Martin Mace

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MGM-13 Mace

MGM-13 Mace.jpg

Allgemeine Angaben
Typ: Marschflugkörper
Hersteller: Glenn L. Martin Company
Entwicklung: 1954
Indienststellung: 1959
Technische Daten
Länge: 13,60 m
Durchmesser: 1400 mm
Gefechtsgewicht: 8200 kg
Spannweite: 7000 mm
Antrieb:
Erste Stufe:
Zweite Stufe:

Feststoffbooster
Turbojet Allison J33-A-41 mit
23 kN Schub
Geschwindigkeit: Mach 0,9
Reichweite: 2400 km
Ausstattung
Zielortung: INS plus ATRAN (Automatic Terrain Recognition And Navigation)
Gefechtskopf: Nukleargefechtskopf W28 mit 1100 kt
Waffenplattformen: Verbunkerte Stellung
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MGM-13 Martin Mace (englisch für Keule) war eine taktische Boden-Boden-Rakete des US-amerikanischen Rüstungsherstellers Herstellers Martin, die auf dem Marschflugkörper Matador basierte.

Entwicklung und Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung begann 1954, der erste Start erfolgte 1956. Die Mace konnte von einer mobilen Rampe oder aus einem gehärteten Bunker gestartet werden. Den Startschub lieferte ein Feststoffbooster, im Flug wurde Mace von einem Allison J33-A-41-Turbojet angetrieben. Es wurden zwei Versionen gebaut, die A-Version mit einem Radar-Navigationssystem ATRAN (Automatic Terrain Recognition And Navigation) und die B-Version mit einem Trägheitsnavigationssystem und vergrößerter Reichweite. Die Stationierung begann 1959, und die Rakete blieb bis in die 1970er-Jahre im Einsatz. Die Mace konnte mit einem konventionellen oder nuklearen Sprengkopf bestückt werden. Einige Raketen wurden als Zieldrohnen verwendet, da ihr Flugbild dem von Flugzeugen stark ähnelte.

Stationierung in der Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Commando der 38th TMW auf der Air Base Sembach (Pfalz) unterstanden beispielsweise zwölf Flugkörper MGM-13 A Mace (zuletzt CGM 13 B) in ständiger Startbereitschaft. Ab dem 25. September 1966 wurde die Einheit mit 1962 Soldaten in die 603rd Air Base Wing umgewandelt. Im Oktober 1966 wurden die Mace über Rotterdam in die USA verschifft. Als neue Träger verwendete die Air Force die Flugzeuge F 100 und F 105.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Mace – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien