Minna Fuhlrott

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Begründung: SPD-Mitglied, Aktivistin: keine Bürgermeisterin, nicht mal Stadträtin, aber zählt zu den bedeutenden Frauen in der Geschichte der Stadt Hannover? Mag ja sein. Macht aber nicht für die Wikipedia relevant. --Jack User (Diskussion) 19:31, 8. Nov. 2019 (CET)

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Minna Fuhlrott (geborene Minna Spieker, genannt Mimmi; * 4. April 1898 in Linden; † 2. Dezember 1984 in Hannover)[1] war eine deutsche Bürgerinitiativen-Aktivistin[2] und zählt zu den bedeutenden Frauen in der Geschichte der Stadt Hannover.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minna Fuhlrott engagierte sich bereits in den 1920er Jahren in verschiedenen Frauengruppen[2] und war während der Weimarer Republik Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Das Wirken der Arbeiterin nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten von 1933 bis 1945 konnte bisher wissenschaftlich nicht geklärt werden.[4]

In der Nachkriegszeit arbeitete Minna Fuhlrott nach 1945 bei der Hanomag.[4]

Nachdem 1972 der hannoversche Stadtteil Linden-Süd „als eines der ersten Sanierungsgebiete der Bundesrepublik festgelegt“ worden war,[5] gründete Minna Fuhlrott[4] die Unabhängige Bürgerinitiative Linden-Süd.[1] Sie engagierte sich insbesondere gegen eine „Kahlschlag-Sanierung“, wie sie beispielsweise im hannoverschen Stadtteil Linden-Nord an der Limmerstraße vorgenommen wurde, wo an Stelle der ehemaligen Fannystraße mit ihrer historischen Bausubstanz aus kleinen, wenngleich im Lauf der Zeit heruntergekommenen Reihenhäuser dann weiße Hochhäuser mit orangefarbenen Balkonen „disharmonisch ins Stadtbild eingefügt“ wurden. Gegen solche Kahlschläge engagierte sich Fuhlrott maßgeblich für eine behutsame Modernisierung des Stadtteils Linden-Süd und eine Sanierung,[4] die auch überregional „in der Öffentlichkeit große Beachtung“ fand und Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen zur Sozialforschung wurde,[6] zumal sich dabei zunehmend ein „Konzept in Richtung der erhaltenden Erneuerung ohne Verdrängung“ der angestammten Einwohner des traditionellen Arbeiterstadtteils etablierte.[6]

Mimmi-Fuhlrott-Gang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für ihr Engagement bei der behutsamen Stadtteilsanierung wurde im Jahr 1988 ein Fußweg, der durch den seinerzeit neugestalteten Hinterhof zwischen der Deisterstraße und der Charlottenstraße[2] in Linden-Süd nach der Aktivistin benannt.[1][7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „...ohne uns läuft hier nichts!“ Gespräch mit Mitgliedern der Bürgerinitiative „Unabhängige Bürgerinitiative Linden-Süd“ über ihre Erfahrungen mit der Planungsberatung (Februar 1976), in Joachim Brech (Hrsg.) Bürgerbeteiligung mit Experten. Berichte und Analysen zur Anwaltsplanung ( = Beltz-Monographien), Weinheim; Basel: Beltz, 1978, ISBN 3-407-55515-6, S. 204-210

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Helmut Zimmermann: Mimmi-Fuhlrott-Gang, in ders.: Die Straßennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 175
  2. a b c Renate Deuter, Bodo Dringenberg: Frauenstraßennamen, in: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge Band 52 (1998), S. 431–450; hier: S. 437–438 Online
  3. Christine Kannenberg, Sabine Poppe (Red.): Mimmi-Fuhlrott-Gang, Transkription aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Stadtanzeiger Nord vom 21. August 2008, in: Bedeutende Frauen in Hannover. Eine Hilfe für künftige Benennungen von Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken nach weiblichen Persönlichkeiten, hrsg. von der Landeshauptstadt Hannover, Oberbürgermeister, Referat für Frauen und Gleichstellung, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung, Hannover: August 2011, S. 68; herunterladbar als PDF-Dokument
  4. a b c d Karljosef Kreter (Red.): Liste der beizubehaltenden Straßennamen / Fuhlrott, Minna (Mimmi), in ders.: Projekt Wissenschaftliche Betrachtung von namensgebenden Persönlichkeiten. Abschlussbericht. Empfehlungen des Beirats, Landeshauptstadt Hannover, Zentrale Angelegenheiten Kultur, Städtische Erinnerungskultur, September 2018, S. 13; als PDF-Dokument von der Seite hannover.de
  5. o.V.: Unser Stadtteil / Aufbruchstimmung in Linden-Süd, Artikel auf der Seite der Egestorffschule Hannover [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 10. November 2019
  6. a b Ursula Stein: Die Erhaltungssatzung als Mittel zum Erhalt der Sozialstruktur, in Jörg Blasius, Jens S. Dangschat (Hrsg.): Gentrification. Die Aufwertung innenstadtnaher Wohnviertel ( = Beiträge zur empirischen Sozialforschung), hrsg. vom Zentralarchiv für Empirische Sozialforschung der Universität zu Köln, Frankfurt am Main; New York: Campus-Verlag, 1990, ISBN 978-3-593-34361-7 und ISBN 3-593-34361-4, S. 154–174; v. a. S. 170; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  7. Bedeutende Frauen in Hannover - Hannover.de, PDF-Datei, S. 68