Ludwig Georg Braun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ludwig Georg Braun (* 21. September 1943 in Melsungen) ist ein deutscher Unternehmer. Er ist der Ehrenpräsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Pharma- und Medizinbedarfsunternehmens B. Braun Melsungen AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Reifeprüfung im Jahre 1963 machte Braun bis 1965 in Kassel eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Es folgten praktische betriebswirtschaftliche Studien in Großbritannien und den USA. Nach dem Wehrdienst arbeitete er zunächst in Brasilien als Leiter der dortigen Niederlassung des Familienunternehmens, dann in Deutschland, ab 1977 als Nachfolger seines Vaters Otto Braun als Vorstandsvorsitzender.

Zudem ist er auch Kommunalpolitiker für die FDP. So sitzt er in der Melsunger Stadtverordnetenversammlung und ist Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses.

Am 13. Februar 2001 wurde er Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Braun forderte im Januar 2004 eine dreijährige Nullrunde für Löhne und Gehälter. Er riet mehrfach kleinen und mittelgroßen Unternehmen, in den EU-Beitrittsstaaten zu investieren. Wiederholt riet er deutschen Unternehmen, Teile ihrer Produktion ins Ausland zu verlagern, statt auf bessere Politik zu warten. Vertreter der SPD warfen ihm daraufhin verantwortungsloses und unpatriotisches Verhalten vor. Brauns Amtszeit endete 2009. Ihm folgte DIHK-Vizepräsident Hans Heinrich Driftmann nach.

Braun ist in mehreren Aufsichtsräten tätig und ist Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Robert Bosch Stiftung.[1] Seit 1986 ist er Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Er ist verheiratet, hat fünf Kinder und praktiziert nach eigenen Angaben den christlichen Glauben.

Ludwig Georg Braun war auf Vorschlag der FDP Hessen Mitglied der 13., 14. und 15. Bundesversammlung und nahm so an den Wahlen von drei deutschen Bundespräsidenten teil.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Bosch Stiftung: Über uns (abgerufen am 22. April 2011)
  2. Archivierte Kopie (Memento vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive)
  3. Förderer. Abgerufen am 8. März 2021.
  4. giessener-allgemeine.de: Mehmet Tanriverdi wurde von Bundespräsident Köhler mit Bundesverdienstorden ausgezeichnet, abgerufen am 13. Mai 2019
  5. hna.de: Mappus verleiht Verdienstorden des Landes an Prof. Dr. Braun, abgerufen am 13. Mai 2019
  6. Liste der Ordensträger 1975–2019. (PDF; 180 kB) Staatsministerium Baden-Württemberg, 20. Mai 2019