Mandingo (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Mandingo
Originaltitel Mandingo
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Richard Fleischer
Drehbuch Norman Wexler
Produktion Dino De Laurentiis
Musik Maurice Jarre
Kamera Richard H. Kline
Schnitt Frank Bracht
Besetzung

Mandingo ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1974. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kyle Onstott. Regie führte Richard Fleischer. Der Titel bezieht sich auf das Volk der Mandinka.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südstaaten der USA während der Zeit vor dem Bürgerkrieg: Auf der heruntergekommenen, von dem Witwer Warren Maxwell und seinem Sohn betriebenen Südstaaten-Plantage wird der aus dem Mandinka-Volk stammende Sklave Ganymede, genannt Mede, für Kämpfe auf Leben und Tod gegen andere Sklaven trainiert. Maxwells Sohn Hammond ignoriert seine Ehefrau Blanche weitgehend, seit er in der Hochzeitsnacht erkannte, dass sie keine Jungfrau mehr war. Stattdessen vergewaltigt er seine Sklavin Ellen, während Blanche Mede zum Sex zwingt. Ellen bekommt ein Kind von Hammond, das dieser verkaufen lässt. Als Blanche ebenfalls ein Kind bekommt und dieses schwarz ist, wird es vom Arzt getötet, Hammond vergiftet Blanche und anschließend tötet er Mede in einem Kessel mit kochendem Wasser. Dabei kommt ein Sklave in den Besitz seines Gewehrs, er erschießt Maxwell.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Lexikon des internationalen Films schrieb, dass die „völlig unmotivierte Geschichte [...] als Anlaß für eine Orgie von Brutalitäten“ diene und der Streifen „wie aus dem Schlachthaus“ sei.[1]
  • Roger Ebert nannte den Film rassistischen Müll "racist trash" und gab ihm null Sterne.[2] Richard Schickel vom Time fand den Film langweilig und mit Klischees überladen.[3] Kritiker Robin Wood fand den Film großartig und das Beste, was über Rassen je in Hollywood gedreht wurde.”[4]

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt 1977 die Goldene Leinwand.

DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paramount Pictures brachte den Film in seiner Reihe „Legend Films“ im Jahr 2008 erstmals als DVD auf den Markt. Diese Fassung ist unzensiert. Die deutsche DVD von Kinowelt/Studiocanal ist stark zensiert.[6] Sowohl die alten VHS-Veröffentlichungen von 1983 bzw. 1985 als auch die amerikanische DVD sind in Deutschland indiziert.[7]

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spielfilm Die Sklavenhölle der Mandingos (Drum) ist Fortsetzung von Mandingo. Er wurde bereits ein Jahr nach diesem Film gedreht. Produktionsfirma war die United Artists, Produzent war wieder Dino De Laurentiis. Ken Norton, Brenda Sykes und Lillian Hayman spielten wieder mit. Norton und Sykes spielten andere Rollen. Warren Oates spielte die Rolle, die Perry King dargestellt hatte Hammond Maxwell. Der Film setzt 15 Jahre nach dem Ende der Handlung von Mandingo ein. In Deutschland wurde der Film als Die Sklavenhölle der Mandingos vertrieben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mandingo. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 12. Februar 2013.
  2. Mandingo :: rogerebert.com :: Reviews, Rogerebert.suntimes.com. 25. Juli 1975. Abgerufen am 17. November 2010. 
  3. Schickel, Richard."Cinema: Cold, Cold Ground", TIME, May 12, 1975.
  4. Robin Wood: Sexual Politics and Narrative Film: Hollywood and Beyond. Columbia University Press, 1998, ISBN 0-231-07605-3, S. 256.
  5. Dave Kehr: In a Corrupt World Where the Violent Bear It Away. In: The New York Times, 17. Februar 2008. Abgerufen am 10. Juni 2012. 
  6. Schnittbericht.
  7. Übersicht zu Mandingo bei Schnittberichte.com