Max Pietschmann

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Max Pietschmann in seinem Atelier, ca. 1904

Ernst Max Pietschmann (* 28. April 1865 in Dresden; † 1952 in Niederpoyritz,[1] Dresden) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Pietschmann absolvierte in den Jahren 1883 bis 1889 ein Studium an der Kunstakademie Dresden. Seine Lehrer waren unter anderem Leon Pohle und Ferdinand Pauwels. Pietschmann gehörte der Malerkolonie in Goppeln bei Dresden an, die sich aufs Freiluftmalen spezialisierte. Zwei Jahre verbrachte er mit Hans Unger in Italien, danach setzte er seine Studien an der Académie Julian in Paris fort, wo er sich hauptsächlich mit Aktzeichnen beschäftigte.[2] Bei der Weltausstellung 1900 in Paris erhielt er eine Auszeichnung.[3] Er ließ sich dann wieder in Dresden nieder, wo er sich der ersten Dresdner Sezessionsbewegung um die Jahrhundertwende, dem Verein bildender Künstler Dresdens, anschloss.[4] Pietschmann, der in der Tradition von Künstlern wie Max Klinger und Arnold Böcklin stand und ein ähnliches Repertoire hatte, schloss sich offenbar nicht den Kunstströmungen an, die um die Zeit des Ersten Weltkriegs aufkamen.[5] Mit Oskar Zwintscher Richard Müller, Hans Unger, und Sascha Schneider bildete Pietschmann eine „Phalanx der Starken, die um die Jahrhundertwende Dresdens Kunst bedeutete.“[6]

Unter dem Pseudonym „Fr. (Francois) Laubnitz“[7] malte er Bilder, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Wandbilddrucke sehr beliebt waren.

Pietschmann starb 1952 im Dresdner Stadtteil Niederpoyritz und wurde auf dem Hosterwitzer Friedhof bestattet.[8]

Große Teile des künstlerischen und schriftlichen Nachlasses Pietschmanns befinden sich im Archiv der Staatlichen Dresdner Kunstsammlungen.[9]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1893: World’s Columbian Exposition, gezeigt: Fischender Polyphemus[11]
  • 1896: Internationale Kunst-Ausstellung Berlin, gezeigt: Adam und Eva.[12] Mondaufgang. Bildnisstudie.
  • 1986: „Handzeichnungen Deutscher Künstler“, 20. September – 31. Oktober 1896, Galerie Arnold, Dresden
  • 1899: Deutsche Kunstausstellung Dresden
  • 1900: 32. grosse Gemälde Ausstellung des Kunstvereins in Bremen, Kunsthalle Bremen
  • 1901: Grosse Berliner Kunst-Ausstellung
  • 1903: 71. Ausstellung des Kunstvereins Hannover
  • 1903: Grosse Berliner Kunst-Ausstellung
  • 1903: Sächsische Kunstausstellung Dresden
  • 1904: Grosse Kunstausstellung Dresden, gezeigt: Das Bad. Adam und Eva.
  • 1906: Grosse Berliner Kunst-Ausstellung
  • 1908: Grosse Kunstausstellung Dresden
  • 1908: Münchener Jahres-Ausstellung, gezeigt: Joseph und Maria. Frühlingsidylle. Gebirgswasser.
  • 1910: Grosse Berliner Kunst-Ausstellung
  • 1910: Ausstellung der Gruppe Grün-Weiß im Kunstsalon Emil Richter in Dresden, gezeigt: Gebiergswasser. Am Wasser. Aus meinem Fenster.
  • 1911: Kunstverein Hamburg, Kollektivausstellung des Ortsvereins Dresden der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft
  • 1912: „Stätten der Arbeit“, 15. März – Mitte April 1912, Galerie Arnold, Dresden
  • 1913: XI. Internationalen Kunstausstellung im königlichen Glas-Palast zu München, gezeigt: Sitzender weiblicher Rückenakt. Badende. Modellpause.
  • 1914: Erste internationale graphische Kunst-Ausstellung, Leipzig
  • 1914: Biennale di Venezia
  • 1914: Grosse Berliner Kunst-Ausstellung
  • 1916: Ausstellung der Künstler-Gilde Berlin, 3. August – 30. September 1916, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden
  • 1917: Franz Marc Gedächtnisausstellung, 1. Februar – 1. April 1917, Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden
  • 1925: „Preiswerte Graphik des Graphischen Kabinetts“, Galerie Arnold Dresden
  • 1933: „Portraitausstellung Dresdner Künstler Graphisches Kabinett“, 22. Juni – 25. Juli 1933, Residenzschloss Dresden
  • 1934: „Sächsische Kunstausstellung Dresden 1934“
  • 1996: Weinbergkirche Dresden-Pillnitz[13]
  • 1999/2000: Galerie Neue Meister, Dresden[14]
  • 2020 Berlin, Galerie Grisebach („King Kong kommt aus Dresden. Die Wiederentdeckung des Malers Max Pietschmann“)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Pietschmann. In: Künstlerdatenbank der Van-Ham Kunstauktionen. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  2. Max Pietschmann. Schmidt Kunstauktionen Dresden, abgerufen am 31. Juli 2013.
  3. Max Pietschmann, Weiblicher Rückenakt. Auktionshaus Richter & Kafitz, abgerufen am 31. Juli 2013.
  4. Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 Dresden. Antiquitäten-Heller, abgerufen am 31. Juli 2013.
  5. Max Pietschmann (German / 1865–1952). (Nicht mehr online verfügbar.) Idbury Prints, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 31. Juli 2013 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.idburyprints.com
  6. (Kuno von Hardenberg. Nach: Max Pietschmann bei Grisebach. Ein gigantischer Fund. In: Weltkunst, Berlin, 9/2020)
  7. Catalog of Copyright Entries: Musical compositions, Teil 4, Bände 33–34. Library of Congress. Copyright Office, United States Government Printing Office, 1939. S. 43. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  8. Maria am Wasser. In: Dresdner-Stadtteile.de. Abgerufen am 31. Juli 2013.
  9. a b Lisa Zeitz: Max Pietschmann bei Grisebach. Ein gigantischer Fund. In: Weltkunst, Berlin, 9/2020
  10. a b c Bildindex der Kunst & Architektur
  11. Department of Publicity and Promotion (Hrsg.): World’s Columbian Exposition, 1893: official catalogue. Part X. Department K. Fine arts. Chicago 1893, S. 120 (handle.net).
  12. Internationale Kunst-Ausstellung Berlin: Katalog. Schuster, Berlin 1886, S. 28, Ill. (gbv.de).
  13. Ausstellungen in der Weinbergkirche. Weinbergkirche Dresden-Pillnitz, abgerufen am 31. Juli 2013.
  14. Galerie Neue Meister Ausstellung: Max Pietschmann (1865–1952). In: Kunst-und-Kultur.de. Abgerufen am 31. Juli 2013.