Provinz Mendoza

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Mendoza
Basisdaten
Wappen

(Details)

Flagge

(Details)

Hauptstadt: Mendoza
Fläche:

 - Gesamt
 - Anteil an Argentinien

Rang 7 von 24

148.827 km²
5,37 %

Bevölkerung:

 - Gesamt 2010
 - Dichte

Rang 5 von 24

1.738.929 Einwohner
11,7 Einwohner/km²

Chile Bolivien Paraguay Uruguay Brasilien Falklandinseln: de-facto Teil des Vereinigten Königreiches. Wird von Argentinien als Teil der Provinz Feuerland, Antarktis und südatlantische Inseln beansprucht Jujuy Salta Formosa Misiones Chaco Tucumán Catamarca Santiago del Estero Corrientes La Rioja Santa Fe Entre Ríos San Juan Córdoba San Luis Mendoza Buenos Aires Provinz Buenos Aires La Pampa Neuquén Río Negro Chubut Santa Cruz Feuerland, Antarktis und südatlantische InselnLage der Provinz Mendoza
Über dieses Bild
ISO 3166-2-Code: AR-M
Politik
Region: Región del Nuevo Cuyo
Gliederung: 18 Departamentos
Gobernador: Alfredo Cornejo
Internetpräsenz der Provinz Mendoza

Mendoza ist eine Provinz im zentralen Westen von Argentinien. Mendoza ist umgeben von der Provinz San Juan im Norden, den Provinzen San Luis und La Pampa im Osten, den Provinzen Río Negro und Neuquén im Süden und vom Land Chile im Westen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Teil der Provinz ist von einer Trockensteppe, dem Monte, bedeckt, der teilweise durch kleine Sandwüsten unterbrochen wird; die größte findet sich im Departamento Lavalle im Nordosten der Provinz. Es gibt drei große Oasen: Die nördliche rund um die Provinzhauptstadt Mendoza, eine mittlere um die Städte San Rafael und General Alvear und eine südliche rund um Malargüe. Der Westteil der Provinz wird von den Anden bestimmt, die hier ihre höchste Erhebung, den Aconcagua, aufweisen. Dort befindet sich auch das Naturphänomen Puente del Inca (deutsch: Brücke des Inkas) – eine durch Erosion natürlich entstandene Brücke über den Río Mendoza.

Klimadiagramm Mendoza

Das Klima ist im gesamten Provinzterritorium trocken, sonnig und kontinental, mit warmen Sommern und relativ kalten Wintern sowie starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 100 und 350 Millimetern.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz hat eine mittlere Bevölkerungsdichte, die Einwohner konzentrieren sich jedoch in den drei Haupt-Oasen. Die größten Städte befinden sich im Ballungsraum Gran Mendoza (ca. 940.000 Einwohner) um die Provinzhauptstadt Mendoza (ca. 115.000 Einwohner), dazu zählen auch Guaymallén (ca. 250.000 Einwohner), Las Heras und Godoy Cruz (je ca. 190.000 Einwohner); weitere regionale Zentren sind San Rafael (ca. 120.000 Einwohner) im mittleren Süden, Tunuyán (ca. 50.000 Einwohner) in der Mitte und San Martín de Mendoza (ca. 50.000 Einwohner) im Osten der Provinz. Der äußerste Süden ist sehr dünn besiedelt. Einziger dortiger Ort von Bedeutung ist Malargüe mit gut 27.000 Einwohnern.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz ist in 18 Departamentos untergliedert, die in Mendoza, im Unterschied zu den meisten anderen Provinzen in Argentinien, mit den Gemeinden (municipios) übereinstimmen. Die Departamentos ihrerseits sind in Distrikte (distritos) unterteilt. Die Provinzialverfassung wurde 1916 verabschiedet und zum letzten Mal 1985 modifiziert.

Mendoza, Verwaltungsgliederung, Grenzen und Hauptstadt
Departamento Hauptstadt Fläche in km² Einwohner (2010)
Capital Mendoza 00.054 115.041
General Alvear General Alvear 14.448 046.429
Godoy Cruz Godoy Cruz 00.075 191.903
Guaymallén Villa Nueva 00.164 283.803
Junín Junín 00.263 037.859
La Paz La Paz 07.105 010.012
Las Heras Las Heras 08.955 203.666
Lavalle Villa Tulumaya 10.212 036.738
Luján de Cuyo Luján de Cuyo 04.847 119.888
Maipú Maipú 00.617 172.332
Malargüe Malargüe 41.317 027.660
Rivadavia Rivadavia 02.141 056.373
San Carlos San Carlos 11.578 032.631
San Martín San Martín 01.504 118.220
San Rafael San Rafael 31.235 188.018
Santa Rosa Santa Rosa 08.510 016.374
Tunuyán Tunuyán 03.317 049.458
Tupungato Tupungato 02.485 032.524

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberg vor den Anden in Mendoza

Mendoza lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Weinbau, siehe hierzu auch den Abschnitt Weinbau sowie den Artikel Weinbau in Argentinien.

Daneben gibt es Erdölförderung und -verarbeitung (Raffinerie in Luján de Cuyo). Zudem gilt Mendoza als das Tor zu Chile mit dem nahe gelegenen Großraum Santiago de Chile und ist daher eine wichtige Handelsmetropole. In Río Colorado entwickelt der Bergbau-Konzern Vale eine Pottasche-Mine. Wenn diese Mine produktiv sein wird, wird sie Argentinien zum drittgrößten Kaliumcarbonat-Exporteur weltweit machen. Im Rahmen dieses Projektes wird auch eine Eisenbahn-Linie nach Bahía Blanca errichtet. Zurzeit wird an diesem Projekt jedoch nicht weitergearbeitet. [1]

Zusammen mit ihren Nachbarprovinzen San Juan und San Luis bildet die Provinz Mendoza die Region Cuyo.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mendoza ist die größte Weinbauregion Argentiniens und Mitglied im Netzwerk Great Wine Capitals. Mit 152.926 Hektar (Stand 2005) entfielen auf die Provinz Mendoza etwas mehr als 70 Prozent der argentinischen Weinerzeugung.

Klimadiagramm Mendoza

Der Erfolg des Weinbaus in der Provinz Mendoza ist den guten klimatischen Bedingungen und der Bodenbeschaffenheit zu verdanken. Das Klima ist im gesamten Provinzterritorium trocken, sonnig und kontinental, mit warmen Sommern und relativ kalten Wintern sowie starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Das kontinentale Klima fällt aufgrund der geografischen Lage in der Nähe des 33. Breitengrades eher moderat aus. Trotz klar definierter Jahreszeiten sind die Unterschiede zwischen Sommer und Winter nicht sehr groß.

Die Weinberge liegen im Durchschnitt auf einer Höhe von 500 m bis 800 m, in seltenen Fällen auch bis auf 1200 m.

Am Beispiel Mendozas lässt sich der Aufstieg und Verfall des argentinischen Weinbaus dokumentieren. Die Rebflächen kannten im Jahr 1980 mit fast 255.000 Hektar ihre bis heute größte Ausdehnung. Durch die massive Rodung der Sorte Criolla Grande ging die Fläche bis auf 141.000 Hektar im Jahr 2000 zurück. Durch den Erfolg der Qualitätsoffensive durch die Regierung mit der damit einhergehenden Eröffnung des Exportmarkts erholte sich der Weinbau allmählich. Die Fläche legte seit 2006 um acht Prozent zu.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mendoza Province – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bloomberg.com: Vale Says Suspended Argentina Project to Cost $11 Billion (18. März 2013); reuters.com: Exclusive: Brazil's Vale says signs accord to quit Argentine Potash project (26. April 2013)

Koordinaten: 35° S, 69° W