Ludwig Hasler

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Ludwig Frank Hasler (* 4. Oktober 1944 in Beromünster; heimatberechtigt in Beromünster und Lommis) ist ein Schweizer Philosoph und Publizist.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Hasler studierte Physik und Philosophie an der Universität Zürich. Nach dem Abschluss des Studiums mit der Promotion verfolgte er zugleich akademische und journalistische Wege. Als Philosoph – mit Schwerpunkt auf dem Deutschen Idealismus – lehrte Hasler an den Universitäten Bern und Zürich. Als Journalist war er Mitglied der Chefredaktion zunächst beim St. Galler Tagblatt, dann bei der Zürcher Weltwoche. Seit 2001 ist Hasler als freier Publizist und Hochschuldozent tätig.[1] Er gilt laut Die Zeit als «der wohl erfolgreichste Vortragsreisende der Schweiz».[2] Hasler lebt in Zollikon am Zürichsee.

Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasler sieht im Internet ein «neue[s] digitale[s] Reich der Amateure» und verteidigt das Recht der Laien in diesem Medium gegen die Anmassungen der Experten. Historisch seien immer wieder Laienbewegungen aufgetreten; das Internet könne als technische Wiederverkörperung der zu verschiedenen Zeiten reklamierten «Weisheit auf der Gasse» verstanden werden. Es sei eine «Maschine zur Umverteilung der Macht» – weg von den Experten, hin zu «findige[n] Laien». «Eliten leben davon, dass sie etwas wissen oder können, das die Menge nicht weiss und nicht kann – noch besser etwas, das die Menge zum Staunen bringt, etwas Geheimes, Geheimnisumwobenes, Sakrales. Die Abwehr neuer Medientechniken entspringt der Sorge um Ruhe und Ordnung – und der Angst der Elite, die Gesellschaft aus der Kontrolle zu verlieren.»[3]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg.), Schelling: Seine Bedeutung für eine Philosophie der Natur und der Geschichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1981 (problemata 91). ISBN 3-7728-0813-1
  • (Mithrsg.), Religion et politique dans les années de formation de Hegel. L'Age d'Homme, Lausanne 1982.
  • Untersuchungen zur Skepsis-Diskussion von Kant bis Schulze. Universität Zürich, Zürich 1988.
  • Geschmack und Unternehmenskultur. Drei-Punkt-Verlag, Wald 2003 (biofacetten 9). ISBN 3-9054-0907-0
  • Demokratie ist kein Heimatverein. Romero, Luzern 2004 (Zeichen der Zeit)
  • Die Erotik der Tapete. Verführung zum Denken. Huber, Frauenfeld – Stuttgart – Wien 2005. ISBN 3-7193-1384-0
  • Des Pudels Fell. Neue Verführung zum Denken. Huber, Frauenfeld – Stuttgart – Wien 2010. ISBN 978-3-7193-1563-4
  • Für ein Alter, das noch was vorhat. Mitwirken an der Zukunft. Rüffer & Rub, Zürich 2019. ISBN 978-3-906304-53-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dr. Ludwig Hasler@1@2Vorlage:Toter Link/www.trendcare.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Website trendcare.ch, abgerufen am 24. Dezember 2012
  2. «Auch Roboter geben krass zu tun», Interview mit Ludwig Hasler, Luzerner Zeitung, 5. März 2017
  3. Ludwig Hasler: Die Stunde der Laien in: Die Zeit Nr. 43 (21. Oktober 2010).