Ma (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelMa
OriginaltitelMa
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2019
Länge100 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieTate Taylor
DrehbuchScotty Landes, Tate Taylor
ProduktionJason Blum, John Norris, Tate Taylor
MusikGregory Tripi
KameraChristina Voros
SchnittLucy Donaldson, Jin Lee
Besetzung

Ma ist ein Horror-Thriller von Tate Taylor, der am 30. Mai 2019 in die deutschen und am darauffolgenden Tag in die US-amerikanischen Kinos kam.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vereinsamte Sue Ann trifft in der Stadt auf eine Gruppe Jugendlicher, kauft ihnen nach einer Bitte Alkohol, stellt ihnen einen Partyraum in ihrem Keller zur Verfügung, und freundet sich mit ihnen an. Sue weiß über die jungen Leute jedoch mehr, als sie vorgibt. Denn was die Gruppe nicht weiß ist, dass Sue mit den jeweiligen Elternteilen auf die High-School gegangen ist, welche ihr einen gemeinen Streich spielten. Bei einem Spiel namens "7-Minuten im Himmel"s, wird Sue mit ihrem Schwarm Ben in einen Kleiderschrank gesteckt, wo sie diesen oral befriedigt.

Was sie zu dieser Zeit jedoch noch nicht wusste war, dass der Mann in dem Schrank nicht Ben, sondern ein Fremder ist. Seit diesem Tag schwört sie Rache an den Mittätern auszuüben. Eines Tages gelingt es Sue, die Kinder ihrer ehemaligen Mobber ausfindig zu machen. Ihr fällt auf, dass die Jugendlichen Alkohol für eine Party besorgen wollen, und bietet sich an, diesen für sie zu kaufen, wenn sie die Party bei Ihr veranstalten. Zuerst vertrauen ihr die Kids nicht, doch nach gemeinsamer Überlegung gehen die Jugendlichen auf Ma's Vorschlag ein und folgen ihr zu ihrem abgelegenen Haus.

In ihrem Partykeller angekommen erklärt Ma die Regeln. 1. Sue Ann wird nur mit Ma angesprochen, eine Person bleibt immer nüchtern und der obere Teil des Hauses ist Tabu. Die Gruppe stimmt zu und feiert mit Ma. In den darauf folgenden Tagen versendet Ma Videonachrichten an die Gruppe und lädt sie in ihren Keller ein, doch die Gruppe findet das komisch und versucht sich von Ma fernzuhalten. Als Ma dies bemerkt, täuscht sie vor, Krebs zu haben, damit die Gruppe nicht von ihr abweicht. Aus Mitleid fangen die Jugendlichen an, wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen.

Eines Tages besucht Ma Maggie bei sich Zuhause, um sie zu fragen, warum die Clique aufgehört hat sie zu besuchen. Dabei begegnet sie der Freundin von Andy's Vater, die an dem Streich beteiligt war ,und überfährt sie noch am selben Tag kurzerhand mit dem Auto.

Der Film endet damit, dass Ma die Kids im Keller einsperrt. Die Kinder werden jedoch von Ma's Tochter Genie und Maggie's Mutter gerettet. Ma wird von Maggie mit einem Messer angegriffen, überlebt dies aber. Sie geht ins Schlafzimmer und legt sich zum toten Ben hin, während das Haus abbrennt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Tate Taylor, der gemeinsam mit Scotty Landes auch das Drehbuch schrieb. Die Skriptvorlage zu Ma wurde von dem langjährigen Horrorautor Ryan Turek entwickelt.[2] Thomas Lassonczyk von Filmstarts erinnert Ma von seiner Struktur ein wenig an die Suspense-Thriller eines Alfred Hitchcock, bei denen der Horror im Kopf des Betrachters stattfindet. Dies funktioniere jedoch nicht immer, so Lassonczyk weiter, da der Drehbuchautor einfach nur klassischen und altbekannten Genremustern folge, mit denen er beim hartgesottenen Horrorfan kaum Gänsehaut hervorrufen kann. Im letzten Viertel drücke der Regisseur dann immerhin auf die Tube, und aus dem dem seelischen Grauen mache er auch ein körperliches, wenn es etwas blutiger und brutaler wird, doch gerade in diesem Finale lasse der Film auch qualitativ merklich nach: „Baut Tate Taylor zuvor auch mit Rückblenden, die uns erklären, warum Ma zu so einem schrecklichen Monster mutiert, nicht nur Atmosphäre, sondern vor allem auch Erwartungen auf, zahlt er darauf absolut nicht ein.“[3]

Für Ma schlüpfte Octavia Spencer in die Rolle von Sue Ann, eine vereinsamte Frau, die sich mit einer Gruppe von Teenagern anfreundet. In weiteren Rollen sind Juliette Lewis, Luke Evans, Diana Silvers, Fory Fogelmanis, McKaley Miller, Dante Brown und Gianni Paolo zu sehen.[2]

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Sven Hasper im Auftrag der RC Production Kunze & Wunder GmbH & Co. KG, Berlin. Martina Treger leiht in der deutschen Fassung Sue Ann ihre Stimme.

Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Natchez in Mississippi statt, so am dortigen Franklin Street Liquor Store. Als Kamerafrau fungierte Christina Voros.

Die Filmmusik komponierte Gregory Tripi.[4] Der Soundtrack, der insgesamt 27 Musikstücke umfasst, soll am 24. Mai 2019 von Back Lot Music als Download veröffentlicht werden.[5]

Der Film kam am 30. Mai 2019 in die deutschen[6] und österreichischen[7] und am darauffolgenden Tag in die US-amerikanischen Kinos.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. In Deutschland erhielt der Film eine Freigabe ab 16 Jahren. In der Freigabebegründung heißt es, der Film arbeite mit zahlreichen typischen Genreelementen, porträtiere zunächst ruhig seine Figuren und baue sehr langsam eine bedrohliche Spannung auf, die erst am Ende in drastischer Gewalt eskaliert: „Diese teils sehr intensiven Szenen können im Zusammenspiel mit der düsteren Atmosphäre Kinder unter 16 Jahren überfordern und ängstigen.“[8] Thomas Lassonczyk von Filmstarts merkt an, auch wenn es im Film gegen Ende etwas blutiger und brutaler wird, wenn auch nicht zu extrem, solle die Teenager-Zielgruppe, für die Ma gemacht ist, nicht überfordert werden.[3]

Kritiken und Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt stieß der Film bei den Kritikern auf geteiltes Echo.[9]

Die Filmkritikerin Antje Wessels erkennt die Schwächen insbesondere im Drehbuch. Tate Taylor habe gar keine Gelegenheit, aus der Geschichte, gar aus der Unwissenheit des Publikums, Spannung zu ziehen. Sämtliche Fragen und ein eventuelles Rätselraten, was es mit der gruseligen Ma auf sich haben könnte, beantworte der Film auf dem Fuß. Sobald sich auch nur ein Hauch von Ahnungslosigkeit abzeichnen könnte, grätsche der Autor dazwischen und liefere dem Publikum die Antwort darauf auf dem Silbertablett, so Wessels. So sei Ma zwar ein Film, den es nahezu unmöglich ist, mithilfe von Spoilern zu zerstören, weil er sich im Grunde selbst permanent spoilert, doch ein guter Thriller, geschweige denn Horrorfilm entstehe aus dieser Prämisse nicht.[10]

Die weltweiten Einnahmen aus Kinovorführungen belaufen sich auf 59,9 Millionen US-Dollar.[11] In Deutschland verzeichnet er bisher 168.501 Besucher.[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golden Trailer Awards 2019

  • Nominierung für den Besten Trailer eines Horrorfilms[13]

Saturn-Award-Verleihung 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Ma. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 189607/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b https://www.blairwitch.de/news/ma-neuer-horror-von-blumhouse-76955/
  3. a b http://www.filmstarts.de/kritiken/262400/kritik.html
  4. http://filmmusicreporter.com/2019/01/30/gregory-tripi-scoring-tate-taylors-ma-abcs-the-fix/
  5. http://filmmusicreporter.com/2019/05/17/ma-soundtrack-details/
  6. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 22. März 2019.
  7. Filmstarts Mai 2019. In: skip.at. Abgerufen am 27. Mai 2019.
  8. Freigabebegründung für Ma In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 29. Mai 2019.
  9. Ma. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 29. Mai 2019.
  10. https://wessels-filmkritik.com/2019/05/29/ma/
  11. Ma. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  12. Top 100 Deutschland 2019. In: insidekino.com. Abgerufen am 9. Juli 2019.
  13. The 20th Annual Golden Trailer Award Winners, abgerufen am 2. Juni 2019.