Morschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Morschen
Morschen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Morschen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 4′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Höhe: 177 m ü. NHN
Fläche: 47,94 km2
Einwohner: 3333 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34326
Vorwahl: 05664
Kfz-Kennzeichen: HR, FZ, MEG, ZIG
Gemeindeschlüssel: 06 6 34 015
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Paul-Frankfurth-Str. 11
34326 Morschen
Webpräsenz: www.morschen.de
Bürgermeister: Ingo Böhm (Unabhängig)
Lage der Gemeinde Morschen im Schwalm-Eder-Kreis
Kassel Landkreis Fulda Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Kassel Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Waldeck-Frankenberg Vogelsbergkreis Vogelsbergkreis Werra-Meißner-Kreis Knüllwald Homberg (Efze) Frielendorf Schwarzenborn (Knüll) Neukirchen (Knüll) Oberaula Ottrau Schrecksbach Willingshausen Schwalmstadt Gilserberg Jesberg Neuental Bad Zwesten Borken (Hessen) Morschen Malsfeld Wabern (Hessen) Felsberg (Hessen) Spangenberg Melsungen Körle Guxhagen Edermünde Gudensberg Niedenstein FritzlarKarte
Über dieses Bild

Morschen ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morschen liegt im Fuldatal südlich von Kassel und nördlich von Rotenburg an der Fulda und Bebra.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morschen grenzt im Norden an die Städte Melsungen und Spangenberg (beide im Schwalm-Eder-Kreis), im Südosten an die Gemeinde Alheim (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), im Südwesten an die Gemeinde Knüllwald sowie im Westen an die Gemeinde Malsfeld (beide im Schwalm-Eder-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus 7 Ortsteilen.

Stadtteil Eingemeindung Einwohner
Altmorschen 1. Juli 1971 1.430
Binsförth 1. April 1972 262
Eubach 1. Juli 1971 161
Heina 1. Januar 1974 224
Konnefeld 1. Januar 1974 370
Neumorschen 1. Januar 1974 694
Wichte 31. Dezember 1971 245

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[2] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[3][4]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,6 10 60,1 14 62,1 14 57,8 13
FWG FW-Morschen 30,6 7
FDP Freie Demokratische Partei 16,7 4 19,0 4 16,9 4 18,4 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 11,1 2 20,9 5 21,0 5 19,8 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 4,0 1
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 69,7 57,2 56,0 67,4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Morschen neben dem Bürgermeister acht ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit 1. Juli 2016 Ingo Böhm (SPD).[5][6] Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren

  • 1998 bis 2016 Herbert Wohlgemuth

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Haydau 2005

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Haydau, ein ehemaliges Zisterzienser Nonnenkloster, Mitte des 13. bis Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut und Mitte des 16. und im 17. Jahrhundert umgebaut zum landgräflichen Schloss. Von 1985 bis 2001 wurde das Kloster in einem Modellprojekt gesichert und saniert.

Unter dem Motto Leben • Begegnungen • Perspektiven wird Kloster Haydau heute für Tagungen, Kongresse, Kunst, Kultur, Hochzeiten und Familienfeiern genutzt. Jährlich besuchen viele Gäste Konzerte, Ausstellungen, Seminare, Theater, Lesungen, Symposien, ebenso wie viele Familien und junge Paare ihre persönlichen Feiern in den Räumen des Klosters begehen.

Jüdischer Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Binsförth befindet sich der älteste jüdische Friedhof in Nordhessen. 256 Grabsteine aus der Zeit von 1694 bis 1937 sind auf dem 5540 m² großen Friedhof vorhanden.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Fuldatalbrücke Morschen auf die Gemeinde

Morschen liegt an der Bundesstraße 83 (KasselBebra). Zur Autobahn A 7 (KasselWürzburg), Anschlussstelle Malsfeld (83) sind es ca. 11 km. Die Gemeinde gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an. Mit der Regionalbahn erreicht man von der Station Altmorschen auf der Bahnstrecke Bebra–Baunatal-Guntershausen das Oberzentrum Kassel tagsüber im Stundentakt in rund 40 Minuten.

Westansicht der Fuldatalbrücke

Die Fuldatalbrücke der ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg überspannt zwischen Binsförth und Alt-/Neumorschen in einer Höhe von maximal 75 m über Grund das Fuldatal.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Ortsteils Wichte befindet sich einer der vier gegenseitigen Kreuzungen von 110 kV-Bahnstromleitungen in Deutschland und zwar unterquert die Bahnstromleitung Fulda-Körle die Bahnstromleitung Borken-Bebra (siehe auch Liste von Bahnstromanlagen in Deutschland).

Bahnstromleitung Fulda-Körle unterquert die Bahnstromleitung Borken-Bebra

Radwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen folgende Radwanderwege:

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist ein Tief- und Straßenbauunternehmen. Eine bunte Palette von Handwerksbetrieben und Fachgeschäften bereichert das Arbeitsangebot vor Ort.

Ein Drei-Sterne-Hotel und verschiedene Gaststätten und Pensionen bieten Übernachtungsmöglichkeiten an.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke, Back- und Drogeriewaren) ist ebenso gewährleistet wie die ärztliche Versorgung mit den in der Gemeinde ansässigen Praxen für Allgemein- und Zahnmedizin und der Apotheke.

Im größten Ortsteil Altmorschen sind Gemeindeverwaltung, Mittelpunktsgrundschule (mit Turnhalle), ein Kindergarten (ein weiterer Kindergarten befindet sich im Ortsteil Neumorschen), Postagentur, Bank und Sparkasse.

Ein Heimatmuseum (im Aufbau) im Ortsteil Wichte und ein Feuerwehrmuseum (in Altmorschen) mit seltenen Exponaten stehen Interessierten offen. Auf der Fulda fahren (nach Absprache) Flöße von Morschen bis Melsungen.

Sportanlagen in Alt- und Neumorschen, Binsförth und Konnefeld ergänzen das Freizeitangebot in der waldreichen Gemeinde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Heinzerling (1899–1989), Erfinder des RÜHRFIX

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waltari Bergmann: Tausendjähriges Morschen, Hrg. Gemeinde Morschen, 1985
  • Otto Wohlgemuth: Morschen im 20. Jahrhundert, ISBN 3-8311-0642-8, erh. bei Gemeindeverwaltung Morschen oder Förderverein Kloster Haydau e.V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Morschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Morschen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Morschen
  6. Einladung zur Amtseinführung von Bürgermeister Ingo Böhm abgerufen am 28. Juli 2016
  7. Binsförth (Gemeinde Morschen, Schwalm-Eder-Kreis) Jüdischer Friedhof bei alemannia-judaica.de