Michael Praun

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Michael Praun (* 15. Dezember 1626 in Nürnberg; † 11. Februar 1696 in Kempten) war ein deutscher Jurist und baden-durlachischer Landschreiber, Oberamtsverweser und Hofrat.

Familie und Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Praun stammt aus einem Patriziergeschlecht. Sein Vater war der Jurist Michael Praun der Ältere († 1667). Praun heiratete am 25. Oktober 1658 Sabina Heider (* 1641), die Tochter des Lindauer Syndikus Jacob Heider (1611–1655).[1] Aus dieser Verbindung sind zwei Töchter bekannt:

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Praun begann 1649 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Helmstedt, wo er auch bei Hermann Conring studierte und wechselte 1652 an die Universität Altdorf. Hier promovierte er am 6. November 1655, wobei er bereits zuvor als Anwalt in Nürnberg tätig war. 1658 nahm er die Stelle eines Syndikus der damaligen Freien Reichsstadt Lindau an. 1663 erfolgte die kaiserliche Nobilitierung und er wurde zudem zum kaiserlichen Hofpfalzgrafen ernannt. 1667 wechselte er als Syndikus in die damals ebenfalls Freie Reichsstadt Kempten. 1674 wurde Praun in die Sprachakademie „Fruchtbringende Gesellschaft“ als 849. Mitglied aufgenommen, wo er den Beinamen „Der Vorstellende“ führte.[4] 1676 wurde Praun Landschreiber des baden-durlachischen Oberamts Rötteln und gleichzeitig Oberamtsverweser bis zum Amtsantritt des Landvogts Reinhard von Gemmingen. 1680 folgte ihm Wilhelm Bernhard Reichenbach im Amt des Landschreibers, während Praun Hofrat der Markgrafschaft Baden-Durlach wurde. Von 1692 bis zu seinem Tode 1696 wirkte er wieder als Syndikus der Stadt Kempten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Martin Vortisch: Landschreiber und Juristen der Oberen badischen Herrschaften. In: Das Markgräflerland Heft 2/1988, S. 157–173; hier. S. 167/168
  • Karl Tschamber: Friedlingen und Hiltelingen. Ein Beitrag zur Geschichte der Ödungen im badischen Lande, Hüningen 1900, S. 67–74
  • Christian Gottlieb Jöcher: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Theil 3 Leipzig : Gleditsch, 1751, M–R, Sp. 1758 Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Michael Praun – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ein Bruder des Ratsherrn Valentin Heider. siehe K. Kiefer: Der Lindauer Zweig der Familie Haider. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 36. Heft, Lindau 1907, S. 155–164, hier S. 158
  2. Eintrag auf www.lagis-hessen.de
  3. Eintrag auf www.lagis-hessen.de
  4. Mitgliederverzeichnis der Fruchtbringenden Gesellschaft