Mobile Suit Gundam (Serie)

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Anime-Fernsehserie
TitelMobile Suit Gundam
Originaltitel機動戦士ガンダム
TranskriptionKidō Senshi Gandamu
Mobile Suit Gundam 0079 logo.png
Produktionsland JapanJapan Japan
Originalsprache Japanisch
Jahr(e) 1979–1980
Studio Sunrise
Länge 30 Minuten
Episoden 43
Genre Drama, Mecha, Science-Fiction
Regie Yoshiyuki Tomino
Musik Takeo Watanabe,
Yūshi Matsuyama
Erstausstrahlung 7. April 1979 – 26. Januar 1980 auf Nagoya TV

Mobile Suit Gundam (jap. 機動戦士ガンダム, Kidō Senshi Gandamu, auch bekannt unter Mobile Solder Gundam, First Gundam, Gundam 0079) ist eine 43-teilige japanische Anime-Serie aus dem Jahr 1979 von Yoshiyuki Tomino, produziert von Sunrise und erster Teil des Gundam-Universums. Regie führte Yoshiyuki Tomino. Die Erstausstrahlung in Japan fand bei Nagoya Broadcasting Network am 7. April 1979 statt und endete am 26. Januar 1980. Es war die allererste Gundam-Serie, die in mehreren Fortsetzungen und Spin-offs weitergeführt wurde. Sie war der erste Gewinner des Animage (Großer Preis des Anime) im Jahre 1979.

Die Serie wurde später für das Kino in drei Filmen neu geschnitten. Die Charaktere wurden von Yoshikazu Yasuhiko entwickelt, für das Mecha-Design war Kunio Okawara verantwortlich. Er erfand auch den RX-78-2 Gundam. Zum 30. Geburtstag der Serie wurde in der Präfektur Shizuoka in Japan eine Figur des RX-78-2 in Originalgröße aufgestellt. Die Statue war 18 m hoch. Sie wurde im März 2011 wieder entfernt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mobile Suit Gundam handelt von einem interstellaren Krieg zwischen einer Föderation mit der Erde als Hauptsitz und dem Herzogtum Zeon, das auf riesigen Weltraumstationen beheimatet ist. Die Schlachten tragen riesige Kampfroboter, sogenannte Mobile Suits, aus, wobei eine experimentelle Kampfeinheit der Erde namens Gundam eine zentrale Rolle spielt. Sie wird von dem ca. 14-jährigen Amuro Ray gesteuert. Sein größter Rivale ist Char Aznable, der den Beinamen der Roter Komet trägt, da die von ihm gesteuerten MS immer rot sind. Die Nachfolge-Serie Mobile Suit Zeta Gundam spielt einige Jahre nach Kriegsende, also nach Mobile Suit Gundam. Trotzdem weist sie einige Parallelen auf und einige Figuren aus Mobile Suit Gundam kommen wieder vor.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich zur Fernsehserie erschien 1979 eine Version der Geschichte als Manga, die bislang zwei Bände umfasst und von Akita Shoten verlegt wurde. Neben der Ausstrahlung im japanischen Fernsehen gelangte die Serie auch in die USA und nach Italien.

Später wurde die Serie zusammengefasst und leicht überarbeitet in Form von drei Kinofilmen neu veröffentlicht. Bandai kündigte an, diese Kinofilme auf DVD zu veröffentlichen. Die für den 21. Dezember 2007 angekündigte Veröffentlichung wird dabei den Original-Ton in der Mono-Abmischung enthalten, während das Bildmaterial neu eingelesen wurde und nun ein HD-Master als Quelle für die Verarbeitung dient.[1]

Erfolg und Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mobile Suit Gundam war zunächst wenig erfolgreich und erreichte nur etwa 5 % Einschaltquote. Doch entstand eine ausreichende Fangemeinde, um dem Filmzusammenschnitt und Wiederholungen eine Quote von 15 % zu bescheren, sodass weitere Serien zum Franchise folgten.[2] So löste der Anime die Entstehung des Gundam-Universums aus, einer der größten Science-Fiction-Sagas bis heute. Sunrise produziert seither immer wieder weitere Kinofilme, Serien, OVAs, Mangas und Spin-offs für das Franchise.

Neben Erfolg und Nachwirkungen durch das eigene Franchise wirkte der Anime auch in anderen Serien nach. Er gehörte zu den ersten, in dem die Technik der Mechas realistischer dargestellt und mit Begründungen für Technik und Kampfeinsatz unterlegt wurde. Dieses Bemühen um Glaubwürdigkeit fand in Folge auch bei anderen Serien Einzug.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://product.bandaivisual.co.jp/web_service/shop_product_info.asp?item_no=BCBA-3107 (Memento vom 10. April 2012 im Internet Archive)
  2. a b Jonathan Clements: Anime – A History. Palgrave Macmillan 2013. S. 154f. ISBN 978-1-84457-390-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]