Moos-Steinbrech

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Moos-Steinbrech
Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides)

Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Steinbrech (Saxifraga)
Art: Moos-Steinbrech
Wissenschaftlicher Name
Saxifraga bryoides
L.

Der Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides L.; Syn.: Saxifraga aspera subsp. bryoides (L.) Bonnier & Layens), auch Moosartiger Steinbrech genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Das Epipheton leitet sich vom griechischen bryodes für moosartig ab und verweist auf den Wuchs.

Einzelblüte

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Moos-Steinbrech ist eine ausdauernde krautige Pflanze und wächst in flachen, dichten Polstern. Die meisten Laubblätter bilden eine grundständige, dichte, fast kugelförmige Rosette von maximal 2 Zentimeter Durchmesser. Die Blätter sind schmal lanzettlich und bis zu 6 mm lang. Auffallend ist hierbei, dass diese deutlich nach innen gebogen sind. Sie haben eine Stachelspitze sowie einen bewimperten Rand. Die Stängelblätter sind wechselständig angeordnet.

Die Blütenstiele sind kaum beblättert und werden etwa 2 bis 10 Zentimeter hoch. Die Kronblätter sind eiförmig bis zu 6 Millimeter lang. Die Farbe ist weiß mit orangegelben Punkten.

Die Blütezeit reicht von Juli bis August.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 26.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Alpen, Pyrenäen bis zum Balkan. Der Moos-Steinbrech bevorzugt Silikatfelsen und -schutt in Höhenlagen zwischen 2.000 und 4.200 Meter (am Matterhorn). Er ist in Mitteleuropa eine Androsacion-alpinae-Verbandscharakterart und kommt vor allem im Oxyrietum und im Androsacetum alpinae vor.[1] In den Allgäuer Alpen steigt er von 1850 m Meereshöhe oberhalb der Unteren Schönisboden-Alpe in Vorarlberg bis zu 2390 m Meereshöhe am Gipfel der Rothornspitze in Tirol auf.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 490.
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, Seite 649-650. IHW-Verlag, Eching bei München, 2001. ISBN 3-930167-50-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moos-Steinbrech – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien