Massivumformung

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Der Begriff Massivumformung ist ein Sammelbegriff für die Verfahren: Walzen, Gesenkschmieden, Kaltumformung, Fließpressen, Schmieden (Freiformschmieden), Stauchen, Strangpressen. Bei der Massivumformung handelt es sich um eine moderne Verfahrenstechnologie auf spezialisierten Umformmaschinen.

Bei allen Verfahren werden Bauteile aus unterschiedlichen metallischen Werkstoffen umgeformt. Alle Werkstoffe aus Stahl sowie Buntmetalle, Aluminium, Leichtmetalle und Legierungen aus Nickel und Kobalt können massivumgeformt werden. Ein wesentliches Merkmal der Massivumformverfahren ist die Erzeugung von Querschnittsänderungen. Querschnittsänderungen lassen sich durch Stoffverdrängen und Stoffanhäufen erzielen, wobei die Verfahren des Stoffverdrängens anwendungstechnisch überwiegen. Die Massivumformung wird anhand dieses Kriteriums von der Blechumformung (Biegen) unterschieden.

Massivumgeformte Bauteile werden in Automobilindustrie, Luftfahrt, Schiffsbau, Schienenfahrzeugen, Windkraftanlagen, Energieanlagen und im Kraftwerksbau eingesetzt. Die technologische Entwicklung im Anlagen- und Fahrzeugbau erfordert den Einsatz von massivumgeformten Bauteilen, die immer geringere Gewichte sowie eine hohe Energie- und Materialeffizienz aufweisen. Weitere Merkmale von massivumgeformten Bauteilen sind: Übertragung von statischen und dynamischen Kräften, Hochtemperatur- und Säurebeständigkeit sowie Recyclingfähigkeit.

Mehr als ein Drittel aller massivumgeformten Teile aus Deutschland wird exportiert. Der Fahrzeugbau nimmt zusammen mit den Systemherstellern über 80 Prozent der gesamten Produktion ein.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]