Milówka

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Milówka
POL gmina Milówka COA.svg
Milówka (Polen)
Milówka
Milówka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Żywiec
Geographische Lage: 49° 34′ N, 19° 5′ OKoordinaten: 49° 33′ 35″ N, 19° 5′ 18″ O
Einwohner: 4418 (2003)
Postleitzahl: 32-360
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: SZY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: ZwardońKatowice
Schienenweg: ZwardońŻywiec
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 5 Ortsteile
Einwohner: 10.074
(30. Jun. 2015)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2417092
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Józef Bednarz
Adresse: ul. J. Kazimierza 123
32-360 Milówka
Webpräsenz: www.milowka.pl



Milówka ist ein Dorf und Hauptort der gleichnamigen Landgemeinde im Powiat Żywiecki in der Woiwodschaft Schlesien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milówka liegt in den Saybuscher Beskiden, einem Gebirge in den Äußeren Westkarpaten, südlich der Stadt Żywiec. Durch die Ortschaft fließt der Fluss Soła, der in die Weichsel mündet. Die Ortschaft Milówka gliedert sich traditionell in die Ortsteile Balasówka, Ciapałowie, Ficki, Juraszka, Komery, Siedloki und Zabawa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1467 gehörte die Herrschaft Saybusch zur Adelsfamilie Komorowski, die eine Siedlungsaktion verliefen, unter anderem entlang der Handelsstraße von Wieliczka durch Żywiec nach Ungarn. Die ersten bäuerlichen Siedlungen wurden wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gegründet. Andrzej Komoniecki (* 1678; † 1729) in seiner Chronik erwähnte den Ort unter dem Jahre 1608. 1669 besuchte der polnische König Johann II. Kasimir die Ortschaft.

Bei der Ersten Teilung Polens kam der Ort 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804). Im späteren 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem Städtchen und erhielte das Stadtrecht im Jahre 1884 (verloren 1934).[2] 1879 wurde die erste Bank eröffnet. 1882 wurde eine Synagoge gebaut. Im November 1894 wurde Rajcza an das Schienennetz ŻywiecČadca(SK) angeschlossen. 1889 wurden die Freiwillige Feuerwehr und 1903 die erste Schule gegründet. Im Jahre 1900 hatte Milówka 372 Häuser mit 2678 Einwohnern, davon 2609 polnischsprachig, 61 deutschsprachig, 2495 römisch-katholische, 9 griechisch-katholische, 174 Juden.[3]

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Milówka zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Es gehörte dann zum Landkreis Saybusch im Regierungsbezirk Kattowitz in der Provinz Schlesien (seit 1941 Provinz Oberschlesien). Im Rahmen der sogenannten Aktion Saybusch wurden im Jahre 1940 mehrere polnische Familien vertrieben, um Volksdeutsche anzusiedeln.

Von 1975 bis 1998 gehörte Milówka zur Woiwodschaft Bielsko-Biała[4].

Rathaus
Bau der Schnellstraße S69

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Milówka erstreckt sich auf einer Fläche von 98,33 km², wovon 35 % landwirtschaftlich genutzt werden und 51 % mit Wald bedeckt[5] sind. Sie gliedert sich in fünf Ortschaften mit einem Schulzenamt (sołectwo): Milówka, Laliki, Kamesznica, Nieledwia und Szare.

Schulzenamt Fläche
(ha)
Bevölkerung Bevölkerungsdichte
(Einw./km²)
Milówka
2648[6] 4446[6] 171[6]
Kamesznica 3930[7] 2793[7] 71[7]
Laliki 1360[8] 1025[8] 75[8]
Nieledwia 1178[9] 1035[9] 87[9]
Szare 725[10] 800[10] 109[10]

Nachbargemeinden sind Istebna, Radziechowy-Wieprz, Rajcza, Ujsoły, Węgierska Górka und Wisła.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über zwei Kindergärten (Przedszkole) und sechs Grundschulen (Szkoła podstawowa).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde verlaufen die Droga ekspresowa S69 (teilweise im Bau) Bielsko-BiałaŻywiecZwardoń (PL/SK) und der Schienenweg KatowiceZwardoń (PL/SK).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • LKS Milówka - Fußballclub, spielt in der Regionalliga
  • MEDYK Milówka - Volleyball, spielt in der Regionalliga (poln. Beskidzka Liga Siatkówki)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Stanisław Figiel, Urszula Janicka-Krzywda, Piotr Krzywda, Wojciech W. Wiśniewski: Beskid Żywiecki. Przewodnik. Oficyna Wydawnicza „Rewasz“, Pruszków 2006, ISBN 83-8918859-7, S. 385–386 (polnisch).
  3. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  4. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)
  5. regioset.pl (polnisch)
  6. a b c Gmina Milówka: SOŁECTWO MILÓWKA: STATUT SOŁECTWA (pl) In: www.bip2.milowka.com.pl. 27. März 2009. Abgerufen am 21. Dezember 2016.
  7. a b c Gmina Milówka: SOŁECTWO KAMESZNICA: STATUT SOŁECTWA (pl) In: www.bip2.milowka.com.pl. 27. März 2009. Abgerufen am 21. Dezember 2016.
  8. a b c Gmina Milówka: SOŁECTWO LALIKI: STATUT SOŁECTWA (pl) In: www.bip2.milowka.com.pl. 27. März 2009. Abgerufen am 21. Dezember 2016.
  9. a b c Gmina Milówka: SOŁECTWO NIELEDWIA: STATUT SOŁECTWA (pl) In: www.bip2.milowka.com.pl. 27. März 2009. Abgerufen am 21. Dezember 2016.
  10. a b c Gmina Milówka: SOŁECTWO SZARE: STATUT SOŁECTWA (pl) In: www.bip2.milowka.com.pl. 27. März 2009. Abgerufen am 21. Dezember 2016.