Monte (Funchal)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Monte
Wappen Karte
Wappen von Monte
Monte (Madeira)
Monte
Basisdaten
Autonome Region: Madeira
Concelho: Funchal
Koordinaten: 32° 40′ N, 16° 54′ WKoordinaten: 32° 40′ N, 16° 54′ W
Einwohner: 6696 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 18,59 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 360 Einwohner pro km²
Höhe: 700 m

Monte ist ein auf 600 bis 800 m ü. M. gelegener Ort mit der Kirche Nossa Senhora do Monte oberhalb der Inselhauptstadt Funchal auf der portugiesischen Insel Madeira. Monte hat 6696 Einwohner (Stand 30. Juni 2011).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1893 bis 1943 übernahm die Zahnradbahn Caminho de Ferro do Monte den Transport der Gäste von Funchal nach Monte und weiter bis Terreiro da Luta in 867 m Höhe. Diese wurde aber auf Grund mehrerer Unfälle eingestellt. Es erinnert nur mehr das Gebäude der Endstation daran.

Heute fahren zwei Luftseilbahnen nach Monte. Eine verbindet Funchal mit Monte, die zweite Seilbahn führt zum Botanischen Garten, dem Jardim Botânico da Madeira.

Aufgrund des steilen Geländes kann man auf dem Rückweg mit einem Korbschlitten, dem Toboggan-Schlitten oder Cesto, den asphaltierten Weg Caminho do Monte bis an den oberen Stadtrand von Funchal herunterrutschen. Die ursprünglich vier Kilometer lange Strecke wurde auf zwei Kilometer verkürzt, den Rest kann man zu Fuß oder per Taxi zurücklegen. Die Korbschlitten, die über keinerlei Lenkung oder Bremsen verfügen, werden von zwei in der traditionellen weißen Tracht gekleideten Schlittenlenkern gesteuert und durch Zurückhalten oder Querstellen gebremst.

Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nossa Senhora do Monte

Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte wurde ab 1741 erbaut. Im Hochaltar der Kirche steht ein verehrtes Bild der heiligen Jungfrau. Am 15. August eines jeden Jahres findet eine große Prozession zu Ehren der Jungfrau statt.

Im linken Seitenschiff der Kirche ist der Sarg des letzten Kaisers von Österreich, Karl I., aufgebahrt. Er wurde nach dem Ersten Weltkrieg in die Verbannung nach Madeira geschickt, wo er bis zu seinem Tode 1922 mit seiner Familie in dem Herrenhaus Quinta Gordon oberhalb der Kirche lebte.

Nahe der Kirche ist einer der schönsten Gärten Madeiras, der Jardim do Monte Palace. In ihm sind auf verschlungenen Spazierwegen neben der heimischen Pflanzenwelt eine Vielzahl tropischer und subtropischer Pflanzen zu bewundern. Japanische und orientalische Gärten sowie Teiche und Brunnen werden durch Skulpturen und Azulejos (bunt bemalte Keramikfliesen) ergänzt.

In der Nähe der Kirche befindet sich ein Ausflugslokal in einem Luxushotel der Jahrhundertwende.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monte (Funchal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien