Lorenz Langenegger

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Lorenz Langenegger (geboren 1980 in Gattikon) ist ein Schweizer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenegger studierte einige Semester Theater- und Politikwissenschaft in Bern. Er nahm am Dramenprozessor teil, bei dem das Stück Nah und hoch hinaus entstand, das 2008 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt wurde. Das Stück Rakows Dom gewann den 4. Stückewettbewerb der Schaubühne Berlin.

2009 wurde er von Alain Claude Sulzer zu den 33. Tagen der deutschsprachigen Literatur vorgeschlagen. Der dort vorgelesene Text gehörte zu seinem Debütroman Hier im Regen. Roman, der im selben Jahr im Herbst beim Verlag Jung und Jung erschien. Er erhielt im selben Jahr den Franz-Tumler-Literaturpreis und wurde Kitzbüheler Stadtschreiber. Für sein Theaterstück Wo wir sind erhielt er 2012 den Stückepreis der Société Suisse des Auteurs (SSA) Prix SSA 2012 à l’écriture théâtrale.[1][2] Seither erschienen mit größeren Abständen weitere Romanveröffentlichungen. Langenegger ist zusammen mit Christoph Simon und Urs Mannhart Mitglied der Autorengruppe „Die Autören“.

Sein gemeinsam mit Stefan Brunner verfasstes Krimi-Drehbuch für den Tatort: Züri brännt wurde im Januar 2020 gedreht und am 18. Oktober 2020 erstgesendet.[3]

Lorenz Langenegger lebt in Zürich.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Jandl schrieb 2009 in einer Rezension in der Neuen Zürcher Zeitung "Hier im Regen", der Roman, in dem sich zwar die Schleusen des Himmels öffnen, um die Berner Altstadt zu überschwemmen, der aber doch alles beim Alten belässt, ist weder ein spektakuläres noch ein ironisches Buch. Es lebt von einer sympathetischen Haltung, die den Langeweiler zur literarischen Figur erhebt, ohne selbst jemals langweilig zu sein. Als einfühlsamer Prosaist des leisen Unglücks wird Langenegger künftig vielleicht nicht zu überhören sein.[4]

Martin Ebel schrieb 2014 in einer Rezension in der Literarischen Welt: Lektüre kann auch eine Art Strafhaft sein, wenn man die Lektürezeit mit einer durch und durch uninteressanten Person verbringen muss.[5]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autorenprofil Lorenz Langenegger bei theaterderzeit.de, abgerufen 18. Oktober 2020
  2. Lorenz Langenegger, bei S. Fischer Verlage vom 11. August 2016, abgerufen 18. Oktober 2020
  3. Tatort: Züri brännt Fernsehfilm Schweiz 2020, daserste.de, abgerufen 18. Oktober 2020
  4. Paul Jandl: Lorenz Langeneggers beachtliches Romandébut «Hier im Regen»: Der grosse Zweifel | NZZ. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. April 2009, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 24. Oktober 2017]).
  5. Martin Ebel: Aber hier leben, nein danke. Rezension, in: Literarische Welt, 29. März 2014, S. 4