Meßkirch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meßkirch
Meßkirch
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meßkirch hervorgehoben
47.9927777777789.1125616Koordinaten: 48° 0′ N, 9° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 616 m ü. NHN
Fläche: 76,24 km²
Einwohner: 8105 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88605
Vorwahlen: 07570, 07575, 07578
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 078
Stadtgliederung: 11 Teilorte
Adresse der
Stadtverwaltung:
Conradin-Kreutzer-Str. 1
88605 Meßkirch
Webpräsenz: www.messkirch.de
Bürgermeister: Arne Zwick
Lage der Stadt Meßkirch im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-Kreis Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tuttlingen Zollernalbkreis Bad Saulgau Beuron Bingen (bei Sigmaringen) Gammertingen Herbertingen Herdwangen-Schönach Hettingen Hohentengen (Oberschwaben) Illmensee Inzigkofen Krauchenwies Leibertingen Mengen Mengen Meßkirch Neufra Ostrach Pfullendorf Sauldorf Scheer Schwenningen (Heuberg) Sigmaringen Sigmaringendorf Sigmaringendorf Stetten am kalten Markt Veringenstadt Wald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild

Meßkirch ist eine Kleinstadt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg. Die Stadt liegt im westlichen Oberschwaben, südlich von Sigmaringen zwischen Donau und Bodensee.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Meßkirch liegt an der Nahtstelle von Schwäbischer Alb und voralpiner Moränenlandschaft zwischen der Oberen Donau und dem westlichen Bodensee. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 7624 Hektar[A 1] (Stand: 31. Dez. 2010[2]).

Die Stadt wird von der Ablach durchflossen, die an der Europäischen Wasserscheide entspringt und in die Donau mündet. In der Stadt selbst mündet der Grabenbach in die Ablach. Nordwestlich der Stadt erhebt sich bis fast 900 Meter der Südliche Heuberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Sigmaringen und Inzigkofen im Norden, Krauchenwies im Osten, Wald (Hohenzollern) und Sauldorf im Süden sowie Leibertingen im Westen.

Südansicht von Meßkirch, rechts im Hintergrund der Teilort Rohrdorf

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus der Kernstadt Meßkirch (mit Igelswies und Schnerkingen) und den Teilorten Dietershofen (mit Buffenhofen), Heudorf, Langenhart, Menningen (mit Leitishofen), Rengetsweiler, Ringgenbach und Rohrdorf.

Wappen Teilort Einwohner
(Stand: 31. Dez. 2012)[3]
Fläche
(Stand: 31. Dez. 2010)[2]
gesamt männl. weibl.
Meßkirch
Igelswies
Schnerkingen
Meßkirch

mit Igelswies
und
Schnerkingen
5586 2747 2839 2465 ha

davon 297 ha
und
700 ha
24.652.478 m²
Dietershofen Dietershofen
mit Buffenhofen
0139 0074 0065 0405 ha 04.050.684 m²
Wappen Heudorf Heudorf 0325 0157 0168 0787 ha 07.873.727 m²
Wappen Langenhart Langenhart 0227 0125 0102 0435 ha 04.354.061 m²
Wappen Menningen Menningen
mit Leitishofen
0456 0224 0232 0916 ha 09.164.044 m²
Rengetsweiler Rengetsweiler 0409 0198 0211 0505 ha 05.045.149 m²
Ringgenbach Ringgenbach 0194 0096 0098 0499 ha 04.989.438 m²
Wappen Rohrdorf Rohrdorf 0795 0392 0403 1611 ha 16.112.147 m²

Geschichte[Bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Souvenirblatt Messkirch um 1850

Die Besiedlungsgeschichte des Meßkircher Raums reicht 3000 Jahre zurück. Die ältesten menschlichen Spuren auf Meßkircher Gemarkung stammen aus der Bronzezeit. Grabhügel im Bichtlinger Wald oder auf dem Dreibühl bei Schnerkingen zeigen, dass das Gebiet schon in vorgeschichtlicher Zeit relativ dicht besiedelt war.[4] Des Weiteren findet sich bei Ringgenbach eine Gruppe von sieben hallstattzeitlichen Grabhügeln und im Wald Hackenberg zwischen Engelswies und Rohrdorf ein weiterer Grabhügel mit einem Durchmesser von 18 und einer Höhe von 3,6 Metern.[5] Die Siedlungskontinuität setzt sich mit der Latènezeit fort: Im Wald Birkstock in der Nähe von Heudorf fand sich unweit einer Doline eine gut erhaltene keltische Viereckschanze mit Seitenlängen von 73, 91, 62 und 93 Metern.[6]

Nach den Kelten kamen die Römer. Diese hatten im Jahr 15 v. Chr. die Gegend in Besitz genommen. Unter Kaiser Vespasian ist 70/71 n.Chr. eine Militär- und Fernstraße von Argentoratum (Straßburg) nach Augusta Vindelicorum (Augsburg) erbaut worden, die über das Kinzigtal und Brigobannis (Hüfingen) entlang des Danuvius (Donau) verlief. Nicht weit von der als Donausüdstraße bezeichneten Straße liegt die so genannte Altstadt bei Heudorf, der größte römische Gutshof im heutigen Baden-Württemberg. Das Land ist an Militärveteranen ausgegeben worden, wobei der Besitzer des Hofes aufgrund einer Weihe-Inschrift auf einem Altarstein bekannt und somit der älteste namentlich bekannte Meßkircher ist: Marcus Aurelius Honoratius Pankratius. Bemerkenswert an diesem römischen Gutshof ist vor allem ein 1978 entdecktes Fresko, das sich heute im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart befindet: die Venus von Meßkirch. Zur Datierung: Die älteste Münze zeigt Kaiser Vespasian und entstand um das Jahr 70, die letzte zeigt Caracalla und stammt aus dem Jahr 210. Im gleichen Jahr hatten die Alamannen erstmals den Limes überschritten. 270 dann hatten sich die Römer endgültig südwärts hinter den Rhein zurückgezogen.[4] Der Gutshof ist vermutlich einem der ersten Vorstöße bei der Alamannischen Landnahme ab 233 zum Opfer gefallen.[7]

Die frühen Alamannen sind eher Viehzüchter und Ackerbauern gewesen und hatten sich, anders als die Römer, entlang der Flussläufe angesiedelt. Darauf, dass diese Siedlungen alamannischen Ursprungs sind, weisen die Wortendungen der Ortsnamen entlang der Ablach mit -ingen hin, die stets nach dem Hofgründer benannt sind.[4] Nach der Eingliederung des alamannischen Herrschaftsgebiets in das Frankenreich nach 496 sind Orte mit der Endung -heim an siedlungsgeographisch günstigen Stellen gegründet worden (beispielsweise Thalheim), später folgten an weniger günstigen Stellen Orte mit der Endung -dorf (zum Beispiel Sauldorf). Phasenweise hatten sich von den Altsiedelorten aus der weitere Landesausbau und die Rodung der weiten Wälder vollzogen. Besonders nachvollziehbar ist dies am Beispiel Menningen, wo entlang des Ringgenbachs die Orte Leitishofen, Kogenhofen (Ringgenbach), Buffenhofen und Dietershofen entstanden sind. Die im 8. Jahrhundert gegründeten Orte mit der Endung -weiler sind die letzten gewesen. Die alten Dörfer lagen fast alle westlich der Ablach, östlich findet man vor allem junge Gründungen.[4] Zwei Lanzenspitzen aus der Merowingerzeit weisen auf eine Besiedlung im 7. Jahrhundert hin.[8]

Erstmalige Erwähnung und Mittelalter[Bearbeiten]

Vogelschau des Ortes Meßkirch, 1575: Oben zu erkennen, die 1550 begonnene Vorstadt mit Neuem Spital und Weisenburg. Ebenfalls gut zu erkennen, das vierflügelige Schloss Meßkirch, sowie die zu der Zeit noch spätgotische St. Martinskirche. Siehe auch:
 Wikisource: Die Zimmerische Chronik, Band 4, S. 40f. – Quellen und Volltexte (deutsch)

Meßkirch wurde erstmals in der Vita des um 965 n. Chr.[A 2] geborenen Heiligen Heimerad genannt.[9] Um 1080 wurde die Lebensgeschichte des Pilgermönchs aufgeschrieben.[10] In ihr wird sein Geburtsort als Ort in Oberschwaben erwähnt, der Messankilche heißt. Ein Ort mit einer Kirche in der die Heilige Messe gefeiert wurde.[9] Die Martinskirche stammt aus der Zeit der Christianisierung im 8. Jahrhundert. Sie und die drei Peter-und-Paul-Kirchen in der Umgebung deuten auf eine Sonderstellung von Meßkirch als Zentralort der Missionierung im 8. Jahrhundert hin.[8] Das älteste erhaltene Siegel ist eines der Meßkircher Schneiderzunft aus dem Jahr 1050.[9] 1201 war vom Meßkircher Fruchtmaß die Rede.[4] Der Kirchort Meßkirch war damals Teil der Herrschaft der Grafen von Rohrdorf. Nach dem Erlöschen des Grafengeschlechts 1210 wurde ein Großteil der Herrschaft einschließlich Meßkirch an eine Nebenlinie der Truchsessen von Waldburg verkauft, die sich daraufhin Truchsessen von Waldburg zu Rohrdorf nannten.

Im 12. oder 13. Jahrhundert wandelte sich Meßkirch zur Marktsiedlung der Herrschaft. Das Marktrecht ist urkundlich seit 1241 bezeugt[4], das Stadtrecht in einer Salemer Urkunde seit 1261.[11] Das Stadtrecht ist im Kontext der Stadtgründungen im Bodenseeraum zu sehen. Für die Entwicklung der Stadt spielten zum einen die Lage an einer Furt und an zwei Überlandstraßen eine Rolle, zum anderen um das Jahr 1300 die Verlagerung des Herrschaftssitzes der Truchsesse von der Benzenburg bei Rohrdorf nach Meßkirch, das damit zur Residenz wurde. Seitdem nannte sich die Familie Truchsessen von Waldburg zu Meßkirch. Es folgte der Abbruch der Benzenburg und der Neubau der Burg (Altes Schloss[11]), sowie der Bau der inneren und äußeren Stadtmauer mit zwei Stadttoren.[8] Im Mittelalter umfasste die Stadtmauer schon das Grabenviertel. Keramikfunde aus dem Bereich westlich der Stadtkirche bezeugen, dass dies der ältere Teil der Stadt ist.[12]

Die zimbrische Herrschaft Meßkirch begann 1319 mit der Heirat des Freiherrn Werner von Zimmern des Älteren (1289–1384) mit Anna Truchsessin von Rohrdorf († 1350). Nach ihrem Tod wurde Meßkirch 1351 durch Erbfolge Residenz der Herren von Zimmern (seit 1538 Grafen von Zimmern), was final im Jahre 1354 durch Kauf der Herrschaft bestätigt wurde.[13] Die Herrschaft umfasste die Stadt Meßkirch und ihre sechs Stammdörfer Rohrdorf, Heudorf, Schnerkingen, Wackershofen sowie Ober- und Unterbichtlingen.[14] Die Zimmern verschafften dem kleinen Ort durch künstlerisches, literarisches und wissenschaftliches Interesse über Generationen hinweg großes Ansehen.

Unter Meßkirchs erstem Landesherrn Werner von Zimmern und dessen zweiter Ehefrau Brigitte von Gundelfingen († 1404) kam es zu einer Abwanderung von Bürgern in die benachbarten Reichsstädte, unter anderem Konstanz, Überlingen und Ravensburg. Grund waren die erhoben Steuern, Fronen und andere Dienste zum Nutzen des Landesherren. Eine Rückkehr der Bürger konnte erst erreicht werden, indem Werner die Untertanen für frei erklärte.[15] Gottfried Werner von Zimmern (1484–1554) errichtete die spätgotische St. Martinskirche (später barock umgestaltet). Unter Graf Froben Christoph von Zimmern (1519–1566), Verfasser der „Zimmerischen Chronik“, erfuhr Meßkirch eine Blüte, die Stadt wuchs und wurde um die so genannte Vorstadt erweitert. Zudem ließ er das Schloss im Stile der italienischen Renaissance als Vierflügelanlage umgestalten und das Spital und viele andere Gebäude bauen.[9]

Neuzeit[Bearbeiten]

Bis zum Bauernkrieg 1525 lagen die Machtverhältnisse noch zugunsten der Bürger.[12] 1594 erlosch das Geschlecht der Grafen von Zimmern mit dem Tod von Graf Wilhelm von Zimmern (1549–1594)[13] im Mannesstamm und kam über eine Schwester des letzten Grafen an die Grafen von Helfenstein, Freiherren zu Gundelfingen. 1627 kam die Stadt unter die Herrschaft der Meßkircher Linie der Fürsten zu Fürstenberg.[12]

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte Meßkirch weniger als 1000 Einwohner. Der 1716 in den Fürstenstand erhobene Graf Froben Ferdinand von Fürstenberg-Mößkirch (1664–1741) stieg in den Diensten von Kaiser Karl VI. bis zum kaiserlichen Prinzipalkommissar am Regensburger Reichstag auf, als Bauherr und Mäzen zog er Baumeister und Künstler von überregionalem Rang in seine Residenzstadt, die sich zu einer der glanzvollsten Fürstenresidenzen in Südwestdeutschland entwickelte. Mittelpunkt dieses frühneuzeitlichen Territorialkomplexes war die Residenz Meßkirch mit ihrem noch auf die Grafen von Zimmern zurückgehenden Renaissanceschloss aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.[16] Hier standen Fürst Froben Ferdinand und seiner Familie um 1720 ein Hofstaat und eine Zentralverwaltung von rund 80 Bediensteten zur Verfügung. Die enormen Ausgaben für die fürstliche Repräsentation, Hofhaltung und zumal die Bautätigkeit bescherten den Meßkircher Handwerkern und Händlern beständige Einkünfte. Hof und fürstliche Verwaltung waren die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt.[17]

Als im Jahr 1744 Karl Friedrich von Fürstenberg-Mößkirch (1714–1744) starb und mit ihm die Meßkircher Linie der Fürsten von Fürstenberg, stellte sich ein abruptes Ende in der Entwicklung der Stadt als Residenz ein. Als die Donaueschinger Linie der Fürstenberger Meßkirch übernahm,[12] verlor die Stadt Hofhaltung und Regierungsbehörden, mit schweren wirtschaftlichen Konsequenzen[17]. Meßkirch war also nicht mehr Residenz, gehörte aber weiterhin zu dem Fürstentum.[18]

Am 5. Mai 1800 fand bei Meßkirch der als Schlacht bei Meßkirch bekannte militärische Zusammenstoß zwischen französischen und österreichischen Truppen im Zweiten Koalitionskrieg statt. An die blutige Schlacht, die im Meßkircher Raum tiefe Spuren hinterließ, erinnert eine Inschrift mit dem Namen Meßkirchs (MOESKIRCH) am Arc de Triomphe in Paris.

Nach Säkularisation und Mediatisierung 1803 ging das Fürstentum Fürstenberg im Jahr 1806 im neu gegründeten Großherzogtum Baden auf.[8] Die Stadt war bis 1936 badische Oberamtstadt.

In der Stadt kämpften im so genannten „Meßkircher Zeitungskrieg“ beginnend während des Badischen Kulturkampfs bis zur Zeit des Nationalsozialismus im Jahr 1933 zwei Lager um die Macht, das katholische Zentrum und die Liberalen. Zwei Lokalzeitungen, seit 1872 der liberale „Oberbadische Grenzbote“ und seit 1898 das katholische „Heuberger Volksblatt“, versuchten die Position des eigenen Lagers zu stärken und das des anderen zu schwächen.[19]

Am 17. November 1911 erschütterte um 22.25 Uhr ein schweres Erdbeben die Region. An den Häusern entstanden Risse, Schornsteine stürzten um, an der Liebfrauenkapelle entstand ein 15 Zentimeter breiter Riss an der Westwand, Sandsteinverzierungen fielen vom Rathausgiebel auf die Straße, in den umliegenden Orten werden vor allem Kirchtürme beschädigt.[20]

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Im Zuge der nationalsozialistische Verwaltungsreform im Landeskommissärbezirk Konstanz wurde der Amtsbezirk Meßkirch 1936 aufgelöst, womit die Stadt Meßkirch dem Oberamt Stockach angegliedert wurde. Aus diesem entstand 1939 der Landkreis Stockach.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Meßkirch am 22. Februar 1945, im Rahmen der alliierten Operation Clarion, eines gemeinsamen Unternehmens der US-amerikanischen und britischen Luftstreitkräfte, Ziel eines Luftangriffes. Gegen 12 Uhr überflogen sieben Jagdbomber vom Typ „De Havilland D.H.98 Mosquito“ das Bahnhofsgelände und nahmen einen Güterzug und eine Rangierlok unter Beschuss. Zwei Stunden später kam es zu einem weiteren Luftangriff. Ziel der 442. Staffel der 320. Bombergruppe der US-Luftwaffe („320th Bomb Group“) mit sieben Mittelstreckenbombern vom Typ „B 26 Martin Marauder“ aus dem lothringischen Épinal unter dem Kommando von Captain Lafayette R. Welsh war der Meßkircher Bahnhof.[21] Kurz nach 14 Uhr schlugen circa 42 Bomben im Primärziel Bahnhof ein. Aber auch in der Ortsmitte, das heißt in der Bahnhofstraße, in der Museumstraße und in der unteren Hauptstraße, wurden zwei Wohngebäude zerstört, 24 schwer und 80 leicht beschädigt. Durch Sprengbomben direkt und indirekt durch sieben Bomben mit Zeitzünder (6 und 12 Stunden Langzeitverzögerung) kamen 35 Menschen, unter anderem beim Löschen und Bergen ums Leben, 93 wurden verwundet.[22] Die meisten der Opfer waren Frauen und Kinder. Bei manchen Toten wurde die Identität nie geklärt, weil sich viele Fremdarbeiter und Soldaten in der Stadt befanden, sie wurden in einem bis heute erhaltenen Massengrab auf dem Meßkircher Friedhof beigesetzt.[23]

Am 22. April 1945 wurde die Stadt durch französische Truppen besetzt. Bis 1949 gehörte Meßkirch zur Französischen Besatzungszone.[24]

Nachkriegszeit bis heute[Bearbeiten]

Mit der Kreis- und Verwaltungsreform vom 1. Januar 1973 wurde der seit 1952 zum Regierungsbezirk Südbaden mit Sitz in Freiburg im Breisgau gehörende Landkreis Stockach aufgelöst. Meßkirch wurde dem Landkreis Sigmaringen zugeordnet, welcher zum Regierungsbezirk Tübingen gehört. Die ehemals badische Amtsstadt verlor im Zuge der Reformen zahlreiche Behörden und Schulen und andere wichtige Einrichtungen, darunter auch das Kreiskrankenhaus, das Amtsgericht und die Berufsschulen.[25][26]

1964 wurde der Bodenseesender, eine Sendeanlage für Mittelwelle und bis 2004 auch Kurzwelle errichtet. Diese Anlage wurde 1977/78 umgebaut.

Nach dem Zusammenbruch zweier Unternehmen stieg im Dezember 1983 die Arbeitslosigkeit in Meßkirch auf einen Negativrekord von 17 Prozent.[27]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1936 wurde die Gemeinde Schnerkingen nach Meßkirch eingemeindet.[28] Am 1. Januar 1971 wurde Igelswies auf eigenen Wunsch zur Stadt Meßkirch eingemeindet und wechselte damit auch vom Landkreis Sigmaringen zum damaligen Landkreis Stockach.[29] Die ehemaligen Nachbargemeinden Heudorf, Langenhart, Menningen und Rohrdorf wurden am 1. Januar 1974 ebenfalls auf eigenen Wunsch eingemeindet. Die ehemaligen Nachbargemeinden Dietershofen, Ringgenbach und Rengetsweiler sind seit der Gemeindereform vom 1. Januar 1975 ebenfalls Teilorte von Meßkirch, wobei Dietershofen und Ringgenbach freiwillig eingemeindet wurden. Rengetsweiler unterlag mit seiner Klage gegen die Eingemeindung vor dem Staatsgerichtshof.[29]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahlen
1910[30] 2240
2010[3] 8247

Ohne die eingemeindeten Ortsteile zu berücksichtigen, wuchs die Einwohnerzahl von Meßkirch zwischen dem 31. Dezember 1910 und dem 31. Dezember 2010 um 3420.

Religion[Bearbeiten]

Meßkirchs Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholischer Konfession. Die katholische Kirchengemeinde ist über das Dekanat Sigmaringen-Meßkirch der Erzdiözese Freiburg zugehörig. Daneben gibt es eine evangelische Kirchengemeinde der Evangelische Landeskirche in Baden sowie Gemeinden der Mennoniten, der Zeugen Jehovas, der Neuapostolischen Kirche und die altkatholische Gemeinde Sauldorf-Meßkirch.

Für das Mittelalter ist in Meßkirch eine kleine jüdische Gemeinde verzeichnet. Sie wurde in der Pestverfolgung 1348/49 vernichtet. Erst nach den Emanzipationsgesetzen von 1862 ließen sich in der Stadt wieder Juden nieder. 1875 bekannten sich acht Einwohner der Stadt zum jüdischen Glauben, 1900 elf und 1910 neun.[31] Die Meßkircher Juden gehörten zur jüdischen Gemeinde Gailingen. Wegen des weiten Weges zur dortigen Synagoge hatten sie in Meßkirch einen eigenen Versammlungs- und Gebetsraum in der Tuttlinger Straße. Das jüdische Gemeindeleben erlosch Ende der 1920er Jahre, als die letzten Juden die Stadt verließen.[32] Die Volkszählung von 1925 verzeichnet keine Juden mehr.[31]

Politik[Bearbeiten]

Mit Leibertingen und Sauldorf bildet Meßkirch eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Rathaus (2012)

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 49,3 % (− 2,7) zu folgendem Ergebnis:[33][34]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
CDU 47,9 % + 2,9 10 + 1
FWV 34,8 % − 0,2 7 − 3
SPD 13,4 % + 0,2 2 + 2
Aktive Bürger 3,9 % 3,9 0

Die Stadt Meßkirch hat die Unechte Teilortswahl, das heißt es werden für den Bezirk Meßkirch Stadt, Igelswies und Schnerkingen (Wohnbezirk I) zwölf, für die Teilorte Heudorf, Rohrdorf und Langenhart (Wohnbezirk II), sowie Menningen, Ringgenbach, Dietershofen und Rengetsweiler (Wohnbezirk III) jeweils drei Gemeinderäte gewählt.[35]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 26. September 2010 wurde Arne Zwick (CDU) mit 95 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 32,4 Prozent in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt.[36] 2002 wurde er im ersten Wahlgang zum Bürgermeister und Nachfolger von Robert Rauser gewählt. Robert Rauser war vom 1. November 1978 bis zum 31. Oktober 2002 Bürgermeister, trat aber dann nicht mehr zur Wiederwahl an.[26] Er wurde 1978 gewählt, nachdem Siegfried Schühle nach 30 Dienstjahren in den Ruhestand trat.[25]

  • 1937–1945: Karl Fischer[A 3][37]
  • 1948–1978: Siegfried Schühle
  • 1978–2002: Robert Rauser
  • seit 2002: Arne Zwick

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Messkirch.png

Das Wappen von Meßkirch zeigt in Blau gehalten, ein dreischwänziger, rot bezungter goldener Löwe, der in den Pranken einen halbkreisförmig vorgebogenen roten Schaft hält, an dem zwischen den Pranken das silberne Blatt einer Hellebarde befestigt ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Sassenage bei Grenoble (Frankreich): Die Städtepartnerschaft wurde im Herbst 1981 besiegelt.[38] Zuvor bestand seit 1975 eine Schulpartnerschaft.[39]
  • Kahoku (Geburtsort des Philosophen Nishida Kitaro in der Präfektur Ishikawa, Japan; bis 2004 hieß die Partnerstadt „Unoke“, wurde dann im Zuge einer Verwaltungsreform fusioniert und umbenannt.) Am 3. Mai 1985 besiegelten die Bürgermeister Tadanori Nakai und Robert Rauser mit ihren Unterschriften die Städtepartnerschaft.[40] Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft wurde am 2. Oktober 2005 ein aus Stein gefertigtes Vogelhaus im Hofgarten aufgestellt.[41]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Meßkirch liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und der Hohenzollernstraße. Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Meßkirch[Bearbeiten]

  • Das Schloss der Grafen von Zimmern reicht in seinen Ursprüngen in die Jahre um 1400 zurück. Ab 1557 wurde es unter Graf Froben Christoph von Zimmern von Jörg Schwarzenberger zur ersten regelmäßigen vierflügligen Schlossanlage nördlich der Alpen im Stil der Renaissance erweitert und umgebaut. Das Schloss enthält den 31 Meter langen, ältesten Festsaal der Renaissance in Deutschland (1561) mit originaler Holz-Kassettendecke. Das Stall- und Kutschengebäude (Remise) wurde 1737 von Johann Caspar Bagnato erbaut und beherbergt heute das Oldtimermuseum, das eine Sammlung alter Automobile und Motorräder zeigt. Das von außen frei zugängliche Schloss ist Ort der Niederschrift der Zimmerischen Chronik.
  • Die Schlosskapelle, welche 2001 renoviert wurde, hat als Vorbote des Rokoko reizende Stuckaturen, sowie Deckenmalereien von Josef Ignaz Wegschneider.

Sakralbauten[Bearbeiten]

Die Stadtkirche St. Martin. Davor das Denkmal zu Ehren Conradin Kreutzers
Die Liebfrauenkirche an der Ablach
  • Der Liebfrauenkirche an der Ablach, 1272[42] erstmals erwähnt, liegt ein gotischer Bau von 1356 zugrunde. Ab dem Jahre 1576 wurde diese vom Schlossbaumeister Jörg Schwarzenberger im italienischen Stil der Renaissance in eine Spätrenaissance-Kirche umgestaltet und erhielt 1676 einen Zwiebelturm. Seit 1895 wird sie von den Alt-Katholiken genutzt. Renovierungen fanden 1960 und 1985 statt. Der Turm der Liebfrauenkirche ist bis zum Glockenstuhl schief gebaut. Der Glockenstuhl wiederum ist lotrecht weitergebaut worden. Während der Renovierung der Liebfrauenkirche wurden die Läuteseile der drei Glocken entfernt. Im Oktober 1985 war der Turmhelm fertig restauriert.[43] Die Liebfrauenkirche hat einen schönen Fassadengiebel, Blendarkaden und eingelassene Grabmale an der Außenfassade. Im sonst schlichten Innenraum befinden sich wertvolle Skulpturen der Ulmer Schule.
  • Die Herzjesukirche wurde 1736[42] bis 1738 von Johann Caspar Bagnato für Froben Ferdinand zu Fürstenberg als fürstliche Reithalle gebaut. Im Jahr 1875 wurde die damalige Zehntscheuer zur katholischen Notkirche umgebaut, nachdem die Stadtkirche während des Kulturkampfes durch die altkatholischen Christen genutzt wurde. Die Herzjesukirche wurde von Beuroner Mönchen im Stil der Beuroner Kunstschule innen und außen bemalt.[44] Im Jahr 1895 erhielten die katholischen Christen die Stadtkirche zurück. Im Folgenden wurde die Herzjesukirche zum Gemeindezentrum umgebaut und in Herz-Jesu-Heim umbenannt. Im Jahr 2005 wurde die Außenfassade im Stil der Beuroner Kunstschule restauriert.
Die Heilandskirche
  • Die evangelische Heilandskirche wurde 1863[42] bis 1865 erbaut. 1901 folgte der neugotische Kirchturm mit drei Glocken.[44][45]
  • Bei der Friedhofskapelle handelt es sich um die ehemaligen St. Veits-Kapelle, ein historisches Gebäude aus dem 16. Jahrhundert[42], das einst neben der Stadtkirche gestanden hatte und um 1850 an den heutigen Standort versetzt wurde. Im Inneren erinnern noch spätgotische Netzgewölbe und Wappenschilder an die Zeit der Grafen von Zimmern.
  • Das Heilig-Geist-Spital ist auf die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul (Vinzentinerinnen) in Meßkirch zurückzuführen. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert[42]. Vinzentinerinnen waren von 1859 bis 1875 und von 1896 bis 1996, also 110 Jahre lang, im städtischen Spital beziehungsweise späteren Altersheim tätig. 76 Jahre, von 1896 bis 1972, übernahmen sie auch die Krankenpflege im ehemals städtischen Krankenhaus. Von 1919 bis 1938 betreuten sie den städtischen Kindergarten. 1881[42] als das Marienhaus, das heutige Klösterle, gebaut und zu einem zweiten Altersheim wurde, das eine vom Elisabethenverein mitgetragene Gemeindestation beherbergte, nahmen bis 1980 Vinzentinerinnen die Krankenpflege und Sterbebegleitung sowohl im Marienhaus als auch in der Stadt, in Schnerkingen und in Igelswies wahr. Besonders in den Dörfern waren die Schwestern echte Autoritäten und erste Anlaufstelle in allen Nöten.[46] Von 1979 bis 2008, fast 30 Jahre lang, waren schließlich Vinzentinerinnen in der neu entstandenen Sozialstation St. Heimerad tätig.[47]
  • Die Rohrdorfer Kirche St. Peter und Paul stammt aus dem Jahre 1701[42] und hat einen mächtigen Hochaltar, mit einem gotischen Kruzifix.
  • In Heudorf befindet sich ebenfalls eine dem Heiligen Peter und Paul geweihte Kirche. Der Bau entstand im 18. Jahrhundert[42].
  • Die Kapelle Petrus und Paulus im Ortsteil Schnerkingen ist im Stil der Gotik erbaut. Die Fresken stammen aus dem 15. Jahrhundert[42].
  • Menningen ist der Standort der St. Johanneskirche.
  • Im Ortsteil Rengetsweiler befindet sich die Kirche St. Kunigunde.
  • Die St.-Josefs-Kapelle in Ringgenbach wurde 1889/90 aus Sandstein erbaut. Sie ist Filialkirche der Pfarrgemeinde Menningen-Ringgenbach. Die stark zerschlissene Fassade wurde 2011 aufwändig saniert.[48]

Karolingische Klosterstadt Meßkirch[Bearbeiten]

  • Der Verein Karolingische Klosterstadt erbaut in Anlehnung an den weltberühmten Klosterplan von Sankt Gallen die Klosterstadt Campus Galli der Karolingerzeit. Der Campus Galli soll in seiner Gesamtheit in einer Bauzeit von rund 40 Jahren entstehen, ausschließlich mit den technischen Mitteln des 9. Jahrhunderts. Seit dem 22. Juni 2013 ist die Baustelle für Besucher geöffnet, die vor Ort Schritt für Schritt das Entstehen der Klosterstadt erleben können.[49]
Hauptartikel: Campus Galli

Sonstiges[Bearbeiten]

Meßkirch
Fachwerkhaus (2010)
  • Das historische Rathaus wurde 1899 im Stil der Neu-Renaissance durch den Architekten und Bezirksbauinspektor Carl Engelhorn aus Konstanz erbaut. Im Inneren des Gebäudes mit Sandsteinfassade aus Maulbronner Sandstein, die 2008/2009 für 100.000 Euro restauriert wurde, befindet sich der seit 1995 wiedererstellte prachtvolle Rathaussaal mit Kassettendecke, Wappensteinen des 16. und 17. Jahrhunderts, sowie dem Denkmal für den Bürgermeister Carl Hauser (Amtszeit 1880 bis 1905). Außen ist der Schriftzug „Beim Rat weil, zur Tat eil“ in Stein gehauen. Die Fassade zieren pyramidenförmige Filialen und freistehende Volutenaufsätze. Vom Dachfirst schaut der Ritter Kuno mit Schwert und Speer mit Wetterfahne über die Stadt. Die rund 70 Kilogramm schwere Ritter-Statue mit Zinnhaut und Klarlacküberzug wurde 1895 von einem Heidelberger Kunstschlosser gefertigt und 1995 und 2008 (durch Peter Klink) saniert.[50] Zudem befindet sich auf dem Rathausdach ein Nest des Weißstorchs.
  • Martin-Heidegger-Gedenkstätten: Das Mesmerhaus nahe der Stadtpfarrkirche ist das Elternhaus von Martin Heidegger. Heideggers Grab befindet sich auf dem Meßkircher Friedhof. Im Schloss informiert ein Museum über den Philosophen.
  • Römischer Gutshof mit Dianatempel: Er gilt mit knapp acht Hektar als der größte bekannte römische Gutshof in Baden-Württemberg. Heute sind von dem Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts entstandenen Anwesen nur noch Bodenverformungen sowie die Grundmauern einer kleinen Tempelanlage mit dem Weihestein für die Jagdgöttin Diana etwas außerhalb der Hofanlage erhalten.
  • Das Hotel Adler-Alte Post wurde im Zug der Stadterweiterung um 1550 als Schwarzer Adler in der Anger-Vorstadt erbaut und war lange Zeit Thurn und Taxissche Poststation. Als die Poststation verlegt wurde, nannte man das Haus Alte Post. Bekanntester Wirt des Adlers war Johann Baptist Roder, Landtags- und Reichstagsabgeordneter, der sich unter anderem durch die Züchtung des Meßkircher Höhenfleckviehs große Verdienste um die Landwirtschaft der Region erworben hat.[51]
  • Die Münze, auch alte Apotheke genannt, ist ein Gebäude von 1594 an der Ecke Hauptstraße und Kanalgasse. Die gräfliche Münze wurde unter Graf Wilhelm von Zimmern in dessen Residenzstadt anstelle eines Haus, das einem gewissen Lorenz Steinhofer gehörte, der es 1566 an den Pfarrer Wey und dessen Erben verkaufte, errichtet. Diesem Bau war die Erteilung des Münzprivilegs durch Kaiser Rudolf II. am 15. Oktober 1576 vorausgegangen. Durch Vertrag vom 12. April 1594 bestellte er den Konstanzer Bürger Heinrich Aberlein als Münzmeister. Wilhelm von Zimmern starb im Dezember 1594 wohl noch vor Vollendung der Münze. In dem Haus sind jedoch wohl nie Münzen geprägt worden; wenigstens kennt die Nachwelt keine Meßkircher Münzen. 1756 errichtet Paul Guth in der Münze eine Apotheke. Diese bestand bis zum Verkauf im Jahr 1777.[52]
  • 17 öffentliche Brunnen prägen das Bild Meßkirchs und seiner Stadtteile.[53]
  • Das Gebäude des ehemaligen Forstamts Meßkirch in der Stockacher Straße ist ein unter Denkmalschutz stehendes, ehemaliges großherzoglich-badisches Amtsgebäude, das bis Ende 2004 Sitz des staatlichen Forstamts Meßkirch war.
  • An mehreren Stellen ist die Stadtmauer auszumachen.[9]
  • Es erhielt sich zudem ein Kornspeicher aus dem 16. Jahrhundert.[9]
  • Beim Aufgang zur Stadtpfarrkirche befindet sich ein Ehrenmal für die im Krieg gefallenen Bürger der Stadt. Es besteht aus zwei in den Stein eingelassenen Tafeln.[54]
  • Das Wasserschloss Menningen ist ein dreigeschossiger Bau im Meßkircher Teilort Menningen.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch umfasst das Heideggermuseum, das Oldtimermuseum und die Kreisgalerie:
    • Das Martin-Heidegger-Museum im Ostflügel stellt neben einer Lebenschronik die wichtigen Stationen der philosophischen Entwicklung Heideggers vor. Kleinere Abteilungen der Ausstellung befassen sich mit den Themen „Heidegger als Sohn Meßkirchs“ und „Heidegger und die Kunst“. Dem Heideggermuseum angeschlossen ist das Martin-Heidegger-Archiv, es erhält bis Frühjahr 2010 eine multimediale Erweiterung. Die digitalisierten Medien werden etwa 1200 Fotos, 40 Tonbänder mit Rundfunksendungen, Interviews mit Fritz und Elfride Heidegger, dem Originaltonband eines Spiegel-Gesprächs mit dem Philosophen aus dem Jahr 1966 sowie etwa 15 Aufnahmen von Martin Heidegger umfassen, von denen die meisten bisher unveröffentlicht sind. Hinzu kommen DVDs von Fernsehsendungen und Heidegger-Filmen, zehn Interviews mit Zeitzeugen – unter anderen mit den Söhnen Hermann und Jörg Heidegger, mit Pfarrer Heinrich Heidegger, seinen Schülern Rainer Marten und Walter Biemel, eine DVD über die Veranstaltung zum 30. Todestag Heideggers 2006 und der Film „Martin Heidegger und seine Heimat“.[55]
    • In der Remise des Schlosses, sowie in einem Kellerraum im Südostflügel, in dem Motorräder ausgestellt werden[56][57], befindet sich das Oldtimermuseum Meßkirch der Oldtimer-Freunde Meßkirch und Umgebung mit etwa 20 Autos und 30 Motorrädern im Originalzustand. Prunkstücke der Ausstellung auf zwei Etagen sind das einzige noch existierende Exemplar der in Radolfzell produzierten Rennmotorrad-Marke Champion aus den 1930er Jahren, ein hundert Jahre altes Motorrad, sowie eines der raren Exemplare der legendären Meßkircher Nachkriegs-Automarke Veritas.[58][59]
    • Die Kreisgalerie Schloss Meßkirch ist seit 2006 im Südflügel der Schlossanlage auf zwei Etagen und einer Gesamtfläche von rund 450 Quadratmeter untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich die Dauerausstellung mit sechs Abteilungen, die Werke aus der Kunstsammlung des Landkreises Sigmaringen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart zeigt. Das Obergeschoss wird als Sonderausstellungsbereich und Forum für regionale und zeitgenössische Kunst genutzt.
  • Das städtische Heimatmuseum im „Unteren Hof“ hinter der Tourist-Info zeigt eine Ausstellung zur Stadt- und Frühgeschichte Meßkirchs und ein Conradin-Kreutzer-Zimmer mit rund 250 ausgestellten Exponaten. Die Inventarliste des Museums umfasst rund 3000 Exponate.[60] Das Museum geht zurück auf eine Sammlung vom damaligen Heimatforscher und Denkmalpfleger Eugen Eiermann, der um 1930 damit begann zusammen mit Schülern Objekte aus dem Gebiet der ehemaligen Herrschaft Zimmern zu sammeln und 1934 ein kleines Heimatmuseum begründete. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum geschlossen und die Sammlung ausgelagert. Erst am 23. Juli 1961[61], zur 700-Jahr-Feier der Ersterwähnung Meßkirchs als Stadt, hat der Rektor i.R. Eiermann das Heimatmuseum neu zusammengestellt und in den Räumen der ehemaligen Wohnung Rockus im Unteren Hof wieder eröffnet. Seit diesem Tag ist die Ausstellung in drei kleinen Räumen und die restliche Sammlung im Magazin unter dem Dach untergebracht.[62] Nach dem Tode von Eugen Eiermann 1975 ist das Museum verwaist, bis Bürgermeister Schühle Werner Fischer darum bat, die provisorische Leitung zu übernehmen. Im Zuge der Schlossrenovierung kam der Gedanke auf, das Heimatmuseum im „Schlössle“ anzusiedeln.[63] Im Juli 2010 wurde der Historiker Armin Heim zum hauptamtlichen Leiter des Heimatmuseums ernannt und mit der Neukonzeption des Heimatmuseums beauftragt.[62] Die Museumsgesellschaft Meßkirch ist nur durch den Geschichtskreis innerhalb der Museumsgesellschaft mit dem Heimatmuseum verbunden. Zudem gibt es eine Stiftung Heimatmuseum.[64]

Parks[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Die Freiwillige Feuerwehr Meßkirch wurde am 12. September 1860 durch die Stadt Meßkirch gegründet.[69]
  • Der Kreutzer-Chor wurde 1847 als Männerchor „Singverein“ gegründet und ist seit 1948 ein gemischter Chor. Zu den Höhepunkten in der Geschichte des Chors gehören mehrere Aufführungen von Conradin Kreutzers Oper „Das Nachtlager in Granada“ und Aufführungen von Kreutzers kirchenmusikalischen Werken. Regelmäßig singt der Chor Werke der klassischen Oratorienrepertoires. 2007 wurde der Chor mit der Conradin-Kreutzer-Tafel des Landes Baden-Württemberg geehrt.[70]

Sport[Bearbeiten]

  • Der SV Meßkirch 04 spielt Fußball in der Kreisliga A (2010).
  • Seit 1973 gibt es im Waldgebiet „Buhlen“ einen Trimm-dich-Pfad. Die alten, größtenteils aus Holz bestehenden Trimmgeräte wurden wetterbedingt morsch und entsprachen nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. Aus diesem Grund wurden sie 2008 gegen eine 4 F Bewegungsinsel ersetzt und am 17. Mai 2009 der Öffentlichkeit übergeben.[71]
  • Der Skiclub Meßkirch spurt bei ausreichend Schneelage zwischen Meßkirch und Heudorf eine Loipe für Skilangläufer.[72]
  • Die Stadthalle und das Jahnstadion wurden 1958 eingeweiht.[73]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Katzenzunft Meßkirch
  • Meßkirch ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Treibende Kraft ist die spätestens 1885 als Narrenverein Meßkirch begründete Katzenzunft Meßkirch mit ihren Figuren Meßkircher Katze, Fledermaus, und Hirling-Hansele, der Einzelfigur Petter Letzkopf (die einem in der Zimmerischen Chronik erwähnten Narren nachempfunden ist) und den Nasenschleifern. Auch in den Teilorten gibt es eigene Narrenzünfte, so die Eulenzunft in Rohrdorf oder die Fuchszunft in Menningen. Das Meßkircher Nasenschleifen stellt den Höhepunkt des närrischen Treibens dar.
  • Das jährlich im Sommer stattfindende Stadtfest mit Flohmarkt und musikalischen Auftritten in der Innenstadt veranstaltet die Stadt in Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen und Gastronomen.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Meßkircher Katzendreck

In der Fastnachtszeit gibt es den Meßkircher Katzendreck[74], ein Biskuitboden mit einer Masse unter anderem aus Sahne, Butter, Schokolade, Nüssen und Rum[75] sowie die Katzenpfoten und in Schnerkingen den Rälle-Dreck.[76]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

In Meßkirch kreuzen sich die Bundesstraßen 311 (GeisingenTuttlingenUlm) und 313 (PlochingenSigmaringenStockach).

Schiene[Bearbeiten]

Meßkirch liegt an der Hegau-Ablachtal-Bahn von Mengen nach Stockach und Radolfzell. Auf dieser Strecke gibt es aber derzeit (2008) zwischen Mengen und Stockach und damit auch in Meßkirch keinen Verkehr mehr. Meßkirch liegt im Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Meßkirch für wenige Jahre die Heimat des damals sehr bekannten Renn- und Sportwagenherstellers Veritas. Des Weiteren stellte hier das Unternehmen Develop Kopierer her.[26]

Von 1956[77] bis zum Konkurs 1982[78] wurden im Meßkircher Zweigwerk der Firma Dual von bis zu 450 Beschäftigten[25][79] Plattenspieler und Zubehör produziert.

In Meßkirch hat der Waagen- und Aufschneidemaschinenhersteller Bizerba ein großes Zweigwerk und ist der größte Arbeitgeber der Stadt. Der Hauptsitz der Firma ist in Balingen. Für seine Mitarbeiter unterhielt das Unternehmen Arbeiterhäuser, die sogenannten Bizerbahäuser.[73] In Meßkirch ist der Hauptsitz der „Volksbank Meßkirch eG Raiffeisenbank“ mit 13 Filialen sowie der Gmeiner-Verlag ansässig.

Die heute zur Berendsen-Unternehmensgruppe gehörende Großwäscherei geht zurück auf das Unternehmen Häußler, das 1991 von Spring Grove Services übernommen wurde. Das Unternehmen, das im Hotelbereich stark war, beschäftigte am Standort Meßkirch rund 150 Mitarbeiter. Durch den gemeinsamen Mutterkonzern der damaligen Davis Service Group mit Sitz in London firmierte das Unternehmen ab 2004 unter dem international agierende Unternehmensgruppe Berendsen.[80] Das Unternehmen, das seit 60 Jahren in Meßkirch seinen Stammsitz hatte, siedelte 2007 für mehrere Millionen Euro seinen 30. deutschen Standort im Pfullendorfer Industriegebiet „Theuerbach“ an und schuf 20 Arbeitsplätze in den nach Pfullendorf verlagerten Bereichen „Schmutzfangmatten“ und „Mietsberufskleidung“.[81][82] 2010 wurde in Meßkirch der Geschäftsbereich „Hotelwäsche“ geschlossen und ein Drittel der Stellen gestrichen. 2011 wurde bekannt, dass Berendsen den Standort schließen will.[83][84]

Behörden und Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Stadt war etwa vom 12. Jahrhundert bis Ende 2007 Sitz des Dekanats Meßkirch des Erzbistums Freiburg. Im Jahr 2008 wurde der überwiegende Teil des Dekanats Meßkirch mit dem Dekanat Sigmaringen zum Dekanat Sigmaringen-Meßkirch mit Sitz in Sigmaringen zusammengefasst.[85][86]

Das öffentliche Hallenbad Meßkirch im Schulzentrum hat ein 25 Meter großes Mehrzweckbecken, bei dem die Wassertiefe durch einen Hubboden teilweise verstellbar ist, und eine Wassertemperatur von 28,6 Grad.[87][88] Zuvor gab es ein Naturschwimmbad am „Buhlen“.

Bildung[Bearbeiten]

In Meßkirch finden sich neben der Grundschule im Ortsteil Rohrdorf noch die Conradin-Kreutzer-Grund- und Hauptschule, die Grafen von Zimmern-Realschule, das Martin-Heidegger-Gymnasium und eine Förderschule für Lernbehinderte.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Erst nach Aufnahme Meßkirchs in das Investitionsprogramm für Kläranlagenbau konnte 1979 Meßkirch die Zentralkläranlage mit Standort im Ortsteil Menningen bauen und 1980 in Betrieb nehmen. 1989/90 wurde eine chemische Klärstufe eingebaut. Eine größere Optimierung erfuhr die Kläranlage 1994 bis 1996. Weil durch den Anschluss von Leibertingen, Kreenheinstetten, Lengenfeld und allen Täle-Orten an die Zentralkläranlage die zu reinigende Abwassermenge laufend steigt, musste die Anlage im November 2008 erneut optimiert und erweitert werden.[89]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1908[A 4]: Karl Friedrich August Krötenheerdt, badischer Zuchtviehhändler, gebürtig aus Sachsen. Er erhielt im Mai 1910 vom König von Sachsen das Ritterkreuz 2. Klasse des Albrechtsordens verliehen.[40][27][37][90]
  • 1932: Conrad Gröber (1872–1948), Doktor, Erzbischof von Freiburg.[37][90]
  • 1933: Adolf Hitler (1889–1945), der nach 1933 in fast allen badischen Städten zum Ehrenbürger ernannt worden war, wurde wegen unwürdigen Verhaltens das Ehrenbürgerrecht wieder entzogen.[37]
  • 1950[A 5]: Wilhelm Zimmermann († 3. Februar 1960), Regierungsveterinärrat, akademischer Ehrenbürger der Tierärztlichen Hochschule Hannover (1932); er kam 1907 als Bezirkstierarzt nach Meßkirch.[37][90]
  • 1951: Otto Müller, Doktor, Notar und Meßkircher Heimatforscher.[37][90]
  • 1952: Wilhelm Kraut senior (1875–1957), Unternehmer (Bizerba)[37][90]
  • 1959, 26. September[A 6]: Martin Heidegger (1889–1976), Philosoph, Professor[37][90][91]
  • 1971: Otto Meyer-König († 2001), Doktor, als Chefarzt leitete er das ehemalige Meßkircher Krankenhaus mehr als 20 Jahre bis zur Auflösung 1972.[37][90][92]
  • 1976, 28. Mai: Bernhard Welte (1906–1983), Professor, Religionsphilosoph, der ebenfalls aus Meßkirch stammte.[37][90]
  • 1977: Siegfried Steidinger (1907–?)[93], Unternehmer, der 1956 in Meßkirch ein Zweigwerk der Firma Dual eröffnet hatte.[37][90]
  • 1986: Wilhelm Kraut junior (1906–1992), Senator und Unternehmer[37][90]
  • 2003, 19. Juni[A 7]: Geschwister Hofmann, Alexandra (* 11. Februar 1974) und Anita (* 13. April 1977): volkstümliche Schlagersängerinnen; wohnen im Teilort Igelswies.[37][94]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Im Mesmerhaus in Meßkirch wuchs der Philosoph Martin Heidegger auf.

Aufgrund der Häufung von berühmten Söhnen und Töchtern der Stadt bezeichnet sich Meßkirch gerne als „Badischer Geniewinkel“.

Andere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Schloss und Stadtpfarrkirche St. Martin von Süden gesehen, rechts der Turm der Liebfrauenkirche
  • Heinrich Bücheler u. a.: Die Schlacht bei Meßkirch 5. Mai 1800. Gedenkband zum 200. Jahrestag. Museumsgesellschaft, Meßkirch 2000, ISBN 3-926633-47-6.
  • Eugen Eiermann u. a.: Meßkirch gestern und heute. Heimatbuch zum 700-jährigen Stadtjubiläum 1961. Stadtverwaltung, Meßkirch 1961.
  • Werner Fischer: Beitrag Warum heißt Meßkirch Meßkirch? In: Armin Heim: Messkirch-Bibliographie. Gmeiner, 1988, ISBN 3-926633-17-4.
  • Werner Fischer: Die Flurnamen von Meßkirch und Schnerkingen – Sammlung und Deutung. In: Meßkircher Heimathefte. Heft 4. Hrsg.: Museumsgesellschaft Meßkirch. Jahrgang 1998.
  • Heinrich Bücheler, Werner Fischer und Roland Kessinger: Die Schlacht bei Messkirch 5. Mai 1800. Gedenkband zum 200. Jahrestag. Hrsg.: Museumsgesellschaft Messkirch. Gmeiner, 2000, ISBN 978-3-926633-47-7.
  • Ingeborg Hecht: Meßkirch. Eine Stadt zwischen Türmen und Toren. Kehrer, Freiburg i. Br. 1989, ISBN 3-923937-63-6.
  • Armin Heim: Meßkirch-Bibliographie. Gmeiner, Meßkirch 1988, ISBN 3-926633-17-4.
  • Armin Heim: Die Stadt der Fürstenberger. Geschichte, Kunst und Kultur des barocken Meßkirch. Gmeiner, Meßkirch 1990, ISBN 3-926633-28-X.
  • Armin Heim: Meßkirch. Ein Spaziergang durch den badischen Geniewinkel. Gmeiner, Meßkirch 2010, ISBN 978-3-8392-1168-7
  • Martin Heidegger: Der Feldweg. Klostermann, Frankfurt am Main 1953.
  • Hans Dieter Zimmermann: Martin und Fritz Heidegger. Philosophie und Fastnacht. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52881-3.
  • Andreas Müller: Der Scheinwerfer. – Anekdoten und Geschichten um Fritz Heidegger (Bruder von Martin). Gmeiner, ISBN 3-926633-19-0.
  • Holger Schank: Hoorig – Meßkircher Straßenfasnet aus dem Bilderbuch. Gmeiner, Meßkirch 2006, ISBN 3-89977-202-4.
  • Stadt Meßkirch (Hrsg.): 750 Jahre Stadt Meßkirch – Beiträge zur Stadtgeschichte. Gmeiner, Meßkirch 2011, ISBN 3-8392-1278-2.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Gemarkungsfläche 76.241.728 m²
  2. Nach anderen Angaben um 970 n. Chr.
  3. Karl Fischer gehört nicht zu den Meßkircher Ehrenbürgern. Zweimal hat der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung darüber beraten, ob dem ehemaligen Bürgermeister (1937 bis 1945) die hohe Auszeichnung verliehen werden soll. Zweimal wurde dies abgelehnt, zuletzt 1977.
  4. Er wurde 1908 für 25-jährigen Zuchtvieh-Großeinkauf zum jüngsten Ehrenbürger von Meßkirch ernannt.
  5. Ehrenbürgerschaft wurde anlässlich seines 75. Geburtstages verliehen.
  6. Er erhielt zu seinem 70. Geburtstag die Ehrenbürgerwürde.
  7. Im Anschluss an ihr Jubiläumsgala zu ihrem 15-jährigen Bühnenjubiläum im Rahmen des 1. Meßkircher Schlossfest wurden mit den Geschwistern Hofmann erstmals in der Geschichte Meßkirchs zwei Frauen mit dieser höchsten Auszeichnung der Stadt bedacht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Angaben nach Auskunft Ordnungsamt der Stadt Meßkirch, vom 12. Januar 2011.
  3. a b Einwohner-Statistik 2012 der Stadt Meßkirch; abgerufen am 19. Januar 2013.
  4. a b c d e f Armin Heim: „Stadt ist älter als 750 Jahre“. In: Südkurier vom 19. März 2011
  5. Siegfried Kurz: Bestattungsbrauch in der westlichen Hallstattkultur. In: Tübinger Schriften zur ur- und frühgeschichtlichen Archäologie. Band 2. Waxmann Verlag, 1997. ISBN 3-89325-386-6. S. 231
  6. Hermann Bierl: Archäologieführer Deutschland. Bodendenkmäler und Museen. Wek-Verlag. Treuchtlingen, Berlin 2007. ISBN 3-934145-39-6
  7. Hartmann Reim: Messkirch. Gutshof. In: Dieter Planck (Hrsg.): Die Römer in Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8062-1555-3, S. 210 f.
  8. a b c d Ort viel älter als 750 Jahre. In: Südkurier vom 16. März 2011
  9. a b c d e f Falko Hahn (fah): 1000 Jahre Stadtgeschichte im Blick. In: Südkurier vom 5. September 2011
  10. Historisches auf der Seite der Stadt Meßkirch; abgerufen am 16. März 2011
  11. a b Stadtjubiläum. Rehie mit historischen Vorträgen beginnt. In: Südkurier vom 15. März 2011
  12. a b c d Vera Romeu (vr): Aufgerollt: Spaziergang durch die Stadtgeschichte. Armin Heim hat die erste Ausstellung im Turmzimmer mit Stücken aus dem Heimatmuseum konzipiert. In: Schwäbische Zeitung vom 16. März 2011
  13. a b Falko Hahn (fah): Rechtsstreit regelt die Grenzen neu. SÜDKURIER-Serie zum Etter-Gericht in Meßkirch: Wackershofen. In: Südkurier vom 19. August 2008
  14.  Wikisource: Die Zimmerische Chronik, Band 1, S. 193f. – Quellen und Volltexte (deutsch)
  15. Falko Hahn (fah): Als die halbe Stadt Reißaus nahm. In: Südkurier vom 22. Januar 2009
  16. Alles über Meßkirch früher. In: Schwäbische Zeitung vom 22. März 2011
  17. a b Vortrag über glanzvolle Epoche. In: Südkurier vom 23. März 2011
  18. Zum Weitersagen. Wussten Sie eigentlich, dass…. In: Südkurier vom 29. Dezember 2010
  19. Markus Vonberg hält Vortrag. In: Südkurier vom 31. März 2011
  20. Werner Fischer (wf): Einstmals. In: Südkurier vom 30. November 2011
  21. 320th Bomb Group Final mission report Messkirch Railroad Station (Germany) (PDF; 72 kB)
  22. Alfred Th. Heim: Heute jährt sich zum 65. Mal der Bombenangriff auf die Stadt. Der schwärzeste Tag Meßkirchs. In: Südkurier vom 22. Februar 2010
  23. Armin Heim: Erinnerung an die Toten des Bombenangriffs. In: Südkurier vom 13. September 2005
  24. Alfred Th. Heim: Als die Bomben fielen. In: Südkurier vom 22. Februar 2005
  25. a b c Alfred Th. Heim: Nur zwei Bürgermeister in 54 Jahren. Die Meßkircher Stadtentwicklung unter Siegfried Schühle und Robert Rauser nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Südkurier vom 23. Januar 2010
  26. a b c Keine einfache Aufgabe In: Südkurier vom 31. Oktober 2002
  27. a b Werner Fischer (wf): Einstmals. In: Südkurier vom 31. Dezember 2008.
  28. Stadt Messkirch (Hrsg.): Festschrift zum 50. Jahrestag der Eingemeindung von Schnerkingen nach Meßkirch, Eigenverlag, 1986
  29. a b Gemeindereform vor 25 Jahren abgeschlossen, Amtliches Mitteilungsblatt der Stadt Meßkirch, Ausgabe 5/2000 vom 4. Februar 2000
  30. Einstmals. In: Südkurier vom 4. Januar 2011
  31. a b Franz Hundsnurscher, Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden. Denkmale, Geschichte, Schicksale. Herausgegeben von der Archivdirektion Stuttgart. (= Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 19). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1968. S. 105.
  32. Hermann-Peter Steinmüller (hps): Für jeden Festtag eine Kerze. In: Südkurier vom 19. Dezember 2012
  33. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  34. Südkurier
  35. Hauptsatzung der Stadt Meßkirch vom 5. Oktober 2004
  36. Dirk Thannheimer: Der alte und neue Bürgermeister ist zufrieden. In: Schwäbische Zeitung vom 27. September 2010
  37. a b c d e f g h i j k l m Markus Vonberg: Viehhändler und Philosophen. In: Südkurier vom 28. Juni 2003
  38. Politisieren in der Kreutzer-Stube. In der Serie „Mein Meßkirch“. Südkurier vom 11. März 2011
  39. Einstmals. In: Südkurier vom 24. November 2010
  40. a b Einstmals. In: Südkurier vom 27. Mai 2010
  41. Gregor Moser (mos): Unterm Strich. Ein stilles Jubiläum. In: Südkurier vom 23. Oktober 2010
  42. a b c d e f g h i j Aufgelistet! Die 10 ältesten Sakralbauten… In: Südkurier vom 17. Juni 2011
  43. Werner Fischer (wf): Einstmals. In: Südkurier vom 27. Oktober 2010
  44. a b Walburga Restle: Heimatkundliches vom Amtsbezirk Meßkirch, Preßverein Meßkirch, 1932
  45. Werner Fischer: Vor 150 Jahren: Erster evangelischer Gottesdienst in Meßkirch, Mitteilungsblatt 2008, Freundes und Förderkreis des Martin-Heidegger-Gymnasiums, Meßkirch, 2008
  46. Sandra Häusler (sah): Nepomukkapelle: Frauengemeinschaft Meßkirch übergibt 2000-Euro-Spende an Bauförderverein. Grundstein für Renovierung ist gelegt. In: Südkurier vom 24. April 2009
  47. Karlheinz Kirchmaier (khk): Vinzentinerinnen wirken segensreich. In: Schwäbische Zeitung vom 25. April 2009
  48. Karl Mägerle (km): Unterstützung für Filialkirche St. Josef. In: Südkurier vom 17. Juni 2011
  49. Karolingische Klosterstadt
  50. Gregor Moser (mos): Generalüberholung notwendig – Speer mit Wetterfahne droht herabzustürzen. Ritte Kuno verlässt das Rathaus. In: Südkurier vom 6. November 2008
  51. Schlemmen wie damals. In: Südkurier vom 13. September 2008
  52. Werner Fischer (wf): Der letzte Händler in der „alten Münze“. In: City Info Meßkirch. Eine Sonderbeilage des SÜDKURIER Medienhaus. vom 9. Juli 2010
  53. Markus Vonberg: Stadt dreht Hahnen nicht zu. In: Südkurier vom 2. Mai 2003
  54. Falko Hahn (fah): Arne Zwick erinnert an den Krieg in Afghanistan. In: Südkurier vom 15. November 2010
  55. Gregor Moser (mos): Martin-Heidegger-Archiv soll multimediales Angebot bieten können. Alfred Denker bleibt weiter am Ball. In: Südkurier vom 14. November 2008
  56. Katja Zwetschke (zwe): Mehr Platz für Oldies. In: Südkurier vom 9. April 2003
  57. Marian Meidel: Oldtimermuseum neu gestaltet. In: Südkurier vom 14. Mai 2005
  58. Markus Vonberg: Veritas am Stand. In: Südkurier vom 11. März 2005
  59. Fachwelt staunte über Meßkircher Oldtimer. In: Südkurier vom 18. März 2005
  60. Gregor Moser (mos): Museum zieht 2011 nicht um. In: Südkurier vom 22. Mai 2010
  61. Einstmals. In: Südkurier vom 27. Juli 2011
  62. a b Hermann-Peter Steinmüller (hps): Schätze zwischen Schachteln. In: Südkurier vom 24. Juli 2010
  63. Gregor Moser (mos): Das Heimatmuseum ist städtisch. In: Südkurier vom 22. Mai 2010
  64. Werner Fischer (wf): Lesermeinung: Sammlung gerettet. Zum Artikel „Schätze zwischen Schachteln“ vom 24. Juli 2010. In: Südkurier vom 27. Juli 2010
  65. Gregor Moser (mos): Fragezeichen vor Oldtimerausstellung. In: Südkurier vom 20. November 2010
  66. Hinweisschild im Hofgarten in Meßkirch
  67. Hinweisschild am Sassenagegarten
  68. Neugestaltung Sassenage-Garten, Aktion des Firlefanz-Clubs e. V., Amtsblatt der Stadt Meßkirch, Ausgabe 12/2008 vom 19. März 2008
  69. Falko Hahn (fah): 70 Seiten Geschichte pur. In: Südkurier vom 8. Mai 2010
  70. http://www.kreutzerchor.de/geschichte/index.php
  71. Karlheinz Kirchmaier (khk): Wiedereröffnung. Der Trimmpfad lockt Bürger wieder zum Fitness-Programm. In: Schwäbische Zeitung vom 19. Mai 2009
  72. Skiclub. Loipe ist gespurt. In: Südkurier vom 16. Januar 2010
  73. a b Sandra Häusler (sah): „I möcht' nirgends anders na“. In der Serie „Mein Meßkirch“. Südkurier vom 23. März 2011
  74. Markenschutz
  75. Martina Goldau (mag): Geheime Masse. In: Südkurier vom 24. Januar 2005
  76. Ursula Mallkowsky (sky): Süßes Markenzeichen stärkt die Narren. In: Südkurier vom 12. Februar 2009
  77. Deutsches Phono Museum, St. Georgen
  78. Karl Mägerle (km): Ein Besuch von „drüben“ mit Folgen. In: Südkurier vom 2. August 2008
  79. Im Juli 1960 waren es bei einer Besichtigung des Gemeinderats rund 300 Mitarbeiter. Vgl. Einstmals. In: Südkurier vom 28. Juli 2010
  80. Markus Vonberg: Neuer Name, neuer Werksleiter. In: Südkurier vom 12. Februar 2004
  81. Siegfried Volk (siv): Blitzblank und ökologisch. In: Südkurier vom 10. März 2007
  82. Siegfried Volk (siv): Das wirtschaftliche Fundament wird breiter. In: Südkurier vom 17. Juli 2007
  83. Gregor Moser (mos): 67 Mitarbeiter sollen entlassen werden. In: Südkurier vom 18. März 2011
  84. Gregor Moser (mos): Firma Berendsen. In: Südkurier vom 18. März 2011
  85. Interview mit Pfarrer Otteny: Abschied als Dekan, Amtsblatt der Stadt Meßkirch, Ausgabe 07/2008 vom 15. Februar 2008
  86. Robert Zollitsch: Neuordnung der Dekanate, Verordnung des Erzbischofs Nr. 396, Amtsblatt der Erzdiözese Freiburg, Nr. 22 vom 28. September 2006
  87. Hermann-Peter Steinmüller (hps): Jetzt ist das Wasser wieder da. In: Südkurier vom 6. September 2011
  88. Dirk Thannheimer (tha): Besucherzahlen im Meßkircher Hallenbad bleiben stabil. Eröffnung nach den Ferien ist am Montag, 12. September – Bademeister und Reinigungskräfte bringen Bad in Schuss. In: Schwäbische Zeitung vom 10. September 2011
  89. Karlheinz Kirchmaier (khk): Seit 1980 ist die Anlage in Betrieb. In: Schwäbische Zeitung vom 20. November 2008
  90. a b c d e f g h i j Ehrenbürger. In: Südkurier vom 28. Juni 2003
  91. Manfred Geier: Martin Heidegger (Rowohlts Monographien. Band 50665), Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2005, ISBN 3-499-50665-3
  92. Falko Hahn: Ihr Ständchen kann sie sich selbst spielen. In: Südkurier vom 24. Februar 2006
  93. St. Georgen vor 75 Jahren…. In: Südkurier vom 6. September 2002
  94. Markus Vonberg: Botschafterinnen Meßkirchs. In: Südkurier vom 20. Juni 2003

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meßkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien