm verschoben ist. Es erfolgte eine Korrektur. Eine Notiz verweist darauf, dass der Beobachtungszylinder nach Ausbesserung des Pfeilers im Jahr 1931 neu eingelassen wurde. Die Säule befindet sich auf der höchsten Stelle des Wirtsberges im SO der Ortschaft Landwüst. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein markantes Aussichtsgebäude. Sie besteht aus zwei Teilen, die neben der Betonverbindung noch mit Metallriemen auf allen vier Seiten verbunden sind. Der Unterteil der Säule und die östliche Fläche sind mit schwarzer Farbe gestrichen. Die auf der Südseite befindliche Inschrift „Station / LANDWÜST / der / Triangulirung / 1876.“ ist, außer „der“ und dem Punkt nach der Jahreszahl nachträglich mit schwarzer Farbe hinterlegt. Außerdem ist auf dieser Seite ein örtlicher Wegweiserhinweis aufgemalt. Unter der Schrift auf der Südseite befindet sich im unteren Stein ein kleiner Höhenmeßbolzen. Die gusseiserne Abdeckplatte der Säule ist gut und vollständig erhalten. Es besteht freie Rundumsicht, mit der geringen Einschränkung des neu gebauten Aussichtsturms. Das aktuelle Zentrum befindet sich östlich der Säule und wird gegenwärtig als Paßpunkt für Aerotiangulationen genutzt – großer weißer Holzwinkel.

Im Zeitraum 1862 bis 1890 erfolgte im Königreich Sachsen eine Landesvermessung, bei der zwei Dreiecksnetze gebildet wurden. Zum einen handelt es sich um das Netz für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe/Ordnung) mit 36 Punkten und die Königlich Sächsische Triangulierung (Netz II. Classe/Ordnung) mit 122 Punkten. Geleitet wurde diese Landesvermessung durch Christian August Nagel, wonach die Triangulationssäulen auch als "Nagelsche Säulen" bezeichnet werden. Dieses Vermessungssystem war eines der modernsten Lagenetze in Deutschland. Die hierfür gesetzten Vermessungssäulen blieben fast vollständig an ihren ursprünglichen Standorten erhalten. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Deutschland sowie in Sachsen. Das System der Vermessungssäulen beider Ordnungen ist in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. (LfD/2013)

09234185


Grenzstein Landwüst
(Karte)
1848 Landesgrenzstein von 1848, umgearbeitet, Seltenheitswert, heimatgeschichtlich von Bedeutung.

Noch DS und CS erkennbar, runder Abschluss.

09304382


Grenzstein (Fragment) Landwüst
(Karte)
Landesgrenzstein von 1544 der sogenannten »Schlickschen Grenze«, heimatgeschichtliche Bedeutung.

Einer von mehreren (bis 1945 mindestens 5) zeitgenössischen Grenzsteinen auf einer etwa zehn Kilometer langen Strecke, die im 16.Jahrhundert die Herrschaften Graslitz und Schönbach von Kursachsen trennte. Neben diesem Fragment sind nur zwei weitere dieser Steine erhalten, der „Juliusstein“ (siehe Objekt 09233989) und derjenige, der sich seit zirka 1960 vor dem Museum in Markneukirchen (Paulusschlössel) befindet (Objekt 09234208), die charakteristische Heraldik (kursächsische Schwerter und böhmischer Löwe) ist auf diesem Stein nicht mehr zu erkennen.

09304381


Wohnstallhaus Am Wirtsberg 4
(Karte)
1736 Eingeschossiges verbrettertes Gebäude mit Blockstube, von baugeschichtlichem und hausgeschichtlichem Wert.

Kleines Gebäude mit Blockstube, Holzverschalung, teilweise im Erdgeschoss massiv unterfahren, ungenutzt, Blockstube mit Holzeinschubdecke.

09234169


Ehemaliges Wohnstallhaus Am Wirtsberg 5
(Karte)
um 1810 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, landschaftstypisches Bauernhaus mit erhaltener Blockstube, von baugeschichtlichem Wert.

Zweigeschossig, vollverschalt, Satteldach, Blockstube, ehemaliger Stall zu Sanitärraum umgebaut, dort böhmisches Kappengewölbe, Holzbalkendecken in Stube im Erdgeschoss und Stube Obergeschoss, originaler Dachstuhl erhalten, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, Blockbau im Erdgeschoss ebenfalls verbrettert, Erdgeschoss teilweise massiv am Stallteil, eingesch. massiver Anbau an einer Traufseite.

09233583


Zwei Seitengebäude Bergblick 16
(Karte)
1823 Obergeschoss Fachwerk, mit seltenen Oberlauben, von baugeschichtlichem (hauskundlichem) Wert.
  • Erster Stall: Mit fünfjochiger Oberlaube, Blockbauweise im Erdgeschoss,
  • Zweiter Stall: Angebaut mit elfbogiger Oberlaube, Erdgeschoss massiv unterfahren.
09234180


Kriegerdenkmal Rauner Straße
(Karte)
um 1923 Von ortsgeschichtlichem Wert.

„ZU EHREN DER GEFALLENEN UND VERMISSTEN DES 2. WELTKRIEGES. 1939–1945 VERGISS MEIN VOLK DIE TEUREN TOTEN NICHT. DIE DANKBARE GEMEINDE LANDWÜST“

09234175


Ehemaliges Wohnstallhaus Rauner Straße 1
(Karte)
um1846 Eingeschossiges ländliches Wohnhaus mit Blockstube und Wirtschaftsteil, Fachwerkgiebel verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Blockhaus, Blockstube, Kniestock, verbrettert, Satteldach.

09234170


Wohnstallhaus Rauner Straße 4
(Karte)
um 1800 Obergeschoss Fachwerk verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk, Erdgeschoss teilweise massiv.

09234171


Wohnstallhaus Rauner Straße 13
(Karte)
um 1810 Mit verbrettertem Fachwerk-Obergeschoss und schönen Portalen, von baugeschichtlichem Wert.

Erdgeschoss massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, beide Türportale erhalten, Stall Bruchsteinmauerwerk und preußisches Kappengewölbe, Stube mit Korbbögen an Fenstern, Haus teilweise modernisiert, zum Beispiel an einer Traufseite Balkonanbau.

09234172


Zweiseithof Rauner Straße 14
(Karte)
um 1795 Eingeschossiges verbrettertes Wohnstallhaus mit Blockstube, Scheune verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Erhaltene Blockstube, Haus verbrettert, Stallteil massiv, Scheune: verbrettert.

09234173


Bauernhof Rauner Straße 17
(Karte)
um 1795 Eingeschossiges verbrettertes Wohnstallhaus mit Blockstube, Seitengebäude verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Scheune: mit zugebautem Laubengang, Wohnhaus: Blockstube, Kniestock, verbrettert.

09234174


Pechpfanne Rohrbacher Straße
(Karte)
1725 Von heimatgeschichtlichem Wert. 09232528


Kirche und Kirchhof
Weitere Bilder
Kirche und Kirchhof Rohrbacher Straße
(Karte)
1756 Barocke Saalkirche mit Westturm, mittelalterlichen Ursprungs, mit Kanzelaltar und Trampeli-Orgel, von baugeschichtlichem, ortsgeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert.

Mittelalterlicher Ursprung Saal, 1872 umfassend erneuert, Westturm 1756, über dem Eingang (im Rundbogen): „Ich vertilge Deine Missetaten wie eine Wolke, und Deine Sünden wie den Nebel. Kehre Dich zu mir, denn ich erlöse Dich.“ Jesaja 44.22.

09234177


Zwei Taubenhäuser, Pumpbrunnen, Läuferstein und zwei Pechpfannen Rohrbacher Straße 4
(Karte)
18. Jahrhundert Pechpfannen oder so genannte Griebenherde aus Granit zur Gewinnung von Pech, von volkskundlichem und heimatgeschichtlichem Wert. 09233073


Hof IV: Rohrbacher Straße 4
(Karte)
1781 Ensemble haus- und sozialgeschichtlich bedeutsamer ländlicher Wohn- und Wirtschaftsgebäude in vogtlandtypischer Bauweise, teilweise am Originalstandort, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung.
  • Haus 17: Feldscheune Büttner, eingeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, Holzdachrinne,
  • Haus 18: Wohnstallhaus Weller, zweigeschossig, Erdgeschoss Blockstube mit senkrechter Verbretterung, Stallteil Ziegelmauerwerk, geschlossener Gang, Obergeschoss Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, im Gang Granitplatten, massiver Anbau mit Klinker, Satteldach, innen: Blockstube mit Holzeinschubdecke, Keller, gewendelte Holztreppe in das Obergeschoss und Stiege mit Einschubbrettern, Pfettendach, Stall mit preußischem Kappengewölbe, Vorbesitzer: Tessari/Richter, seit 1996 Museum, Originalstandort,
  • Haus 19: Wohnstallhaus Elgaß, außen: eingeschossig mit Drempelgeschoss, Satteldach, linker Hausteil mit Blockstube – mit senkrechter Verbretterung, rechter Teil Ziegelmauerwerk, geschlossener Gang, Umschrot, innen: Blockstube mit Einschubdecke mit Fasen an den Ecken, Küchenanbau, zweiläufige Holztreppe (20er Jahre), querliegender Flur, Brettertüren 18. Jahrhundert und Füllungstüren um 1900, steile Holzstiege zum Dachgeschoss mit Einschubbrettern, Kehlbalkendach, ein Giebel mit Rauten (Egerländer Fachwerkgiebel), Holzschindel,
  • Haus 19a: Scheune Elgaß, zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach mit Blechdeckung, im Erdgeschoss teilweise Ziegelmauerwerk verbrettert, diese Scheune gehört zum Hof IV, Haus Elgaß.
09234161


Hof II Rohrbacher Straße 4
(Karte)
1782 Ensemble haus- und sozialgeschichtlich bedeutsamer ländlicher Wohn- und Wirtschaftsgebäude, teilweise am Originalstandort verblieben, bemerkenswertes Wohnstallhaus mit Egerländer Fachwerkgiebel, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung.
  • Haus 4: Wohnstallhaus Johann Georg Wunderlich: eingeschossig, Wohnteil Blockbau, Stallteil Bruchstein, Stallfenster oval mit Gitter, Umschrot, Satteldach mit Schieferdeckung, 4 kleine Gaupen mit Satteldach, prachtvoller egerländer Fachwerkgiebel mit Rauten, umgebindeähnliche Konstruktion am Giebel, innen: Schwarze Küche mit Backofen, große Blockstube, schöner Kachelofen, Hinterlader, Stall mit Ziegelboden, Futtertröge an der Wand, Wendeltreppe aus Gettengrün mit Spindel, doppelt stehender Stuhl, Bauherr: Johann Georg Wunderlich, Vorbesitzer: Albert Ficker und Tochter, bis 1965 bewohnt, Originalstandort, seit 1968 Museum,
  • Haus 6: Scheune Johann Georg Wunderlich, eingeschossig, Fachwerk verbrettert, Satteldach Schieferdeckung, Drempelgeschoss im unteren Bereich teilweise ausgeblockt, eine Tenne, zwei Bansen, Tenne mit Bohlenbelag, die Scheune gehört zum Haus 4 (Wohnstallhaus Johann-Georg Wunderlich), Originalstandort,
  • Haus 7: Haus Thomä, heute Verwaltungsgebäude des Museums, zweigeschossiger Klinkerbau, roter Klinker, Natursteinsohlbänke, teilweise Fensterläden und Blumenkästen, längsrechteckiger Grundriss mit Ausbau an hinterer Traufseite, flachgeneigtes Satteldach, vor Hoftraufseite offener Gang mit Granitwassertrog und Granitplatten, Vorbesitzer: Thomä und Gemeinde Landwüst, zu diesem Hof gehörte die Feldscheune Thomä (Haus 16), Originalstandort,
  • Haus 9: Remise Schupfen aus Mühlhausen, zweigeschossig, Erdgeschoss offen als Remise mit gekreuzten, teilweise geblatteten Streben, Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Satteldach mit Blechdeckung, Holzdachrinne, ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 19, Vorbesitzer: Them, Gläsel, umgesetzt 1987,
  • Haus 10: Scheune aus Mühlhausen, zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, Durchfahrtsscheune mit großen Holztoren, zwei Bansen, eine Tenne mit Bohlenbelag, auf Bruchsteinsockel, im unteren Bereich ausgeblockt, umgesetzt 1986, ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 19,
  • Haus 11: Feldscheune Wunderlich, eingeschossig, Fachwerk verbrettert, hintere Traufseite eingeschossiger Anbau, an gegenüberliegender Seite großer Schauer zum Unterstellen von Fahrzeugen und Gerätschaften, flach geneigtes Satteldach, Originalstandort.
09234165


Hof I Rohrbacher Straße 4
(Karte)
1780 Teilweise am Originalstandort verbliebene ländliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude in vogtlandtypischer Bauweise, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung.
  • Haus 1: Wohnhaus des letzten Landwüster Geigenbauers Udo Wunderlich, zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, massiv, Sockel Bruchstein, dann Klinker, kleine Rechteckfenster, Bauzeit von 1780 stimmt nicht, Innenausstattung um 1900 bzw. 1926,
  • Haus 2: Remise, gut erhaltener Fachwerkbau, ursprünglicher Standort Siebenbrunn, Sträßler Berg 3, ehemaliger Besitzer: Horst Weller, umgesetzt 1993, zweigeschossig, Erdgeschoss niedrige offene Remise, Obergeschoss Fachwerk mit gezapften Streben, Satteldach mit einem Schopf mit Schieferdeckung, eine Gaube mit Satteldach,
  • Haus 3: Scheune Udo Wunderlich mit Bienenstöcken, am Originalstandort befindliche Scheune in traditioneller Bauweise, zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, im Obergeschoss Taubenstangen, vor dem Haus Bienenstock: Holz farbig bemalt, unter anderem Soldaten darstellend.
09234159


Hof III Rohrbacher Straße 4
(Karte)
um 1795 Ensemble haus- und sozialgeschichtlich bedeutsamer ländlicher Wohn- und Wirtschaftsgebäude, nicht am Originalstandort, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung.
  • Haus 12: Fronhaus Tirpersdorf, auch als „Tripfhäusel“ bezeichnet, innen: Blockstube mit Holzeinschubdecke, schwarze Küche mit nach unten offener und gezogener Esse mit Bruchsteinmauerwerk, eingeschossiger Blockbau, Stallteil massiv und verputzt, Satteldach mit Schindeldeckung, bis 1969 bewohnt,
  • Haus 13: Viehwaage eines Bauernhofes aus Landwüst, kleiner Zweckbau in traditioneller Bauweise, umgesetzt von Schönlinder Straße 7 in das Museum 1986, eingeschossiger verbretterter Fachwerkbau, Satteldach, Schindeldeckung,
  • Haus 14: Scheune aus Obersohl, 1987 umgesetzt von Obersohl Nummer 15, Vorbesitzer: Elfriede Wunderlich, eingeschossiger Fachwerkbau, verbrettert, Satteldach mit Blechdach, Holzdachrinne,
  • Haus 15: Kleines Wohnstallhaus aus Obersohl, eingeschossig, Wohnteil mit senkrecht verbretterter Blockstube, Flur- und Stallbereich Ziegelmauerwerk verputzt, Umschrot, Giebel Fachwerk verbrettert, Satteldach mit Schindeldeckung, Holzdachrinne, Vorbesitzer: E. u. M. Geipel, 1992/93 umgesetzt, ursprünglich Standort Obersohl Nummer 15, Innen: Blockstube mit Holzeinschubdecke mit Nutung, Stall mit preußischer Kappe, Keller.
09234158


Postmeilensäule Rohrbacher Straße 4 (bei)
(Karte)
1725 Kopie einer Ganzmeilensäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Denkmaltext: Nachbildung einer Ganzmeilensäule aus Granit von 1725 mit den Inschriften: 1. Spiegel: „AR“, „Wildstein 3 St. Eger 5 St. 1/2“ „1725“ und vergoldetes Posthornzeichen, 2, Spiegel: „AR“, „Adorff 2 St.2/8“ „1725“ und vergoldetes Posthornzeichen, 3. Spiegel: Reihennummer 80, 4. Spiegel leerstehend. Die Säule war Teil der Alten Egerer Poststraße, zwischen Landwüst und Rohrbach. Steht heute vor dem Bauernmuseum. Nachbildung von 1997.

Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.(LfD/2013)

09248163


Pfarrhof
Pfarrhof Rohrbacher Straße 22
(Karte)
1909 Pfarrhaus im Reform- und Heimatstil der Zeit um 1910, Wirtschaftsgebäude verbrettert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert. 09234178


Postmeilensäule
Postmeilensäule Schönlinder Straße 5 (bei)
(Karte)
1725 Viertelmeilenstein, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Denkmaltext: Viertelmeilenstein aus Granit mit den Inschriften „AR“ „1725“ und Posthornzeichen, seitlich angebracht die Reihennummer 79. Steht heute an der Ecke Schönlinder Str. / Rauner Str. Originaler Standort war im Haarbachtal des Markneukirchener OT Schönlind an der Alten Egerer Poststraße.

Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu. (LfD/2013)

09234176


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Schönlinder Straße 17
(Karte)
um 1937 Im Heimatstil, Zollbeamtenwohnhaus Typ A, baugeschichtlich von Bedeutung. 09234181


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Schönlinder Straße 19
(Karte)
um 1937 Im Heimatstil, Zollbeamtenwohnhaus Typ A, baugeschichtlich von Bedeutung. 09234182


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Wernitzgrüner Weg 15
(Karte)
um 1937 Im Heimatstil, Zollbeamtenwohnhaus Typ B, von regionalhistorischem Wert.

Kleiner Typ der Zollwohnhäuser.

09234183


Mühlenanwesen Wernitzgrüner Weg 18
(Karte)
um 1800 Wohnhaus mit Blockstube und verbrettertem Fachwerk-Obergeschoss, Seitengebäude mit Laubengang, Ensemble von bauhistorischer und technikgeschichtlicher Bedeutung.

Wohnhaus mit Blockstube und Einschubdecke, Fachwerk, dreizonige Scheune und Seitengebäude mit Laubengang, Seite mit Tanzboden.

09234184

Schönlind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bauernhof Buttergrund 2
(Karte)
Wohnstallhaus Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Scheunen verbrettert, Gehöft in vogtlandtypischer Bauweise, von baugeschichtlichem Wert. 09234352


Dreiseithof Sohler Weg 6
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges Wohnstallhaus mit verbrettertem Fachwerkgiebel, Wirtschaftsbauten verbrettert, von baugeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert.

Kleiner Bauernhof, Seitengebäude verbrettert, Wohnhaus: Erdgeschoss teilweise massiv, Giebeldreieck massiv, einstöckig.

09234353

Siebenbrunn/Sträßel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Doppelwohnhaus Am Bahnhof 1, 1a
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, ehemals im Besitz des Musikinstrumente-Firma C. A. Wunderlich, von ortsgeschichtlichem Wert.

Ursprünglich Fa. C.A. Wunderlich, Musikinstrumentenfirma.

09234355


Ehemaliges Wohnstallhaus Am Bahnhof 3
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, von baugeschichtlichem Wert.

Erdgeschoss massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert.

09234354


Villa Breitenfelder Straße 9
(Karte)
zeittypischer, qualitätvoll gestalteter Putzbau in gutem Originalzustand, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert.

Zweigeschossiger Putzbau auf rechteckigem Grundriss mit Mansardwalmdach, regelmäßig gegliederte Fassaden, 3 × 4 Fensterachsen, Rechteckfenster mit waagerechten Fensterverdachungen sowie Dreieckgiebel- und Segmentbogenverdachungen, Türportal mit Segmentbogenverdachung, zweiflüglige originale Haustür mit Glaseinsätzen und Ziervergitterung sowie Oberlicht, Eckquaderung, Mittelrisalite, verzierte Holzveranda, im Inneren guter Originalzustand: alte Türen erhalten u. a. mit Glasätzungen und Farbglas, eine Tür mit Segenswunsch: „An Gottes Segen ist alles gelegen“, Fliesen im Hausflur, schöner weißer Kachelofen aus Erbauungszeit geschmückt mit Medaillon und floralen und figuralen Motiven, Denkmalwert: baugeschichtlicher Wert als Beispiel Bauauffassung Jahrhundertwende, künstlerischer Wert durch qualitätvolle Außen- und Innengestaltung, singulär durch Einzelentwurf, schöpferische Umsetzung zeittypischer Architekturauffassungen, sehr guter Originalzustand.

09234484


Wohnstallhaus Brunnenweg 2
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Mansarddach, von baugeschichtlichem Wert.

Erdgeschoss massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, Mansarddach.

09234356


Postmeilensäule
Postmeilensäule Remtengrüner Straße 2 (neben)
(Karte)
Kopie einer Halbmeilensäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Denkmaltext Kopie einer Kursächsischen Halbmeilensäule aus Granit, mit verschiedenen Inschriften. Spiegel 1. „AR“, „Wildstein 4 St. Eger 6 St. 1/2“ „1725“ und das vergoldete Posthornzeichen. Seitlich ist die Reihennummer 78 angebracht. Die Säule war ursprünglich Teil der Poststraße Adorf – Wilstein – Eger (Cheb) und stand vor der Kollusmühle in Siebenbrunn. 1980 wurde das Kopfstück im Fundament einer Scheune an der Remtengrüner Straße 1 entdeckt und bei der Restaurierung 1992 in der Säule verbaut. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu. (LfD/2013)

Kopie einer Halbmeilensäule, Der Sockel und Kopfteil der Halbmeilensäule gingen verloren und wurden nach 1992 rekonstruiert. Bezeichnung der Halbmeilensäule: „AR“ für Augustus Rex, „1725“ und „78“ sowie „Wildstein 4 St. Eger 6 St. 1/2“. Ursprünglicher Standort: vor der Kollusmühle in Siebenbrunn, gehörte zu den Meilensäulen auf der Straße nach Eger, von denen die Nummer 79 in Landwüst und die Nummer 81 in Rohrbach erhalten blieben.

Reihennummer 78, Kopie unter Einbeziehung historischer Teile der alten Halbmeilensäule,

09234359


Wohnstallhaus Sträßler Berg 3
(Karte)
gut erhaltenes Fachwerkhaus, mit Blockstube, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss instandgesetzt, die Blockstube denkmalgerecht renoviert, Krüppelwalmdach mit Schieferschablonendeckung in altdeutscher Verlegeart.

09234357

Wernitzgrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Leichenhalle, Kriegerdenkmal und zwei Gedenksteine Wernitzgrün
(Karte)
um 1900 Ortsgeschichtlich von Bedeutung.
  • Leichenhalle: Eingeschossiges kleines rotes Klinkergebäude mit hellen Zierklinkern, die Schmuckformen unterhalb der Dachtraufe und an den Gebäudekanten,
  • Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges: Neben dem Friedhofseingang, ein zirka zwei Meter hoher Granitwerkstein mit Inschrift: „ZU EHREN IHRER IM WELTKRIEG 1914–1918 GEFALLENEN HELDEN! – DIE DANKBARE GEMEINDE WERNITZGRÜN“. Dieser Stein wird von vier zirka drei Metern hohen, im Halbkreis stehenden Stelen gefasst, die Stelen mit den Namen und Sterbedaten, auf den Stelen liegt bogenförmiger Architrav mit Inschrift: „HEIMAT – SIE GABEN IHR ALLES. IHR LEBEN. IHR BLUT – FÜR UNS!“
  • Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkrieges: Unmittelbar rechts neben dem Ehrenmal, dieser kleine Werkstein aus Syenit mit Inschrift: „ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DES 2. WELTKRIEGES 1939–1945“,
  • Ein weiterer vermutlich forstkundlicher Gedenkstein, jedoch ohne zeitliche Zuordnung, da fehlende Inschrift, bildhauerisch unausgearbeitet: ein Hut auf Ehrenkranz alles aus Granitgestein, etwas weiter links neben dem großen Ehrenmal.
09234475


Wohnstallhaus Landwüster Straße 16
(Karte)
um 1805 Eingeschossiges verbrettertes Gebäude, vermutlich mit Blockstube, von baugeschichtlichem Wert.

Verbrettert, vermutlich Blockstube.

09234476


Wohnhaus Landwüster Straße 19
(Karte)
um 1910 Markanter Putzbau, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung. 09305150


Ehemalige Zollstation und vier Zollbeamtenwohnhäuser Zollstraße 25, 26, 27, 28, 29
(Karte)
1937 Im Heimatstil, regionalgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung.

Zollbeamtenwohnhäuser (Typ A).

09234477

Wohlhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Triangulationssäule Wohlhausen
(Karte)
1876 Mehrteilig, Station der Königlich-Sächsischen Triangulation, Netz 2. Ordnung, wissenschaftsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung.

Denkmaltext: Die Station 147 – Hohenbrand wurde an der höchsten Stelle des hohen Brands zwischen Gopplasgrün und Zwota, südlich der Hauptbiegung der Markneukirchen–Klingenthaler Straße errichtet. Die benötigte Fläche wurde durch Kaufvertrag vom 7. August 1876 vom Saitenfabrikanten J. G. Schuster in Markneukirchen erworben. Die ursprüngliche Säule aus Ziegelmauerwerk stand, entgegen der Notiz Nagels, nicht an der höchsten Stelle des Berges, sondern bereits am jetzigen Standort. Diese Säule wurde schon 1893 auf dem alten Unterbau durch die jetzt vorhandene Granitsäule mit einer Höhe von ca. 5,2 m ersetzt. Die neue Säule trägt die Jahreszahlen der Errichtung beider Säulen, 1876 und 1893. Ihr Oberbau besteht aus sieben quadratischen Blöcken, die sich im Querschnitt von 85 cm auf ca. 60 cm am Kopf verjüngen, einer oberen Abschlussplatte aus Sandstein sowie einer gusseisernen Abdeckplatte. Die Schriftplatte aus Sandstein und die gusseiserne Abdeckplatte der ersten Säule wurden etwa 2004 unter einer Scheune in Gopplasgrün gefunden. Auf Initiative des ehrenamtlichen Denkmalpflegers Helmuth Eßbach aus Erlbach wurde die Säule in Anlehnung an die Skizzen von Nagel vor dem Obervogtländischen Dorfmuseum Erlbach am Lindenplatz nachempfunden.

Im Zeitraum 1862 bis 1890 erfolgte im Königreich Sachsen eine Landesvermessung, bei der zwei Dreiecksnetze gebildet wurden. Zum einen handelt es sich um das Netz für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe/Ordnung) mit 36 Punkten und die Königlich Sächsische Triangulierung (Netz II. Classe/Ordnung) mit 122 Punkten. Geleitet wurde diese Landesvermessung durch Christian August Nagel, wonach die Triangulationssäulen auch als "Nagelsche Säulen" bezeichnet werden. Dieses Vermessungssystem war eines der modernsten Lagenetze in Deutschland. Die hierfür gesetzten Vermessungssäulen blieben fast vollständig an ihren ursprünglichen Standorten erhalten. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Deutschland sowie in Sachsen. Das System der Vermessungssäulen beider Ordnungen ist in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung. (LfD/2014)

09305069


Villa Hauptstraße 6
(Karte)
um 1900 Historisierende Klinkerfassade, mit seitlichem Turm, von baugeschichtlichem Wert.

Klinkerfassade, roter Klinker mit Betonfenstergewänden, Vorhäuschen modernisiert und erneuert, entstellend, ehemals Fabrikantenvilla, einstöckig, von baugeschichtlichem Wert.

09234478


Bauernhof Hauptstraße 11, 13, 15
(Karte)
um 1800 Wohnstallhaus Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss mit verbretterter Blockstube, Wirtschaftsgebäude verbrettert, in vogtlandtypischer Bauweise, von baugeschichtlichem Wert.
  • Seitengebäude: Vermutlich mit verbretterter Oberlaube, teilweise massiv,
  • Wohnhaus: Blockstube erhalten verbrettert, Fachwerk-Obergeschoss, Erdgeschoss teilweise massiv, Satteldach, dominante Lage im Ort.
09234479


Kriegerdenkmal Hauptstraße 45 (bei)
(Karte)
um 1923 Von ortsgeschichtlichem Wert. 09234480


Meilenstein Hauptstraße 50 (neben)
(Karte)
19. Jahrhundert Verkehrsgeschichtlich von Bedeutung. 09234274


Altes Herrenhaus Hauptstraße 53
(Karte)
um 1800 Schlichter Putzbau mit polygonalem Anbau und Dachreiter, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert. 09234485


Mühlenanwesen Hirschmühlenweg 2
(Karte)
um 1800 In vogtlandtypischer Bauweise, mit Blockstube und Fachwerk-Obergeschoss, von baugeschichtlichem Wert.

Zweigeschossiger Winkelbau einschließlich massivem Untergeschoss, Blockstube, Fachwerk-Obergeschoss, Walmdachkonstruktion mit Notdeckung.

09234481


Wohnstallhaus Zum Hackerhof 5
(Karte)
2. Hälfte 18. Jahrhundert Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss mit Blockstube (verbrettert), seltene sechsbogige Oberlaube, von baugeschichtlichem Wert.

Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, Erdgeschoss Blockstube erhalten, verbrettert, teilweise Erdgeschoss massiv, sechsbogige Oberlaube mit gezapften Kopfbändern, Krüppelwalmdach.

09234486

Streichungen von der Denkmalliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markneukirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Postgebäude
Postgebäude Markneukirchen, Adorfer Straße 1
(Karte)
repräsentativer Klinkerbau, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert.

Klinkerbauweise, aufwändig gestaltete Fassade. Das Gebäude wurde aufgrund eines einstimmigen Stadtratsbeschlusses Anfang 2016 im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kreisverkehres abgerissen. Die Proteste einer Bürgerinitiative dagegen blieben erfolglos[1].

09234187

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freie Presse vom 7. Januar 2016 Stadtrat einstimmig für Postabriss

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Markneukirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien