Marsha Hunt (Schauspielerin)

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Marsha Hunt im November 2013

Marsha Hunt (* 17. Oktober 1917 in Chicago, Illinois als Marcia Virginia Hunt) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marsha Hunt wurde als Tochter eines Anwalts und einer Musikerin geboren. Die Familie lebte zunächst in Chicago, zog dann aber später nach New York City. Nach ihrem Schulabschluss an der Horace Mann School in New York arbeitete Hunt als Model und nahm ersten Schauspielunterricht. Im Jahre 1935 begann die Filmkarriere der damals 18-jährigen Hunt dem Film The Virginia Judge unter dem Regisseur Edward Sedgwick. In den folgenden Jahren spielte Hunt in zahlreichen B-Movies die weiblichen Hauptrollen, ohne größere Aufmerksamkeit zu erzielen. An der Seite des jungen John Wayne war sie 1937 im B-Western Die Spielhölle von Wyoming zu sehen. Während sie in kleineren Filmen Hauptrollen übernahm, blieb Hunt in Großproduktionen meist auf Nebenrollen beschränkt. So spielte sie in Irene (1940) neben Ray Milland und Anne Neagle sowie als Mary Bennett in der Literaturverfilmung Stolz und Vorurteil (1940) an der Seite von Greer Garson und Laurence Olivier. Es folgten weitere Auftritte neben Mickey Rooney in Und das Leben geht weiter (1943) sowie in Die Entscheidung (1945) neben Gregory Peck.

Am 27. Oktober 1947 schloss sich Hunt einer 30-köpfigen Gruppe aus Regisseuren und Schauspielern an (darunter John Huston, Humphrey Bogart, Lauren Bacall und Danny Kaye), die in Washington D.C. gegen die Maßnahmen des Kongresses im Zusammenhang mit den Aktionen des Komitee für unamerikanische Umtriebe zu protestieren. Zurück in Hollywood wurde sie seitens der Behörden gebeten, ihre kommunistischen Aktivitäten zu gestehen, wollte sie nicht Gefahr laufen, keine Engagements mehr zu erhalten. Hunt lehnte ab. Sie erhielt Rollen bis 1949, als ihr Name auf der Red Channel - Liste erschien. Danach trat sie in den nächsten acht Jahren nur noch in drei Filmen auf, nachdem sie zuvor von 1935 bis 1949 in 52 Filmen mitgewirkt hatte.

Marsha Hunt (zweite von links) bei einem Geburtstags-Ball im Weißen Haus, in der Mitte First Lady Eleanor Roosevelt (1937)

Nach dem Ende der McCarthy-Ära und damit ihrer Berufseinschränkung nahm Hunt Ende der 1950er-Jahre wieder ihre Filmkarriere auf, ohne jedoch wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. 1960 gab sie ihren weitgehenden Rückzug aus dem Filmgeschäft bekannt, blieb jedoch in den nächsten Jahrzehnten ein bekanntes Gesicht als Gastdarstellerin im Fernsehen. 1971 erhielt sie wieder eine größere Rolle in dem Film Johnny zieht in den Krieg, dessen Drehbuch von Dalton Trumbo stammt, einem der Hollywood Ten. In diesem Antikriegsfilm spielte sie die Mutter von Timothy Bottoms.

Seit 1980 ist Marsha Hunt Ehrenbürgermeisterin von Sherman Oaks in Kalifornien. Sie war zweimal verheiratet, darunter mit dem Regisseur Jerry Hopper, und hat ein Kind.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marsha Hunt wurde 2002 mit einem "Golden Boot Award" ausgezeichnet.
  • Marsha Hunt hat außerdem einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame für ihre Filmarbeit.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marsha Hunt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag bei filmreference.com
  2. Marsha Hunt in: Hollywood, 1940-2008, von Marc Wanamaker, Arcadia Publishing, 2009, Seite 17