Meister von Veringen

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Strüb: Kreuzigung Christi
Meister von Sigmaringen Kreuzigung Christi
Meister von Sigmaringen
Meister von Sigmaringen Tod Mariens
Kreuzigung Christi.-Detail2jpg
Meister von Sigmaringen Kreuzigung Christi.-Detail3jpg
Kunstdenkmäler KN 1887 S402 Roth Holzschnitzaltar
Mannheim Zeughaus 13

Als Meister von Veringen wird ein anonymer deutscher Maler der Renaissance bezeichnet.

Der unter dem Notnamen geführte „Meister von Veringen“ wird mit der Malerwerkstatt der Familie Strüb aus Veringenstadt gleichgesetzt. Kunsthistoriker Bernd Konrad aus Radolfzell vertritt die Meinung, dass der Meister von Veringen etwas mit dem Meister von Sigmaringen gemein hat, nicht jedoch mit dem Meister von Meßkirch. Hierbei muss es sich um eine eigenständige Werkstatt handeln.

Im Jahr 2007 ist es Konrad gelungen, nachzuweisen, dass über zwanzig Werke unbekannter Meister den Strüb-Malern Hans und Jakob Strüb zugeordnet werden können. Die Werke hängen unter anderem im Fidelishaus und Haus Nazareth in Sigmaringen, in Königseggwald, Krumbach und Meßkirch. Diese neue Zuschreibung begründet er mit gründlichen stilkritischen Untersuchungen, besonders in den Darstellungen der Gesichter und Figuren. Für die Altersbestimmungen, die Werke stammen aus der Zeit von 1500 bis 1530, kamen naturwissenschaftliche Methoden zur Anwendung, da nur wenige Werke datiert waren.

Konrad unterscheidet vier chronologische Stilgruppen der Strübwerke, in denen unter anderem die Entwicklung der Raumbehandlung sichtbar wird. Obwohl das Gesamtwerk in sich stimmig sei, könne es nicht einem Maler allein zugeschrieben werden, vielmehr einer ganzen Werkstatt. In Veringenstadt waren das die vier Maler Peter Strüb der Ältere mit seinen Söhnen Jakob, Hans und Peter der Jüngere.

Strübhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Strübhaus

Das „Strübhaus“ in Veringenstadt, ehemalige Künstlerwerkstatt und heute Museum für mittelalterliche Malkunst, gibt Einblick in die bedeutende Malerfamilie.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frieda Ewald-Schübeck: Zur Wiederherstellung des Rother Altars des Hans Strüb. In: Mannheimer Geschichtsblätter. 40 (1939), Nr. 1. - S. 4 - 7 : Ill. [1]
  • Kurt Roller: Neuzuschreibung. Meister von Sigmaringen waren Veringer. In: Schwäbische Zeitung vom 8. Dezember 2007
  • Ignaz Stösser: Kultur und Unterhaltung. Veringer rücken Strüb-Maler in den Mittelpunkt des Stadtfestes. In: Schwäbische Zeitung vom 7. Juni 2008

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ignaz Stösser (ist): Kultur und Unterhaltung. Veringer rücken Strüb-Maler in den Mittelpunkt des Stadtfestes. In: Schwäbische Zeitung vom 7. Juni 2008