Manderen

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Manderen
Wappen von Manderen
Manderen (Frankreich)
Manderen
Gemeinde Manderen-Ritzing
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Thionville
Koordinaten 49° 27′ N, 6° 26′ OKoordinaten: 49° 27′ N, 6° 26′ O
Postleitzahl 57480
Ehemaliger INSEE-Code 57439
Eingemeindung 1. Januar 2019
Status Commune déléguée

Meinsberg (Malbrouck)

Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Manderen (deutsch Mandern, lothringisch Manneren/Mannern) ist eine Commune déléguée in der französischen Gemeinde Manderen-Ritzing mit 422 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).
Die Einwohner nennen sich Manderenois. Spitzname: „Di Mannerer Pannelecker“.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Manderen

Manderen liegt im Manderental, einem Seitental der Mosel, 25 Kilometer nordöstlich von Thionville nahe dem Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Deutschland. Das 8,92 km² umfassende Gebiet der Commune déléguée grenzt im Nordosten an die saarländische Gemeinde Perl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mandern kam im Jahre 1346 unter Johann dem Blinden als Exklave zum Herzogtum Luxemburg. Bis zur Französischen Revolution bildete es eine Enklave Luxemburgs in Lothringen.[2] Nach der Eroberung Luxemburgs durch Frankreich 1795 bildete es eine Enklave des Wälderdepartements im Departement Moselle.[3] Im Zweiten Pariser Frieden 1815 fiel das Dorf mit den übrigen luxemburgischen Gebieten rechts der Mosel an Preußen und bildete eine preußische Enklave in Frankreich, ehe es durch die Grenzkonvention zwischen Preußen und Frankreich 1829 zu Frankreich kam.[4] Zur Gemeinde Manderen gehört seit 1830 auch das östlich gelegene Dorf Tunting (Tüntingen, Spitzname: Di Tënténger Dëppegiisser[1]).

Die Gemeinde Manderen wurde am 1. Januar 2019 mit Ritzing zur Commune nouvelle Manderen-Ritzing zusammengeschlossen. Sie hat seither den Status einer Commune déléguée. Die Gemeinde Manderen gehörte zum Arrondissement Thionville.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 371 368 358 355 376 383 406

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche der Auffindung des Hl. Spephan (Église de l’Invention-de-Saint-Étienne)

Auf dem Gebiet der Commune déléguée befindet sich die Burg Malbrouck (Burg Meinsberg).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manderen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b otsierck.com – Manderen (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.otsierck.com
  2. Historische Karte Luxemburgs 1789
  3. Le Territoire du département de la Moselle. Histoire et statistique – Louis Emmanuel de Chastellux (1860)
  4. Bei Landschaftsverband Rheinland: Kreis Trier-Saarburg (Memento des Originals vom 30. März 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rheinische-geschichte.lvr.de ist das Jahr als 1834 angegeben.