Manfred Osten

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Manfred Osten Mai 2016

Manfred Osten (* 19. Januar 1938 in Ludwigslust, Mecklenburg) ist ein deutscher Autor, Jurist und Kulturhistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1952 flüchtete er in die Bundesrepublik Deutschland und absolvierte sein Abitur in Bad Iburg, danach studierte er Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München, sowie Internationales Recht in Luxemburg. 1969 promovierte er „Über den Naturrechtsbegriff in den Frühschriften Schellings“. Im selben Jahr trat er in den Auswärtigen Dienst ein, wo er in deutschen diplomatischen Missionen in Paris, Kamerun, Tschad, Australien und Japan tätig war. Zwischenzeitlich stand er im Ministerium in Bonn unterschiedlichen Referaten vor („Südliches Afrika“, „Dritte-Welt-Politik“ oder „Osteuropa“). Von 1995 bis 2004 war er Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. Er publiziert vor allem kulturwissenschaftliche und kulturhistorische Werke und ist ein Goethe-Kenner par excellence. Eine besondere Nähe hat Osten während seines Berufslebens zu Japan entwickelt. Ein wunderbarer Ausdruck der intensiven Bindung zu dem Land, seiner Kultur und seinen Menschen ist die Porträtsammlung über zwölf Schriftsteller des Landes, die Osten unter dem poetischen Titel "Die Erotik des Pfirsichs" (Suhrkamp) veröffentlichte.[1]

Er ist verheiratet mit Ute Osten, geborene Haubitz; beide haben drei Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Baum der Reisenden: Gedichte. Reisebegleitung Horst Janssen. Verlag St. Gertrude, Hamburg 1993. (Veränderte Neuauflage 2008, ISBN 978-3-923848-48-5)
  • Die Erotik des Pfirsichs: 12 Porträts japanischer Schriftsteller. (= Suhrkamp-Taschenbuch 2515). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-39015-5.
  • „Alles veloziferisch“ oder Goethes Entdeckung der Langsamkeit. Zur Modernität eines Klassikers im 21. Jahrhundert. Insel, Frankfurt am Main/ Leipzig 2003, ISBN 3-458-17159-2.
  • Homunculus, die beschleunigte Zeit und Max Beckmanns Illustrationen zur Modernität Goethes. Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08205-0.
  • Das geraubte Gedächtnis: digitale Systeme und die Zerstörung der Erinnerungskultur; eine kleine Geschichte des Vergessens. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/ Leipzig 2004, ISBN 3-458-17231-9.
  • Die Kunst, Fehler zu machen. (= Bibliothek der Lebenskunst). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-41744-4.
  • Im Kerngehäuse. Gedichte. Wortwandlungen Jürgen Brodwolf. Verlag St. Gertrude, Hamburg 2008, ISBN 978-3-935855-12-9.
  • Konfuzius oder Chinas neue Kulturrevolution. In: Insel-Almanach auf das Jahr 2009 - China. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/ Leipzig 2009, ISBN 978-3-458-17418-9.
  • als Hrsg.: Alexander von Humboldt: Über die Freiheit des Menschen auf der Suche nach Wahrheit. Insel-Suhrkamp-Verlag, 1999, ISBN 3-458-34221-4.
  • Diese gewisse Leichtigkeit. Horst Janssen und der Mozart-Faktor. St. Gertrude-Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-935855-08-7.
  • mit Hans U. Brauner: Es gilt das gebrochene Wort - Das Ende der Glaubwürdigkeit. Allitera Verlag, München 2013, ISBN 978-3-86906-575-5.
  • Zahlreiche TV-Interviews (über 30 TV-Interviews mit Alexander Kluge in RTL, SAT1, VOX, Spiegel TV u. a. zu geisteswissenschaftlichen und historischen Themen) und Rundfunk-Beiträge

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. General-Anzeiger, Bonn, vom 18.1.2013
  2. Preise, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
  3. Melbourne Symphony Orchestra (engl. WP)
  4. Victoria State Opera (engl. WP)