Mia Khalifa

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Mia Khalifa (2019)

Mia Khalifa (ميا خليفة) ist eine US-amerikanische Medienpersönlichkeit, Sportkommentatorin und ehemalige Pornodarstellerin libanesischer Herkunft. Sie begann im Oktober 2014 mit der Schauspielerei in Pornografie und wurde innerhalb von zwei Monaten die meistgesehene Darstellerin auf PornHub. Ihre Berufswahl war im Nahen Osten umstritten, insbesondere wegen eines Videos, in dem sie in einem Hidschāb sexuelle Handlungen ausführte.

Leben

Mia Khalifa stammt aus einer christlich-libanesischen Familie,[1] die im Jahr 2000 aus dem Libanon in die Vereinigten Staaten auswanderte.[2] Sie wuchs im Montgomery County im US-Bundesstaat Maryland auf und wurde katholisch erzogen. Ein Bachelorstudium schloss sie im Fach Geschichte erfolgreich an der University of Texas at El Paso ab.[3]

Im Oktober 2014 begann Khalifa Pornofilme zu drehen. Am 28. Dezember 2014 gab die Internetpornoseite PornHub bekannt, dass sie mit über 1,5 Mio. Suchanfragen die beliebteste Darstellerin war, wobei sie die vorherige Nummer eins Lisa Ann ablöste.[1] Innerhalb weniger Tage verbreitete sich diese Nachricht medial und allein zwischen dem 3. und 6. Januar 2015 steigerte sich laut PornHub das Suchaufkommen um das Fünffache, wobei ein Viertel der Suchanfragen alleine aus Jordanien, Syrien, Ägypten und dem Libanon stammten.[4][5] Mit ihrer Bekanntheit löste sie eine größere Kontroverse aus, unter anderem, weil sie als Libanesin mit Pornografie Geld verdiente;[6] den Pornofilm Mia Khalifa Is Cumming for Dinner für Bangbros.com drehte, wo sie – eine Muslima spielend – in einem Hidschāb Sex hatte;[4] weil sie sich die ersten Zeilen der libanesischen Nationalhymne auf ihren Arm tätowieren ließ und weil sie sich ein Symbol der Forces Libanaises – einer christlich-libanesischen Partei – tätowieren ließ. Dabei wurde auch ihre Familie persönlich angegriffen, obwohl diese seit der Entscheidung der Tochter, Pornodarstellerin zu werden, den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte.[7][8] Nachdem Khalifa die meistgesuchte Schauspielerin auf PornHub wurde, erhielt sie Online-Morddrohungen,[4][1] einschließlich eines manipulierten Bildes von Khalifa, das von einem Islamischer Staat-Henker gefangen gehalten wird, und einer Warnung, dass sie die „erste Person im Höllenfeuer“ sein würde, worauf sie scherzhaft antwortete: „Ich wollte vor kurzem ein wenig bräunen.“[9]

Sie erhielt allerdings auch Unterstützung, so veröffentlichte das Bostoner Musikduo Timeflies ihr zu Ehren einen Song.[10] Der US-amerikanisch-libanesische Komiker Nemr Abou Nassar unterstützte sie via Twitter mit den Worten, dass er sie für ihre Entscheidung liebt.[6][11] Auch der britisch-libanesische Autor Nasri Atallah unterstützte ihre Entscheidung.[7]

Im Sommer 2016 teilte Khalifa in einem Interview mit der Zeitung Washington Post mit, lediglich drei Monate lang als Pornodarstellerin aktiv gewesen zu sein und ihre Pornokarriere bereits Anfang 2015 beendet zu haben.[12] In einem Interview im August 2019 gab sie an, während ihrer Pornokarriere lediglich 12.000 US-Dollar verdient zu haben[13] und auch keine Royaltys zu erhalten.[14]

2011 heiratete Khalifa kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen US-Amerikaner[2]. Das Paar lebte in Texas.[12] 2014 trennte es sich und ließ sich 2016 scheiden.[15] Während ihrer Karriere als Pornodarstellerin war Khalifa in Miami, Florida, wohnhaft.[4]

Khalifa streamt gelegentlich auf Twitch und betreibt einen YouTube-Channel.[16][17] Im Jahr 2017 wurde angekündigt, dass Khalifa als regelmäßiger Sportkommentator für Complex Networks auftreten würde.[18]

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

Jahr Preis Kategorie Werk Resultat
2016 AVN Award Fan Award: Best Boobs Nominiert

Weblinks

Commons: Mia Khalifa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Adam Taylor: The Miami porn star getting death threats from Lebanon. In: The Washington Post. 6. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015 (englisch).
  2. a b Laura Smith-Spark, Roba Alhenawi: Songs and death threats for Lebanese American porn star Mia Khalifa. CNN, 8. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015 (englisch).
  3. Lebanese porn star Mia Khalifa sparks controversy in Lebanon. In: Lebanese Examiner. 3. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015 (englisch).
  4. a b c d Amelia Butterly: Mia Khalifa, a Lebanon-born porn star, is getting ‚scary‘ death threats. In: BBC Newsbeat. 8. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015 (englisch).
  5. Dorothée Myriam Kellou: Transgressive but popular: Egypt's taste for 'Arab porn'. France 24, 18. August 2017, abgerufen am 28. Februar 2021 (englisch).
  6. a b نجمة أفلام إباحية لبنانية الأصل تثير جدلا صاخبا في بلدها الأم. [Ein libanesischer Pornostar sorgt in ihrer Heimat für heftige Kontroversen]. France 24, 6. Januar 2015, abgerufen am 28. Februar 2021 (arabisch).
  7. a b Taylor Wafford: Meet Mia Khalifa, the Lebanese Porn Star Who Sparked a National Controversy. In: Newsweek. 6. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015 (englisch).
  8. Libanesin ist Pornostar Nummer 1 - das gefällt nicht jedem. In: Focus Online. 8. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015.
  9. Heather Saul: Pornhub star Mia Khalifa receives death threats after being ranked the site's top adult actress. In: The Independent. 7. Januar 2015, abgerufen am 2. Januar 2022 (englisch).
  10. Gil Kaufman: Hijab-Wearing Porn Star Mia Khalifa Got Her Own Theme Song Courtesy Of Timeflies. In: MTV News. 7. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015 (englisch).
  11. Lebanese Porn Star Mia Khalifa's Rise Divides Her Home Country. In: NBC News. 6. Januar 2015, abgerufen am 28. Februar 2021 (englisch).
  12. a b Dan Steinberg: A former porn star has become one of D.C.’s loudest sports fans on social media. In: The Washington Post. 13. Juli 2016, abgerufen am 1. September 2016 (englisch).
  13. Alex Horton: Mia Khalifa is among the world’s most-watched women. Yet the porn industry is keeping the profits. In: The Washington Post. 16. August 2019, abgerufen am 2. Januar 2022 (englisch).
  14. Trace William Cowen: Mia Khalifa Reveals She Only Made $12,000 as an Adult Film Star. In: Complex. 13. August 2019, abgerufen am 2. Januar 2022 (englisch).
  15. Timothy Bella: You Don't Know Mia Khalifa. In: Playboy. 9. April 2018, abgerufen am 2. Januar 2022 (englisch).
  16. MiaKhalifa. In: Twitch. Abgerufen am 12. März 2018 (englisch).
  17. Mia K. In: YouTube. Abgerufen am 12. März 2018 (englisch).
  18. Dan Steinberg: Gilbert Arenas and Mia Khalifa will co-host a daily sports talk show for Complex. In: The Washington Post. 10. Oktober 2017, abgerufen am 2. Januar 2022 (englisch).