Matthias von Hellfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Matthias von Hellfeld im Sommer 2014

Matthias Georg von Hellfeld (* 1. August 1954 in Bremen) ist ein deutscher Historiker, Journalist und Publizist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Hellfeld[1] studierte Sozialwissenschaften und Geschichte an der Universität zu Köln und wurde 1985 mit der Dissertation Bündische Jugend und Hitlerjugend. Zur Geschichte von Anpassung und Widerstand 1930–1939 zum Dr. phil. promoviert. Danach war er vier Jahre Redakteur beim WDR und zwei Jahre beim neugegründeten Privatsender VOX.

Seit 1994 ist er Moderator bei Deutschlandfunk sowie Redakteur bei DRadio Wissen und der Deutschen Welle. Er publizierte u.a. zum Nationalsozialismus, Rechtsextremismus und zur europäischen Geschichte. Von Hellfeld ist seit 1978 als Journalist und Dozent freiberuflich tätig. Seit 2011 ist er Dozent des Masterstudiengangs „OnlineRadio“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und hält seit 2013 eine über drei Trimester verteilte Vorlesung über „Die Genese Europas“ und über den „Weg in die Moderne – das lange 19. und das kurze 20. Jahrhundert“. Von Hellfeld ist Mentor und Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Wintersemester 2014/15 hielt er eine Übung „Journalistisches und Wissenschaftliches Schreiben“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab.

Seit Mai 2016 ist von Hellfeld Redakteur des Geschichtsformats „Eine Stunde History“ bei DRadio Wissen, das historische Themen mit aktuellen politischen Entwicklungen in Verbindung setzt. Begleitend zur Sendung produziert er mit Holger Klein das wöchentliche Podcast-Format WRINT Geschichtsunterricht.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edelweisspiraten in Köln. Jugendrebellion gegen das 3. Reich. Das Beispiel Köln-Ehrenfeld (= Kleine Bibliothek, 219). Pahl-Rugenstein, Köln 1981, ISBN 3-7609-0608-7.
  • Bündische Jugend und Hitlerjugend. Zur Geschichte von Anpassung und Widerstand 1930–1939 (= Edition Archiv der Deutschen Jugendbewegung, Band 3). Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1987, ISBN 3-8046-8683-4.
  • Modell Vergangenheit. Rechtsextreme und neokonservative Ideologien in der Bundesrepublik (= Kleine Bibliothek, 454). Pahl-Rugenstein, Köln 1987, ISBN 3-7609-1148-X.
  • mit Arno Klönne: Die betrogene Generation (= Kleine Bibliothek, 360). Pahl-Rugenstein, Köln 1987, ISBN 3-7609-0954-X.
  • Dem Hass keine Chance (= Kleine Bibliothek, 537). Pahl-Rugenstein, Köln 1989, ISBN 3-7609-1301-6
  • Davongekommen. Erwachsenwerden im Holocaust (= Fischer Boot). Fischer-Taschenbuch-Verlag. Frankfurt 1990, ISBN 3-596-27616-0
  • mit Arno Klönne, Inge Jens, Anneliese Knoop-Graf, u.a. Piraten, Swings und Junge Garde. Jugendwiderstand im Nationalsozialismus (= Dietz-Taschenbuch 39). Herausgegeben von Wilfried Breyvogel. Dietz, Bonn 1991, ISBN 3-8012-3039-2
  • Die Nation erwacht. Zur Trendwende in der deutschen politischen Kultur. PapyRossa, Köln 1993, ISBN 3-89438-055-1.
  • Die Nation erwacht. Zur Trendwende der deutschen politischen Kultur. PapyRossa, Köln 1993, ISBN 3-89438-055-1
  • mit Kerstin von Hellfeld: Das Wichtigste über Geschichte & Zeitgeschichte (= Einfach wissen, dtv 34365). Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2006, ISBN 978-3-423-34365-7.
  • Akte Europa. Geschichte eines Kontinents (= dtv, 24554). Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2006, ISBN 978-3-423-24554-8; E-Book: Epubli, Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-5439-6.
  • Wir Europäer. Der schwierige Weg zu Freiheit und Demokratie. Dietz, Bonn 2008, ISBN 978-3-8012-0387-0.
  • Die Genese Europas. Der europäische Kontinent vom antiken Griechenland bis heute. 3 Bände. Epubli, Berlin 2013/2014, ISBN 978-3-8442-8554-3, ISBN 978-3-8442-7457-8, ISBN 978-3-8442-9766-9.
  • Das „lange“ 19. Jahrhundert. Zwischen Revolution und Krieg, 1774–1914. Dietz, Bonn 2015, ISBN 978-3-8012-0468-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stiftung Deutsches Adelsarchiv (Hrsg.): Genealogisches Handbuch des Adels. Starke, Limburg 1996, S. 182.