Michele Jamiolkowski

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Michele B. Jamiolkowski (* 21. Juli 1932 in Stryj, damals in Polen) ist ein polnischstämmiger italienischer Bauingenieur für Geotechnik. Er war seit 1969 Professor für Geotechnik an der Universität Turin, wo er inzwischen emeritiert ist.

Außerdem ist er beratender Ingenieur und war Vorsitzender der Ingenieursfirma Studio Geotecnica Italiano in Turin, der er seit 1964 angehört.

1990 bis 2001 war er Vorsitzender der internationalen Kommission zur Rettung des Schiefen Turms von Pisa, und in dieser Zeit gelang auch eine Sanierung (nach Plänen von John Burland). Er ist seit 1985 geotechnischer Berater für das Projekt einer geplanten Hängebrücke über die Straße von Messina und Berater für den geplanten Flüssiggastanker-Terminal (LNG-Terminal) in Brindisi. Er ist seit 2003 Mitglied der Hochwasserschutzkommission von Venedig (MOSE) und seit 2004 im Konsortium zur Sanierung des kippgefährdeten Glockenturms von San Marco in Venedig. Er befasste sich auch mit der Frage der Bodensanierung im Tschernobyl-Raum.

Seit 1991 ist er korrespondierendes Mitglied der Turiner Akademie der Wissenschaften. 2005 wurde er auswärtiges Mitglied der National Academy of Engineering. 2001 erhielt er den Terzaghi Award. Er ist Ehrenmitglied der Japanese Geotechnical Society. 2013 hielt er die Rankine Lecture.

1994 bis 1997 war er Präsident der International Society for Soil Mechanics and Geotechnical Engineering. Er ist Herausgeber des International Journal of Geomechanics and Geotechnical Engineering und Mit-Herausgeber des Soil and Rock International Journal.

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