Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf
Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Fläche: 144,68 km2
Einwohner: 7200 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Verbandsschlüssel: 07 2 31 5006
Verbandsgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Saarstraße 7
54424 Thalfang
Webpräsenz: www.erbeskopf.de
Bürgermeister: Marc Hüllenkremer
Lage der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Die Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 21 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Gemeinde Thalfang. Im Gebiet der Verbandsgemeinde liegt der ebenfalls namensgebende Erbeskopf, die höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Berglicht 7,55 439
Breit 4,00 278
Büdlich 4,02 217
Burtscheid 2,99 114
Deuselbach 4,03 253
Dhronecken 1,45 122
Etgert 3,75 65
Gielert 4,09 154
Gräfendhron 3,13 101
Heidenburg 9,49 713
Hilscheid 18,07 241
Horath 11,89 421
Immert 3,14 151
Lückenburg 2,57 91
Malborn 26,31 1.329
Merschbach 3,20 65
Neunkirchen 3,16 155
Rorodt 3,41 47
Schönberg 5,10 225
Talling 3,90 207
Thalfang 19,44 1.812
Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf 144,68 7.200

(Einwohner am 31. Dezember 2016)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thalfang wurde erstmals 632 urkundlich erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert gehörte Thalfang zur Mark Dhronecken, die auch Mark Thalfang genannt wurde. Die wildgräfliche Burg Dhronecken war Verwaltungssitz des Amtes. Die Burg wurde 1403 durch den Trierer Kurfürsten erfolglos belagert. Erst unter den Franzosen wurde 1800 die Mark Dhronecken aufgelöst. Die Franzosen reorganisierten die Landverteilung, und die Mairien Talling und Thalfang entstanden. Zur Mairie Thalfang gehörten die Orte Bäsch, Burtscheid, Deuselbach, Dhronecken, Etgert, Hilscheid, Immert, Malborn, Rorodt und das ausgestorbene Röderbach (um 1900 aufgegeben). Zur Mairie Talling gehörten die Ortschaften Berglicht, Gielert, Lückenburg, Neunkirchen und Schönberg. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam das Rheinland 1815 zu Preußen. Aus den beiden Mairien wurden 1816 die Bürgermeistereien Talling und Thalfang gebildet, die dem Kreis Bernkastel und dem Regierungsbezirk Trier zugeordnet waren.[2] Diese Gebietsneuordnung hält noch bis heute an, außer dass in den Jahren 1969 bis 1972 durch die rheinland-pfälzische Gebietsreform noch die Ortsgemeinden Gräfendhron und Horath aus dem Amt Neumagen-Dhron, Merschbach aus dem Amt Morbach sowie Breit, Büdlich und Heidenburg aus dem Amt Klüsserath hinzukamen.[3] Im Rahmen der zeitgleichen Verwaltungsreform wurde die „Verbandsgemeinde Thalfang“ neu gebildet. Seit dem 14. Januar 1993 führt die Verbandsgemeinde die Zusatzbezeichnung „am Erbeskopf“.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 4.708
1835 6.478
1871 6.340
1905 6.004
1939 6.863
1950 6.737
Jahr Einwohner
1961 7.089
1970 7.297
1987 7.219
1997 7.565
2005 7.507
2016 7.200

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Thalfang am Erbeskopf besteht aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FDP WGR NL Gesamt
2014 8 7 2 3 2 24 Sitze
2009 9 9 4 2 24 Sitze
2004 8 10 3 3 24 Sitze
  • NL = Neue Liste e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgermeister, unter Einbeziehung des vorhergehenden Amtes Thalfang:

  • 1946–1960 Otto Boussonville, Amtsbürgermeister
  • 1960–1965 Rolf Ströher, Amtsbürgermeister
  • 1966–1986 Walter Freis, Amtsbürgermeister bis 1968, Bürgermeister ab 1968
  • 1986–1989 Albert Schmidt, Bürgermeister
  • 1989–2013 Hans-Dieter Dellwo, Bürgermeister
  • Seit 8. Mai 2013 Marc Hüllenkremer, Bürgermeister[7]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässig sind die Grundschulen in Heidenburg, Malborn und Thalfang sowie die Erbeskopf-Realschule plus Thalfang.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, Seite 921
  3. Die Geburtsstunde der heutigen VG Thalfang aus: Trierischer Volksfreund Online vom 9. Januar 2012
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Internetarchiv
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Direktwahl 2013, Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf (PDF 10 kB)