Moritzberg (Röthenbach an der Pegnitz)

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Moritzberg
Koordinaten: 49° 28′ 1″ N, 11° 18′ 43″ O
Höhe: 598 m ü. NN
Einwohner: (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 90552
Vorwahl: 09120
Kirchweihsonntag auf dem Moritzberg
Kirchweihsonntag auf dem Moritzberg

Die Einöde Moritzberg ist ein Ortsteil der Stadt Röthenbach an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land, Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einöde ist benannt nach dem gleichnamigen Moritzberg, auf dessen Gipfelplateau sich der Ort befindet. Zahlreiche historische Schürfgruben sind als Geotop 574G004[2] gelistet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil besteht aus einem Privathaus (Moritzberg 4), einer Gastwirtschaft, einer Kapelle und einem Aussichtsturm. Nachdem dieser im Jahr 1910 bei der Grundsteinlegung als „Bismarckturm“ bezeichnet worden war, wurde er im Juli 1918 in „Hindenburgturm“ umbenannt. Heute wird der Turm als Moritzbergturm bezeichnet.

Das heutige Privathaus war eine Relaisstation des amerikanischen Militärradiosenders AFN (American Forces Network) und des Bayerischen Rundfunks und Teil einer im Oktober 1952 in Betrieb genommenen UKW-Sendeanlage zur Versorgung des Großraums Nürnberg mit Radio- und Fernsehsignalen. Für die Abstrahlung der 3 Kilowatt starken Sendeleistung war neben diesem Gebäude ein 30 Meter hoher Gittermast errichtet worden. Kaum zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des Senders wurde dessen Betrieb jedoch wieder eingestellt, weil die unmittelbar nördlich des Moritzberges liegende Einflugschneise des Nürnberger Flughafens eine erforderlich gewordene Erhöhung der Sendeleistung nicht mehr zuließ. Der Gittermast wurde demontiert und die Aufgabe der Moritzberger Sendeanlage vom Sender Dillberg übernommen.

Mit dem Gemeindeedikt (1808) gehörte Moritzberg zur politisch eigenständigen Gemeinde Haimendorf. Am 1. Juli 1972 wurde diese im Rahmen der bayerischen Gebietsreform nach Röthenbach an der Pegnitz eingemeindet.[3]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Baudenkmäler in Moritzberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verein für Computergenealogie e. V., Moritzberg
  2. Geotop: Schürfgruben am Moritzberg (PDF; 277 kB)
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 509