Karls-Universität Prag

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Karls-Universität Prag
Univerzita Karlova v Praze
Universitas Carolina Pragensis
Logo
Gründung 1348
Trägerschaft staatlich
Ort Prag, mit Außenstellen in Hradec Králové und Plzeň
Land Tschechien
Rektor Tomáš Zima
Studenten 50.992 (2014)
Mitarbeiter 8098 (2014)
davon Professoren 675 (2014)
Jahresetat 9.000.000.000 (2014)
Website www.cuni.cz

Die Karls-Universität Prag (tschechisch Univerzita Karlova v Praze, lateinisch Universitas Carolina Pragensis) ist die größte Universität Tschechiens und die älteste Universität nördlich der Alpen und östlich von Paris. Sie hat 17 Fakultäten und mehr als 50.000 Studenten, damit etwa ein Sechstel aller Studenten der Tschechischen Republik.[1] Außerdem rangiert sie unter den ersten 1,5 % der besten Universitäten der Welt.[2]

Die Prager Universität wurde am 7. April 1348 von Karl IV. gegründet. Zwischen den Jahren 1417 und 1622 war die Karls-Universität ein Zentrum der protestantischen Bewegung. 1654 vereinigte Ferdinand III. die Karls-Universität mit der 1556 gegründeten Jesuitenhochschule im Clementinum. Die Universität trug danach den Namen Karl-Ferdinands-Universität. 1882 wurde sie in eine tschechische und eine deutschsprachige Universität geteilt. Im Jahre 1920 wurde die tschechische Universität zur alleinigen Rechtsnachfolgerin der mittelalterlichen Karls-Universität erklärt und wieder in Univerzita Karlova umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Deutsche Karls-Universität in Prag aufgelöst. Seit 2001 wird das European Credit Transfer System umgesetzt und es gibt, neben den Lehrveranstaltungen in Tschechisch, auch Programme in englischer und deutscher Sprache.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und mittelalterliche Universität (1347–1419)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Mathias Trenkwald: Gründung der Universität Prag
Das Siegel zeigt stehend Karl IV. mit seinen Wappen als römischer König und König von Böhmen und kniend den Heiligen Wenzel als Patron von Böhmen

Unter Kaiser Karl IV. (Karel IV.) und seinem Sohn Wenzel IV. (Václav IV.) erreichte die Stadt Prag als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wirtschaftlich, kulturell und politisch eine Hochzeit. Papst Clemens VI. erteilte am 26. Januar 1347 durch eine Päpstliche Bulle das Privileg zur Gründung einer Universität. Am 7. April 1348 wurde, durch einen Stiftungsbrief Karls IV., die Karls-Universität als erste Universität in Mitteleuropa gegründet („Alma Mater Carolina“).[3] Diesen Stiftungsbrief hatte Karl IV. in seiner Eigenschaft als böhmischer König unterzeichnet. Im Namen des Heiligen Römischen Reiches bestätigte er durch das Eisenacher Diplom von 14. Januar 1349 das Privileg.[4]

Denkmal zu Ehren Karls IV., des Gründers der Universität, von Ernst Hähnel
Historischer Kern – Das Auditorium maximum des Collegium Carolinum (gegr. 1366)

Die Prager Universität zog nicht nur Studenten aus Böhmen an, sondern auch aus Sachsen, Bayern, Schlesien und dem übrigen Gebiet des Heiligen Römischen Reiches sowie aus Frankreich, England und Italien.[5] Gegliedert war sie nach dem Vorbild der Pariser Universität und lehrte in den vier klassischen Fakultäten: Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin und Philosophie. Besondere Studienfächer, die sich nicht ohne weiteres in dieses Schema einfügen ließen, wie etwa die Disziplinen der Schönen Künste, Rhetorik oder Mathematik, wurden der philosophischen Fakultät zugeordnet,[6] die deshalb auch als Artistenfakultät bezeichnet wurde. Die Magister und Scholaren waren ihrer Herkunft nach vier Nationes zugeordnet: Böhmen, Polen, Bayern und Sachsen. Die Nationes setzten sich folgendermaßen zusammen:

Die ersten Graduierungen erfolgten im Jahre 1359. Die Fakultät der Rechte wurde im Jahre 1372 als eigenständige Universität ausgelagert.[7]

Das Kuttenberger Dekret (Dekret kutnohorský)

Mit dem Kuttenberger Dekret (tschech. Dekret kutnohorský, nach der Stadt Kuttenberg beziehungsweise Kutná Hora) vom 18. Januar 1409 veränderte der böhmische König Wenzel IV., der Jahre zuvor als römischer König abgesetzt worden war, das Stimmenverhältnis in den Gremien der Karls-Universität in Prag. Dieser Schritt wurde initiiert von Jan Hus, als Wortführer der Böhmischen Nation in der Universität.[8] Hatten demnach bisher die Nationes der Böhmen, Bayern, Sachsen, Polen je eine Stimme, so bekamen nun die Böhmen 3 Stimmen zugeteilt, während die anderen zusammen nur eine erhielten.[9] Hintergrund war, dass die im Konzil von Pisa versammelten Kardinäle Gregor XII. und den Gegenpapst Benedikt XIII. absetzen wollten und um die Unterstützung des Königs von Böhmen warben. Dieser entschloss sich aber, bis zur endgültigen Beschlussfassung des Konzils, beiden Päpsten gegenüber zur Neutralität. Im Mai 1409 verließen viele der deutschen Studenten und Professoren die Prager Karls-Universität. Etwa 1000 Studenten und Professoren gingen nach Leipzig und gründeten dort die Universität Leipzig. Die deutschsprachigen Lehrer Peter von Dresden, Nikolaus und Friedrich von Dresden, die Anhänger der Hussiten waren, übernahmen die Dresdner Kreuzschule.

Die Hussiten waren inzwischen vom Papst und vom Konzil in Konstanz zu Ketzern erklärt worden. Die Prager Universität aber hat 1417 offiziell das hussitische Bekenntnis angenommen. Dies führte im Laufe des 15. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Isolierung der Universität von der übrigen europäischen Universitätslandschaft und ihre Bedeutung sank. In Prag studierten und lehrten fortan böhmische Utraquisten.

Protestantisches Zentrum (1417–1622)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Artistenfakultät wurde zu einem Zentrum der Hussiten und ein weltanschauliches Zentrum der Utraquisten. In den jahren 1417–1430 konnten keine Graduierungen vorgenommen werden und zu manchen Zeiten gab es gerade acht oder neun Professoren.

1556 kamen die Jesuiten auf Einladung des römisch-deutschen und böhmischen Königs Ferdinand I. (Kaiser ab 1558) nach Prag und gründeten am Clementinum eine philosophisch-theologische Hochschule, die auch das Recht zur Promotion hatte. 1609 kam es durch den Majestätsbrief Kaiser Rudolfs II. zu einer Reform. Das katholische Clementinum wirkte als starke Konkurrenz zur utraquistischen Universität und wurde 1616 zur katholischen Universität erhoben.

1618 beteiligte sich die utraquistische Universität aktiv am böhmischen Ständeaufstand gegen die katholischen Habsburger. Nach der Niederlage der Stände verlor die Universität ihre Autonomie, wurde den Jesuiten übergeben und rekatholisiert.[10]

Vereinigung und staatliche Universität (1622–1882)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1638 wurden die medizinische und die juristische Fakultät begründet. Kaiser Ferdinand III. vereinigte 1654 das Clementinum mit der Karls-Universität. Die Universität trug fortan bis zum Ende der Habsburgermonarchie im Jahre 1918 den Namen Universitas Carolo-Ferdinandea. 1718 wurde der barocke Umbau am Karolinum und 1724 Astronomischer Turm, Spiegelkapelle sowie Bibliothekssaal am Clementinum vollendet, unter der Leitung von Franz Maximilian Kaňka.

Nach der Aufhebung des Jesuitenordens wurde die Universität 1773 eine staatliche Einrichtung. Unter Kaiser Josef II. begann 1781 eine tiefgreifende Universitätsreform. Erstmals seit 1622 wurden Nichtkatholiken wieder zum Studium zugelassen. 1784 wurde die eigene Gerichtsbarkeit der Universität aufgehoben und Deutsch zur Hauptunterrichtssprache erklärt, trotzdem wurden manche Vorlesungen auch weiter auf Latein gehalten und etliche auf Tschechisch.[11]

Zweisprachige Einladung zu Vorlesungen über Bohemistik gehalten auf Tschechisch von F. M. Pelzel 1793

Im Zuge der Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich kam es zum Prager Pfingstaufstand. Sowohl deutsche als auch tschechische Studierende und Professoren beteiligten sich an den Protesten. Neben Forderungen nach der Freiheit von Forschung und Lehre, sollte der Anteil an Lehrveranstaltungen in tschechischer Sprache erhöht werden.

Teilung der Universität (1882)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 1860 sprachen lediglich etwa ein Drittel der Bewohner Prags die deutsche Sprache als Muttersprache. Demgegenüber wurden allerdings nur etwa 1 % der Lehrveranstaltungen an der Prager Universität ist tschechischer Sprache gehalten. Aufgrund von Protesten wurde die Universität per Gesetz vom 28. Februar 1882 geteilt, so dass es praktisch zwei Universitäten waren[12]:

  • Deutsche Karl-Ferdinands-Universität
  • Česká univerzita Karlo-Ferdinandova

Diese stellten voneinander unabhängige Institutionen dar, wobei medizinische und wissenschaftliche Einrichtungen, der botanische Garten, die Bibliothek gemeinsam genutzt werden sollten, welche allerdings, wie die mittelalterlichen Insignien, in deutscher Verwaltung verblieben.

Tschechoslowakei (1918–1939)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Auflösung der österreich-ungarischen Monarchie und der Gründung der Tschechoslowakischen Republik (ČSR) wurde am 19. Februar 1920 das „Gesetz über das Verhältnis der Prager Universitäten“ (Zákon č. 135/1920 Sb. z. a n., o poměru pražských universit) beschlossen.[13] Durch diese sogenannte „Lex Mareš“, benannt nach František Mareš, wurde die tschechische Universität zur alleinigen Rechtsnachfolgerin der Karls-Universität erklärt und in „Univerzita Karlova“ umbenannt, unter Verzicht auf den Namensanteil des habsburgischen Kaisers Ferdinand. Die deutsche Universität dagegen hielt fest am Namen „Karl-Ferdinands-Universität“. Da die tschechische Karls-Universität als Rechtsnachfolgerin der alten mittelalterlichen Universität bestimmt war, aber die mittelalterlichen Insignien weiterhin bei der deutschen Karl-Ferdinands-Universität verblieben waren, kam es 1934 zum sogenannten Insignienstreit (Insigniáda).

Deutsche Besatzung (1939–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. August 1939 wurde die Deutsche Universität in die deutsche Reichsverwaltung übernommen, sie erhielt von den Deutschen den offiziellen Namen „Deutsche Karls-Universität in Prag“. Nach studentischen Unruhen wurde im November die tschechische Karls-Universität für zunächst drei Jahre geschlossen, neun angebliche „Rädelsführer“ wurden standrechtlich erschossen. Mehrere hundert Studenten und 55 Professoren und Dozenten wurden in Konzentrationslager deportiert, im Rahmen der sogenannten Sonderaktion Prag. Einige der tschechischen Studenten schlossen ihr Studium an der University of Oxford ab.[14]

1945 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wann – Wenn nicht jetzt?
Wer – wenn nicht Wir?

Am 17. November 1989 fand in Prag, anlässlich des 50. Jahrestags der Schließung tschechischer Hochschulen 1939, eine genehmigte Studentendemonstration statt, an der laut Staatssicherheit 15.000 Menschen teilnahmen und die dann gewaltsam von Sicherheitskräften aufgelöst wurde.

Das Dekret Nr. 122 des tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš vom 18. Oktober 1945 verfügte die Auflösung der Deutschen Universität in Prag, rückwirkend zum 17. November 1939, dem Tag, an dem die tschechische Universität geschlossen wurde.[15] Im Zuge der Machtübernahme der Kommunisten wurde die akademische Freiheit beschnitten und die Universität nach sowjetischem Muster umgestaltet. Dies wirkte sich auch aus auf die internationalen Beziehungen und Forschungsmöglichkeiten. Dennoch konnten Ergebnisse auf hohem Niveau erzielt werden. Ein bemerkenswertes Beispiel sind die Forschungen von Jaroslav Heyrovský der für seine Entwicklung der Polarographie 1959 den Nobelpreis erhielt.

Eine Welle von Repressionen ab 1969 gegen Lehrende und Studenten ergab sich im Zuge der Beteiligung von Angehörigen der Universität an den Ereignissen des Prager Frühlings. Die Samtene Revolution am 17. November 1989 war dagegen nicht nur ein bedeutendes Ereignis für die tschechische Gesellschaft als Ganzes, sondern das Ende des Realsozialismus hat auch der Universität neuen Schub gegeben. Tiefgreifende Reformen wurden begonnen.

Universitas Carolina

In der Folge der Bologna-Erklärung hat die Karls-Universität Prag im Jahre 2001 neue Abschlüsse eingeführt und das European Credit Transfer System umgesetzt. In den 17 Fakultäten können derzeit (Stand: 2015) 270 verschiedene Studienabschlüsse erreicht werden. Es wird in tschechischer Sprache unterrichtet; zunehmend werden Programme auf Englisch und auf Deutsch angeboten.

Campus und Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Campus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Karolinum aus dem 14. Jahrhundert

Die Universität ist über das gesamte Stadtgebiet von Prag verteilt. Weitere Standorte sind in Hradec Králové und in Plzeň. Der historische Kern aus dem 14. Jahrhundert – das Karolinum, befindet sich in der Prager Altstadt und ist gleichzeitig das Zentrum des universitären Lebens. Hier ist der Sitz des Rektors und des Senats. Des Weiteren werden hier offizielle akademische Zeremonien abgehalten, wie Immatrikulationsfeiern und Abschlussfeiern.

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 17 Fakultäten der Karls-Universität gliedern sich folgendermaßen auf:

  • Katholisch-Theologische Fakultät (Katolická teologická fakulta)
  • Evangelisch-Theologische Fakultät der Karls-Universität Prag (Evangelická teologická fakulta)
  • Hussitisch-Theologische Fakultät (Husitská teologická fakulta)
  • Juristische Fakultät (Právnická fakulta)
  • 1. Medizinische Fakultät der Karls-Universität (1. lékařská fakulta)
  • 2. Medizinische Fakultät (2. lékařská fakulta)
  • 3. Medizinische Fakultät (3. lékařská fakulta)
  • Medizinische Fakultät in Pilsen (Lékařská fakulta v Plzni)
  • Medizinische Fakultät in Hradec Králové (Lékařská fakulta v Hradci Králové)
  • Pharmazeutische Fakultät in Hradec Králové (Farmaceutická fakulta v Hradci Králové)
  • Philosophische Fakultät (Filozofická fakulta)
  • Naturwissenschaftliche Fakultät (Přírodovědecká fakulta)
  • Fakultät für Mathematik und Physik (Matematicko-fyzikální fakulta)
  • Pädagogische Fakultät (Pedagogická fakulta)
  • Fakultät für Sozialwissenschaften (Fakulta sociálních věd)
  • Fakultät für Sportpädagogik und Sportwissenschaft (Fakulta tělesné výchovy a sportu)
  • Fakultät für Geisteswissenschaften (Fakulta humanitních studií)

Institute und Zentralabteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tafel am Institut für Sprachen und fachsprachliche Ausbildung (UJOP)
  • Institut für Geschichte der Karls-Universität und Universitätsarchiv (Ústav dějin UK a Archiv UK)
  • Institut für Informationstechnologie (Ústav výpočetní techniky)
  • Institut für Sprachen und fachsprachliche Ausbildung (Ústav jazykové a odborné přípravy)
  • Zentralbibliothek (Ústřední knihovna UK)
  • Zentrum für Theoretische Studien (Centrum pro teoretická studia)
  • Zentrum für Wirtschaftsstudien und Promotion (Centrum pro ekonomický výzkum a doktorské studium)
  • Zentrum für Umweltthemen (Centrum pro otázky životního prostředí)
  • Zentrum für Wissens- und Technologietransfer (Centrum pro přenos poznatků a technologií)
  • Agentur des Rates für Hochschulfragen (Agentura Rady vysokých škol)

Spezielle Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzbischöfliches Seminar
  • Wohnheime und Mensen (Koleje a menzy)
  • Erzbischöfliches Seminar (Arcibiskupský seminář)
  • Verlag Karolinum (Nakladatelství Karolinum)
  • Verwaltung von Gebäuden und Anlagen (Správa budov a zařízení)
  • Sportzentrum (Sportovní centrum)

Universitätsmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karls-Universität ist mit fünf medizinischen Fakultäten die größte medizinische Bildungseinrichtung in Tschechien. An die Fakultäten sind sieben Universitätskliniken angegliedert. Fünf Kliniken davon werden durch die drei Prager Fakultäten und jeweils eines durch die Fakultäten in Pilsen und Königgrätz (Hradec Králové) genutzt.

  • Fakultní Thomayerova nemocnice (Thomayer-Universitätsklinik)
  • Fakultní nemocnice Na Bulovce (Universitätsklinik Na Bulovce)
  • Všeobecná fakultní nemocnice (Allgemeines Universitätskrankenhaus)
  • Fakultní nemocnice v Motole (Universitätskrankenhaus Motol)
  • Fakultní nemocnice Královské Vinohrady (Universitätskrankenhaus Kgl. Weinberge)
  • Fakultní nemocnice Plzeň (Universitätskrankenhaus Pilsen)
  • Fakultní nemocnice v Hradci Králové (Universitätskrankenhaus Königgrätz)

Fünf weitere Kliniken befinden sich am Militärzentralkrankenhaus Prag (Ústřední vojenská nemocnice Praha). Auch weitere medizinische Einrichtungen in Prag sind in an der Universitätsmedizin beteiligt.

Seit 2004 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der 1. Medizinischen Fakultät der Karls-Universität und dem Klinikum Chemnitz zur Zusammenarbeit für den internationalen Studiengang Humanmedizin.[16]

Mitgliedschaften und Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coimbra-Gruppe
  • The Magna Charta Observatory
  • International Forum for Public Universities
  • Coimbra-Gruppe
  • Danube Rectors’ Conference (Donaurektorenkonferenz)
  • European Association for International Education
  • European University Association
  • The Europaeum
  • International Association of Universities
  • OECD/IMHE – Programme on Institutional Management in Higher Education
  • Institutional Network of the Universities from the Capitals of Europe (UNICA)

Strategische Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Persönlichkeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael G. Ash / Jan Jakub Surman: The Nationalization of Scientific Knowledge in the Habsburg Empire, 1848–1918. Palgrave Macmillan, London 2014, ISBN 978-1-349-33112-3.
  • Ivana Čornejová / Michal Svatoš / Petr Svobodný: History of Charles University – Vol. 1: 1348–1802. Karolinum, Praha 2001, ISBN 80-246-0021-8
  • Renate Dix: Frühgeschichte der Prager Universität. Bonn 1988.
  • Annette Großbongardt / Uwe Klußmann / Norbert Pötzl: Die Deutschen im Osten Europas. Eroberer, Siedler, Vertriebene. Deutsche Verlags-Anstalt (2 Aufl.), München 2011, ISBN 978-3-421-04527-0.
  • Jan Havránek / Zdeněk Pousta: History of Charles University – Vol. 2: 1802–1990. Karolinum, Praha 2001, ISBN 80-246-0022-6.
  • Dušan Kováč / Jiří Pešek / Roman Prahl: Kultur als Vehikel und als Opponent politischer Absichten. Kulturkontakte zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre. Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0480-4.
  • Hans Lemberg (Hrsg.): Universitäten in nationaler Konkurrenz. Zur Geschichte der Prager Universitäten im 19. und 20. Jahrhundert. (= Veröffentlichungen des Collegium Carolinum. Bd. 86). München 2003, ISBN 3-486-56392-0.(Inhaltsverzeichnis)
  • Harald Lönnecker: „… freiwillig nimmer von hier zu weichen …“ Die Prager deutsche Studentenschaft 1867–1945 (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen. Bd. 16). Köln 2008, ISBN 978-3-89498-187-7.
  • Alena Míšková: Německá (Karlova) univerzita od Mnichova k 9. květnu 1945 (vedení univerzity a obměna profesorského sboru). Univerzita Karlova, Nakladatelství Karolinum: Praha 2002, S. 19. ISBN 80-246-0129-X
  • Blanka Mouralová (Hrsg.): Die Prager Universität Karls IV. Von der europäischen Gründung bis zur nationalen Spaltung. Potsdam: Deutsches Kulturforum Östliches Europa 2010. ISBN 978-3-936168-37-2
  • Frank Rexroth: Deutsche Universitätsstiftungen von Prag bis Köln. Die Intention des Stifters und die Wege und Chancen ihrer Verwirklichung im spätmittelalterlichen Territorialstaat. Köln u. a 1992, S. 59–107.
  • Wenzel Wladiwoj Tomek: Geschichte der Prager Universität. Zur Feier der fünfhundertjährigen Gründung derselben. Hofbuchdruckerei Gottlieb Haase Söhne, Prag 1849, 378 Seiten (online).
  • Emanuel Turczynski: Die Teilung der Prager Universität 1882 und die intellektuelle Desintegration in den böhmischen Ländern. Oldenbourg, München 1984, ISBN 3-486-51891-7. Digitalisat
  • Teresa Wróblewska: Die Reichsuniversitäten Posen, Prag und Strassburg als Modelle nationalsozialistischer Hochschulen in den von Deutschland besetzten Gebieten, Wydawnictwo Adam Marszalek, Toruń 2000, (Rezension), ISBN 83-7174-674-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karls-Universität Prag – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. About the University
  2. iForum – časopis Univerzity Karlovy: Shanghai Ranking: Charles University among 1.5 percent of world’s best universities. 22. August 2011, abgerufen am 5. Juni 2016 (englisch).
  3. Franz Machilek: Kirche und Universität im Spätmittelalter. Die Gründungen Prag und Erfurt. In: Peter Wörster (Hrsg.): Universitäten im östlichen Mitteleuropa. Zwischen Kirche, Staat und Nation – Sozialgeschichtliche und politische Entwicklungen. Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-58494-3, S. 165–194, hier: S. 176.
  4. Wenzel Wladiwoj Tomek: Geschichte der Prager Universität – Zur Feier der fünfhundertjährigen Gründung verfasst, Prag 1849, S. 4.
  5. František Palacký: Geschichte von Böhmen – Größtenteils nach Urkunden und Handschriften, Band 2, Teil 2: Böhmen unter dem Hause Luxemburg, bis zum Tode Kaiser Karls IV. – Jahre 1306–1378, Prag 1850, S. 293.
  6. Vgl. z. B. Josef Dobrovský: Zustand der Universität Prag, Böhmische Literatur, Band 1 (1779), S. 12 ff..
  7. Album, seu Matricula Facultatis juridicae, 1372–1418, e codice membranaceo illius aetatis nunc primum luce donatum: Codex diplomaticus universitatis ejusdem. (Latein) 1834.
  8. Svatoš, Michal. (2010): Das Kuttenberger Dekret und das Wirken von Magister Jan Hus an der Prager Universität In: Mouralová, Blanka (Hrsg.): Die Prager Universität Karls IV. Von der europäischen Gründung bis zur nationalen Spaltung. S. 45–70
  9. Das Kuttenberger Dekret (tschechisch), abgerufen am 5. Juni 2016.
  10. Univerzita Karlova v Praze – Historie Univerzity Karlovy v datech. In: cuni.cz. 2016, abgerufen am 5. Juni 2016 (cz).
  11. Ivana Čornejová (hrg.): Dějiny Univerzity Karlovy II: 1622–1802, Praha: Karloinum, 1996, S. 51–52.
  12. Zákonník říšský pro království a země v radě říšské zastoupené 1882(Zákon č. 24/1882 ř. z., jenž se týče c. k. university Karlo-Ferdinandské v Praze.). In: Österreichische Nationalbibliothek. 28. Februar 1882, abgerufen am 5. Juni 2016 (cz).
  13. Zákon č. 135/1920 Sb. z. a n. ve Sbírce zákonů a nařízení státu československého PDF
  14. Havránek – Pousta (vyd.), Dějiny univerzity Karlovy IV. (1918–1990). Praha 1995.
  15. vgl. Dekret presidenta republiky č. 122/1945 Sb., o zrušení německé university v Praze.
  16. Website des internationalen Studiengangs Humanmedizin
  17. Wolfgang G. Müller, in: Rilke-Handbuch, Leben – Werk – Wirkung, Metzler, Hrsg. Manfred Engel, Stuttgart 2013, S. 296.