Martin Rink

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Martin Rink (* 1966 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Militärhistoriker und ehemaliger Offizier des Truppendienstes. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rink trat 1985 als Soldat auf Zeit in die Fallschirmjägertruppe der Bundeswehr ein. Von 1989 bis 1993 studierte er Staats- und Sozialwissenschaften mit dem Hauptfach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg (Diplom 1993). Er wurde als Truppenoffizier, zuletzt in der Funktion eines Kompaniechefs in Merzig verwendet. 1995 war er im Auslandseinsatz im ehemaligen Jugoslawien (UNPROFOR). 1996 endete seine aktive Dienstzeit als Hauptmann.

Er nahm ein historisches Promotionsstudium auf und wurde 1998 an der Staats- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Bundeswehruniversität München mit der durch Hans Schmidt angeregten und durch Walter Demel und Bernhard R. Kroener begutachteten Dissertation Vom „Partheygänger“ zum Partisanen. Die Konzeption des kleinen Krieges in Preußen 1740–1813 zum Dr. rer. pol. promoviert,[1] wofür er 2000 auf dem 43. Deutschen Historikertag in Aachen den Werner-Hahlweg-Preis (2. Preis) erhielt.[2]

Von 1997 bis 2009 war der Reserveoffizier (letzter Dienstgrad Oberstleutnant der Reserve) während seiner Wehrübungen als Historikerstabsoffizier in Forschungsprojekte am Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) eingebunden, wo er 2009 Mitarbeiter wurde. Zwischenzeitlich arbeitete er für die Online-Redaktion eines Kommunikationsunternehmens in Berlin. Seit 2005 ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam und seit 2010 an der Universität der Bundeswehr München.

Rink publizierte in u. a. DAMALS, Österreichische Militärische Zeitschrift, Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung und Militärgeschichtliche Zeitschrift. Ferner ist er Autor von Artikeln in der Enzyklopädie der Neuzeit und im Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung. Vorträge hielt er etwa an der Führungsakademie der Bundeswehr, für die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik und den Arbeitskreis Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom „Partheygänger“ zum Partisanen. Die Konzeption des kleinen Krieges in Preußen 1740–1813 (= Europäische Hochschulschriften / 3). Lang, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-631-35109-7.
  • hrsg. mit Klaus-Jürgen Bremm, Hans-Hubertus Mack: Entschieden für Frieden. 50 Jahre Bundeswehr. 1955 bis 2005. Rombach, Freiburg im Breisgau 2005, ISBN 3-7930-9438-3.
  • mit Helmut R. Hammerich, Dieter H. Kollmer, Rudolf J. Schlaffer: Das Heer 1950 bis 1970. Konzeption, Organisation und Aufstellung (= Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, Band 3). Oldenbourg, München 2006, ISBN 978-3-486-57974-1.
  • 50 Jahre Militärgeschichtliches Forschungsamt. Eine Chronik. Hrsg. vom Militärgeschichtliches Forschungsamt, be.bra verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-937233-47-5.
  • Naher Osten (= Wegweiser zur Geschichte). 2. überarbeitete Auflage, im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, hrsg. von Bernhard Chiari und Dieter H. Kollmer unter Mitarbeit von Martin Rink, Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76759-2.
  • Is There Anything New in Small-scale Warfare? Developments in Asymmetric Violence, 1740–1815 (= Working Papers in Military and International History, 6). European Studies Research Institute, Salford/Manchester 2009, ISBN 9781902496566.
  • hrsg. mit Karl-Heinz Lutz, Marcus von Salisch: Reform, Reorganisation, Transformation. Zum Wandel in den deutschen Streitkräften von den preußischen Heeresreformen bis zur Transformation der Bundeswehr. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Oldenbourg, München 2010, ISBN 978-3-486-59714-1.
  • Die Bundeswehr 1950/55–1989 (= Militärgeschichte kompakt. 6). DeGruyter Oldenbourg, München 2015, ISBN 978-3-11-044096-6.
  • hrsg. mit Dieter H. Kollmer, Torsten Konopka: Zentrales Afrika (= Wegweiser zur Geschichte). Im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit der Landesverteidigungsakademie des Österreichischen Bundesheeres. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2015, ISBN 978-3-506-78470-4.
  • hrsg. mit Martin Hofbauer: Völkerschlacht bei Leipzig. Verläufe, Folgen, Bedeutungen 1813–1913–2013 (= Beiträge zur Militärgeschichte. Band 77). De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-046244-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Rink: Vom „Partheygänger“ zum Partisanen. Die Konzeption des kleinen Krieges in Preußen 1740–1813. Frankfurt am Main 1999, o. S.
  2. Für Arbeiten zur Militärgeschichte. In: Rhein-Zeitung, 7. Oktober 2000.