Liste der Kulturdenkmale in Markneukirchen

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In der Liste der Kulturdenkmale in Markneukirchen sind sämtliche Kulturdenkmale der Gemeinde Markneukirchen verzeichnet, die in der Datenbank des Landesamtes für Denkmalpflege erfasst wurden. Die in der Liste enthaltenen Denkmale sind auf dem Stand von September 2017.[Anm. 1]

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste ist unterteilt nach den einzelnen Ortsteilen. Zur Gemeinde Markneukirchen gehören die Ortsteile Breitenfeld, Erlbach Eubabrunn, Gopplasgrün, Landwüst, Markneukirchen, Schönlind, Siebenbrunn, Wernitzgrün und Wohlhausen.

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Liste der Kulturdenkmale in Markneukirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breitenfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Häuslerhaus Breitenfeld, Alter Weg 14
(Karte)
eingeschossiges verbrettertes Gebäude, von bauhistorischem Wert

Kleines einstöck. Blockhaus, verbrettert, traufseitig mittige Erschließung, zwei Schiebefenster

09233952


Ehemalige Schule Breitenfeld, Markneukirchner Straße 5
(Karte)
historisierender Klinkerbau mit kräftigem Dachreiter, von ortsgeschichtlichem Wert

Klinkerfassade mit rotem u. gelbem Klinker, Inschrift: "Lerne, Lehre Gott zu Ehre", "ANNO-1900" alte Haustür erhalten, Uhr im Giebel, einfaches Bauwerk, dominierende Lage mit Turm

09233954


Scheune und Seitengebäude Breitenfeld, Neuer Weg 1
(Karte)
vogtlandtypische verbretterte

Wirtschaftsbauten einer Hofanlage, von baugeschichtlichem Wert kleines Bauerngut, Oberlaube verbrettert, Fachwerk verbrettert, Scheune: verbrettert, beide: Satteldächer

09233956


Herrenhaus Breitenfeld, Thomas-Müntzer-Weg 2
(Karte)
barocker Putzbau mit Mansarddach und repräsentativem Werksteinportal,

von ortsgeschichtlichem Wert

09233957


Kriegerdenkmal Breitenfeld, Wohlbacher Straße
(Karte)
von ortshistorischem Wert 09233958

Erlbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Denkmal Erlbach
(Karte)
mit Wappen, Landesgrenzstein von 1544 der sogenannten »Schlickschen Grenze«,

heimatgeschichtliche Bedeutung einer von mehreren (bis 1945 mindestens 5) zeitgenössischen Grenzsteinen auf einer etwa zehn Kilometer langen Strecke, die im 16.Jh. die Herrschaften Graslitz und Schönbach von Kursachsen trennte. Neben diesem "Juliusstein" und demjenigen, der sich seit ca. 1960 vor dem Museum in Markneukirchen (Paulusschlössel) befindet (Objekt 09234208), gibt es noch ein fragmentiertes Exemplar (Objekt09304381), auf dem Stein die charakteristische Heraldik (kursächsische Schwerter und böhmischer Löwe), unpassende Farbigkeit. Der Stein sollte in den 1980er Jahren nach Prag ins Museum abtransportiert werden, doch es konnte nachgewiesen werden, dass er seinerzeit von Sachsen bezahlt worden war.

09233989


Mietshaus Erlbach, Ernst-Gläser-Straße 4
(Karte)
historisierende Klinkerfassade mit

Bauzier, von baugeschichtlichem Wert dreigeschossig, gelber Klinker, orange Klinker am Sockel, originale Fenster, grünglasierte Ziegel abgesetzt, Zahnschnittfries unter Dach

09233960


Mietshaus Erlbach, Ernst-Gläser-Straße 6
(Karte)
historisierende Klinkerfassade mit

Bauzier, von baugeschichtlichem Wert gelber u. oranger Klinker, mit grünglasierten Ziegeln abgesetzt, schöne Haustür mit Jugendstilornamentik, originale Fenster teilweise erhalten, Fachwerkzwerchgiebel

09233961


Mietshaus Erlbach, Ernst-Gläser-Straße 8
(Karte)
historisierende Klinkerfassade mit

Bauzier, von baugeschichtlichem Wert gleiche Gestaltung wie Nummer 4

09233962


Häuslerhaus Erlbach, Eubabrunner Straße 43
(Karte)
auch als »Tripfhaus« bezeichnetes, eingeschossiges Wohnhaus, mit verbretterter Blockstube,

von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert Blockstube, verbrettert, Informationstafel am Haus (vom Heimat- und Geschichtsverein Erlbach e. V.): 1751 Christian Alexander von Beulwitz, Besitzer des Rittergutes Untererlbach mit Eubabrunn und Wernitzgrün, verkauft das Tripfhaus an Johann Christian Wunderlich für 55 Gulden und reicht es in Lehen. 1754 Johann Christian Wunderlich verkauft das Haus an den Papiermacher Johann Paul Frey für 63 Gulden. 1758 nach dem Tode des Papiermachers Paul Frey wird das Häuschen an Johann Georg Schnödenbach verkauft. 1845 Rittmeister August Alexander von Beulwitz, Besitzer des Rittergutes Erlbach, verkauft das Häuschen an Johann Adam Ernst Burkmann. 1885 Violinbogenmacher Friedrich Ferdinand Sporn ist neuer Eigentümer Im Besitz der Bogenmacherfamilie Sporn bleibt das Grundstück bis 1962. Das Gebäude wird als Ferienwohnung genutzt. Auf dem freien Platz vor dem Haus in Richtung Brücke über den Hennebach stand ein Gemeinschaftsbackofen, der von den Bewohnern von den umliegenden kleinen Tripfhäuser, in denen kein Platz für einen Backofen war, genutzt wurde.

09233964


Doppelwohnhaus Erlbach, Eubabrunner Straße 58, 60
(Karte)
Klinkerfassaden mit Fachwerkkonstruktion im Dachgeschoss, von

baugeschichtlichem und ortsentwicklungsgeschichtlichem Wert roter u. oranger Klinker, Fachwerkelemente, Fachwerkdrempel, Dachaufbauten original

09233965


Wohnhaus und Toreinfahrt Erlbach, Gopplasgrüner Straße 19
(Karte)
historisierende

mehrfarbige Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert dreigeschossig, roter Klinker mit grünglasierten Ziegeln abgesetzt, originale Dachaufbauten, Fenster teilw. verändert

09233966


Wohnhaus Erlbach, Gopplasgrüner Straße 21
(Karte)
historisierende mehrfarbige

Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert siehe Nummer 19

09233967


Wohnhaus Erlbach, Gopplasgrüner Straße 23
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert

dreigeschossig, Klinkerfassade, grünglasierte Ziegel als Ornament, leichte Bauveränderungen

09233968


Steinkreuz Erlbach, Gopplasgrüner Straße 45 (gegenüber)
(Karte)
regionalgeschichtlich von Bedeutung

Granit, keine Einmeißelung

09234004


Wohnhaus Erlbach, Hopfenweg 1
(Karte)
eingeschossiger Putzbau, von ortsgeschichtlichem Wert 09233969


Wohnhaus mit Laden und Werkstatt Erlbach, Kirchstraße 9
(Karte)
zweifarbiger Klinkerbau, ehemaliges Wohn- und

Werkstattgebäude der Bogenbauer-Familie Dölling, ortsentwicklungsgeschichtlich bedeutsam gelber Klinker mit rotem Klinker verziert

09233972


Kirche und Kriegerdenkmal Erlbach, Kirchstraße 15
(Karte)
einfache Saalkirche mit Ostturm, im Rundbogenstil des 19.

Jahrhunderts, aufwändig gestaltetes Gefallenendenkmal, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert einfache neuromanische Saalkirche, Putzbau mit eingezogenem, geradem Chorabschluss, der Westturm über quadratischem Grundriss, im Obergeschoss oktogonal, Spitzhelm, Innen: Tonnengewölbe, zweigeschossige Emporen an Nord- und Südseite, lebensgroße Taufengel aus Holz (1750), Schubert-Orgel 1863-66, hochrechteckiges Epitaph für Carl von Schirnding auf der Südseite, Außen: ein Denkmal für die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges

09233970


Villa Erlbach, Kirchstraße 17
(Karte)
reich gegliederter Klinkerbau, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert

Roter Klinker, Schwebegiebel

09233973


Gasthaus Erlbach, Kirchstraße 24
(Karte)
Obergeschoss zum Teil Fachwerk verschiefert, von ortsgeschichtlichem und

baugeschichtlichem Wert erstes zweigeschossiges massives Bürgerhaus in Erlbach, großes Krüppelwalmdach, nachträglich vergrößert u. umgebaut, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert mit Sonnenmotiven, EG mit Ladeneinbau

09233974


Gemeindeamt Erlbach, Klingenthaler Straße 1
(Karte)
Rathausgebäude als repräsentativer Massivbau, Reformstil-Architektur, von

ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert Gemeindeamt, Standesamt und Gemeindebad in einem Haus vereint, Bleiglasfenster, Putzornamentik

09233977


Forsthof Erlbach, Klingenthaler Straße 30
(Karte)
das Forsthaus ein historisierender Putzbau, Anklänge an den Schweizerstil, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert

Wohnhaus: Eckquaderung, Mittelrisalit

09233976


Bauernhof Erlbach, Klingenthaler Straße 46
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges Bauernhaus mit

Blockstube, Scheune Fachwerk verbrettert, von baugeschichtlichem Wert Wohnhaus: Blockstube erhalten, verbrettert, Kniestock, erhaltene Blockstube, Scheune: Fachwerk verbrettert

09233978


Bauernhof Erlbach, Klingenthaler Straße 50
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges Bauernhaus mit

Blockstube, Scheune Fachwerk verbrettert, wohl ehemals Fronherberge des Rittergutes Obererlbach, von ortshistorischem und baugeschichtlichem Wert Wohnhaus: erhaltene Blockstube, Kniestock, verbrettert, teilweise massiv

09233979


Papiermühle Erlbach, Klingenthaler Straße 66
(Karte)
Gebäudekomplex mit ehemaligem

Mühlengebäude (Haus 1, Verwaltung/Aufenthaltsräume) und Haus 2 des Kinderheimes, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert als Papiermühle erbaut, Vorgängerbau 1860 durch Brand vernichtet, 1921 Umbau und Umnutzung zum Kinderheim

09233980


Fünf Zollbeamtenwohnhäuser Erlbach, Klingenthaler Straße 71, 72, 73, 74
(Karte)
im Heimatstil, von

regionalhistorischem Wert

09305151


Wohnhaus Erlbach, Lindenplatz 15
(Karte)
eingeschossiges Gebäude, Giebel verbrettert, Doppelstubenblockhaus, von

baugeschichtlicherm und hauskundlichem Wert Ehemaliges Gutsarbeiterhaus, Doppelstubenblockhaus, Giebeldreieck verbrettert, Holzschindeldach, errichtet von Schneidermeister Georg Braun, Rußküche, Altdeutsche Esse, bis 1975 noch Wohnhaus mit Schneiderwerkstatt, heute Heimatstube

09233981


Friedhof Erlbach, Markneukirchner Straße
(Karte)
Bestandteile des Friedhofs personengeschichtlich, baugeschichtlich, ortsgeschichtlich bzw. künstlerisch von

Bedeutung Friedhofsmauer (1): auf der Nord-, West- und Ostseite ca. 2 Meter hoch, aus massivem Bruchsteinmauerwerk (Granitgestein, Schiefergestein) mit Satteldachabschluss und Abdeckung mit Keilnutschindeln (Foto Nummer CX/92/9, 10, 11), an der Süd-Ost-Ecke ein gerader Abschluss mit einem bildhauerisch geformten Pinienzapfen darauf (Foto Nummer CX/92/7), Friedhofsportal (2): der breite Friedhofseingang an der Nord-Ost-Ecke: zwei ca. 2,50 Meter hohe einfache Werksteinpostamente mit Abdeckplatten, darauf stilisierte Schmuckschalen oder Urnen aus Granitwerkstein, ein zweiflügeliges eisernes Tor aus genieteten Flachstahlprofilen, (Foto Nummer CX/91/35, 36 und CX/92/11) Familienerbbegräbnisstätte Schwarzenfels (3): Wilhelm Ludwig von Schwarzenfels (gest. 1763) war Rittergutsbesitzer von Erlbach, ein frei stehender, erhöhter und monumentaler Prunksarkophag auf Postament und Grundplatte, auf dem Sarkophag steinerne Schmuckurne mit Verzierungen, Ornamenten etc., an den Ecken der erhöhten Grabstätte Postamente mit stilisierten Blüten darauf (aus Granitwerkstein), alles in der Formensprache des Frühklassizismus, (Foto Nummer CX/92/1, 2, 5) Familiengrabstätte Robert Tauscher (4): geb. 1863, gest. 1931, Tauscher gründete die erste Erlbacher Brauerei und betrieb den Gasthof am Marktplatz, das dreiteilige massive "Wandgrab" auf Grundplatte mit gliedernden Mauerwerksvorlagen und "Putzspiegeln", kräftige Verdachungen aus Granitwerkstein, die Gedenktafeln aus Syenitgestein, die Grabstelle ist durch Werksteinpostamente mit dazwischen befindlichen kniehohen Eisenzäunen gefasst (Foto Nummer CX/92/3, 4), Familiengrabstätte Bunde (5): Richard Bunde (geb. 1851 oder 1861, gest. 1906) erwarb das Obererlbacher Rittergut, 1874, Bewirtschaftung bis 1906, ein ca. 90 cm breiter und 60 cm hoher Werkstein aus Granit mit den eingemeißelten Namen und Daten (Foto Nummer CX/92/6)

09248161


Wohnhaus Erlbach, Marktplatz 3
(Karte)
Fachwerkhaus (zum Teil verkleidet), mit erhaltener Blockstube, ehemaliges

Handwerkerhaus (Tischlerei, später Schmiede), baugeschichtlich von Bedeutung mit Blockstube, Fachwerk Obergeschoss, verkleidet, Satteldach, guter Originalzustand, teilw. EG massiv, auch im Obergeschoss teilw. massiv

09233986


Wohnhaus Erlbach, Wirtsgrundweg 2
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges Gebäude mit Blockstube, wohl ehemaliges Tripfhaus für

Handwerker des Rittergutes Obererlbach, von baugeschichtlichem Wert mit Blockstube, verbrettert, teilw. massiv

09233990


Rittergut Erlbach, Wirtsgrundweg 6
(Karte)
Herrenhaus schlichter Putzbau mit Walmdach,

Rittergut auch als Schloss Bunde bezeichnet, benannt nach den Landtagsabgeordneten Heinrich (1825- 1893, Vater) und Richard Bunde (1851-1906, Sohn, Rittergut im Familienbesitz ab 1874/75), bauhistorische und ortsgeschichtliche Bedeutung Ehemaliges Schloss: verschiedene Bauphasen, Veränderungen um 1800, Walmdach, Holzfensterstöcke, barocke Fenster, Haustür u. Türportal um 1800

09233991

Eubabrunn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Zwei Scheunen Eubabrunn, Schönbacher Straße 8
(Karte)
ehemaliges Handfrohngüthlein, ab 1839 Gasthof, die beiden Scheunen

verbrettert, von baugeschichtlichem Wert die Hofstelle schon um 1600 angelegt, kurz vor 1900 im Hof das Gasthaus "Zum Grünen Tal", später Pferdehof Adler

09233996


Wohnhaus Eubabrunn, Schönbacher Straße 11
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges Gebäude mit verbrettertem Fachwerkgiebel,

baugeschichtlich von Bedeutung Wohnspeicherhaus, urspr. mit Blockstube, heute EG massiv, Kniestock, Satteldach, angebaute Scheune

09233998


Ehemalige Schmiede Eubabrunn, Waldstraße 1a
(Karte)
in

Blockbauweise, von ortsgeschichtlichem, technikgeschichtlichem sowie hauskundlichem Wert

09248162


Hof III Eubabrunn, Waldstraße 2a
(Karte)
aus verschiedenen Dörfern des oberen Vogtlandes stammende,

traditionelle bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem und hauskundlichem Wert Haus 9 Wohnstallhaus Geipel aus Mühlhausen: Ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 42, Baujahr: 1755 / Stallumbau 1810, Vorbesitzer / Erwerbsjahr : Else Geipel, Gertraud Melchior, Elisabeth Berthel / 1992, Bewohnt bis: Anfang 1980er Jahre, Umsetzung: 1996: Hofgröße: Landwirtschaft, Zwillingshof, knapp 7 ha, Nutzung: Einrichtung 30er Jahre. Das Gebäude ist am Ort ein Teil eines bäuerlichen Gehöftes, einer Zwillingsanlage. Scheune und Schuppen zum Haus sind bereits entfernt. Für das Wohnstallhaus wurde 1975 bereits der Abbruchantrag gestellt wegen Einsturzgefahr des Stallgewölbes. Das Haus ist eingeschossig, ohne Unterkellerung, mit Stube, Ausbau und Stall. Im Stubenboden befindet sich eine Schlafstatt. Ins Obergeschoss führt eine abgewinkelte Treppe, ins Dachgeschoss eine einläufige eingeschobene Treppe. Das Gebäude besteht in der Stube und der Flurwand aus einer Blockkonstruktion. Die ehemalige Rußküche ist durch einen Ausbau ersetzt, der mit der Hauswand bündig abschließt und nicht aufgestockt ist. Der Stall besteht aus seinen Umfassungen aus Feldsteinen mit einer Mittelstütze aus Granit, auf die sich über Gurtbögen (vier Joche) und kreuzgratgewölbten Deckenfeldern (aus Ziegelmauerwerk bestehend) Kreuzgewölbe aus Ziegelstein stützen. Fenster und Tür des Stalles sind mit Granitgewänden gefasst. Von Bedeutung ist auch die fischgrätenartig auf Riegel aufgedoppelte Haustür. Der Dachstuhl ist ein doppelt stehender Stuhl mit sehr weit auseinanderliegenden Sparren mit Schindeldeckung und Blechüberdeckung. Besonders bemerkenswert ist der hohe und an der Hofseite weit überkragende Umschrot. Das Gebäude ist von Bedeutung für die Entwicklung der Baukultur im ländlichen Raum des Vogtlandes. Im Museum wird dieses Gebäude wieder ein Hauptgebäude einer geteilten Hofanlage mit einer Scheune und einer Remise. Baubeschreibung (Erfassungstext): eingeschossig, Blockstube, Stallteil Feldsteine, Türstock Wohnteil bezeichnet 1755 JAH, Holztürstock, Tür mit Aufdoppelung, Stallteil Türstock Granit mit Ohrung bezeichnet CGP (?) 1810, im Stall gebuste Kreuzgratgewölbe, kräftiger Umschrot, Dach hofseitig vorkragend, erbaut 1755, Umbau um 1810, Fachwerk-Giebel und Verbretterung, sowie Wetterschräge, Satteldach, vor Haus Heiste. Haus 10 Remise Grimm aus Schönberg: Ursprünglicher Standort: Schönberg, Am Großen Teich 6, Baujahr: um 1800, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Rolf Grimm, Bad Brambach/1992, Umsetzung: 1993. Haus 11 Scheune Moßner aus Ebmath: Ursprünglicher Standort: Ebmath, Querweg 5, Vorbesitzer / Erwerbsjahr: Moßner, Wolfgang, Ebmath/1992, Baujahr: um 1750, Umsetzung: 1995/1996, Hofgröße: Landwirtschaft, Dreiseithof, ca. 7 ha, Scheune mit liegendem Stuhl von Moßner aus Ebmath: Die Scheune stammt etwa aus den Jahren 1750 und ist in ihrer Art von besonderen Wert. Sie befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Scheune ist eine Durchfahrtsscheune mit Tenne und beiderseitigem Bansen. Die Fläche über der Tenne ist fest gedielt. Der eine Bansen diente später mit abgesenkter Fläche der eingebauten Dreschmaschine. Die Scheune ist eine reine Fachwerkkonstruktion mit Mittelstützen im Erdgeschoss und durchgehenden halben Bohlenwänden beiderseits der Tenne. Das Dach wird durch zwei Längspfetten getragen. Die Pfetten liegen an den Giebeln auf einem doppelt stehenden Stuhl auf, in den beiden Gebinden beiderseits der Tennenwände werden sie von einem liegenden Stuhl abgefangen. Gekreuzte Kopfbänder deuten auf eine alte Konstruktion hin. Die Dacheindeckung besteht aus Schindeln mit Bahnenblechüberdeckung. Die Wände sind in der Art der Kriecher und Decker verkleidet. Die eine Bansengiebelwand ist halbhoch in Blockbauweise errichtet. Die Scheune dient zur Ausstattung eines geteilten Hofes im Freilichtmuseum. Haus 12 Remise Ludwig aus Wohlbach: Ursprünglicher Standort: Wohlbach, Obere Dorfstraße 18, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Eberhardt Ludwig / 1997, Baujahr: um 1800, Umsetzung: 1997/1998, Nutzung: Ausstellung Stellmacherei, Haus 13 Wohnstallhaus Mönnig aus Leubetha: Ursprünglicher Standort: Leubetha, Dorfstraße 30, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Marianne Voigt, Bergen/1975, Baujahr: 1816, Bewohnt bis: 1970er Jahre, Umsetzung: 1996/1997, Hofgröße: Landwirtschaft, Bogenmacher, ca. 2 ha, Nutzung: Einrichtung 30er Jahre/Ausstellung Elektrifizierung, Beschreibung des Gebäudes (Wohnstallhaus): Einheitswert: 3.440,00 M, Brandversicherungswert: unbekannt, offene Bauweise, Einzelhaus, kombiniert aus Wohn- und Stallteil, Baujahr : 1816, nicht eindeutig feststellbar, vermutlich um 1770 - 1800, Bauweise: Gebäude ist in der Bauweise gemischt. Der Wohnteil ist als Umgebinde mit zurückliegendem Blockbau ausgeführt und steht auf einem Bruchsteinsockel. Stallteil in Bruchsteinausführung. Ein Giebel in Holzkonstruktion (Fachwerk) mit Lehmausfachung, ein Giebel in senkrechter Holzverschalung. Drempel in Holzblockbau. Sockel: Bruchsteinsockel im Wohnteil, Dach: Satteldach mit Schieferdeckung auf Holzschindeln, Das Gebäude ist teil-unterkellert und besteht ansonsten aus: Erdgeschoss, Obergeschoss, Spitzboden. Die einzelnen Geschosse beherbergen folgende Räume: Kellergeschoss: ein Bruchsteingewölbe aus schiefrigem Material, Erdgeschoss: Vorraum, Stall, Stube, Rauchküche, Obergeschoss: Vorraum, 1 Kammer, 1 Speicher, Spitzboden: als Speicher- und Trockenboden in 2 Räume unterteilt. Decken: alles Holzdecken, Erdgeschoss: als zweischalige Holzdecke ausgebildet, Obergeschoss: als einschalige Holzdecke ausgebildet, Stallteil: gewölbte Kappen zwischen gewölbten Gurtträger gemauert. Fußböden: Erdgeschoss: Vorraum: Plattenbelag aus schiefrigem Material, Stallteil: teils Kleinpflaster, teils Betonfußboden, Küche: Bruchsteinfußboden Stube: Dielung mit Belag, um den Ofen Theumaer Schieferplatten, Obergeschoss: alles Holzfußböden, Treppen: zum Keller: Theumaer Plattenstufen, zum Obergeschoss: eingeschobene Holztreppe ohne Setzstufen mit zum Teil verschalter Untersicht, 2-läufig unter 90 Grad, zum Spitzboden: einläufige, eingeschobene Holztreppe ohne Setzstufen, ohne Untersicht. Fenster: alles Einfachfenster, Türen: als Füllungstüren, ansonsten Brettüren, Heizung: örtliche Raumheizung mit historischen eisernen Ofen, Belichtung und Belüftung der Räume ist einwandfrei. Installation: Elektro- und Wasserinstallation vorhanden Der innere Ausbau muss unter dem besonderem Aspekt der denkmalswürdigen Substanz als einfach angesehen werden. Die Baugestaltung ist unter der historischen Sicht als funktionsbedingt wertvoll anzusprechen. Der bauliche Zustand war vor der Umsetzung befriedigend. Baubeschreibung Erfassung: eingeschossig mit verputzter Blockstube, dort umgebindeähnliche Konstruktion, Stallteil Feldstein mit Kreuzgratgewölbe und Tonnengewölbe, Umschrot, Satteldach, Tür zu Wohnteil mit Holzstock bezeichnet 1816, Seitengebäude mit Remise: zweigeschossig, Stall in Blockbauweise, daneben offene Remise, Obergeschoss regelmäßiges Fachwerk mit Streben, Satteldach, Giebel mit Wetterschrägen, Scheune Leubetha: hohes zweigeschossiges Gebäude, Fachwerk verbrettert, Krüppelwalmdach, Scheune Ebmath: eingeschossiger verbretterter Fachwerkbau mit Satteldach, eine Tenne mit Bohlen, Remise Grimm: zwei breite Räume, zwei Bansen, eingeschossiges Fachwerk verbrettert, Satteldach, heute Schindeldeckung. Haus 14 Scheune Mönnig aus Leubetha: Gehörte zum Wohnhaus Leubetha, Baujahr: 1926, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Marianne Voigt, Bergen/1992, Umsetzung: 1994. Haus 19 Milchhäuschen aus Eubabrunn: ursprünglicher Standort: Wernitzgrüner Straße gegenüber Nummer 8/10 (Gut Adler), Funktion: es diente als überdachte Sammelstelle für die Milchkannen, Bauweise: Fachwerkständerkonstruktion auf Einzelfundamenten, die Verschalung mit Kriechern und Deckern, die Dielenbretter nahezu so hoch wie die Pritschen an Milchkannentransportwagen, Erschließung über vorgelagerte, einfache Holztreppe, 19. Jh.

09233075


Hof II Eubabrunn, Waldstraße 2a
(Karte)
aus verschiedenen Regionen des

Vogtlandes stammende, traditionelle bäuerliche Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem, volks- und hauskundlichem sowie regionalhistorischem Wert Haus 5 Scheune Roßbach aus Leubetha: Ursprünglicher Standort: Leubetha, Dorfstraße 29, Baujahr: 1827, Scheune mit 2 Tennen, Blockbauweise, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Erbengemeinschaft Theo Rossbach, Hundsgrün/1975, Umsetzung: 1992/1993, Nutzung: Ausstellung Feuerwehrgeschichte. Beschreibung des Gebäudes: offene Bauweise, Einzelgebäude, Baujahr: 1827, Bauweise: Fachwerkbau mit Blockausfachung, Giebel in senkr. Rauhspundverschalung, Sockel: aufgrund der Hängigkeit des Geländes stand das Gebäude auf einzelnen Sockeln. Die hintere Längswand ist als durchgehender Bruchsteinsockel ausgeführt, Dachkonstruktion: Satteldach mit Schindeln und abschließender Blecheindeckung. Das Gebäude ist nicht unterkellert und besteht aus ebenerdigem Dreschboden mit einzelnen Kammereinbauten sowie 2 darüberliegenden Tennen. Decken: als einschalige Holzdecken, Treppen: nicht vorhanden, Aufgänge zu Oberböden über Leitern, Fußboden: im Erdgeschoß als Holzfußboden, Installation: nicht vorhanden. Der bauliche Zustand war so schlecht, dass konstruktive Holzbauteile erneuert werden mussten. Baubeschreibung Erfassung: eingeschossig, ausgeblockt, Fachwerk verbrettert, Remise, eine Tenne mit Bohlenbelag, zwei Bansen, Satteldach, heute Schindeldeckung, großes Taubenhaus (Taubenhöhler), Haus 6 Remise Schuster Wohlbach: Ursprünglicher Standort: Wohlbach, Obere Dorfstraße 23, Baujahr: 1728, "Moos- u. Streuschuppen", Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Herbert Schuster, Wohlbach/1975, Umsetzung: 1992/1993, Hofgröße: Landwirtschaft, 17 ha, Nutzung: Ausstellung zu Gebäuden des Hofes. Denkmalpflegerische Arbeiten an der Remise Schuster aus Wohlbach: Die bereits 1975 grob aufgemessene und vollständig nummerierte Remise wurde durch den Besitzer Herbert Schuster und dessen Sohn abgebaut, nach Landwüst transportiert und notdürftig eingelagert. Aus diesen Teilen entstand durch Sachkenntnis des Baus am Ort, einigen Skizzen und Fotos ein Projekt zum Wiederaufbau. Nach dem Auseinandernehmen des eingestapelten Gebäudes konnten die fehlenden Teile ermittelt und durch provisorisches Zusammensetzen in ihren Abmessungen und Verbindungen ermittelt werden. Im Museumsteil Eubabrunn wurden einwandfreie Gründungen ausgeführt und ein Sockelmauerwerk für die Umfassungen, ein in Lehm gemauertes Natursteinmauerwerk gut ausgezwickelt hergestellt. Der Lehm konnte aus abgemagerten Lehmziegeln in einem Mischtrog gerührt, gewonnen werden. Auf dieses Natursteinmauerwerk wurde der in Blockbauweise gesetzte Schafstall aufgebaut und das Fachwerk des Untergeschosses der Remise errichtet werden. Darauf wurden die flach liegenden verkämmten Deckenbalken gelegt. Danach wurde der Oberstock mit Auszugstube, Lagerraum und Hochlaube aufgesetzt, anschließend deren Deckenbalkenlage. Durch eine umlaufende Rüstung konnte man gut arbeiten. Anschließend wurden die Dachbalken in ihre vorhandenen Löcher eingelassen und mit dem noch intakten Windverband versehen. Als Unterkonstruktion der Dachdeckung konnten zum Teil die mit Holznägeln auf den Sparren befestigten Dachlatten aus unbesäumten halbierten Rundhölzern aufgenagelt werden. Ein Teil der Latten war nicht mehr brauchbar und wurde nach alten Mustern erneuert. Ein erheblicher Teil der alten Dielung war noch brauchbar. Sie wurde in ihrer vollen Breite gespundet eingebracht. Das Dach wurde aus handgespaltenen Schindeln in Einfachdeckung aufgenagelt. Das Gebäude erhielt ausgehakte und ausgehobelte hölzerne Dachrinnen. Anschließend konnten die Fachwerkwände durch Holzstaken strohumwickelt ausgesetzt werden. Sie wurden mit häckselhaltigem Lehm ausgeworfen und ausgeschmiert. Die letzte Lage erhielt ein Lehmkratzmuster. Als Fenster blieben Teilabschnitte des Arbeitsvorgangs zur Demonstration sichtbar. Beide Giebelfelder und die Oberlaube wurde mit Brettern und Deckleisten am Hauptgiebel und am rückwärtigem Giebel durch Kriecher und Decker verschalt. Auch dabei konnte ein Teil der noch vorhandenen Schalung an gleicher Stelle wiederverwendet werden. Alle vorhandenen Luken und die Schafstalltür konnten aufgearbeitet und wieder eingebaut werden. Baubeschreibung Erfassung: zweigeschossig, EG größtenteils ausgeblockt bzw. Blockteil, Fachwerk-Obergeschoss mit Lehmausfachung, Oberlaube, Teil Brüstung verbrettert, Satteldach, heute Schindeldeckung, Auszugsstube im Obergeschoss, dort Giebel verbrettert, Haus 7 Torhaus Zöphel aus Mühlhausen: Ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 19, Baujahr: um 1800, Vorbesitzer / Erwerbsjahr: Hilda Gläsel, Renate u. Silvia Them/1992, Umsetzung: 1992/1993, Hofgröße: Landwirtschaft, 27 ha, Nutzung: Landwirtschaftliche Geräte. Denkmalpflegerische Arbeiten am Torhaus Zöphel aus Mühlhausen: Das Torhaus Zöphel aus Mühlhausen befand sich im Zusammenbrechen und war bereits gegen Einsturz notdürftig abgestützt. Der Zustand war von Monat zu Monat schlechter geworden und das Gebäude hätte den darauffolgenden Winter nicht mehr überstanden. Wesentliche Konstruktionselemente wie die durchgehenden Fußhölzer der Sparren waren bereits durchgefault. Das Torhaus wurde aufgemessen. Bereits nicht mehr vorhandene Teile wie das Tor selbst und einige raumtrennende Wände wurden mit den Besitzern erörtert und nachgezeichnet. Dann wurden die noch vorhandenen Schiebefenster vorsichtig ausgebaut und in der Museumswerkstatt aufgearbeitet. Anschließend wurden beide Treppen ausgebaut. Die zwei Treppen sind durch den geteilten Hof in Mühlhausen begründet. Der Ausführungsbetrieb wurde vor Ort eingewiesen und die notwendigen Maßnahmen ausführlich besprochen. Unter fach- und sachkundiger Aufsicht ging der Abbau vor sich. Fast verfaulte und stark geschädigte Teile wurden als Muster mitgenommen. In der Werkstatt konnten sie in gleicher Form erneuert werden. In Eubabrunn wurde auf die Gründung das beschädigte Natursteinmauerwerk neu in Lehm aufgemauert. Darauf kamen die Grundbalken und die Fachwerkwände des Erdgeschosses mit ihren Aussteifungen. Anschließend wurden die Deckenbalken verlegt, die Bundwände gesetzt und die Deckenbalken mit dem besonders markanten Windverband verlegt. Auch dieses Gebäude erhielt eine Dachdeckung aus handgespaltenen Keilnutschindeln. Anschließend wurde beiderseits eine weit auskragende, handgehauene Dachrinne auf Holzböcken angebracht. Treppen mit Podesten wurden eingebaut. Die Schiebefenster wurden eingesetzt und ein 2-flügliges Tor mit 2-flügligen Schlupftüren nach Angaben der Vorbesitzer angefertigt und angeschlagen. Die alten noch vorhandenen Kloben und Türbänder wurden wiederverwendet. Bedeutsam für das Tor sind die aus dem böhmisch- bayrischen herrührenden, außen aufgesetzten und verzierten Tragkonstruktionen des Tores. Soweit die Verbretterungen noch zu verwenden waren, wurden sie als Verschalung wieder angebracht. Der Rest musste erneuert werden. Auch die überwiegend verfaulten Dielungen der Decke wurden erneuert. Holzverbindungen erfolgten mit Holznägeln oder handgeschmiedeten Nägeln. Das Holz blieb unbehandelt. Am Ort wäre das Gebäude eingefallen und verschwunden. Durch Umsetzung ins Museum blieb es instandgesetzt erhalten. Baubeschreibung Erfassung: eingeschossig, Bruchsteinsockel, Fachwerk verbrettert, Satteldach, heute mit Schindeldeckung, Bienenhaus: kleiner Bretterschuppen mit Satteldach, dort verziert auf ausgesägte Knaggen, Haus 8 Haus Baumann aus Saalig: Zur Umsetzung in diesen Hof vorgesehen, aber zur Zeit noch nicht realisierbar. Derzeitiger Standort: Saalig Nummer 31, ehemaliger Dreiseithof, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Hans Baumann, Saalig/1975, Baujahr: 1863, Umgebinde mit verschiefertem Schmuckgiebel, Hofgröße: Landwirtschaft, ca. 10 ha.

09233076


Hof I Eubabrunn, Waldstraße 2a
(Karte)
traditionelle vogtländische bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem, volks- und hauskundlichem und regionalhistorischem Wert

Haus 1 Wohnstallhaus Unterwürschnitz Ursprünglicher Standort: Unterwürschnitz, Zur Leithen 5, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Andreas Pröger, Unterwürschnitz/1993, Baujahr: um 1870, Bewohnt bis: 1971, Paul Oskar Kummer, Umsetzung: 1994/1995, Hofgröße: 13 ha, Landwirtschaft, Bogenmacher, 13 ha, Nutzung: Gastronomie "Grünes Tal", Sonderausstellungen, WC, Baubeschreibung: zweigeschossig, EG massiv verputzt, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert, flachgeneigtes Krüppelwalmdach, gebustes Kreuzgratgewölbe im ehem. Stallbereich auf Granitpfeilern, ehem. Schwarze Küche rekonstruiert, Scheune: zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, Krüppelwalmdach, große Gaupe mit Satteldach, Haus 2 Scheune Kauschwitz: Ursprünglicher Standort: Kauschwitz, Zwoschwitzer Straße 7, Baujahr: 1905, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Renate u. Gunther Mechura, Kauschwitz/1992, Umsetzung: 1994/1995, Hofgröße: Landwirtschaft, 13 ha, Nutzung: Veranstaltungen, Sonderausstellungen, "Musikscheune", Umsetzung der Scheune Mechura von Kauschwitz nach Eubabrunn zur Nutzung als Musikscheune: Diese Scheune befandt sich in einem geschlossenen Gehöft in Kauschwitz. Die Scheune wurde 1905 erbaut und befindet sich konstruktiv in einem guten Zustand. Alle tragenden Teile sind intakt. Im Rahmen der Dorferneuerung für den Ortsteil Eubabrunn der Gemeinde Erlbach wurde eine Heimstatt für die Musikgruppe des Heimatvereins und die Laienspiel- und Tanzgruppe dringend benötigt. Vom Verein veranstaltete Heimatabende finden starken Zuspruch. Die Gemeinde kann sich keinen Konzertsaal leisten. Eine für diesen Zweck hergerichtete und in die dörfliche Landschaft passende Scheune erfüllt in der warmen Jahreszeit jedoch denselben Zweck. Gleichartige Veranstaltungen des Bauernmuseums Landwüst unter dem Motto "Musik aus der Scheune" von Mai bis Oktober und die Musik aus dem Schuppen der Bärendorfer Musikanten liefern den Beweis für diese Möglichkeit und den dörflichen kulturellen Zuspruch. Die Scheune in Kauschwitz wurde unter fachlicher Betreuung sorgfältig abgebaut. Ziegeldeckung und Außenverschalung werden auf Grund ihres Zustandes nicht wieder verwendet. Die äußerst kräftige Konstruktion besteht aus handbehauenen Balken. Das Gefüge in den Hauptrichtungen ist gut ausgesteift. Am neuen Standort erhielt das Gebäude eine frostfreie Gründung mit Betonfundamenten. Das Gelände ist mit etwa 2 % Neigung leicht hängig, der Boden steiniger Lehm. Im über dem Erdreich sichtbaren Bereich erhielt die Scheune einen knappen Sockel aus schiefrigem Material in Kalkmörtel gesetzt. Auf die Grundbalken wird das Gefüge der gesamten Scheune errichtet. Dazu sind alle Bauteile vermessen und nummeriert worden. Ein chemischer Holzschutz wurde nicht erforderlich. Das Dach wurde mit Naturschiefer entsprechend des Originales in Schablonen gedeckt. Die Entwässerung geschieht über Rinne und Fallrohr aus Zinkblech frei auslaufend. Haus 3 Hochlaubenscheune Markneukirchen: Ursprünglicher Standort: Markneukirchen, Berg 24, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Schäffner/1996, Umsetzung: 1996. Baubeschreibung: zweigeschossige, Fachwerk verbrettert, EG offene Remise, Obergeschoss Laubengang mit Bretterbrüstung, 6-jochig, dort geschweifte Kopfstreben, Satteldach, Remise: eingeschossig, Fachwerk verbrettert, links geschlossener Teil Blockbauweise mit Eckverkämmung, zwei breite Remisen, dort gekreuzte Kopfstreben, Satteldach. Haus 4 Remise Ferdini Bad Brambach: Ursprünglicher Standort: Bad Brambach, Wiesenstraße, Baujahr: um 1800, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Gerhardt Erlbeck, Brambach/1985, Umsetzung: 1995, Hofgröße: Landwirtschaft, Vierseithof, ca. 11 ha, Nutzung: Unterbringung landwirtschaftlicher Geräte, Sonderveranstaltungen, Das Gebäude ist 20 Meter lang und 6,90 Meter breit. Es ist eine in drei Seiten geschlossene Fachwerkkonstruktion, die zur Hofseite offen durch eine Mittelstütze getragen wird. An einem Ende der Remise befindet sich der dafür typische Blockbau. Auf diesem Fachwerkunterbau liegt ein Umschrot, der nach vorn überkragt. Der Dachstuhl ist ein doppelt stehender Stuhl, der mit Gebinden die Sparren mit Dachlatten und Keilnutschindeln trägt. Die obere Dachdeckung waren verzinkte Blechbahnen. Markant für dieses Gebäude ist eine doppelte Stützenlage mit für das Egerland typischen gedoppelten und sich kreuzenden Kopfbändern. Das Gesamtbauwerk war eine sehr starke und stabile Konstruktion. In Eubabrunn wird diese Remise im ebenerdigen Bereich als Sitzmöglichkeit für Gäste zu Dorffesten und anderen Veranstaltungen genutzt. Es werden auch Vorführungen bäuerlicher und handwerklicher Techniken witterungsgeschützt durchgeführt. Der Blockbau kann zum Ausschank und dessen Vorbereitung genutzt werden. Der Dachraum ist nicht begehbar. Das Gebäude wurde im Auftrag der Gemeinde aus Fördermitteln des ALN und dem nötigen Eigenmittelanteil errichtet. Genutzt wird es durch die Gemeinde. Die Gemeinde ist auch Rechtsträger des Grund und Bodens. Durch die Förderung des ALN ist eine 12jährige Bindefrist für die Nutzung durch den Rechtsträger festgeschrieben. Die Maßnahme läuft im Sinne der Förderung zur Sicherung agrar- und forstwirtschaftlich bedeutender kulturhistorischer Substanz durch das zuständige Staatsministerium des Freistaates.

09233077


Hof IV Eubabrunn, Waldstraße 2a
(Karte)
nur

noch vereinzelt anzutreffende Bauweise, die ursprünglich im Vogtland üblich gewesen war, Wirtschaftsgebäude von baugeschichtlichem und volkskundlichem Wert Zweigeschossiger verbretterter Fachwerkbau mit Satteldach mit Schieferdeckung, 3-jochiger Oberlaube mit geschweiften Kopfstreben, EG großes Holztor, zweiflügelig mit Pforte. 15. Hochlaubenscheune Leonhardt aus Markneukirchen: Ursprünglicher Standort: Markneukirchen, Bergstraße 27, Vorbesitzer/Erwerbsjahr: Leonhardt, Andreas, Markneukirchen/1993, Baujahr: ca. 1820, Umsetzung: 1994, Hofgröße: Bogenmacher, Landwirtschaft, 10 ha. Verkörpert nach Fertigstellung mit entsprechenden Wohnhaus den Typus des Einzelgehöftes. Das Gebäude ist die Scheune eines zweistöckigen Winkelhofes mit über dem Stall um die Scheunenfront laufenden Hochlaube. Sie wird nach der Umsetzung in eine gleiche Situation von der Funktion und Gestalt her gelangen. Die Scheune ist zweistöckig mit Tenne und einseitigen Bansen unten und durchgehenden Heuboden oben ausgebildet. Sie ist eine reine Fachwerkkonstruktion mit hofseitig vorkragender Hochlaube in drei Bögen. Die Tenne hat zum Hofe hin ein zweiflügliges Tor. Sie besitzt ein steiles Dach mit hofseitiger Schiefer- und gartenseitiger Eternitdeckung. Das Fachwerk ist in der Art der Kriecher und Decker verkleidet. Die Entstehungszeit der Scheune kann auf die Zeit um 1820 eingeschätzt werden. Die Scheune befand sich in einem guten Zustand. Sie war aber seitens des Eigentümers zum Abriss vorgesehen und dazu von kommunaler Seite freigegeben worden. Die Scheune wird die Aussagekraft der Freilichtanlage durch ihre Eigenart bereichern. Diesen Hof sollen noch ein kleines Wohnstallhaus aus Markneukirchen und eine Remise vervollständigen. Sie sind noch nicht umgesetzt worden.

09233074


Villa Eubabrunn, Waldstraße 6
(Karte)
historisierendes Klinkergebäude mit Schwebegiebeln und Eckturm, von ortsgeschichtlichem und bauhistorischem Wert

roter Klinker mit gelben Klinkern abgesetzt als Eckquaderung und schwarzglasierte Ziegel als Ornament, Schwebegiebel, originale Dachaufbauten, Informationstafel des Heimat- und Geschichtsvereins Erlbach e. V.: 1894: Richard Wunderlich lässt sich durch Baumeister Hessel einen stattlichen Klinkerbau mit reichen verzierungen und Jugendstilelementen aufführen und verschuldet sich hoch. 1900: Sein Bruder, der Geigenfabrikant Friedrich Albin Wunderlich, ersteigert das Grundstück. Er gehört zu den ersten, die im Fremdenverkehr eine zusätzliche Einnahmequelle erkennen und richtet eine Pension mit Gesellschaftszimmer und Vollverpflegung ein. Die folgenden Besitzer führen die Pension weiter. 1911: Geigenfabrikant Friedrich Albin Wunderlich verstirbt. Die Erben verkaufen das Grundstück an Saitenmacher Gustav Reinhard Steudel. 1916: Zollbeamter Franz Arthur Gebauer in Chemnitz kauft das Grundstück. Während des Zweiten Weltkrieges werden in der Pension Gebauer im Rahmen der "Kinderlandverschickung" über 20 Kinder aus Köln und Krefeld untergebracht und verpflegt. Sie gehen in Erlbach zur Schule. Nach dem Kriege werden die Fremdenzimmer beschlagnahmt und für Flüchtlinge aus Schlesien und Ostpreußen bereitgestellt.

09233992


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Eubabrunn, Waldstraße 11
(Karte)
im Heimatstil, von regionalhistorischem Wert

Zollbeamtenwohnhaus (Typ B): traufständig, eingeschossig, steiles Satteldach mit breiten Schleppgaupen, zwei Hauseingänge

09233993


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Eubabrunn, Waldstraße 12
(Karte)
im Heimatstil, von regionalhistorischem Wert

Zollbeamtenwohnhaus (Typ B): traufständig, eingeschossig, steiles Satteldach mit breiten Schleppgaupen, zwei Hauseingänge

09233994


Vierseithof Eubabrunn, Zur Waldschänke 2
(Karte)
vogtlandtypisches

eingeschossiges Wohnstallhaus mit Egerländer Fachwerkgiebel, Scheunen verbrettert, Durchfahrtscheune mit Stall in Blockbauweise, ehemaliges Handfrongüthlein, von baugeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert (am Waldsaum, südliche Bergseite vom Weg) Vereinshaus (ehem. Wohnstallhaus): (heute Vereinshaus des Obervogtländischen Landschaftspflegerverbandes) eingeschossig, massiv, hoher Bruchsteinsockel, steiles Satteldach (ausgebaut), das Giebeldreieck an der Westseite fachwerksichtig, an der Ostseite neue Holz-Glas- Konstruktion, Dachdeckung mit Schieferschablonen in altdeutscher Verlegeart, talseitig: fünf harmonisch angeordnete Satteldachgaupen, ehemalige Durchfahrtscheune: zweigeschossig, heute für Ausstellungen genutzt, Fachwerk-Konstruktion vollverschalt mit Deckleisten, talseitig ein vollständig erhaltener ehemaliger Stall in Blockbauweise integriert, bergseitig eine neue einläufige, überdachte Treppenkonstruktion unter Verwendung originaler Bauteile, Stall (ehem.): talseitig, zweigeschossig, im UG teilweise massiv, teilweise in Fachwerk-Konstruktion, im Obergeschoss ist die Fachwerk-Konstruktion vollständig mit Kriechern und Deckern verschalt, die Dachneigung nur um 30°, heutige Nutzung: Ferienwohnung, Scheune: klein, eingeschossig, an der Westseite des Hofes mit ehemaligem Stall in Blockbauweise, sonst Fachwerk-Konstruktion, verschalt, das steile Dach mit Zinkblechtafeln auf Schalung, Taubenhaus: in der Nordostecke des Hofes ein kleines frei stehendes Taubenhaus

09234000

Gopplasgrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Kriegerdenkmal Gopplasgrün, Bergstraße 17 (gegenüber)
(Karte)
ortsgeschichtlich von Bedeutung 09234001


Ehemaliger Vierseithof Gopplasgrün, Bergstraße 19
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verkleidet, bemerkenswerte Oberlauben, von baugeschichtlichem, hauskundlichem

und landschaftsprägendem Wert Scheune: zum Teil Blockbauweise, verbrettert, Seitengebäude: 6-jochige Oberlaube, im EG Blockbauweise, Remise, Wohnhaus: 7-jochige Oberlaube, im EG massiv, Obergeschoss Fachwerk verkleidet, verschiefert bzw. verbrettert, im EG zu großes Fenster, Kreuzgewölbe im Stall, Türgewände Granit, Haus errichtet von Erdmann, Christian Penzel

09234002


Bauernhof Gopplasgrün, Bergstraße 21
(Karte)
vogtlandtypisches Bauernhaus mit Blockstube, von

baugeschichtlichem Wert Scheune: teilw. massiv, ansonsten in Blockbauweise errichtet, Fachwerk mit Holzverkleidung, Wohnhaus: erhaltene Blockstube, Kniestock, verbrettert, traufseitige Anbauten

09234003

Landwüst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Triangulationssäule Landwüst
(Karte)
Station der Königlich-Sächsischen Triangulation, Netz 2. Ordnung, wissenschaftsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung

Denkmaltext Die Station 148-Landwüst wurde auf der Höhe südöstlich des Dorfes, Bergacker auch Wirthsberg genannt, errichtet. Gutsbesitzer C. A. Müller und Genossen in Landwüst traten mit Kaufvertrag vom 7. August 1876 36 m² Fläche zum Preis von 42 Mark an den Königlich Sächsischen Staatsfiscus ab. Der Vermessungspunkt steht sehr frei im Gelände und wird auch als Orientierungshilfe für Wanderer genutzt. Ein Akteneintrag auf der Grundlage eines Berichtes vom 12. November 1926 berichtet, dass der obere Teil der Säule etwa um 2 cm verschoben ist. Es erfolgte eine Korrektur. Eine Notiz verweist darauf, dass der Beobachtungszylinder nach Ausbesserung des Pfeilers i. J. 1931 neu eingelassen wurde. Die Säule befindet sich auf der höchsten Stelle des Wirtsberges im SO der Ortschaft Landwüst. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein markantes Aussichtsgebäude. Sie besteht aus zwei Teilen, die neben der Betonverbindung noch mit Metallriemen auf allen vier Seiten verbunden sind. Der Unterteil der Säule und die östliche Fläche sind mit schwarzer Farbe gestrichen. Die auf der Südseite befindliche Inschrift "Station / LANDWÜST / der / Triangulirung / 1876." ist, außer "der" und dem Punkt nach der Jahreszahl nachträglich mit schwarzer Farbe hinterlegt. Außerdem ist auf dieser Seite ein örtlicher Wegweiserhinweis aufgemalt. Unter der Schrift auf der Südseite befindet sich im unteren Stein ein kleiner Höhenmeßbolzen. Die gußeiserne Abdeckplatte der Säule ist gut und vollständig erhalten. Es besteht freie Rundumsicht, mit der geringen Einschränkung des neu gebauten Aussichtsturms. Das aktuelle Zentrum befindet sich östlich der Säule und wird gegenwärtig als Paßpunkt für Aerotiangulationen genutzt - großer weißer Holzwinkel. Im Zeitraum 1862 bis 1890 erfolgte im Königreich Sachsen eine Landesvermessung, bei der zwei Dreiecksnetze gebildet wurden. Zum einen handelt es sich um das Netz für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe/Ordnung) mit 36 Punkten und die Königlich Sächsische Triangulierung (Netz II. Classe/Ordnung) mit 122 Punkten. Geleitet wurde diese Landesvermessung durch Prof. Christian August Nagel, wonach die Triangulationssäulen auch als "Nagelsche Säulen" bezeichnet werden. Dieses Vermessungssystem war eines der modernsten Lagenetze in Deutschland. Die hierfür gesetzten Vermessungssäulen blieben fast vollständig an ihren ursprünglichen Standorten erhalten. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Deutschland sowie in Sachsen. Das System der Vermessungssäulen beider Ordnungen ist in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung

LfD/2013 Vermessungssäule aus Schönberger Granit, Schaft mit quadratischer Grundriss mit gusseiserner Abdeckplatte und Inschrift: "Station / LANDWÜST / der / Triangulirung / 1876.", Höhenbolzen, Höhe 2,30 m, Kantenlänge oben 44 cm, abgesetzter Sockel, Verbindung von Sockel und Schaft durch Metallriemen

09234185


Grenzstein Landwüst
(Karte)
Landesgrenzstein von 1848, umgearbeitet, Seltenheitswert, heimatgeschichtlich von Bedeutung

noch DS und CS erkennbar, runder Abschluss

09304382


Grenzstein (Fragment) Landwüst
(Karte)
Landesgrenzstein von 1544 der sogenannten »Schlickschen Grenze«,

heimatgeschichtliche Bedeutung einer von mehreren (bis 1945 mindestens 5) zeitgenössischen Grenzsteinen auf einer etwa zehn Kilometer langen Strecke, die im 16.Jh. die Herrschaften Graslitz und Schönbach von Kursachsen trennte. Neben diesem Fragment sind nur zwei weitere dieser Steine erhalten, der "Juliusstein" (s. Objekt 09233989) und derjenige, der sich seit ca. 1960 vor dem Museum in Markneukirchen (Paulusschlössel) befindet (Objekt 09234208), die charakteristische Heraldik (kursächsische Schwerter und böhmischer Löwe) ist auf diesem Stein nicht mehr zu erkennen.

09304381


Wohnstallhaus Landwüst, Am Wirtsberg 4
(Karte)
eingeschossiges verbrettertes Gebäude mit Blockstube, von

baugeschichtlichem und hausgeschichtlichem Wert Kleines Gebäude mit Blockstube, Holzverschalung, teilw. im EG massiv unterfahren, ungenutzt, Blockstube mit Holzeinschubdecke

09234169


Ehemaliges Wohnstallhaus Landwüst, Am Wirtsberg 5
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, landschaftstypisches

Bauernhaus mit erhaltener Blockstube, von baugeschichtlichem Wert Zweigeschossig, vollverschalt, Satteldach, Blockstube, ehemaliger Stall zu Sanitärraum umgebaut, dort böhmisches Kappengewölbe, Holzbalkendecken in Stube im EG und Stube Obergeschoss, originaler Dachstuhl erhalten, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, Blockbau im EG ebenfalls verbrettert, EG teilweise massiv am Stallteil, eingesch. massiver Anbau an einer Traufseite

09233583


Zwei Seitengebäude Landwüst, Bergblick 16
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk, mit

seltenen Oberlauben, von baugeschichtlichem (hauskundlichem) Wert 1.Stall: mit 5-jochiger Oberlaube, Blockbauweise im EG, 2. Stall: angebaut mit 11-bogiger Oberlaube, EG massiv unterfahren

09234180


Kriegerdenkmal Landwüst, Rauner Straße
(Karte)
von ortsgeschichtlichem Wert

ZU EHREN DER GEFALLENEN UND VERMISSTEN DES 2. WELTKRIEGES. 1939-1945 VERGISS MEIN VOLK DIE TEUREN TOTEN NICHT. DIE DANKBARE GEMEINDE LANDWÜST

09234175


Ehemaliges Wohnstallhaus Landwüst, Rauner Straße 1
(Karte)
eingeschossiges ländliches Wohnhaus mit Blockstube und

Wirtschaftsteil, Fachwerkgiebel verbrettert, von baugeschichtlichem Wert Blockhaus, Blockstube, Kniestock, verbrettert, Satteldach

09234170


Wohnstallhaus Landwüst, Rauner Straße 4
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, von baugeschichtlichem Wert

Fachwerk, EG teilweise massiv

09234171


Wohnstallhaus Landwüst, Rauner Straße 13
(Karte)
mit verbrettertem Fachwerk-Obergeschoss und schönen Portalen, von

baugeschichtlichem Wert EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, beide Türportale erhalten, Stall Bruchsteinmauerwerk u. preußisches Kappengewölbe, Stube mit Korbbögen an Fenstern, Haus teilweise modernisiert, z.B. an einer Traufseite Balkonanbau

09234172


Zweiseithof Landwüst, Rauner Straße 14
(Karte)
eingeschossiges verbrettertes Wohnstallhaus mit

Blockstube, Scheune verbrettert, von baugeschichtlichem Wert Erhaltene Blockstube, Haus verbrettert, Stallteil massiv, Scheune: verbrettert

09234173


Bauernhof Landwüst, Rauner Straße 17
(Karte)
eingeschossiges

verbrettertes Wohnstallhaus mit Blockstube, Seitengebäude verbrettert, von baugeschichtlichem Wert Scheune: mit zugebautem Laubengang, Wohnhaus: Blockstube, Kniestock, verbrettert

09234174


Pechpfanne Landwüst, Rohrbacher Straße
(Karte)
von heimatgeschichtlichem Wert 09232528


Kirche und Kirchhof Landwüst, Rohrbacher Straße
(Karte)
barocke Saalkirche mit Westturm, mittelalterlichen

Ursprungs, mit Kanzelaltar und Trampeli-Orgel, von baugeschichtlichem, ortsgeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert Mittelalterlicher Ursprung Saal, 1872 umfassend erneuert, Westturm 1756, über dem Eingang (im Rundbogen): "Ich vertilge Deine Missetaten wie eine Wolke, und Deine Sünden wie den Nebel. Kehre Dich zu mir, denn ich erlöse Dich." Jesaja 44.22

09234177


zwei Taubenhäuser, Pumpbrunnen, Läuferstein und zwei Pechpfannen Landwüst, Rohrbacher Straße 4
(Karte)
Pechpfannen oder so genannte

Griebenherde aus Granit zur Gewinnung von Pech, von volkskundlichem und heimatgeschichtlichem Wert

09233073


Hof IV: Landwüst, Rohrbacher Straße 4
(Karte)
Ensemble haus- und sozialgeschichtlich bedeutsamer ländlicher Wohn-

und Wirtschaftsgebäude in vogtlandtypischer Bauweise, teilweise am Originalstandort, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung Haus 17: Feldscheune Büttner, eingeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, Holzdachrinne, Haus 18: Wohnstallhaus Weller, zweigeschossig, Erdgeschoss Blockstube mit senkrechter Verbretterung, Stallteil Ziegelmauerwerk, geschlossener Gang, Obergeschoss Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, im Gang Granitplatten, massiver Anbau mit Klinker, Satteldach, innen: Blockstube mit Holzeinschubdecke, Keller, gewendelte Holztreppe in das Obergeschoss und Stiege mit Einschubbrettern, Pfettendach, Stall mit preußischem Kappengewölbe, Vorbesitzer: Tessari/Richter, seit 1996 Museum, Originalstandort, Haus 19: Wohnstallhaus Elgaß, außen: eingeschossig mit Drempelgeschoss, Satteldach, linker Hausteil mit Blockstube - mit senkrechter Verbretterung, rechter Teil Ziegelmauerwerk, geschlossener Gang, Umschrot, innen: Blockstube mit Einschubdecke mit Fasen an den Ecken, Küchenanbau, zweiläufige Holztreppe (20er Jahre), querliegender Flur, Brettertüren 18. Jahrhundert und Füllungstüren um 1900, steile Holzstiege zum Dachgeschoss mit Einschubbrettern, Kehlbalkendach, ein Giebel mit Rauten (Egerländer Fachwerkgiebel), Holzschindel, Haus 19a: Scheune Elgaß, zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach mit Blechdeckung, im Erdgeschoss teilweise Ziegelmauerwerk verbrettert, diese Scheune gehört zum Hof IV, Haus Elgaß

09234161


Hof II Landwüst, Rohrbacher Straße 4
(Karte)
Ensemble haus- und sozialgeschichtlich bedeutsamer ländlicher Wohn- und Wirtschaftsgebäude,

teilweise am Originalstandort verblieben, bemerkenswertes Wohnstallhaus mit Egerländer Fachwerkgiebel, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung Haus 4: Wohnstallhaus Johann Georg Wunderlich: eingeschossig, Wohnteil Blockbau, Stallteil Bruchstein, Stallfenster oval mit Gitter, Umschrot, Satteldach mit Schieferdeckung, 4 kleine Gaupen mit Satteldach, prachtvoller egerländer Fachwerkgiebel mit Rauten, umgebindeähnliche Konstruktion am Giebel, innen: Schwarze Küche mit Backofen, große Blockstube, schöner Kachelofen, Hinterlader, Stall mit Ziegelboden, Futtertröge an der Wand, Wendeltreppe aus Gettengrün mit Spindel, doppelt stehender Stuhl, Bauherr: Johann Georg Wunderlich, Vorbesitzer: Albert Ficker und Tochter, bis 1965 bewohnt, Originalstandort, seit 1968 Museum, Haus 6: Scheune Johann Georg Wunderlich, eingeschossig, Fachwerk verbrettert, Satteldach Schieferdeckung, Drempelgeschoss im unteren Bereich teilweise ausgeblockt, 1 Tenne, 2 Bansen, Tenne mit Bohlenbelag, die Scheune gehört zum Haus 4 (Wohnstallhaus Johann-Georg Wunderlich), Originalstandort, Haus 7: Haus Thomä, heute Verwaltungsgebäude des Museums, zweigeschossiger Klinkerbau, roter Klinker, Natursteinsohlbänke, teilweise Fensterläden und Blumenkästen, längsrechteckiger Grundriss mit Ausbau an hinterer Traufseite, flachgeneigtes Satteldach, vor Hoftraufseite offener Gang mit Granitwassertrog und Granitplatten, Vorbesitzer: Thomä und Gemeinde Landwüst, zu diesem Hof gehörte die Feldscheune Thomä (Haus 16), Originalstandort, Haus 9: Remise Schupfen aus Mühlhausen, zweigeschossig, Erdgeschoss offen als Remise mit gekreuzten, teilweise geblatteten Streben, Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Satteldach mit Blechdeckung, Holzdachrinne, ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 19, Vorbesitzer: Them, Gläsel, umgesetzt 1987, Haus 10: Scheune aus Mühlhausen, zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, Durchfahrtsscheune mit großen Holztoren, 2 Bansen, 1 Tenne mit Bohlenbelag, auf Bruchsteinsockel, im unteren Bereich ausgeblockt, umgesetzt 1986, ursprünglicher Standort: Mühlhausen, Brambacher Straße 19, Haus 11: Feldscheune Wunderlich, eingeschossig, Fachwerk verbrettert, hintere Traufseite eingeschossiger Anbau, an gegenüberliegender Seite großer Schauer zum Unterstellen von Fahrzeugen und Gerätschaften, flach geneigtes Satteldach, Originalstandort

09234165


Hof I Landwüst, Rohrbacher Straße 4
(Karte)
teilweise am Originalstandort verbliebene ländliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude in vogtlandtypischer Bauweise, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung

Haus 1: Wohnhaus des letzten Landwüster Geigenbauers Udo Wunderlich, zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, massiv, Sockel Bruchstein, dann Klinker, kleine Rechteckfenster, Bauzeit von 1780 stimmt nicht, Innenausstattung um 1900 bzw. 1926, Haus 2: Remise, gut erhaltener Fachwerkbau, ursprünglicher Standort Siebenbrunn, Sträßler Berg 3, ehemaliger Besitzer: Horst Weller, umgesetzt 1993, zweigeschossig, Erdgeschoss niedrige offene Remise, Obergeschoss Fachwerk mit gezapften Streben, Satteldach mit einem Schopf mit Schieferdeckung, eine Gaube mit Satteldach, Haus 3: Scheune Udo Wunderlich mit Bienenstöcken, am Originalstandort befindliche Scheune in traditioneller Bauweise, zweigeschossig, Fachwerk verbrettert, flach geneigtes Satteldach, im Obergeschoss Taubenstangen, vor dem Haus Bienenstock: Holz farbig bemalt, u. a. Soldaten darstellend.

09234159


Hof III Landwüst, Rohrbacher Straße 4
(Karte)
Ensemble haus- und sozialgeschichtlich bedeutsamer

ländlicher Wohn- und Wirtschaftsgebäude, nicht am Originalstandort, von baugeschichtlicher und volkskundlicher Bedeutung Haus 12: Fronhaus Tirpersdorf, auch als "Tripfhäusel" bezeichnet, innen: Blockstube mit Holzeinschubdecke, schwarze Küche mit nach unten offener und gezogener Esse mit Bruchsteinmauerwerk, eingeschossiger Blockbau, Stallteil massiv und verputzt, Satteldach mit Schindeldeckung, bis 1969 bewohnt, Haus 13: Viehwaage eines Bauernhofes aus Landwüst, kleiner Zweckbau in traditioneller Bauweise, umgesetzt von Schönlinder Straße 7 in das Museum 1986, eingeschossiger verbretterter Fachwerkbau, Satteldach, Schindeldeckung, Haus 14: Scheune aus Obersohl, 1987 umgesetzt von Obersohl Nummer 15, Vorbesitzer: Elfriede Wunderlich, eingeschossiger Fachwerkbau, verbrettert, Satteldach mit Blechdach, Holzdachrinne, Haus 15: kleines Wohnstallhaus aus Obersohl, eingeschossig, Wohnteil mit senkrecht verbretterter Blockstube, Flur- und Stallbereich Ziegelmauerwerk verputzt, Umschrot, Giebel Fachwerk verbrettert, Satteldach mit Schindeldeckung, Holzdachrinne, Vorbesitzer: E. u. M. Geipel, 1992/93 umgesetzt, ursprünglich Standort Obersohl Nummer 15, Innen: Blockstube mit Holzeinschubdecke mit Nutung, Stall mit preußischer Kappe, Keller

09234158


Postmeilensäule Landwüst, Rohrbacher Straße 4 (bei)
(Karte)
Kopie einer Ganzmeilensäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung

Denkmaltext Nachbildung einer Ganzmeilensäule aus Granit von 1725 mit den Inschriften: 1. Spiegel: "AR", "Wildstein 3 St. Eger 5 St. 1/2" "1725" und vergoldetes Posthornzeichen, 2, Spiegel: "AR", "Adorff 2 St.2/8" "1725" und vergoldetes Posthornzeichen, 3. Spiegel: Reihennummer 80, 4. Spiegel leerstehend. Die Säule war Teil der Alten Egerer Poststraße, zwischen Landwüst und Rohrbach. Steht heute vor dem Bauernmuseum. Nachbildung von 1997. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.

LfD/2013 Nachbildung einer Ganzmeilensäule von 1997, mit den Inschriften: 1. Spiegel: "AR", "Wilstein 3 St. Eger 5 St. 1/2" "1725" und vergoldetes Posthornzeichen, 2, Spiegel: "AR", "Adorff 2 St.2/8" "1725" und vergoldetes Posthornzeichen, 3. Spiegel: Reihennummer 80, 4. Spiegel leerstehend

09248163


Pfarrhof Landwüst, Rohrbacher Straße 22
(Karte)
Pfarrhaus im Reform- und Heimatstil der Zeit um

1910, Wirtschaftsgebäude verbrettert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

09234178


Postmeilensäule Landwüst, Schönlinder Straße 5 (bei)
(Karte)
Viertelmeilenstein, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung

Denkmaltext Viertelmeilenstein aus Granit mit den Inschriften "AR" "1725" und Posthornzeichen, seitlich angebracht die Reihennummer 79. Steht heute an der Ecke Schönlinder Str. / Rauner Str. Originaler Standort war im Haarbachtal des Markneukirchener OT Schönlind an der Alten Egerer Poststraße. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.

LfD/2013 Granit, Inschrift Inschriften "AR" "1725" und Posthornzeichen, seitlich angebracht die Reihennummer 79, ursprünglicher Standort Haarbachtal OT Schönlind

09234176


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Landwüst, Schönlinder Straße 17
(Karte)
im Heimatstil, Zollbeamtenwohnhaus Typ A, baugeschichtlich von

Bedeutung

09234181


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Landwüst, Schönlinder Straße 19
(Karte)
im Heimatstil, Zollbeamtenwohnhaus Typ A, baugeschichtlich von

Bedeutung

09234182


Ehemaliges Zollbeamtenwohnhaus Landwüst, Wernitzgrüner Weg 15
(Karte)
im Heimatstil, Zollbeamtenwohnhaus Typ B, von regionalhistorischem

Wert Kleiner Typ der Zollwohnhäuser

09234183


Mühlenanwesen Landwüst, Wernitzgrüner Weg 18
(Karte)
Wohnhaus mit Blockstube und verbrettertem Fachwerk-Obergeschoss, Seitengebäude mit

Laubengang, Ensemble von bauhistorischer und technikgeschichtlicher Bedeutung Wohnhaus mit Blockstube u. Einschubdecke, Fachwerk, dreizonige Scheune und Seitengebäude mit Laubengang, Seite mit Tanzboden

09234184

Markneukirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Postgebäude Markneukirchen, Adorfer Straße 1
(Karte)
repräsentativer Klinkerbau, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem und

ortsgeschichtlichem Wert Klinkerbauweise, aufwändig gestaltete Fassade

09234187


Villa mit Gartenpavillon, Einfriedung und Villengarten Markneukirchen, Adorfer Straße 20
(Karte)
repräsentatives Gebäude mit Turm, Loggia und Erker,

im Stil des Historismus, erbaut für den Musikinstrumentenhändler Paul Stark (1853-1918), von bauhistorischem, künstlerischem, landschaftsgestaltendem und personengeschichtlichem Wert repräsentatives Gebäude, bis 1957 Villa der Musikinstrumentenfabrikantenfamilie Stark, dann Kinderheim und zugleich Wohnung und Praxis Dr. Riebe (bis 1961), Innenausstattung: Stuckdecken und Türen original erhalten, Deckengemälde, im Park ein Pavillon

09234188


Villa mit Einfriedung Markneukirchen, Adorfer Straße 25
(Karte)
historisierendes Klinkergebäude mit Fachwerkgiebeln, benannt nach dem

Markneukirchener Fabrikanten Brehmer, von bauhistorischem und städtebaulichem Wert zweigeschossiges Klinkergebäude mit ausgebautem Mansarddach, hier Fachwerkkonstruktion mit Zierelementen, Fenster- u. Türgewände sowie straßenseitiger erkerartiger Risalit in Werkstein (Sandstein), repräsentativer überdachter Hauseingang mit Werksteinbalustrade, Sockel aus Granitwerkstein

09234189


Mietshaus Markneukirchen, Adorfer Straße 26
(Karte)
historisierende

Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade

09234190


Mietshaus Markneukirchen, Adorfer Straße 28
(Karte)
historisierende

Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade

09234191


Mietshaus Markneukirchen, Adorfer Straße 30
(Karte)
historisierende

Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade

09234192


Mietshaus Markneukirchen, Adorfer Straße 32
(Karte)
historisierende

Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade, wahrscheinlich Villa für Max Lederer

09234193


Villa mit Einfriedung und Villengarten Markneukirchen, Adorfer Straße 38
(Karte)
repräsentativer Putzbau, stilistisch zwischen Neobarock und

Jugendstil, benannt nach dem Musikinstrumentenhändler Curt Merz, von künstlerischem, baugeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert Bauausführung: Fa. Seifert, erbaut für Kaufmann Curt Merz, Jugendstilbauwerk, Putzstuckverzierungen an Fassade, Bleiglasfenster mit Landschaftsmotiven, reiche Innenausstattung z.B. Messingleuchter, Wandschrank, Vertäfelungen, Stuckdecken, Parkett, teilweise rekonstruiert, 1934 vom Bauherrn an den Arzt Dr. Schmidt verkauft, 1954 bis 1986 Kindergarten, ab 1986 Fachschule, heute Fachschule für kunsthandwerklichen Musikinstrumentenbau: Westsächsische Hochschule Zwickau (FH), Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg, Studiengang Musikinstrumentenbau

09234194


Mietshaus Markneukirchen, Albertstraße 16
(Karte)
Putzfassade, Anklänge an den Jugendstil, von baugeschichtlicher

Bedeutung

09234195


Mietshaus Markneukirchen, Albertstraße 18
(Karte)
Klinkerfassade, von baugeschichtlicher Bedeutung

Klinkerfassade

09234196


Mietshaus Markneukirchen, Albertstraße 20
(Karte)
Klinkerfassade, baugeschichtlich von Bedeutung

Klinkerfassade, roter Klinker, originale Haustür

09234197


Wohnhaus Markneukirchen, Alte Wohlhausener Straße 1
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk, überwiegend verbrettert, teilweise in

Blockbauweise im Obergeschoss, mit eng stehenden Ständern der Fachwerk-Konstruktion, von baugeschichtlichem Wert Vermutlich ehemals Wohnstallhaus, Fachwerk-Obergeschoss, EG mit erhaltener Blockbauweise, verbrettert, vermutlich schwarze Küche, Stall, im Mittelteil des EG massiv

09234200


Villa mit Garten Markneukirchen, Alte Wohlhausener Straße 8
(Karte)
markanter historisierender Putzbau, Holzveranda mit geschnitzten Verzierungen, erbaut für

den Musikinstrumentenhändler Richard Schuster, von baugeschichtlichem, ortsbildprägendem und personengeschichtlichem Wert Ehemals Villa Schuster, originale Haustüren, Holzveranda mit geschnitzten Verzierungen, erfasst unter der Anschrift: Klingenthaler Straße 7, Richard Schuster Inhaber der Firma G. & A. Klemm (Gebr. Georg und August Klemm), Großexport von Musikinstrumenten u. Saiten

09234273


Aussichtsturm Markneukirchen, Am Aussichtsturm 70
(Karte)
Bismarckturm nach Standardentwurf »Götterdämmerung« des Architekten Wilhelm Kreis,

von baugeschichtlichem, ortsgeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert Der Turm in Markneukirchen soll nach jenem in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern der 2. Standort einer Bismarcksäule nach dem Entwurf von Kreis sein. 1899 weilte der Architekt persönlich in Markneukirchen, um den Standort zu besichtigen.

09234291


Rathaus Markneukirchen, Am Rathaus 2
(Karte)
stattlicher Putzbau, stilistisch zwischen Klassizismus und Historismus, ehemalige Schule, ab 1893

Rathaus, von ortsgeschichtlichem und städtebaulichem Wert Weihe 8.11.1848, Grundsteinlegung im Juni 1847, seit 29.3.1893 Rathaus, Putznutung im EG, Türportal mit Stuck-Putz-Verzierungen (u. a. Stadtwappen), flaches Walmdach (ausgebaut)

09234201


Wohnhaus Markneukirchen, Am Rathaus 8
(Karte)
historisierende

Klinkerfassade, im Sockelgeschoss Ladeneinbau, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade mit Eckbalkon, Fensterverdachungen und Gewände aus Werkstein (Sandstein), Dachbalustrade, Horizontalbetonung der Fassaden durch Werksteingesimse, Laden eventuell nachträglich

09234202


Wohnhaus mit Fabrikationsgebäude Markneukirchen, Apian-Bennewitz-Straße 9
(Karte)
ehemalige Papierwarenfabrik,

Wohnhaus schlichter Putzbau mit Eckerker, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert

09234203


Teil eines Wohnhauses Markneukirchen, Berg 22
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss mit Blockstube und

Umgebindekonstruktion, Gebäudeteil hausgeschichtlich von Bedeutung

09234204


Kriegerdenkmal Markneukirchen, Bergstraße
(Karte)
errichtet von den Bewohnern der Berghäuser (Gebiet

südlich des Ortszentrums), von ortsgeschichtlichem Wert

09234207


Wohnhaus mit angebautem Fabrikationsgebäude Markneukirchen, Bergstraße 14
(Karte)
klar gestalteter, historisierender

Putzbau, ehemals Holzblasinstrumentenbau, von ortsgeschichtlicher Bedeutung seit 1893 in der Bergstraße 14 die 1885 gegr. Firma Oscar Adler, nach Verstaatlichung 1972 umbenannt in VEB Sonora, die Firmen Gebr. Mönnig und Adler & Co. nach 1990 Zusammenschluss unter der Firma "Holzblasinstrumente GmbH", Gebäude gehörte der Holzblasinstrumentenbau GmbH bis 2001, zweigeschossig, vier Achsen, im Obergeschoss Fensterverdachung mit waagerechtem Gebälk und Dreiecksgiebelchen, Putz erhalten, Gesims

09234206


Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen, Bienengarten 2
(Karte)
Putzbau mit Mansarddach, herrschaftliches spätbarockes Gebäude, bemerkenswert die

Laubengänge zum Hof, von personengeschichtlichem, regionalhistorischem und baugeschichtlichem Wert Seit 1942 werden Museumsgegenstände eingelagert, seit 1.4.1946 Museum, Brunnen: in Rom geschaffen aus römischem Kalkstein mit Spolien, seit 1980 im Museum, Putti auch von Matuschka-Schenkung des Künstlers von ca. 1970, Bauwerk: zweiflügelige Anlage (ursprünglich drei Flügel), ein Flügel zum Teil abgetragen wegen Baufälligkeit, Mönnig - Ratszimmermeister, 1815 vom Instrumentenmacher und Bürgermeister Chr.G. Glier gekauft, 1891 erbte Saitenmacher Max Paulus Haus, Dach und Kuppel Schiefer, Fenster mit Achter-Teilung,

Grenzstein: Landesgrenzstein von 1544, mit Wappen (Kursächsische Schwerter und Böhmischer Löwe), Markierung der sog. "Schlickschen Grenze", einer von mehreren (bis 1945 mindestens 5) zeitgenössischen Grenzsteinen auf einer etwa zehn Kilometer langen Strecke, die im 16.Jh. die Herrschaften Graslitz und Schönbach von Kursachsen trennte. Seit ca. 1960 vor dem Museum in Markneukirchen (Paulusschlössel), in situ gibt es noch ein fragmentiertes Exemplar (Objekt09304381) und den sog. Juliusstein (09304383), auf dem Stein die charakteristische Heraldik (kursächsische Schwerter und böhmischer Löwe).

09234208


Wohnhaus Markneukirchen, Bienengarten 12
(Karte)
Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, Erdgeschoss verbrettert, von

baugeschichtlichem Wert Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, EG verbrettert, Satteldach

09234209


Mietshaus Markneukirchen, Bismarckstraße 1
(Karte)
mit Laden, historisierende Klinkerfassade, heute Doppelmietshaus

mit Nummer 3, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert Mittelrisalit, Zwerchgiebel, Klinkerfassade, gelber Klinker, fünf Achsen, dreigeschossig, Fliesenverkleidung des Sockels

09232531


Wohnhau Markneukirchen, Bismarckstraße 2
(Karte)
repräsentative historisierende Klinkerfassade,

Eckbetonung durch Erker, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade, originale Haustür und Fenster, Erker, Bauherr: Richard Adler

09234210


Mietshaus Markneukirchen, Bismarckstraße 3
(Karte)
mit Laden, historisierende Klinkerfassade, heute Doppelmietshaus

mit Nummer 1, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert Klinkerfassade, Fliesenverkleidung im Sockelbereich, Fensterverdachungen in Obergeschossen, dreigeschossig, Zwerchgiebel, sechs Achsen, roter Klinker, Gesims

09232532


Mietshaus Markneukirchen, Bismarckstraße 5
(Karte)
mehrfarbige Klinkerfassade, von baugeschichtlichem und

städtebaulichem Wert Klinkerfassade, originale Haustür und Fenster

09234211


Mietshaus Markneukirchen, Bismarckstraße 7
(Karte)
mit Laden, historisierende

Klinkerfassade mit Erker, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert Einstöckig, Kratzputz, Fensterläden

09234213


Mietshaus Markneukirchen, Bismarckstraße 9
(Karte)
ehemals mit Laden, historisierende

Klinkerfassade mit Erker, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert Erker, Klinkerfassade, ursprünglich mit Laden

09234215


Wohnhaus Markneukirchen, Bismarckstraße 10
(Karte)
mit Laden, historisierende Klinkerfassade mit kräftigem Erker, von

baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert Klinkerfassade, Erker, originale Haustür und Fenster

09234216


Fabrikgebäude Markneukirchen, Bismarckstraße 11
(Karte)
stattlicher, gut gegliederter Putzbau, ehemals Herstellung von Metallblasinstrumenten,

Musikspezialartikeln (unter anderem Autohupen) und Signalinstrumenten (wie Martin-Hörner und Feuerwehr-Signalpfeifen), von regionalgeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung dreigeschossiger massiver Putzbau mit ausgebautem Dachaufbau, 3 x 8 Achsen, großen mehrfach gesprossten Fenstern, über EG Gurtgesims, im 1. und 2. Obergeschoss vertikale Gliederung der Fassade durch Lisenen, horizontale Gliederung durch Putzspiegel zwischen den Fensterachsen des 1. und 2. Obergeschoss, Kranzgesims, Giebelseite mit trapezförmigem Dachabschluss, Pilastergliederung wird hier fortgesetzt, im Giebel zu Zweier- und Dreiergruppen zusammengefasste Fenster, an der Längsseite nur zu Dreiergruppen (teilweise Gliederung durch Pilaster), im hinteren Abschnitt Auflockerung der Fassade durch ein Segmentbogenfenster, nach der Wende 1989 umbenannt in Vogtländische Musikinstrumentenfabrik (VMI)

09299804


Doppelwohnhaus Markneukirchen, Bismarckstraße 12, 14
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und

baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade, einfache Gestaltung

09234220


Empfangsgebäude Markneukirchen, Bismarckstraße 13
(Karte)
Putzbau im Heimatstil, an der ehemaligen Bahnstrecke

Siebenbrunn - Markneukirchen - Erlbach, von regionalgeschichtlichem Wert

09234217


Wohnhaus Markneukirchen, Bismarckstraße 16
(Karte)
mit Laden, historisierende Klinkerfassade, von

städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

09234218


Wohn- und Geschäftshaus Markneukirchen, Breite Straße 22
(Karte)
Putzfassade mit Lisenen, Reformstil-Architektur,

von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert Kannelierte Lisenen, Haustür u. Fenster original, repräsentative Straßenansicht und originale Raumgliederung im Inneren

09234222


Fabrikgebäude Markneukirchen, Breite Straße 35
(Karte)
von technikgeschichtlichem Wert

Fabrikgebäude einer alten Saitenfabrik, später VEB Musima (Musikinstrumentenbau Markneukirchen)

09234340


Wohnhaus Markneukirchen, Breite Straße 40
(Karte)
mit Laden, historisierende Putzfassade, zeittypisches Wohnhaus,

baugeschichtlich von Bedeutung Putzfassade, originale Haustür und Fenster, Fensterüberdachungen im Obergeschoss

09234223


Wohnhaus Markneukirchen, Breite Straße 55
(Karte)
historisierende Putzfassade, von städtebaulichem und

baugeschichtlichem Wert Putzfassade mit Putzquaderung im Obergeschoss, Fensterüberdachungen

09234260


Wohnhaus Markneukirchen, Egerstraße 12
(Karte)
Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, von bauhistorischem Wert

Wahrscheinlich ehemaliges Wohnstallhaus, wahrscheinlich zugebauter Laubengang am Obergeschoss, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, seitlicher Anbau, EG verbrettert

09234224


Wohnhaus Markneukirchen, Egerstraße 14
(Karte)
Fachwerk-Obergeschoss verkleidet, Erdgeschoss verbrettert, von

bauhistorischem Wert Wahrscheinlich ehemaliges Wohnstallhaus, vermutlich mit zugebautem Laubengang im Obergeschoss, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert, EG verbrettert

09234225


Wohnhaus mit Seitengebäude Markneukirchen, Egerstraße 18
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss teilweise

verbrettert, baugeschichtlich von Bedeutung Fachwerk-Obergeschoss, EG teilweise verbrettert, Obergeschoss vollständig verbrettert, seitlicher Anbau, wahrscheinlich ehemaliges Wohnstallhaus

09234226


Bauernhof Markneukirchen, Egerstraße 21
(Karte)
zweigeschossiges Wohnhaus

verschiefert und Mansarddach, Seitengebäude mit verbrettertem Fachwerk-Obergeschoss, bemerkenswertes Gebäudeensemble mit originaler Innenausstattung, von baugeschichtlichem, straßenbildprägendem und städtebaulichem Wert Teilw. Fachwerk, gezogene Esse, Tor aufgedoppelt mit Sonnenmotiv

09234228


Villa Markneukirchen, Erlbacher Straße 2
(Karte)
historisierender Klinkerbau, zur Straße Altan mit Schwebegiebel, von baugeschichtlichem und

städtebaulichem Wert Klinkerfassade mit Leergespärre-Schwebegiebel, Erker, Balkon, Putzstuck

09234229


Kino Markneukirchen, Erlbacher Straße 4
(Karte)
markanter Putzbau an einer Straßenbiegung, Anklänge an den Stil der Neuen Sachlichkeit,

baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

09305152


Wohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 10
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, Zwerchgiebel

09234230


Wohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 12
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, Zwerchgiebel

09234231


Villa mit Einfriedung und Stützmauer Markneukirchen, Erlbacher Straße 13
(Karte)
zeittypisches Klinkergebäude, von bauhistorischem Wert

Klinkerfassade, Einfriedung: Böschungsmauer Bruchstein, Eisenzaun, zeitgleich mit Villa entstanden

09234232


Doppelwohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 15, 17
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und

baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade

09234247


Wohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 18
(Karte)
mit Ladeneinbau, historisierende Putzfassade, von

baugeschichtlichem Wert Putzfassade mit Putznutung im EG

09234233


Villa Markneukirchen, Erlbacher Straße 19
(Karte)
Klinkergebäude von bauhistorischem Wert 09234234


Villa Markneukirchen, Erlbacher Straße 21
(Karte)
repräsentatives Klinkergebäude, baugeschichtlich von Bedeutung 09234235


Mietshaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 24
(Karte)
mit Laden, historisierende Klinker-Putz-Fassade, von

baugeschichtlichem Wert Klinkermischbauweise

09234236


Mietshaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 26
(Karte)
Putzbau mit Erker, ungewöhnliche Eckgestaltung,

von städtebaulichem Wert Putzfassade, Fensterläden, Erker

09234237


Mietshaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 28
(Karte)
mit Laden, repräsentative Klinkerfassade, im Stil des

Historismus, von bauhistorischem und städtebaulichem Wert Klinkerfassade, reiche Fassadengliederung, originale Haustür und Fenster

09234238


Doppelwohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 30, 32
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und

baugeschichtlichem Wert Klinkermischbauweise

09234248


Villa mit Einfriedung und Toreinfahrt Markneukirchen, Erlbacher Straße 31
(Karte)
historisierendes Klinkergebäude, von bauhistorischem Wert 09234239


Kirche mit Pfarrhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 45
(Karte)
Putzbau mit Dachreiter, noch im Sinne des Reformstils der Zeit um

1910, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert

09234240


Doppelmietshaus in ehemals geschlossener Bebauung Markneukirchen, Erlbacher Straße 47, 49
(Karte)
Putzfassade im Reformstil, von städtebaulichem und

bauhistorischem Wert

09234241


Mietshaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 48
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem Wert

Klinkerfassade

09234242


Wohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 50
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem Wert

Klinkerfassade

09234244


Wohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 56
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem Wert 09234245


Wohnhaus Markneukirchen, Erlbacher Straße 58
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem

Wert

09234246


Sachgesamtheit Friedhof Markneukirchen Markneukirchen, Friedhofsweg 16, 18, 20
(Karte)
Kapelle im Stil der Neogotik,

Gefallenendenkmal mit großem Kreuz aus Porphyrwerkstein, Bauten, Denkmale und Grabanlagen von ortshistorischem, baugeschichtlichem und personengeschichtlichem Wert Der neue Friedhof zu Markneukirchen wurde auf dem Alten Pfarrlehn um 1850 als sog. "Unterer Friedhof" (östl. Teil) neu angelegt. Um 1900 erfolgte eine Erweiterung in westliche Richtung, es entstand der sog. "Mittlere Friedhof" mit der Friedhofskapelle (1), dem Leichenhaus (2) und dem Friedhofsmeisterhaus (3). Nach 1910 wurde wiederum in westlicher Richtung erweitert. Es entstand der sog. "Obere Friedhof" (westlicher Teil). Im Laufe seiner Geschichte wurden die ursprünglich strenge rechtwinklige Wegeführung und demzufolge auch die Reihung der Grabstätten beibehalten. Die heute noch vorhandenen, wertvollen Altgehölze wurden nicht kontinuierlich gepflegt. Ein gärtnerischer Pflegeplan und ein Plan zur Gestaltung dieses Friedhofes wurde durch die Evangelische-Luth. Kirchgemeinde St. Nikolai unter Leitung von Landschaftsgestalter Parisius erarbeitet.

(1) Friedhofskapelle: einschiffige Halle aus roten Klinkern, mit steilem Satteldach, hohen Dachreiter, kupfergedeckt mit Laterne, das neugotische Eingangsportal mit Spitzbogen und flankierenden Fialen aus Werkstein (Sandstein), Spruch über zweiflügeliger Eingangstür: "Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden" Mtth. 5.4, Foto Nummer: CX/81/19, 26 und CX/31/36. (2) Leichenhaus: bildet mit Verwaltungsgebäude (3) und Kapelle (1) eine bauliche Einheit, Klinkergebäude mit Rundbogen-Zierfries aus Sandstein, steile gegeneinander laufende Satteldächer, mit Schieferschablonendeckung, Foto Nummer: CX/81/21, 22, 24. (3) Friedhofsverwaltungsgebäude: architektonische Gestaltung wie bei Leichenhaus (2), Foto Nummer: CX/81/22, 23, 24. östlicher (unterer) Teil (ältester Teil): (4) Familienerbbegräbnisstätte F.T. Merz mit Gruft ("Wandgrab"): Erbauer der Villa Merz mit Park, Merz war Kaufmann ("Fortschicker"), Grab: die Wand aus Bruchsteinen mit Klinkern an den Seiten gefasst, in der Mitte eine weiße Marmortafel in einer Wandnische mit der Inschrift "Ruhestätte der Familie F.T. Merz von einem profilierten gotisierenden Kielbogen aus Sandstein gefasst, Foto Nummer: CX/81/5. (5) Familiengrabstätte Theodor Willy Stark ursprünglich mit Gruft ("Wandgrab"): geb. 14.09.1872, gest. 03.03.1946, T.-E. Stark erbaute die Villa Stark mit Park, Kaufmann, Grab: Waschbetonwand, die Gedenkplatte aus Syenitgestein mit goldgefassten Namen und Daten, die Grabanlage mit gusseisernen, kniehohen Postamenten und schlichten Rohrprofilen, Foto Nummer: CX/81/6. (6) Familiengrabanlage (Erbbegräbnis) Schuster ("Wandgrab"): Grab: die Wand und die 2 Meter hohe massive Einfassung aus Muschelkalkwerkstein, mit Eingangsportal und geschmiedetem zweiflügeligem Tor, Foto Nummer: CX/31/35, 36 und CX/81/8, 9. (7) Familienerbbegräbnis Richard Adler mit Gruft: Wilhelm Richard Adler geb. 08.06.1849, gest. 01.07.1919, Max Carl Oskar Adler geb. 21.08.1884, gest. 09.09.1936, gründete die Holzblasinstrumentenfabrik in Markneukirchen, Grab: Granitsockel und Postamente mit Verdachungen rahmen die Gedenkplatten aus Syenitgestein (mit den Namen und Daten), die Mitte betonen zwei kannelierte dorische Säulen aus Marmor (?), eingefasst ist die Anlage mit gusseisernem Zaun, Foto Nummer: CX/81/11, 12. (8) Reihengrabstätte Curt Andorff: Curt Andorff gründete die später bedeutende Firma zur Herstellung von Signalhörnern, die sog. "Martins-Hörner" der Feuerwehr, bezeichnet nach dem späteren Unternehmer S.B. Martin, Grab: ein einfaches Postament aus mehreren Granit-Werksteinen zusammengefügt (9) Familiengrabstätte Rudolf Schuster: geb. 1848, gest. 1902, Rudolf Schuster war bedeutender Kunstmaler in Markneukirchen, Grab: die Einfassung der Grabstätte mit geschmiedeten Stahlprofilen, der Grabstein liegend (10) Reihengrabstätte Friedrich Glier: geb. 12.01.1891, gest. 25.01.1953, Friedrich Glier war bedeutender Organist in Markneukirchen, Grab: ein einfacher Granitwerkstein, Foto Nummer: CX/31/32. (11) Familienerbbegräbnisstätte Künzel mit Gruft ("Wandgrab"): Ernst Ferdinand Künzel geb. 28.09.1844, gest. 20.08.1901, war bedeutender Unternehmer und Gründer einer Instrumentensaitenfabrik in Markneukirchen, Grab: die einfachen Tafeln aus Syenitgestein mit vergoldeten Inschriften der Namen und Daten sind auf der verputzten Wand angebracht, die Einfriedung der Grabanlage mit gusseisernem Zaun, Foto Nummer: CX/81/4. (12) Familienerbbegräbnisstätte Oscar Paulus: geb. 27.02.1844, gest. 26.05.1904, Oscar Paulus war bedeutender Unternehmer in Markneukirchen, er errichtete das sog. "Paulus-Schlösschen" (heute Musikinstrumenten-Museum), Grab: ein "Wandgrab" aus großen Werksteinen (Sandstein) bestehend, die künstlerisch wertvollen Reliefs in der Formensprache des Jugendstiles, in der Wand in Brüstungshöhe ein Wasserbecken, vier gusseiserne Pflanzschalen in den Eckbereichen, die Einfriedung teilweise massiv mit Werksteinen, teilweise mit geschmiedeten Gittern und mit zweiflügeligem Eingangstor, Foto Nummer: CX/31/33, 34, 35. (13) Urnengrabstätte Familie Albert Brehmer: geb. 03.09.187.?, gest. 08.06.193.?, er gründete als bedeutender Unternehmer in Markneukirchen das Prägewerk, heute "PRAWEMA", Grab: ein kleiner Grabstein und ein Kreuz wohl aus Marmor, davor eine Platte mit Inschrift, Foto Nummer: CX/81/12. (14) Familiengrabstätte Dölling-Brückner: Dölling-Brückner war bedeutender Unternehmer in Markneukirchen, er gründete und betrieb erfolgreich eine Instrumentensaitenmacherei, Foto Nummer: CX/81/13, 14. (15) Familiengrabstätte S.B. Martin: S.B. Martin betrieb erfolgreich die bedeutende Produktion von Signalhörnern Max Martin (Sohn von S.B. Martin), geb. 07.03.1874, gest. 10.10.1938, Grab: eine dreiteilige Anlage, der mittlere Grabstein in barockisierender Formensprache, ursprünglich mit Bronzetafel für S.B. Martin, die Steine aus Muschelkalk, die gesamte Anlage von Rhododendronpflanzungen gerahmt, Foto Nummer: CX/81/2, 3. (16) Gräberfeld 1. und 2. Weltkrieg: mit zentral stehendem, ca. 4 Meter hohem Kreuz (erb. 1924) aus Porphyrwerkstein mit Wasserbecken und Einfassung aus profilierten Werksteinen für die Gefallenen des 1. Weltkrieges und später auch des 2. Weltkrieges mit Inschrift: "Für Euch" 1914-1918, 1939-1945 (nach 1990 eingemeißelt), darum flankierend und davor Einzelgräber, meist mit stilisierten Verdienstkreuzen auf Postamenten, Foto Nummer: CX/81/15, 16, 17, 18.

09301108


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Friedhof Markneukirchen Markneukirchen, Friedhofsweg 16, 18, 20
(Karte)
Kapelle im Stil der Neogotik, Gefallenendenkmal mit großem Kreuz aus Porphyrwerkstein, Bauten, Denkmale und Grabanlagen von ortshistorischem, baugeschichtlichem und personengeschichtlichem Wert

Der neue Friedhof zu Markneukirchen wurde auf dem Alten Pfarrlehn um 1850 als sog. "Unterer Friedhof" (östl. Teil) neu angelegt. Um 1900 erfolgte eine Erweiterung in westliche Richtung, es entstand der sog. "Mittlere Friedhof" mit der Friedhofskapelle (1), dem Leichenhaus (2) und dem Friedhofsmeisterhaus (3). Nach 1910 wurde wiederum in westlicher Richtung erweitert. Es entstand der sog. "Obere Friedhof" (westlicher Teil). Im Laufe seiner Geschichte wurden die ursprünglich strenge rechtwinklige Wegeführung und demzufolge auch die Reihung der Grabstätten beibehalten. Die heute noch vorhandenen, wertvollen Altgehölze wurden nicht kontinuierlich gepflegt. Ein gärtnerischer Pflegeplan und ein Plan zur Gestaltung dieses Friedhofes wurden durch die Evangelische-Luth. Kirchgemeinde St. Nikolai unter Leitung von Landschaftsgestalter Parisius erarbeitet.

(1) Friedhofskapelle: einschiffige Halle aus roten Klinkern, mit steilem Satteldach, hohen Dachreiter, kupfergedeckt mit Laterne, das neugotische Eingangsportal mit Spitzbogen und flankierenden Fialen aus Werkstein (Sandstein), Spruch über zweiflügeliger Eingangstür: "Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden" Mtth. 5.4 (2) Leichenhaus: bildet mit Verwaltungsgebäude (3) und Kapelle (1) eine bauliche Einheit, Klinkergebäude mit Rundbogen-Zierfries aus Sandstein, steile gegeneinander laufende Satteldächer, mit Schieferschablonendeckung (3) Friedhofsverwaltungsgebäude: architektonische Gestaltung wie bei Leichenhaus (2) (4) Familienerbbegräbnisstätte F.T. Merz mit Gruft ("Wandgrab"): Erbauer der Villa Merz mit Park, Merz war Kaufmann ("Fortschicker"), Grab: die Wand aus Bruchsteinen mit Klinkern an den Seiten gefasst, in der Mitte eine weiße Marmortafel in einer Wandnische mit der Inschrift "Ruhestätte der Familie F.T. Merz von einem profilierten gotisierenden Kielbogen aus Sandstein gefasst (5) Familiengrabstätte Theodor Willy Stark ursprünglich mit Gruft ("Wandgrab"): geb. 14.09.1872, gest. 03.03.1946, T.-E. Stark erbaute die Villa Stark mit Park, Kaufmann, Grab: Waschbetonwand, die Gedenkplatte aus Syenitgestein mit goldgefassten Namen und Daten, die Grabanlage mit gusseisernen, kniehohen Postamenten und schlichten Rohrprofilen (6) Familiengrabanlage (Erbbegräbnis) Schuster ("Wandgrab"): Grab: die Wand und die 2 Meter hohe massive Einfassung aus Muschelkalkwerkstein, mit Eingangsportal und geschmiedetem zweiflügeligem Tor (7) Familienerbbegräbnis Richard Adler mit Gruft: Wilhelm Richard Adler geb. 08.06.1849, gest. 01.07.1919, Max Carl Oskar Adler geb. 21.08.1884, gest. 09.09.1936, gründete die Holzblasinstrumentenfabrik in Markneukirchen, Grab: Granitsockel und Postamente mit Verdachungen rahmen die Gedenkplatten aus Syenitgestein (mit den Namen und Daten), die Mitte betonen zwei kannelierte dorische Säulen aus Marmor (?), eingefasst ist die Anlage mit gusseisernem Zaun (8) Reihengrabstätte Curt Andorff: Curt Andorff gründete die später bedeutende Firma zur Herstellung von Signalhörnern, die sog. "Martins-Hörner" der Feuerwehr, bezeichnet nach dem späteren Unternehmer S.B. Martin, Grab: ein einfaches Postament aus mehreren Granit-Werksteinen zusammengefügt (9) Familiengrabstätte Rudolf Schuster: geb. 1848, gest. 1902, Rudolf Schuster war bedeutender Kunstmaler in Markneukirchen, Grab: die Einfassung der Grabstätte mit geschmiedeten Stahlprofilen, der Grabstein liegend (10) Reihengrabstätte Friedrich Glier: geb. 12.01.1891, gest. 25.01.1953, Friedrich Glier war bedeutender Organist in Markneukirchen, Grab: ein einfacher Granitwerkstein (11) Familienerbbegräbnisstätte Künzel mit Gruft ("Wandgrab"): Ernst Ferdinand Künzel geb. 28.09.1844, gest. 20.08.1901, war bedeutender Unternehmer und Gründer einer Instrumentensaitenfabrik in Markneukirchen, Grab: die einfachen Tafeln aus Syenitgestein mit vergoldeten Inschriften der Namen und Daten sind auf der verputzten Wand angebracht, die Einfriedung der Grabanlage mit gusseisernem Zaun, (12) Familienerbbegräbnisstätte Oscar Paulus: geb. 27.02.1844, gest. 26.05.1904, Oscar Paulus war bedeutender Unternehmer in Markneukirchen, er errichtete das sog. "Paulus-Schlösschen" (heute Musikinstrumenten-Museum), Grab: ein "Wandgrab" aus großen Werksteinen (Sandstein) bestehend, die künstlerisch wertvollen Reliefs in der Formensprache des Jugendstiles, in der Wand in Brüstungshöhe ein Wasserbecken, vier gusseiserne Pflanzschalen in den Eckbereichen, die Einfriedung teilweise massiv mit Werksteinen, teilweise mit geschmiedeten Gittern und mit zweiflügeligem Eingangstor (13) Urnengrabstätte Familie Albert Brehmer: geb. 03.09.187.?, gest. 08.06.193.?, er gründete als bedeutender Unternehmer in Markneukirchen das Prägewerk, heute "PRAWEMA", Grab: ein kleiner Grabstein und ein Kreuz wohl aus Marmor, davor eine Platte mit Inschrift (14) Familiengrabstätte Dölling-Brückner: Dölling-Brückner war bedeutender Unternehmer in Markneukirchen, er gründete und betrieb erfolgreich eine Instrumentensaitenmacherei 14. (15) Familiengrabstätte S.B. Martin: S.B. Martin betrieb erfolgreich die bedeutende Produktion von Signalhörnern Max Martin (Sohn von S.B. Martin), geb. 07.03.1874, gest. 10.10.1938, Grab: eine dreiteilige Anlage, der mittlere Grabstein in barockisierender Formensprache, ursprünglich mit Bronzetafel für S.B. Martin, die Steine aus Muschelkalk, die gesamte Anlage von Rhododendronpflanzungen gerahmt, (16) Gräberfeld 1. und 2. Weltkrieg: mit zentral stehendem, ca. 4 Meter hohem Kreuz (erb. 1924) aus Porphyrwerkstein mit Wasserbecken und Einfassung aus profilierten Werksteinen für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges mit Inschrift: "Für Euch" 1914-1918, 1939-1945 (nach 1990 eingemeißelt), darum flankierend und davor Einzelgräber, meist mit stilisierten Verdienstkreuzen auf Postamenten

09234249


Wohnhaus mit Anbau Markneukirchen, Fruchtmarkt 4
(Karte)
im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, noch von spätklassizistischer Wirkung, aufwändige Fassadengestaltung, von baugeschichtlichem und städtebaulichem Wert

Guter Originalzustand, Balkon, Putznutung im EG, Putzstuckornamentik im Obergeschoss

09234250


Mietshausgruppe mit Vorgarten Markneukirchen, Gartenstraße 2, 4, 6
(Karte)
in Klinkerbauweise, von baugeschichtlichem Wert

Klinkerbauweise, roter Klinker

09234251


Wohnhaus Markneukirchen, Gartenstraße 9
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert

Klinkermischbauweise, gelber und oranger Klinker, Eckquaderung

09234254


Mietshaus und Hinterhaus Markneukirchen, Gartenstraße 10
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert 09234255


Mietshaus Markneukirchen, Gartenstraße 12
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert

Klinkerbauweise, Betonfenstergewände

09234256


Wohnhaus Markneukirchen, Hohe Straße 2
(Karte)
mit Ladeneinbau, einfach gestaltete Putzfassade, von bauhistorischem Wert 09234259


Ehemaliges Amtsgericht und Gefängnisgebäude Markneukirchen, Johann-Sebastian-Bach-Straße 13
(Karte)
Gerichtsgebäude repräsentativer Putzbau, im Stil der deutschen Neorenaissance, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert

Aufwändige profilierte Tür- und Fenstergewände ausPorphyrwerksteinen, harmonisch proportionierter Baukörper, ab 1952 als Musikschule genutzt

09234262


Wohnhaus Markneukirchen, Kirchsteig 9
(Karte)
mit verbretterter Blockstube, eingeschossiges Doppelstubenhaus, von bauhistorischem Wert

Mit Rußküche, Blockbauweise

09234264


Wohnhaus Markneukirchen, Kirchstraße 1
(Karte)
mit Laden, historisierender Putzbau, von großer städtebaulicher Bedeutung

Putzstuck, Fensterüberdachungen im Obergeschoss

09234266


Ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus Markneukirchen, Kirchstraße 6
(Karte)
architektonisch anspruchsvoll gestalteter Klinkerbau, im Stil des Historismus, errichtet für die Musikinstrumentenbau- und Saiten-Firma F. T. Merz, von baugeschichtlichem, künstlerischem und städtebaulichem Wert

dreigeschossig, repräsentatives Bürgerhaus in Klinkermischbauweise, zwei Seitenrisalite, aufwändige Fassadengestaltung im Stil der Neurenaissance, Ornamentik aus Putzstuck und plastischer Schmuck, Zahnschnittfries unter der Traufe, das hohe Sockelgeschoss (EG) aus Rustikamauerwerk (Sandsteinquader), Fensterverdachungen mit Dreiecksgiebeln, die profilierten Fenstergewände aus Sandstein, flankierende Risalite mit Pilastergliederung, Säulen der Balkone, Brüstungsfelder und Fassadenspiegel aus Porphyrwerkgestein

09234267
Wohnhaus Markneukirchen, Kirchstraße 12
(Karte)
schlichter Putzbau, Zeugnis der vorgründerzeitlichen Ortsbebauung, von ortsentwicklungsgeschichtlichem Wert 09234268


Wohnhaus Markneukirchen, Klingenthaler Straße 8
(Karte)
repräsentativer Klinkerbau mit Neorenaissanceformen, baugeschichtlich von Bedeutung

Mezzaningeschoss, ehemals Klinkerfassade, überstrichen

09234269


Wohnhaus Markneukirchen, Klingenthaler Straße 14
(Karte)
reich strukturierter Klinkerbau mit Balkon, in gutem Originalzustand, baugeschichtlich von Bedeutung

Klinkerfassade, Holzvorhäuschen, Balkon

09234270


Wohnhaus Markneukirchen, Klingenthaler Straße 22
(Karte)
zeittypischer historisierender Putzbau, baugeschichtlich von Bedeutung

Putzfassade, Putznutung im EG, Holzbalkon

09234271


Wohnhaus Markneukirchen, Klingenthaler Straße 44
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, mit baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, kleine Villa, Holzvorhäuschen am Hauptzugang

09234272


Wohnhaus Markneukirchen, Krumme Straße 1
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, markant im Straßenraum positionierter Bau, Pendant zu Breite Straße 55, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung 09305156


Wohnhaus Markneukirchen, Krumme Straße 10
(Karte)
repräsentative historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade mit rotem und gelbem Klinker, reich verzierte Fenstergewände

09234276


Wohnhaus Markneukirchen, Leithen 1
(Karte)
historisierende Putzfassade in zeittypischer Gestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung 09305153


Wohnhaus Markneukirchen, Leithen 13
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges verbrettertes Wohnhaus, baugeschichtlich von Bedeutung 09234277


Ehemaliges Wohnstallhaus Markneukirchen, Leithen 18
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Doppelstubenhaus, von baugeschichtlichem Wert

Umschrot, 4-bogige Oberlaube, tonnengewölbter Keller, Fachwerk verbrettert

09234278


Mietshaus Markneukirchen, Lessingstraße 1
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüber- dachung im Obergeschoss, s.a. Lessingstr. 3,5,7

09234279


Mietshaus Markneukirchen, Lessingstraße 3
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, s.a. Lessingstr. 1,5,7

09232533


Mietshaus Markneukirchen, Lessingstraße 5
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, s.a. Lessingstr. 1,3,7

09232534


Mietshaus Markneukirchen, Lessingstraße 7
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von städtebaulichem und bauhistorischem Wert

Klinkerfassade, mit plastischem Schmuck, Fensterüberdachung im Obergeschoss, s.a. Lessingstr. 1,3,5

09232605


Mietshaus Markneukirchen, Lessingstraße 12
(Karte)
historisierende Putzfassade, von städtebaulichem Wert

Putzfassaden, s.a. Lessingstr. 6,8,10

09232910


Pflegeheim Markneukirchen, Ludwigsweg 50
(Karte)
zeittypisches Gebäude im Heimatstil, erbaut als HJ-Heim, von

sozialhistorischem und stadtgeschichtlichem Wert Einstöckig, Kratzputz, Fensterläden, nach 1945 als Krankenhaus genutzt

09234351


Postmeilensäule Markneukirchen, Lutherplatz
(Karte)
Halbmeilensäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung

Denkmaltext Kursächsische Halbmeilensäule mit originalem Schaft aus Granitwerkstein und verschiedenen Inschriften. 1. Spiegel: "AR" "Adorff 1 St.", "1725", "Posthornzeichen", 2. Spiegel: "AR" "Stadt St. 1/4" "1725", "Posthornzeichen", seitlich ist die Reihennummer 78 angebracht. Die Säule stand ursprünglich an der Straße von Adorf nach Markneukirchen am Chausseehaus, wurde dann in ein Gartengrundstück unweit des "Steinknock" versetzt. 1934 wiederentdeckt, 1945 verloren gegangen, 1952 wiederentdeckt und 1955 restauriert am heutigen Platz um 90° verdreht aufgestellt. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.

LfD/2013 Halbmeilensäule, Schaft original, Sockel und Kopfstück erneuert, Inschriften: 1. Spiegel: "AR" "Adorff 1 St.", "1725", "Posthornzeichen", 2. Spiegel: "AR" "Stadt St. 1/4" "1725", "Posthornzeichen", seitlich ist die Reihennummer 78 angebracht, steht nicht am Originalstandort

09234281


Wohn- und Geschäftshaus Markneukirchen, Lutherplatz 2
(Karte)
repräsentative historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem und städtebaulichem Wert 09234283


Doppelmietshaus Markneukirchen, Lutherplatz 3, 4
(Karte)
repräsentative Fassade im Stil der Neurenaissance, Mittelachse durch Erker hervorgehoben, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Originale Haustür, Erker, französische Balkone, Klinkermischbauweise, reiche Fassadengliederung, im Eingangsbereich Atlanten, Erker tragend

09234287


Mietshaus Markneukirchen, Lutherplatz 6
(Karte)
historisierender Klinkerbau, von städtebaulichem Wert

Klinkerbauweise, originale Haustür

09234284


Mietshaus Markneukirchen, Lutherplatz 8
(Karte)
historisierender Klinkerbau, von städtebaulichem Wert

Klinkerbauweise, originale Haustür

09234285


Wohn- und Geschäftshaus Markneukirchen, Lutherplatz 9
(Karte)
repräsentativer Klinkerbau mit Balkons, im Stil des Historismus, ehemals Musikinstrumentengroßhandlung Max Otto, von ortshistorischem und städtebaulichem Wert

Klinkermischbauweise, Balkone, originale Haustür und Fenster, gelber Klinker, Firma Max Otto (MOM =Max Otto, Markneukirchen) wurde 1892 gegr., Großhandlung für Musikinstrumente und Saiten

09234286


Wohnhaus Markneukirchen, Neue Straße 1
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von bauhistorischem Wert

Klinkerfassade überstrichen, zusammen mit Nachbargebäude, einer ehem. Post, errichtet

09234290


Zwei Kriegerdenkmale Markneukirchen, Oberer Markt
(Karte)
von ortsgeschichtlichem Wert Denkmalanlage 1. Weltkrieg aus Muschelkalkstein 09234288


Kirche mit Lutherbüste und Gedenktafel Markneukirchen, Oberer Markt 1
(Karte)
repräsentativer Sakralbau, Saalkirche mit drei Apsiden und Westturm, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, von städtebaulichem, ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Putzbau, achteckiger Turm mit oktogonalem Abschluss, Innenraumausmalung im zeitgleichen Stil restauriert, Außen: Lutherbüste auf einer profilierten Konsole aus Granitgestein, an der Südfassade, darunter zwei Gedenktafeln, 1. Tafel: Zum 400. Geburtstag von Martin Luther am 10.11.1893 "Zum Gedächtnis des großen Reformators Dr. Martin Luther" 14. Novbr. 1483, Hebr. 13.7", 2. Tafel: Zur 400. Wiederkehr der Reformation 1917 ("Zur vierten Jahrhundertfeier der Reformation" 1517-1917, Römer 3.28)

09234186


Ehemaliges Rathaus Markneukirchen, Oberer Markt 3
(Karte)
repräsentativer Putzbau, markant die beiden Treppengiebel, im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts, erbaut als Rathaus, von 1852 bis 1902 Amtsgericht, später Ärztehaus, von städtebaulichem, baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert

Grundsteinlegung 22.08.1843 als Rathaus, ab 26.1.1852 Amtsgericht

09234292


Wohnhaus Markneukirchen, Oberer Markt 5
(Karte)
markanter Putzbau, Fassade noch von klassizistischer Wirkung, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Putzquaderung im EG, vermutlich Sitz der Firma: "Überseeische Nutzhölzer und Bogenhaare"

09234293


Mietshaus Markneukirchen, Oberer Markt 13
(Karte)
ehemals mit Laden, repräsentative Putzfassade, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert 09234294


Mietshaus und drei Hintergebäude Markneukirchen, Oberer Markt 15
(Karte)
gegliederter Putzbau mit Tordurchfahrt, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert 09234295


Villa Markneukirchen, Pestalozzistraße 19
(Karte)
herrschaftliches Gebäude im vornehmen Heimatstil, Anklänge an die Zeit um 1800, Architekt: Paul Schultze-Naumburg, erbaut für den Musikinstrumentenhändler und -fabrikanten Albert Schuster, von baukünstlerischem und bauhistorischem Wert

Ehemalige Schuster-Villa, heute Holzblasinstrumentenbau Mönnig und Adler, Albert Schuster war Mitinhaber der Firma Gebr. Schuster (Martin und Albert Schuster), die Firma wurde 1854 durch (Heinrich) Woldemar Schuster (1829-1915) gegründet, vermutlich der Vater der beiden Brüder, Fabrikation von Streich- und Zupfinstrumenten sowie Handel mit Musikinstrumenten aller Art, Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel, Fensterläden, Mansarddach mit Schieferdeckung, der Hauseingangsbereich im Stile des Neuklassizismus ausgemalt, die große Haushalle mit mehrläufiger Treppe, Belichtung über Oberlicht

09234299


Wohn- und Geschäftshaus Markneukirchen, Pestalozzistraße 21
(Karte)
repräsentative Klinkerfassade im Stil des Historismus, erbaut für die Musikinstrumentenhändler- und -fabrikantenfamilie Schuster, von ortsgeschichtlichem und bauhistorischem Wert

Klinkerfassade

09234300


Wohnhaus Markneukirchen, Pestalozzistraße 23
(Karte)
historisierender Klinkerbau in gutem Originalzustand von baugeschichtlichem Wert

Zweigeschossiger Klinkerbau auf rechteckigem Grundriss, in Mitte der Straßenfassade polygonaler Vorbau mit kräftigem Gurtgesims, Fassade weiterhin gegliedert durch Fenstergewände, waagerechte Fensterverdachungen und Putz- oder Natursteinbänder, flach abschließendes Walmdach, mittig angeordnete Gaube mit Blendgiebel, dieser durch Segmentbogen abschließend.

09231818


Ehemaliges Wohnstallhaus Markneukirchen, Platten 32
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk, mit Blockstube, von baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss, gezapfte Holzverbindungen, EG massiv, teilweise in Blockbauweise, Wirtschaftsteil verbrettert, Giebeldreieck verbrettert, eng stehende Fachwerkständer, hofseitig Oberlaube

09234301


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 15
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Mansarddach, von baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss, Walmdach, Giebeldreieck verkleidet, Giebel verbrettert, EG massiv, dieses Haus hat den großen Stadtbrand überdauert

09234303


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 16
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verschiefert, Fachwerkwohnhaus aus der Zeit vor dem letzten Stadtbrand, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Zweigeschossig, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert und verschiefert, EG Ziegelmauerwerk, möglicherweise unterfahren, Kehlbalkendach, Satteldach, Fenster und Türen (auch im Inneren) modernisiert, im Obergeschoss teilweise Dachgeschossausbau, daher Dach abgewinkelt (Giebel zur Hoftraufseite), gehört zu wenigen Bauten, die aus Zeit vor letztem Stadtbrand erhalten blieben

09236673


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 17
(Karte)
Fachwerk-Obergeschoss verputzt, schlichter kleinstädtischer Bau, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss verputzt, EG vermutlich massiv, Garageneinbau

09234304


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 18
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk teilweise verbrettert bzw. verputzt, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss teilweise verbrettert bzw. verputzt, EG massiv - Ziegelmauerwerk

09234305


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 19
(Karte)
Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, mit Blockstube im Erdgeschoss, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss, EG teilweise Blockbauweise

09234306


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 20
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, teilweise verputzt, EG massiv

09234307


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 22
(Karte)
Obergeschoss zum Teil Fachwerk verbrettert, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Vorderer Hausteil noch original, ansonsten teilweise massiv, in 2. Hälfte 19.Jh. angebaut

09234308


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 24
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verputzt, kleinstädtisches Wohnhaus, von ortsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Blieb nach letztem großen Stadtbrand von 1840 stehen, Fachwerk-Obergeschoss, Türstock Holz

09234309


Wohnhaus Markneukirchen, Plauensche Straße 26
(Karte)
schlichter Putzbau, von ortsentwicklungsgeschichtlichem und baugeschichtlichem Wert

Haus gehört zu den wenigen Gebäuden, die nach dem letzten großen Stadtbrand von 1840 stehenblieben

09234310


Wartehalle Markneukirchen, Poststraße
(Karte)
hölzerne Wartehalle, an der ehemaligen Bahnstrecke Siebenbrunn - Markneukirchen - Erlbach, typischer Zweckbau in gutem Originalzustand, von regionalhistorischem Wert

eingeschossig, Fachwerk mit Ziegelausmauerung, Holzverschalung mit Deckleisten, Satteldächer vorkragend mit verzierten Pfettenköpfen, Strecke am 26.09.1909 eröffnet, orts- und verkehrsgeschichtlich bedeutsam

09233953


Wohnhaus Markneukirchen, Roter Markt 20
(Karte)
mit Ladeneinbau, Obergeschoss Fachwerk verkleidet, von baugeschichtlichem Wert

Fachwerk-Obergeschoss verbrettert und verkleidet, EG mit nachträglichem Ladeneinbau

09234311


Mietshaus Markneukirchen, Rudolf-Schuster-Straße 2
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, Eckerker, Ensemble mit Nachbarbauten, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkerbauweise, wichtig für Straßenraum

09234312


Mietshaus Markneukirchen, Rudolf-Schuster-Straße 4
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, Ensemble mit Nachbarbauten, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkerbauweise

09234313


Mietshaus Markneukirchen, Rudolf-Schuster-Straße 6
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, Ensemble mit Nachbarbauten, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkerbauweise

09234314


Mietshaus Markneukirchen, Schillerstraße 1
(Karte)
historisierende Klinkerfassade mit Jugendstilornamentik, Eckerker, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

Klinkermischbauweise, Jugendstilornamentik

09234315
Mietshaus Markneukirchen, Schillerstraße 2
(Karte)
Klinkerfassade mit Jugendstilornamentik, von städtebaulichem Wert

Klinkerfassade,

09234316


Mietshaus Markneukirchen, Schillerstraße 3
(Karte)
Klinkerfassade mit Jugendstilornamentik, von städtebaulichem Wert

Glasierte Ziegel, Bauornamentik-Beton

09234317


Mietshaus Markneukirchen, Schillerstraße 5
(Karte)
Putz-Klinker-Fassade mit Jugendstilornamentik, von

städtebaulichem Wert Klinkermischbauweise

09234319


Wohnhaus Markneukirchen, Schönecker Straße 17
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss ebenfalls verbrettert, als

ehemaliges Wohnhaus des Dichters Julius Mosen (1803-1867) von personengeschichtlichem Wert Historisch bedeutsam, das Haus überstand als eines des Wenigen den Stadtbrand von 1840

09234321


Schule und Turnhalle Markneukirchen, Schulstraße 3
(Karte)
repräsentativer Klinkerbau, im Stil des Historismus, von städtebaulichem,

bauhistorischem und ortsgeschichtlichem Wert Ehemalige Knaben- und Mädchenschule, Grundsteinlegung 26.7.1890, Weihe 14.7.1892, später Grundschule und Gymnasium

09234327


Villa mit Einfriedung und Toranlage Markneukirchen, Schulstraße 4
(Karte)
repräsentative Klinkerfassade, im Stil des Historismus, von

baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade, 1929 wohnhaft Fabrikdirektor Richard Bauer und Kaufmann Theodor Bauer

09234328


Villa mit Einfriedung und Toranlage Markneukirchen, Schulstraße 5
(Karte)
historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert

1929 wohnhaft: Witwe Eleonore Heberlein sowie Kaufmann Helmut Schuster und Fabrikant Martin Schuster

09234329


Villa mit Einfriedung Markneukirchen, Schulstraße 6
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem Wert 09305155


Villa mit Toreinfahrt und Resten der Einfriedung Markneukirchen, Schulstraße 12
(Karte)
repräsentative historistische Putzfassade, von

baugeschichtlichem Wert Putzfassade, wohnhaft 1929 Bogenmacher Kurt Neudel, die beiden Handlungsgehilfen Helmut Otto und Theodor Otto sowie Fabrikant Theodor Otto

09234330


Villa mit Einfriedung und Toranlage Markneukirchen, Schulstraße 14
(Karte)
repräsentative Klinkerfassade, im Stil des Historismus, von

baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade, Plastik im Eingangsbereich, wohnhaft 1929: Richard Lederer, Fabrikant und Bruno Klemm, Fabrikant

09234331


Wohnhaus Markneukirchen, Schützenstraße 7
(Karte)
repräsentative historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert

Putzquaderung, aufwändige Fassadengliederung, schöne Haustüren

09234323


Wohnhaus Markneukirchen, Schützenstraße 10
(Karte)
historistische Putzfassade, von baugeschichtlichem Wert

Putzfassade, originale Fassadengliederung

09234325


Wohnhaus Markneukirchen, Schützenstraße 29
(Karte)
villenartiges Klinkergebäude mit hölzernem Eingangshäuschen, im Stil

des Historismus, von baugeschichtlichem Wert Klinkerfassade, Lisenengliederung, originaler Vorbau als Holzkonstruktion

09234326


Mietshaus Markneukirchen, Schützenstraße 64
(Karte)
mit Laden, markante Klinkerfassade, durch Eckerker

betont, baugeschichtliche und städtebauliche Bedeutung dreigeschossiger gelber Klinkerbau mit Dachausbau, gestalterische Eckbetonung durch Giebel (einer Zahnschnitt, zwei mit Voluten), Fassadengestaltung durch Putzspiegel, im EG Fensterbekrönungen

09302702


Wohnhaus, Hintergebäude und Toreinfahrt Markneukirchen, Straße des Friedens 1
(Karte)
Putzbau mit Laden,

von städtebaulichem Wert Tor: Inschrift "Nur munter herein/hier sind die staubigen Füße erlaubt/Doch wem das Herz und der Sinn verstaubt/Der lasse uns allein"

09234332


Mietshaus Markneukirchen, Straße des Friedens 5
(Karte)
mit Laden, stattlicher historistischer Putzbau, von städtebaulichem

und baugeschichtlichem Wert EG Tor, Fensterüberdachungen im Obergeschoss

09234333


Mietshaus Markneukirchen, Straße des Friedens 11
(Karte)
mit Laden, markant gestaltete Putzfassade, von städtebaulichem

und baugeschichtlichem Wert Putzfassade mit Putzstuck, vermutlich ehem. Geschäftshaus

09234334


Wohnhaus Markneukirchen, Straße des Friedens 15
(Karte)
mit Läden, klassizistische wirkende Putzfassade, von

städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert

09234335


Wohnhaus Markneukirchen, Straße des Friedens 26
(Karte)
mit Läden, schlichter Putzbau mit Eckbetonung, von

städtebaulichem Wert Platzbildend, Fassade um 1930 überformt mit Haustür aus dieser Zeit

09234337


Wohnhaus Markneukirchen, Straße des Friedens 32
(Karte)
historisierende Putzfassade, markanter Kopfbau einer Hauszeile,

städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung

09305154


Ehemaliges Sägewerk Markneukirchen, Trobitzschen 12
(Karte)
von technikgeschichtlichem Wert 09233072


Gerberwohnhaus Markneukirchen, Trobitzschen 14
(Karte)
schlichter

Putzbau mit Mansarddach, Nebengebäude mit Fachwerk-Obergeschoss, mit seltener Oberlaube zum Hof, von ortsgeschichtlichem, bauhistorischem und technikgeschichtlichem Wert Wohnhaus mit Oberlaube, aus der Informationstafel des Heimatvereins e. V. Markneukirchen (Auszug): Dieses Haus erbaut um 1700 überstand unbeschädigt den Stadtbrand von 1840, damals im Besitz der Bogenmacherfamilie Knopf, 1859 erworben durch den Rotlohgerbermeister Carl Cottlob Schuster (Gerberei), seitdem "Gerber Hans" (Spitzname), sein Sohn Carl August Schuster errichtete 1878 eine Dampflohmühle, seit 1884 Sägewerk und Holzhandlung, Holzzuschnitt besonders für die Musikindustrie, letzter Besitzer war Erich Schuster, bis 1991 war das Sägewerk mit Transmissionsantrieb in Betrieb

09234338


Wohnhaus Markneukirchen, Unterer Markt 2
(Karte)
mit Ladeneinbauten, streng gegliederte,

historistische Putzfassade, von städtebaulichem und baugeschichtlichem Wert Mezzaningeschoss, Putzquaderung im EG, Ladeneinbau um 1900

09234339


Brunnen mit Brunnenplastik Markneukirchen, Unterer Markt 2 (vor)
(Karte)
benannt nach ehemaligen Bürgermeister Theodor Zschucke, von

personengeschichtlichem, ortsgeschichtlichem und künstlerischem Wert Putto, Musik spielend sowie Löwenkopf, Bronze/Sandstein

09234289


Mietshaus Markneukirchen, Unterer Markt 10
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, von baugeschichtlichem und

städtebaulichem Wert dreigeschossiges Gebäude, historistische Fassadengliederung, im neuromanischen Rundbogenstil, Bleiglasfenster an Dachgaupe und im Treppenhaus, ornamentaler Fries unter Dach, rundbogige Fenster, in Obergeschoss Fenster original, ursprünglich zweigeschossiges Gebäude, um 1900 aufgestockt, im Hinterhaus Paulus Saitenfabrik (gegr. 1828, siehe auch Breite Straße 35)

09234341


Mietshaus Markneukirchen, Unterer Markt 16
(Karte)
mit Laden, gut gegliederte historistische Putzfassade, von

baugeschichtlichem Wert Originale Putzgliederung, Haustor, ursprünglich wohl zweigeschossig, um 1900 aufgestockt

09234342


Wohnhaus Markneukirchen, Unterer Markt 18, 20
(Karte)
mit Läden, einfache Putzfassade mit

Figuren-Nische, von baugeschichtlichem Wert In Nische Bauplastik: Lyra-Spieler, Ladeneinbauten um 1900

09234344


Ehemaliges Wohnhaus Markneukirchen, Unterer Markt 26, 28
(Karte)
klassizistisch wirkende Putzfassade, von städtebaulichem Wert 09234343


Wohnhaus Markneukirchen, Wernitzgrüner Straße 55
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, über dem Eingang säulengestützter Balkon,

von baugeschichtlichem Wert

09234345


Wohnstallhaus Markneukirchen, Zimmerloh 57
(Karte)
in vogtlandtypischer Bauweise, Obergeschoss Fachwerk verbrettert,

Erdgeschoss verbrettert, von baugeschichtlichem Wert zweigeschossiges Wohnstallgebäude Fachwerk verkleidet bzw. verbrettert, Krüppelwalmdach

09234348


Bauernhof Markneukirchen, Zimmerloh 61
(Karte)
Wohnhaus Obergeschoss

Fachwerk, Obergeschoss und Erdgeschoss verkleidet, Scheunen verbrettert, von baugeschichtlichem Wert ein typischer Parallelhof, Fachwerk verkleidet bzw. verbrettert.

09234349


Wohnstallhaus Markneukirchen, Zimmerloh 71
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges Gebäude, Blockstube verkleidet, von

baugeschichtlichem Wert Fachwerk verbrettert, einstöckig

09234350

Schönlind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bauernhof Schönlind, Buttergrund 2
(Karte)
Wohnstallhaus Obergeschoss Fachwerk verbrettert,

Scheunen verbrettert, Gehöft in vogtlandtypischer Bauweise, von baugeschichtlichem Wert

09234352


Dreiseithof Schönlind, Sohler Weg 6
(Karte)
vogtlandtypisches eingeschossiges

Wohnstallhaus mit verbrettertem Fachwerkgiebel, Wirtschaftsbauten verbrettert, von baugeschichtlichem und landschaftsprägendem Wert Kleiner Bauernhof, Seitengebäude verbrettert, Wohnhaus: EG teilweise massiv, Giebeldreieck massiv, einstöckig

09234353

Siebenbrunn/Sträßel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Doppelwohnhaus Siebenbrunn/Sträßel, Am Bahnhof 1, 1a
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, ehemals im Besitz des Musikinstrumente-Firma C. A. Wunderlich, von ortsgeschichtlichem Wert

Ursprünglich Fa. C.A. Wunderlich, Musikinstrumentenfirma

09234355


Ehemaliges Wohnstallhaus Siebenbrunn/Sträßel, Am Bahnhof 3
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, von baugeschichtlichem Wert

EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert

09234354


Villa Siebenbrunn/Sträßel, Breitenfelder Straße 9
(Karte)
zeittypischer, qualitätvoll gestalteter Putzbau in gutem Originalzustand, im Stil des Historismus, von baugeschichtlichem Wert

Zweigeschossiger Putzbau auf rechteckigem Grundriss mit Mansardwalmdach, regelmäßig gegliederte Fassaden, 3 x 4 Fensterachsen, Rechteckfenster mit waagerechten Fensterverdachungen sowie Dreieckgiebel- und Segmentbogenverdachungen, Türportal mit Segmentbogenverdachung, zweiflüglige originale Haustür mit Glaseinsätzen und Ziervergitterung sowie Oberlicht, Eckquaderung, Mittelrisalite, verzierte Holzveranda, im Inneren guter Originalzustand: alte Türen erhalten u. a. mit Glasätzungen und Farbglas, eine Tür mit Segenswunsch: " An Gottes Segen ist alles gelegen", Fliesen im Hausflur, schöner weißer Kachelofen aus Erbauungszeit geschmückt mit Medaillon und floralen und figuralen Motiven, Denkmalwert: baugeschichtlicher Wert als Beispiel Bauauffassung Jahrhundertwende, künstlerischer Wert durch qualitätvolle Außen- und Innengestaltung, singulär durch Einzelentwurf, schöpferische Umsetzung zeittypischer Architekturauffassungen, sehr guter Originalzustan.

09234484


Wohnstallhaus Siebenbrunn/Sträßel, Brunnenweg 2
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Mansarddach, von baugeschichtlichem Wert

EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, Mansarddach

09234356


Postmeilensäule Siebenbrunn/Sträßel, Remtengrüner Straße 2 (neben)
(Karte)
Kopie einer Halbmeilensäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung,

Denkmaltext Kopie einer Kursächsischen Halbmeilensäule aus Granit, mit verschiedenen Inschriften. Spiegel 1. "AR", "Wildstein 4 St. Eger 6 St. 1/2" "1725" und das vergoldete Posthornzeichen. Seitlich ist die Reihennummer 78 angebracht. Die Säule war ursprünglich Teil der Poststraße Adorf - Wilstein - Eger (Cheb) und stand vor der Kollusmühle in Siebenbrunn. 1980 wurde das Kopfstück im Fundament einer Scheune an der Remtengrüner Straße 1 entdeckt und bei der Restaurierung 1992 in der Säule verbaut. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679 – 1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.

LfD/2013 Kopie einer Halbmeilensäule, Der Sockel und Kopfteil der Halbmeilensäule gingen verloren und wurden nach 1992 rekonstruiert. Bezeichnung der Halbmeilensäule: "AR" für Augustus Rex, "1725" und "78" sowie "Wildstein 4 St. Eger 6 St. 1/2". Ursprünglicher Standort: vor der Kollusmühle in Siebenbrunn, gehörte zu den Meilensäulen auf der Straße nach Eger, von denen die Nummer 79 in Landwüst und die Nummer 81 in Rohrbach erhalten blieben.

Reihennummer 78, Kopie unter Einbeziehung historischer Teile der alten Halbmeilensäule,

09234359


Wohnstallhaus Siebenbrunn/Sträßel, Sträßler Berg 3
(Karte)
gut erhaltenes Fachwerkhaus, mit Blockstube, von baugeschichtlichem

Wert Fachwerk-Obergeschoss instandgesetzt, die Blockstube denkmalgerecht renoviert, Krüppelwalmdach mit Schieferschablonendeckung in altdeutscher Verlegeart

09234357

Wernitzgrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Leichenhalle, Kriegerdenkmal und zwei Gedenksteine Wernitzgrün
(Karte)
ortsgeschichtlich von Bedeutung

Leichenhalle: eingeschossiges kleines rotes Klinkergebäude mit hellen Zierklinkern, die Schmuckformen unterhalb der Dachtraufe und an den Gebäudekanten, Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges: neben dem Friedhofseingang, ein ca. 2 Meter hoher Granitwerkstein mit Inschrift: "ZU EHERN IHRER IM WELTKRIEG 1914-1918 GEFALLENEN HELDEN! - DIE DANKBARE GEMEINDE WERNITZGRÜN". Dieser Stein wird von vier ca. 3 Metern hohen, im Halbkreis stehenden Stelen gefasst, die Stelen mit den Namen und Sterbedaten, auf den Stelen liegt bogenförmiger Architrav mit Inschrift: "HEIMAT - SIE GABEN IHR ALLES. IHR LEBEN. IHR BLUT - FÜR UNS!" Gedenkstein für die Opfer des 2. Weltkrieges: unmittelbar rechts neben dem Ehrenmal, dieser kleine Werkstein aus Syenit mit Inschrift: "ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER DES 2. WELTKRIEGES 1939-1945", ein weiterer vermutlich forstkundlicher Gedenkstein, jedoch ohne zeitliche Zuordnung, da fehlende Inschrift, bildhauerisch unausgearbeitet: ein Hut auf Ehrenkranz alles aus Granitgestein, etwas weiter links neben dem großen Ehrenmal

09234475


Wohnstallhaus Wernitzgrün, Landwüster Straße 16
(Karte)
eingeschossiges verbrettertes Gebäude, vermutlich mit Blockstube, von baugeschichtlichem

Wert Verbrettert, vermutlich Blockstube

09234476


Wohnhaus Wernitzgrün, Landwüster Straße 19
(Karte)
markanter Putzbau, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung 09305150


Ehemalige Zollstation und vier Zollbeamtenwohnhäuser Wernitzgrün, Zollstraße 25, 26, 27, 28, 29
(Karte)
im Heimatstil,

regionalgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung Zollbeamtenwohnhäuser (Typ A)

09234477

Wohlhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Triangulationssäule Wohlhausen
(Karte)
mehrteilig, Station der Königlich-Sächsischen Triangulation, Netz 2. Ordnung, wissenschaftsgeschichtlich und technikgeschichtlich von Bedeutung

Denkmaltext Im Zeitraum 1862 bis 1890 erfolgte im Königreich Sachsen eine Landesvermessung, bei der zwei Dreiecksnetze gebildet wurden. Zum einen handelt es sicDie Station 147-Hohenbrand wurde an der höchsten Stelle des hohen Brands zwischen Gopplasgrün und Zwota, südlich der Hauptbiegung der Markneukirchen-Klingenthaler Strasse errichtet. Die benötigte Fläche wurde durch Kaufvertrag vom 7. August 1876 vom Saitenfabrikanten J. G. Schuster in Markneukirchen erworben. Die ursprüngliche Säule aus Ziegelmauerwerk stand, entgegen der Notiz Nagels, nicht an der höchsten Stelle des Berges, sondern bereits am jetzigen Standort. Diese Säule wurde schon 1893 auf dem alten Unterbau durch die jetzt vorhandene Granitsäule mit einer Höhe von ca. 5,2 m ersetzt. Die neue Säule trägt die Jahreszahlen der Errichtung beider Säulen, 1876 und 1893. Ihr Oberbau besteht aus sieben quadratischen Blöcken, die sich im Querschnitt von 85 cm auf ca. 60 cm am Kopf verjüngen, einer oberen Abschlussplatte aus Sandstein sowie einer gusseisernen Abdeckplatte. Die Schriftplatte aus Sandstein und die gusseiserne Abdeckplatte der ersten Säule wurden etwa 2004 unter einer Scheune in Gopplasgrün gefunden. Auf Initiative des ehrenamtlichen Denkmalpflegers Helmuth Eßbach aus Erlbach wurde die Säule in Anlehnung an die Skizzen von Nagel vor dem Obervogtländischen Dorfmuseum Erlbach am Lindenplatz nachempfunden.

Im Zeitraum 1862 bis 1890 erfolgte im Königreich Sachsen eine Landesvermessung, bei der zwei Dreiecksnetze gebildet wurden. Zum einen handelt es sich um das Netz für die Gradmessung im Königreich Sachsen (Netz I. Classe/Ordnung) mit 36 Punkten und die Königlich Sächsische Triangulierung (Netz II. Classe/Ordnung) mit 122 Punkten. Geleitet wurde diese Landesvermessung durch Prof. Christian August Nagel, wonach die Triangulationssäulen auch als "Nagelsche Säulen" bezeichnet werden. Dieses Vermessungssystem war eines der modernsten Lagenetze in Deutschland. Die hierfür gesetzten Vermessungssäulen blieben fast vollständig an ihren ursprünglichen Standorten erhalten. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Landesvermessung in Deutschland sowie in Sachsen. Das System der Vermessungssäulen beider Ordnungen ist in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von überregionaler Bedeutung.

LfD/2014 mehrteilige, aus sechs Quadern bestehende Säule aus Granit, Höhe 3,9 m, Abdeckplatte Metall, Inschrift: "Station/HOHENBRAND/der/Kön:Sächs:/Triangulirung./1876-18....", ursprünglich Säule aus Ziegelmauerwerk 1893 umgestaltet

09305069


Villa Wohlhausen, Hauptstraße 6
(Karte)
historisierende Klinkerfassade, mit seitlichem Turm, von baugeschichtlichem Wert

Klinkerfassade, roter Klinker mit Betonfenstergewänden, Vorhäuschen modernisiert und erneuert, entstellend, ehemals Fabrikantenvilla, einstöckig, von baugeschichtlichem Wert

09234478


Bauernhof Wohlhausen, Hauptstraße 11, 13, 15
(Karte)
Wohnstallhaus Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss mit verbretterter Blockstube,

Wirtschaftsgebäude verbrettert, in vogtlandtypischer Bauweise, von baugeschichtlichem Wert Seitengebäude: vermutlich mit verbretterter Oberlaube, teilweise massiv, Wohnhaus: Blockstube erhalten verbrettert, Fachwerk-Obergeschoss, EG teilweise massiv, Satteldach, dominante Lage im Ort

09234479


Kriegerdenkmal Wohlhausen, Hauptstraße 45 (bei)
(Karte)
von ortsgeschichtlichem Wert 09234480


Meilenstein Wohlhausen, Hauptstraße 50 (neben)
(Karte)
verkehrsgeschichtlich von Bedeutung 09234274


Altes Herrenhaus Wohlhausen, Hauptstraße 53
(Karte)
schlichter Putzbau mit polygonalem Anbau

und Dachreiter, von baugeschichtlichem und ortsgeschichtlichem Wert

09234485


Mühlenanwesen Wohlhausen, Hirschmühlenweg 2
(Karte)
in vogtlandtypischer Bauweise, mit

Blockstube und Fachwerk-Obergeschoss, von baugeschichtlichem Wert zweigeschossiger Winkelbau einschließlich massivem Untergeschoss, Blockstube, Fachwerk- Obergeschoss, Walmdachkonstruktion mit Notdeckung,

09234481


Wohnstallhaus Wohlhausen, Zum Hackerhof 5
(Karte)
Obergeschoss Fachwerk verbrettert, Erdgeschoss mit

Blockstube (verbrettert), seltene sechsbogige Oberlaube, von baugeschichtlichem Wert Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, EG Blockstube erhalten, verbrettert, teilweise EG massiv, 6-bogige Oberlaube mit gezapften Kopfbändern, Krüppelwalmdach.

09234486

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Markneukirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien