Zermatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zermatt
Wappen von Zermatt
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Visp
BFS-Nr.: 6300i1f3f4
Postleitzahl: 3920
UN/LOCODE: CH ZER
Koordinaten: 624003 / 96943Koordinaten: 46° 1′ 25″ N, 7° 44′ 55″ O; CH1903: 624003 / 96943
Höhe: 1'608 m ü. M.
Fläche: 242,67 km²
Einwohner: 5759 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 24 Einw. pro km²
Website: gemeinde.zermatt.ch
Zermatt und das Matterhorn.

Zermatt und das Matterhorn.

Karte
Lac de Moiry Mattmarksee Lago di Place Moulin Italien Kanton Bern Brig (Bezirk) Bezirk Entremont Bezirk Goms Bezirk Hérens Bezirk Leuk Bezirk Östlich Raron Bezirk Siders Bezirk Westlich Raron Baltschieder Baltschieder Eisten VS Embd Grächen Lalden Randa VS Saas-Almagell Saas-Balen Saas-Fee Saas-Grund St. Niklaus VS Stalden VS Staldenried Täsch Törbel Visp Visperterminen Zeneggen ZermattKarte von Zermatt
Über dieses Bild
w

Zermatt [tsɛrˈmat] (Walliser Dialekt [ˈtsærmɑt]; französisch Praborgne, abgeleitet vom ursprünglichen lateinischen Namen Pratobornum) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Visp des Kantons Wallis in der Schweiz. Zermatt liegt im Mattertal (auch Nikolaital genannt) auf einer Höhe von zirka 1'610 m am Nordostfuss des Matterhorns und ist dank diesem sowie seinem Wintersport- und Wandergebiet ein bekannter Ferienort der Schweiz. Zermatt ist ein Bergsteigerzentrum in den Alpen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Furi (im Südwesten) auf Zermatt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Fläche von 243,4 km² gehört Zermatt zu den grössten Schweizer Gemeinden. Das Areal umfasst 1,3 km² Bauzone, 9,4 km² Wald, 10,0 km² Landwirtschaftszone (inkl. Alpweiden) und 183,0 km² Naturschutzzonen. Der höchste Punkt ist mit 4'634 m ü. M. die Dufourspitze im Monte Rosa-Massiv. Der tiefste Punkt auf 1'524 m ü. M. liegt im Bachbett des Talflusses an der Grenze zur unten liegenden Nachbargemeinde Täsch nahe der Flur mit dem Namen Schlangengrube. Das weite Hochtal ist im Osten von der Bergkette RimpfischhornStrahlhornJägerhorn – Dufourspitze – Signalkuppe begrenzt, im Süden von der Reihe LyskammCastor und PolluxBreithornKlein Matterhorn und westlich des Theodulpasses von MatterhornDent d'HérensTête Blanche. Im Westen liegen zwischen dem Tal des Zmuttbachs und dem Val d'Anniviers die Höhenzüge von Dent Blanche, Ober Gabelhorn und Zinalrothorn.

Das Zermatter Gemeindegebiet grenzt an Italien. Der Übergang über den Theodulpass nach Valtournanche ist wegen der Eisbedeckung nur für Fussgänger und Skifahrer passierbar.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptfluss im Tal ist die Matter Vispa, die durch den Ortskern von Zermatt fliesst. Sie entsteht durch die Vereinigung des vom Zmuttgletscher kommenden Zmuttbachs, der vom Gornergletscher kommenden Gornera, des vom Triftgletscher kommenden Triftbachs und des vom Findelgletscher durch die Findelschlucht fliessenden Findelbachs. Bei Stalden bildet die Matter Vispa zusammen mit der Saaser Vispa die Vispa, die bei Visp in die Rotten (Rhone) mündet.

Die Gornera nimmt südlich von Furi den Furggbach auf, der am Furgggletscher unter der Ostwand des Matterhorns und unter dem Oberen Theodulgletscher entspringt. Der Bach Balmbrunnen fliesst vom Hohtälligrat über die Alp Breitboden in den Findelbach. Vom Mettelhorn rauscht der Luegelbach durch die steile Runse neben dem Wisshorn zur Matter Vispa hinunter.

Am Zmuttbach liegt der von 1961 bis 1964 gebaute Stausee Zmutt, der als Wasserfassung für die Stauhaltung des Grande Dixence-Systems dient. Das Wasser wird mit Pumpstationen bei Zmutt und Stafel ins Dixence-Tal geleitet.

Neben zahlreichen namenlosen Toteisseen, die in den letzten Jahren durch das Abschmelzen der Gletscher entstanden sind, sind die folgenden Zermatter Bergseen erwähnenswert:

Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monte Rosa mit Gornergletscher links und Grenzgletscher rechts.
Breithorn (4'164 m ü. M.).

22 Schweizer Hauptgipfel über 4000 Meter liegen ganz oder teilweise auf Zermatter Gebiet:[3]

Weitere markante Berge im Gemeindegebiet sind das Oberrothorn (3'414 m ü. M.), das Stockhorn (3'532 m ü. M.), das Äbihorn (3'473 m ü. M.), das Unter Gabelhorn (3'392 m ü. M.) und das Mettelhorn (3'406 m ü. M.).

Gletscher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodulgletscher.

In den hoch gelegenen Tälern von Zermatt liegen viele, zum Teil trotz dem andauernden Schwund noch recht grosse Gletscher. Zusammen mit allen Seitengletschern bedeckt das Gletschersystem des Gornergletschers eine Fläche von 68 km², was nach dem Aletschgletscher die zweitgrösste zusammenhängende Gletscherfläche der Alpen darstellt.

Liste der Zermatter Gletscher:

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die hohen Berge, welche in den Hauptwetterrichtungen die Niederschläge abschirmen, sowie das allgemein hohe Geländeniveau ist das Klima für die Höhe und die geographische Breite mild und niederschlagsarm. Die Waldgrenze liegt auf hohen 2'200 bis 2'300 m und damit im mittel- und südeuropäischen Spitzenbereich. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Dorf beträgt rund 700 mm pro Jahr. Die umgebenden Berge, insbesondere entlang der italienischen Grenze, sind – relativ zur Höhe – deutlich kälter und niederschlagsreicher. Auf der Signalkuppe des Monte Rosa beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag 4100 mm.

Zermatt
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
42
 
1
-8
 
 
35
 
1
-8
 
 
38
 
5
-5
 
 
46
 
9
-1
 
 
74
 
14
3
 
 
67
 
17
6
 
 
55
 
20
8
 
 
65
 
19
8
 
 
55
 
15
5
 
 
60
 
11
1
 
 
56
 
5
-4
 
 
45
 
1
-7
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: www.meteoschweiz.admin.ch
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Zermatt
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,7 1,4 4,9 8,7 13,5 17,0 19,9 19,1 15,2 11,2 4,8 1,3 Ø 9,9
Min. Temperatur (°C) -7,7 -7,6 -4,7 -1,4 2,9 5,7 7,8 7,7 4,6 1,1 -3,7 -6,6 Ø −0,1
Niederschlag (mm) 42 35 38 46 74 67 55 65 55 60 56 45 Σ 638
Sonnenstunden (h/d) 3,1 4,0 4,9 4,8 5,0 5,8 6,3 5,9 5,4 4,4 3,1 2,7 Ø 4,6
Regentage (d) 7 5 6 6 10 9 9 10 7 7 7 7 Σ 90
Luftfeuchtigkeit (%) 62 62 61 62 64 66 64 67 69 68 67 65 Ø 64,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
0,7
-7,7
1,4
-7,6
4,9
-4,7
8,7
-1,4
13,5
2,9
17,0
5,7
19,9
7,8
19,1
7,7
15,2
4,6
11,2
1,1
4,8
-3,7
1,3
-6,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
42
35
38
46
74
67
55
65
55
60
56
45
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Siedlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet von Zermatt liegen die Weiler Findeln, Tuftern, Winkelmatten, Blatten, Zum See und Zmutt, meist mit eigenen Kapellen. Früher wurden sie als Sommersiedlungen benutzt. Heute sind sie beliebte Touristenziele.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zermatt ist noch vor Salurn in Südtirol der südlichste Ort des geschlossenen deutschen Sprachraumes (als deutsche Sprachinsel liegen lediglich die Lystaler Orte Gressoney und Issime weitere 20 km bis 30 km südlich).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung zwischen 1476 und 2007.
Altes Zermatt.
Die Bahnhofstrasse von Zermatt.

Viele hochgelegene Alpentäler, so auch das Mattertal, wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit seit über 6000 Jahren bewohnt.

Während des sogenannten Optimums der Römerzeit war das Klima wärmer als in der darauffolgenden Kleinen Eiszeit bis Mitte des 19. Jahrhunderts und auch heute. Entsprechend war damals das Begehen heute vergletscherter Passübergänge im Wallis wie der Theodulpass von Süden her ins Mattertal zumindest im Sommer relativ einfach möglich – insbesondere da nicht wie andernorts enge Schluchten und Felspartien an den Abhängen dies erschwerten oder ganz verunmöglichten. Entsprechend früh dürfte im oberen Mattertal auch die erste Besiedlung schon vor Einwanderung deutschsprachiger Bevölkerung von Norden her erfolgt sein, was auch den romanischen frühesten Namen von Zermatt oder Aroleit für die Hochebene südlich davon Richtung Theodulpass erklärt.

1280 wird Zermatt erstmals als Pratobornum erwähnt, was als «Matte im Quellgebiet» oder «Matte in den Grenzmarken» übersetzt werden kann.[4] Zermatt ist eine Tochterpfarrei von St. Niklaus. Die Kirchengemeinde von Zermatt wird in einer Urkunde vom 25. April 1285 erwähnt. Eine Dorfkapelle wurde ca. 1290 errichtet. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert kauften sich die Zermatter von verschiedenen Feudalherren frei.

Wichtige Handelswege führten im Mittelalter via Zermatt über den Theodulpass nach Italien. Münzfunde belegen, dass dieser Weg schon zu Zeiten der Römer im 1. bis 4. Jahrhundert nach Christus benutzt wurde. Die Münzen kann man heute im Matterhorn-Museum Zermatlantis besichtigen. Als sich die Gletscher während der Wärmephase um 1000 bis 1300 weit zurückgezogen hatten, war der Theodulpass auch auf der Nordseite eisfrei. Aus dem 13. Jahrhundert stammen die teilweise gepflasterten Saumwege, deren Überreste heute noch zu sehen sind.[5]

Erste Naturforscher kamen um 1780 nach Zermatt. Ein bescheidener Fremdenbesuch setzte nach 1820 ein, ab 1838 gab es eine Gastherberge.[6] Zwischen 1850 und 1860 wird eine mit Kutschen befahrbare Strasse zwischen Zermatt und St. Niklaus erstellt. 1852 wurde das erste kleine Hotel eröffnet. Der Gommer Bauernsohn Alexander Seiler I. eröffnete 1855 das Hotel Monte Rosa und begründete sein Hotelimperium.[7] Ein Hotel auf dem Riffelberg wurde 1854 gebaut. 1858 folgte die Gründung einer Bergführergesellschaft in Zermatt, die 1860 wieder aufgelöst wurde. Im Jahre 1873 kam es dann zur Gründung der Führergesellschaft Zermatt St. Niklaus.[8] Ein weiterer Tourismuspionier war Joseph Anton Clemenz, der 1852 das Mont Cervin eröffnete und es 15 Jahre später an Seiler verkaufte.

1865 gelang dem Engländer Edward Whymper die Erstbesteigung des Matterhorns. Dies war der Startschuss für den Aufstieg zum weltberühmten Touristenort.

1891 wurde die Bahnstrecke von Visp nach Zermatt der Visp-Zermatt-Bahn für den Sommerbetrieb eröffnet. 1898 folgte die Bahn auf den Gornergrat.

Im Januar 1902 organisierte Hermann Seiler als Präsident der Sektion Monte Rosa des Schweizer Alpen-Club in und bei Zermatt den ersten Skikurs in der Schweiz.[9]

Von Zermatt aus gelang im September 1903 Luftschiffer Eduard Spelterini und Hermann Seiler zusammen mit einer dritten Person die erste Überfliegung der Hochalpen im Ballon.[10]

Am 31. Dezember 1927 liess Hermann Seiler 180 eingeladene englische Sommerstammgäste in St. Niklaus mit 50 Schlitten abholen und nach Zermatt fahren. Mit dem Abschluss der Schutzbauten Ende Oktober 1933 konnte die heutige Matterhorn-Gotthard-Bahn den ganzjährigen fahrplanmässigen Betrieb bis nach Zermatt aufnehmen, wie er bereits seit 1928 bis St. Niklaus bestand, Voraussetzung für reguläre Wintersaisons in Zermatt. Bereits 1944 besuchten erstmals mehr Gäste im Winter als im Sommer Zermatt.[11]

Die 1968 gegründete Air Zermatt errichtete am Dorfeingang einen Heliport.

Durch den Tourismus ist Zermatt im Lauf der Zeit stark gewachsen. Das typische Bild eines Walliser Bergdorfs ist nur noch im Ortskern und bei den ausserhalb gelegenen Weilern zu finden während im Tal ausgedehnte Feriensiedlungen entstanden sind.[12]

Zermatt ist eine weitgehend autofreie Gemeinde. Transportaufgaben werden von Elektrofahrzeugen oder Pferdetaxen übernommen. 124 Hotels sowie zahlreiche Gästebetten in Ferienwohnungen bieten über 17'500 Gästen Platz.

81,3 % der Einwohner gehören der Römisch-katholischen Kirche an, 9,2 % der Evangelisch-reformierten Kirche, 5,4 % gehören einer anderen Konfession an und 4,1 % sind konfessionslos.[13][2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Zermatt stellt auf rotem Hintergrund einen gelben Löwen dar, der auf zwei von drei grünen Hügeln steht. Zwei fünfzackige Sterne flankieren das Wappentier. Seit jeher fand die sinnbildliche Kraft des Löwen in den verschiedensten Wappen ihren Niederschlag. Es wird vermutet, dass der Zermatter Löwe als Zeichen der Bezirkszugehörigkeit aus dem Wappen der Vespia Nobilis (Bezirkshauptstadt Visp) «geliehen» worden ist.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wintersportgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gornergratbahn mit Matterhorn.
Mittelstation Furi des Matterhorn-Express.

Das Wintersportgebiet um Zermatt gliedert sich in die drei Bereiche Matterhorn glacier paradise/Schwarzsee paradise, «Gornergrat» und Sunegga paradise/Rothorn paradise. Seit dem Bau der neuen Verbindungsbahn FuriRiffelberg im Sommer 2006 sind die drei Skigebiete (Matterhorn ski paradise) miteinander verbunden. Mit dem angegliederten Gebiet von Breuil-Cervinia (Italien) stehen dem Wintersportler 63 Bergbahnen und mehr als 300 Pistenkilometer zur Verfügung. Die längste Abfahrt vom Kleinen Matterhorn nach Zermatt ist 21 km lang und hat eine Höhendifferenz von 2'279 m.

Die Fahrt mit der Seilbahn von der Mittelstation auf dem Trockenen Steg zum Matterhorn glacier paradise (Klein Matterhorn) führt auf eine Höhe von 3'820 m ü. M.. Die am höchsten gelegene Bergstation wurde erst Ende der 1970er Jahre erbaut, nachdem die Bergbahngesellschaft die Konzession schon Ende der sechziger Jahre erhalten hatte. Ein Aufzug führt von der Bergstation zum Gipfel des Kleinen Matterhorns. Kurze Zeit später wäre das Projekt wohl kaum mehr realisierbar gewesen, was die Gemeinde Saas-Fee mit ihrem Projekt zum Feechopf (3'888 m ü. M.) erfahren musste.

Über einen Personenlift gelangt man auf den Gipfel des Klein Matterhorns (höchster Aussichtspunkt Europas) auf 3'883 m ü. M. Das Panorama reicht von den Schweizer Alpen über die französischen Alpen bis in die italienische Po-Ebene. Das Gebiet Matterhorn glacier paradise ist Kern des Sommerskigebiets von Zermatt.

Das Gebiet des Gornergrats wird durch die Gornergratbahn, eine der ältesten elektrischen Gebirgs-Zahnradstrecken der Schweiz, erschlossen. Ungefähr auf halber Strecke befindet sich bei der Station Riffelalp der Ausgangspunkt des Riffelalptrams, der (nur im Sommer betriebenen) höchstgelegenen Strassenbahn Europas von der Bahnstation zum Fünf-Sterne-Hotel Riffelalp Resort 2222 m. Am Endpunkt der Bahn auf dem Gornergrat befinden sich ein Hotel, eine Sternwarte sowie ein Aussichtspunkt mit Panoramablick auf den Gornergletscher und das Monte-Rosa-Massiv.

Sommerskigebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerskigebiet auf dem Furggsattel.

Das Sommerskigebiet von Zermatt ist das grösste und höchstgelegene in Europa. Je nach Schneeverhältnissen stehen bis zu 20 km Pisten zur Verfügung. Die längste Abfahrt hat eine Länge von 7 km. Das Sommerskigebiet erstreckt sich vom Trockenen Steg über den Theodulgletscher zur Testa Grigia oberhalb des Theodulpasses, weiter über das Plateau Rosa bis zum Klein Matterhorn. Die Gobba di Rollin, welche einige hundert Meter südlich des Kleinen Matterhorns, dicht an der Grenze zu Italien liegt, ist mit einer Höhe von 3'899 m ü. M. der höchste Punkt eines europäischen Skigebiets. Sie ist nur im Sommer mit Skiliften erreichbar. Im Frühling und Herbst ist ausserdem die Gletscherbahn zum Furggsattel geöffnet.

Das Sommerskigebiet wird von vielen Skinationalmannschaften für das Sommertraining genutzt.

Seit einigen Jahren wird zusammen mit Saas-Fee ein Kombiticket für Sommer-Skiurlauber angeboten. Die Fahrzeit von Täsch nach Saas-Fee beträgt zirka 40 Minuten.

Langlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zermatt selbst hat keine Langlaufloipen. Die 15 km lange, wettkampferprobte Spur liegt unterhalb von Zermatt zwischen Täsch und Randa.[14] In den Jahren 1981 bis 1989 wurde achtmal der Zermatter Nachtlanglauf, ein 10-km-Skilanglaufrennen, in den Strassen von Zermatt durchgeführt.

Bergsteigen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die touristische Entdeckung des Mattertals begann 1792 mit den Erstbesteigungen des Klein Matterhorns und des Theodulhorns durch den Genfer Gelehrten Horace-Bénédict de Saussure. Nicht weniger als 58 Erstbesteigungen und 47 Ersttraversierungen folgten in den Jahren 1855 bis 1894. 1855 erfolgte zum Beispiel die Erstbesteigung der Dufourspitze des Monte Rosa.[15] 1858 folgte die Gründung einer Bergführergesellschaft in Zermatt, die 1860 wieder aufgelöst wurde. Im Jahre 1873 kam es dann zur Gründung der Führergesellschaft Zermatt St. Niklaus.[8] 1865 erfolgte die Erstbesteigung des Matterhorns. Erst 1931 wurde die Matterhorn-Nordwand erstmals erfolgreich bezwungen.

Die Haute Route ist eine internationale, hochalpine, mehrtägige Wander- und Skidurchquerung über 180 Kilometer vom Mont Blanc-Massiv bei Chamonix, Frankreich, durch die Walliser Alpen bis nach Zermatt. Sie führt über verschiedene Gletscher und hohe Bergübergänge und etappenweise zu Berghütten wie der Bertolhütte und der Schönbielhütte.

Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zermatt bietet ein Wanderwegnetz von mehr als 400 km in allen Talgebieten an. Von Saas-Fee über Grächen (Höhenweg Balfrin) und über Gasenried nach Zermatt (Europaweg) führt die regionale Wanderroute 27 „Swiss Tour Monte Rosa“ von Wanderland Schweiz. Die ganze Wanderung dauert drei Tage, kann jedoch auch in einzelnen Etappen bewältigt werden. Die Tour ist nur für geübte und ausdauernde Wanderer zu empfehlen.

Berglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1982 findet regelmässig vom Bahnhof Zermatt (1'605 m ü. M.) zum Zielpunkt Schwarzsee paradise (2'580 m ü. M.) der Matterhornlauf mit einer Streckenlänge von 14,34 km statt. Seit 2002 findet zusätzlich im Juli der Zermatt-Marathon statt, der von St. Niklaus über Zermatt auf den Riffelberg führt.

Skiberglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1943 führt die Patrouille des Glaciers PDG von Zermatt nach Verbier. Eine 2010 gestartete Patrouille mit dem Zermatter Skibergsteiger Martin Anthamatten hält den Streckenrekord.[16]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der alte Bahnhof von Zermatt mit Gornergratbahn um 1900.

Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigster Zubringer in das von Autos mit Verbrennungsmotor befreite Zermatt ist die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB). Diese entstand 2003 durch die Fusion der Furka-Oberalp-Bahn und der Brig-Visp-Zermatt-Bahn. Die 35 km lange Bahnstrecke von Visp nach Zermatt wurde 1891 eröffnet. Das Teilstück Brig–Visp wurde erst 1930 gebaut. Auf ihrer Linie nach Visp, Brig-Glis, Andermatt und Disentis verkehrt auch der Glacier-Express. Seit der Eröffnung 2007 des neuen Lötschberg-Basistunnels der NEAT ist Zermatt von Zürich aus mit Umsteigen auf die Schmalspurbahn im neuen Bahnhof Visp in drei Stunden erreichbar.

Gornergratbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gornergratbahn vor dem Kleinen Matterhorn.

Direkt neben dem Bahnhof der MGB beginnt die Zahnradstrecke der Gornergratbahn (GGB), die auf den Gornergrat führt. 1896 wurde mit dem Bau der imposanten Ausflugsbahn begonnen. Da die Endstation Gornergrat auf einer Höhenlage von 3'089 m ü. M. liegt, war die Bauzeit zwischen Schneeschmelze und dem Wintereinbruch äusserst kurz. Über 1000 Arbeiter kamen zum Einsatz – die meisten von ihnen waren, wie bei allen damaligen grossen Eisenbahnbauten der Schweiz, Italiener. Insgesamt waren während der zweijährigen Bauzeit rund 2400 Arbeiter beschäftigt.

Bahnstationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sunnegga, Blauherd, Grünsee, Rothorn, Findeln, Gant, Gornergrat, Riffelalp/Riffelberg/Rotenboden, Hohtälli, Stockhorn, Rote Nase, Furi, Trockener Steg, Klein Matterhorn, Gobba di Rollin, Plateau Rosa, Theodulpass/Testa Grigia, Gandegg, Schwarz See, Furggsattel.

Chronik der Bergbahnen von Zermatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn.
Gobba di Rollin.
Blick von der Aussichtsplattform Klein Matterhorn auf das Plateau Rosa.
  • 1898: Eröffnung der Gornergratbahn (nur Sommerbetrieb)
  • 1928: Die Gornergratbahn fährt erstmals auch im Winter
  • 1942: Bau des ersten Skiliftes von Zermatt nach Sunnegga
  • 1947: Bau der Sesselbahn Zermatt–Sunnegga
  • 1955: Gründung der LZS (Luftseilbahn Zermatt–Schwarzsee)
  • 1955/56: Bau der Luftseilbahn Zermatt–Furi–Schwarzsee
  • 1958–1958: Bau der Luftseilbahn GornergratHohtälliStockhorn
  • 1962: Bau der Luftseilbahn Furgg–Schwarzsee
  • 1963: Bau des Skiliftes Hörnli
  • 1963–1965: Bau der Luftseilbahn Zermatt–Furi–Furgg–Trockener Steg
  • 1964: Gründung der Rothornbahn AG
  • 1967: Bau der Gondelbahn Sunnegga–Blauherd und der Luftseilbahn Blauherd–Rothorn
  • 1971: Bau der Gondelbahn Gant–Blauherd
  • 1973: 17. Dezember. Definitive Bewilligung der Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn
  • 1979: Eröffnung der Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn
  • 1980: Eröffnung der ersten unterirdischen Standseilbahn der Schweiz Zermatt–Sunnegga (Sunneggatunnel)
  • 1982: Bau der Sechser Gondelbahn Zermatt–Furi und der Luftseilbahn Furi–Trockener Steg
  • 1986: Eröffnung der Luftseilbahn HohtälliRote Nase
  • 1989: Ersatz der Skilifte Sunnegga–Blauherd und Patrullarve–Blauherd durch eine Vierersesselbahn
  • 1990: Bau Sessellift Furgg–Sandiger Boden–Theodulgletscher
  • 1991: Eröffnung der Gruppen-Gondelbahn Furgg–Schwarzsee als Ersatz der alten Luftseilbahn
  • 1996: Eröffnung der neuen Pendelbahn Blauherd–Rothorn als Ersatz der alten Luftseilbahn
  • 1998: Eröffnung Seilbahn Gant–Hohtälli
  • 2002: Fusion Sunnegga-Express AG, Rothornbahn AG und Matterhornbahnen AG zur Bergbahn Zermatt AG, der grössten Bergbahnunternehmung der Schweiz[17]
  • 2002: Eröffnung der Achter Gondelbahn Matterhorn-Express Zermatt–Furi–Schwarzsee
  • 2002: Eröffnung des Sessellifts Gifthittli
  • 2003: Eröffnung des neuen Sessellifts Furggsattel. Die Furggsattel Gletscherbahn ist die erste Sesselbahn, welche auf einem Schweizer Gletscher gebaut wurde. Sie ist die längste Gletschersesselbahn Europas. Die Bergstation stand beim Bau auf italienischem Boden; da als Grenze die höchste Linie des Grats definiert ist, der gratbildende Gletscher inzwischen jedoch weggeschmolzen ist und die Felskante nun die höchste Linie bildet, steht auch die Bergstation (und somit die ganze Bahn) inzwischen in der Schweiz.
  • 2005: Eröffnung der Kombibahn (Gondel- und Sesselbahn) zwischen Sunnegga und Blauherd
  • 2006: Eröffnung der Gondelbahn Riffelberg Express zwischen Furi und Riffelberg
  • 2007: Eröffnung Sessellift SunneggaFindeln–Breitboden
  • 2008: Rückbau der Luftseilbahn Gornergrat–Hohtälli–Stockhorn. An ihrer Stelle wurde eine Verbindungspiste vom Hohtälli nach Gifthittli gebaut. Um das Stockhorn neu zu erschliessen, wurde ein neuer Skilift erstellt.
  • 2008: Bau eines vollautomatischen Crossliners von Sunnegga zum Anfängerpark am Leisee
  • 2009: Bau der Verlängerung des Matterhorn-Express von Schwarzsee via Furg auf Trockener Steg. Diese Bahn ersetzt die alte Gondelbahn von 1965 von Furgg nach Trockener Steg sowie die Gruppen-Gondelbahn Furgg–Schwarzsee. Mit der neuen Bahn ist der Trockener Steg in 25 Minuten ohne Umsteigen zu erreichen.
  • 2010: Rückbau der oberen Sektion des Theodul-Express (Sandiger Boden – Theodulgletscher). Als Ersatz dient die Verlängerung des Matterhorn-Express, welche 2009 realisiert wurde.
  • 2013: Erneuerung der Standseilbahn Zermatt-Sunnegga.[18]

Weitere Bahnprojekte sind geplant.[19]

Autofreies Zermatt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shuttle-Zug.

Die Strassen von Zermatt sind für den privaten Autoverkehr seit 1931 gesperrt. Das bestehende Fahrverbot haben die Stimmberechtigten von Zermatt in den Jahren 1972 und 1986 bestätigt. Die 6 km lange Strasse zwischen Täsch und Zermatt darf nur mit einer Spezialbewilligung befahren werden, die an Einheimische, Gäste mit einer Zweitwohnung, Taxis, Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge vergeben wird. Die Verkehrskapazität der Strasse ist inzwischen überschritten. Am 6. März 2005 haben die Stimmbürger von Zermatt einem Ausbau der Strassenverbindung zugestimmt. Seitdem prüfen die Gemeinde Zermatt und der Kanton Wallis die Sanierung und den Ausbau der Strasse. Die Feriengäste müssen für die Dauer des Aufenthaltes ihre Wagen im grossen Parkhaus in Täsch abstellen, das über 2000 kostenpflichtige Parkplätze aufweist. Ausserdem werden rund 900 Parkplätze von Privatunternehmen angeboten, die einen 24-Stunden-Taxidienst nach Zermatt anbieten.[20] Im Matterhorn-Terminal ist eine Umsteigeplattform auf die Matterhorn-Gotthard-Bahn integriert. Pendelzüge mit Niederflurwagen, die auch mit Gepäckkulis befahren werden können, verkehren im 20-Minuten-Takt nach Zermatt. In den Nächten zwischen Freitag und Sonntag verkehren die Züge im Stundentakt durchgehend.[21]

Elektrotaxi und Elektrobus am Bahnhof von Zermatt.

Für den Transport der Skifahrer stehen in Zermatt seit Januar 1988 Elektrobusse in Betrieb. Diese bedienen auf einem Rundkurs von zirka 4.5 km Länge sämtliche Talstationen der Zermatter Bergbahnen. Im Dezember 1991 wurde für die Erschliessung des Aussenquartiers Winkelmatten zusätzlich ein Klein-Elektrobus in Betrieb genommen. Das Passagieraufkommen zu den Spitzenzeiten im Winter ist gross. Je nach Bus-Typ finden 27, 50 oder 80 Passagiere Platz. Die Busdienstleistungen sind im Skiabonnement enthalten. Bei normalen Strassenverhältnissen reicht eine Batterieladung aus, um ein Tagespensum von maximal 22 Kursen zu bewältigen. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt, wie für alle Fahrzeuge in Zermatt, 20 km/h.[22]

Während Privatfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in Zermatt verboten sind, sind Elektroautos für gewerbliche Nutzung zugelassen, dürfen aber nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 km/h fahren. Von diesen mit Ausnahme der Elektrobusse kleinen und schmalen Elektroautos sind viele unterwegs, als Transportfahrzeuge der Handwerker, als Lieferfahrzeuge der Supermärkte, Geschäfte, Gaststätten und Hotels sowie als Taxis oder Hotelzubringer, um Gäste und deren Gepäck vom Bahnhof abzuholen. Da in der Schweiz gut 57 Prozent des Stroms mit Wasserkraft produziert werden,[23] sind diese Elektroautos nicht nur vor Ort völlig emissionsfrei, sondern gelten auch insgesamt als umweltfreundlich. Je nach Einsatzprofil besitzen die Betreiber je Fahrzeug zwei oder drei einfache Bleiakkumulatoren zum Wechseln. Seit 1947 ist die Zahl der bewilligten Elektrofahrzeuge auf rund 500 angewachsen. In Verbindung mit dem vorhandenen Strassensystem führt die Fahrzeugnutzung inzwischen zu Verkehrsproblemen, denen durch Verkehrsberuhigungsmassnahmen begegnet werden soll.[24] Zudem gibt es Kutschbetriebe.[25]

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zermatt ist der Sitz der Air Zermatt AG, eines 1968 gegründeten schweizerischen Helikopterunternehmens.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zermatt wird der siebenköpfige Gemeinderat, die Exekutive, alle vier Jahre gewählt. Die nächsten Wahlen finden im Herbst 2016 statt. Gemeindepräsident ist seit Dezember 2004 Christoph Bürgin (CVP).

Aus der Gemeinderatswahl vom 11. November 2012 ergab sich die folgende Sitzverteilung für die Legislaturperiode 2013–2016:

  • CVP 3 Sitze (Wahlen vom 12. Oktober 2008: 4 Sitze)
  • CSP 2 (2)
  • Unabhängige Partei Zermatt 0 (1)
  • Bündnis für Zermatt 2 (0)

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die über Jahrhunderte ausgestaltete, weitläufige Kulturlandschaft umfasst mehrere Alpgebiete. Um die traditionelle Landwirtschaft mit der allgemeinen Raumentwicklung in Einklang zu bringen, führten die Gemeinden des Mattertals Studienprojekte durch.[26]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit September 2005 findet das Zermatt Festival statt. Diese Veranstaltung nimmt die Tradition der Zermatter Sommerkonzerte und Meisterkurse aus den 1950er- und 1960er-Jahren auf. Zu den Veranstaltungsorten zählt unter anderem die Riffelalp Kapelle auf 2'222 m ü. M., es treten unter anderem die Berliner Philharmoniker auf.[27] Ein weiterer Höhepunkt ist das Musikfestival Zermatt Unplugged.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Mauritius.
Kapelle Maria zum Schnee mit dem Schwarzsee.

Die Einwohner von Zermatt sind mehrheitlich römisch-katholischer Konfession. Bei der dezentralen Siedlungsstruktur sind neben der Pfarrkirche im Lauf der Zeit mehrere Kapellen im Gemeindegebiet entstanden:

  • 1575: alte Pfarrkirche mit Kaplaneihaus (Heiliger Mauritius); 1910–1913 Neubau der Pfarrkirche[28]
  • 1607: Kapelle Winkelmatten (Heilige Familie)
  • 1640: Kapelle Blatten (Maria, Königin des Rosenkranzes)
  • 1691: Kapelle Findeln (Heiliger Jakobus)
  • 1693: Kapelle Ried/Howeten (Heilige Luzia)
  • 1747: Gebetshaus Furri (Schmerzensmutter Maria)
  • 1784: Kapelle Schwarzsee (Maria zum Schnee)
  • 1797: Kapelle Zmutt (Heilige Katharina)
  • 1870: Englische Kirche (St. Peter) vorwiegend für Touristen[29]
  • 1880: Kapelle Riffelalp (dem heiligsten Herzen Jesu)
  • 1902: Gebetshaus Trift (hl. Gottesmutter)
  • 1950: Kapelle Gornergrat (Heiliger Bernhard von Aosta)
  • 1950: Anlage des Kreuzweg Schibuwaldje
  • 1961: Kapelle Riffelberg (Heiliger Bruder Klaus)
  • 1964: Kapelle Zum See (Heilige Barbara)[4]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Matterhornmuseum in Zermatt.
  • Spezieller Kreuzungsmast der 130 kV-Freileitungsunterquerung der Luftseilbahn Zermatt-Furi
  • Höchste Seilbahnstütze der Schweiz (Seilbahn Gant–Hohtälli, Höhe: 94 Meter)
  • Der Schlepplift Gandegg ist mit einer Länge von 3899 Metern der längste Schlepplift der Welt.
  • 2006 wurde auf dem Kirchplatz eine markante Glaskuppel errichtet. Sie enthält das Matterhorn-Museum „Zermatlantis“ und eine archäologische Ausgrabungsstätte als Inszenierung. Darin ein versunkenes Dorf mit 14 begehbaren Häusern.[30]
  • Ein Wahrzeichen von Zermatt ist der 1906 errichtete Murmeltierbrunnen im Zentrum des Ortes.

Berg- und Schutzhütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Monte-Rosa-Hütte.

Der SAC und andere Trägerschaften führen verschiedene Berghütten und Unterkünfte auf den Anhöhen rund um Zermatt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Inderbinen-Brunnen in Zermatt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zermatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. a b Kurzportrait der Gemeinde Zermatt
  3. A. Julen: Die Namen von Zermatt und seinen Bergen im Licht der Geschichte. In: Blätter für die Walliser Geschichte 11, 1951, S. 3–58.
  4. a b Infobroschüre Zermatt, PDF
  5. Alfred Lüthi: Zermatt und die Hochalpenpässe. Eine geländearchäologische Untersuchgung. o.O. 1978.
  6. Christian Imboden, Berge: Beruf, Berufung, Schicksal, Rotten Verlag, Visp, 2013, Seite 37 sowie Stanislaus Kronig, Familienstatistik und Geschichtliches über Zermatt, 1927, Seite 286
  7. Fred. Ammann: Schweizer Gastgeberfamilien. Genealogisch-biografische Kurzchroniken traditionsreicher Gastronomen- und Hoteliersfamilien. Familie Seiler Zermatt. Folgeheft 14. Biel 1980; Mark Andreas Seiler: Ein Gletscher – ein Hotel – eine Familie. Horizonte einer Walliser Hoteliersdynastie, Rotten Verlag, Visp 2012, ISBN 978-3-905756-67-8, S. 196 ff. (Mit zahlreichen Literaturhinweisen.)
  8. a b Christian Imboden, Berge: Beruf, Berufung, Schicksal, Rotten Verlag, Visp, 2013, Seite 64
  9. Alpina vom 1. Februar 1902, Nr. 2, S. 35; Neue Zürcher Zeitung vom 8. Februar 1952, Nr. 282 (6), Blatt 5.
  10. Neue Zürcher Zeitung vom 22. September 1903, Nr. 263, S. 2; Landschaftsaufnahmen dieser Ballonfahrt in: Eduard Spelterini. Fotografien des Ballonpioniers, hrsg. von Thomas Kramer und Hilar Stadler, Zürich 2007, S. 46 und 50.
  11. Zermatt Tourismus: Daten zur Zermatter Geschichte
  12. Bericht eines ETH-Seminars zur Siedlung von Zermatt.
  13. Zermatt Tourismus: Infrastruktur Zermatt
  14. Langlauf in Zermatt
  15. Christian Imboden, Berge: Beruf, Berufung, Schicksal, Rotten Verlag, Visp, 2013, Seite 50
  16. Offizielle Seite zur Patrouille des Glaciers
  17. 10 Jahre Zermatt Bergbahnen AG, inside .zermatt
  18. Wiedereröffnung der Standseilbahn Sunnegga, inside.zermatt
  19. Für die kommenden Jahre plant etwa die Zermatt Bergbahnen AG weitere Investitionen: Bahnprojekte
  20. Anreise mmit Privatwagen
  21. Matterhornterminal
  22. E-Bus-Betrieb der Gemeinde Zermatt
  23. Wasserkraft Schweiz, Bundesamt für Energie BFE
  24. Zermatt inside, April 2012, 10. Jahrgang, Nr. 2 (PDF; 102 kB)
  25. Zermatt Innerortverkehr
  26. Projekt: Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2014–2018: Inwertsetzung der Natur- und Kulturlandschaften durch neue Produkte und Dienstleistungen in der nachhaltigen Geotourismusregion Mattertal. Grächen 2014.
  27. Zermatt Festival
  28. Pfarrkirche Sankt Mauritius
  29. 140 Jahre Englische Kirche Zermatt. Zermatt.ch, abgerufen am 10. Juli 2010.
  30. Zermatlantis, das Matterhorn Museum, öffnet im Dezember 2006 seine Tore
  31. Bruno Jelk, Rettungschef in Zermatt, Interview in der Rhone Zeitung, 2006
  32. Himalaya-Expedition 2006 (Memento vom 15. März 2009 im Internet Archive)