Flughafen Nürnberg

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Flughafen Nürnberg
„Albrecht Dürer“
Flughafen Nürnberg logo.svg
NUE Flughafen Nuernberg Luftaufnahme 2009.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDDN
IATA-Code NUE
Koordinaten
49° 29′ 55″ N, 11° 4′ 41″ OKoordinaten: 49° 29′ 55″ N, 11° 4′ 41″ O
310 m (1017 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 4,5 km nördlich von Nürnberg
Straße A3
Nürnberg Nord
Nahverkehr U-Bahn-Linie U2, Buslinien Buslinie 30 Buslinie 33 Nachtbuslinie 12
Basisdaten
Eröffnung 1955
Betreiber Flughafen Nürnberg GmbH
Fläche 519 ha
Terminals 2
Passagiere 3,48 Mio (2016)
Luftfracht 7.370 t (2016)
Flug-
bewegungen
59.602 (2016)
Beschäftigte 4022 (2016)
Start- und Landebahn
10/28 2700 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Nürnberg „Albrecht Dürer“ (IATA: NUE, ICAO: EDDN) ist der internationale Flughafen der Metropolregion Nürnberg und zweitgrößter Flughafen in Bayern. Der Flughafen rangierte nach Fluggästen 2012 auf Platz zehn[1] der Flughäfen Deutschlands und auf Platz 87 der europäischen Flughäfen.

Die Betreibergesellschaft ist die Flughafen Nürnberg GmbH, Gesellschafter sind die Stadt Nürnberg (50 %) und der Freistaat Bayern (50 %).[2] Nach dem Abzug von Air Berlin arbeitete der Flughafen einige Jahren defizitär, ist aber nun als einer der am schnellsten wachsenden Airports Deutschlands wieder in der Gewinnzone.[3]

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zufahrt zum Flughafen Nürnberg
Anbindung des Flughafens an den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr über die U2 (hellrot)

Der Flughafen befindet sich sieben Kilometer nördlich der Stadtmitte. Vom U-Bahnhof Flughafen verkehrt die U-Bahn-Linie U2 in Richtung Innenstadt und den Südwesten der Stadt. Die Fahrtzeit zum Hauptbahnhof beträgt zwölf Minuten. Zwei Buslinien verbinden den Flughafen mit dem Nürnberger Nordwesten. Eine der Linien endet seit neuestem in Erlangen. Die andere Linie fährt zum Fürther Rathaus mit Anbindung an die U-Bahn U1 und das Fürther Busnetz.[4]

Der Flughafen ist über die Flughafenstraße an die Marienbergstraße angebunden. Diese verläuft in Ost-West-Richtung und endet im Westen an der B 4 und im Osten in Ziegelstein. Von dort erreicht man über den Bierweg die B 2. Über die beiden Bundesstraßen ist die A 3 zu erreichen.

Taxis stehen rund um die Uhr bereit (direkt vor der Ankunftshalle). Die Fahrzeit in die Innenstadt beträgt ca. 15 Minuten. Die Autovermieter Avis, Hertz, Europcar und Sixt sind ebenfalls am Flughafen Nürnberg vertreten (Ankunftshalle).

Der Flughafen gehört zum gleichnamigen statistischen Bezirk 87 Flughafen der Stadt Nürnberg.

Daten und Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorfeld: 246.845 m²
  • Hallenvorfelder: 9484 m²
  • Abstellpositionen für Flugzeuge: 37
  • Gebäudenahe Abstellpositionen: 6 (davon 4 mit Fluggastbrücken)
  • Fluggast-Terminal: zwei Abflughallen, eine Ankunftshalle
  • Parkplätze: über 9000
  • Luftfrachtzentrum (Lagerfläche): 13.317 m²
  • Betriebszeit: 24 Stunden

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnungstag, 6. April 1955

1933 wurde der erste Nürnberger Flughafen am Marienberg (heute Volkspark Marienberg) eingeweiht; zuvor diente der heute nicht mehr existierende Flugplatz der Stadt Fürth im Stadtteil Atzenhof als Anbindung. 1943 wurde der Flughafen am Marienberg zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von der amerikanischen Besatzungsmacht die Große Straße des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes als Start- und Landebahn genutzt. Von 1950 bis zur Fertigstellung des heutigen Flughafens 1955 diente der Industrieflughafen Fürth, der ehemalige Werksflugplatz der Firma "Bachmann, von Blumenthal", als Übergangslösung.

Am 6. April 1955 eröffnete der Flughafen am heutigen Standort. Er war der erste seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland neu erbaute Flughafen.[5] 1960 konnten erstmals mehr als 100.000 Fluggäste pro Jahr am Flughafen Nürnberg begrüßt werden. 1961 wurde die Startbahn zunächst von 1900 auf 2300 Meter verlängert; 1968 schließlich auf die heutige Länge von 2700 Metern. Die Voraussetzung für die erste Landung einer Boeing 747 am 12. Juli 1970 war damit erfüllt. Das Ereignis lockte damals 20.000 Schaulustige an.[6]

Erstlandung einer Boeing 747

1977 wurde das Hauptvorfeld erweitert, ein neues Fluggastterminal mit großer Besucherterrasse und Restaurant ersetzte 1981 das bis dahin genutzte Gebäude. Am 19. Juli 1986 landete die Concorde vor 32.000 Schaulustigen in Nürnberg.[7] Die Millionengrenze bei den Passagierzahlen wurde im Dezember 1986 erstmals überschritten.

Luftaufnahme, Mitte der achtziger Jahre

Im Jahre 1984 erhielt der am Nürnberger Flughafen beihamete Nürnberger Flugdienst (NFD) seine offizielle Zulassung als zweite deutsche Linienfluggesellschaft. Die Fluggesellschaft wurde von dem Textilunternehmer Hans-Rudolf Wöhrl gegründet.[8]

Das Cargo Center Nürnberg (CCN) wurde 1987 eröffnet. Dieses wurde für eine Volumen von 33.000 Tonnen Fracht ausgelegt.[9]

Im Winter 1997/98 nahm das Drehkreuz der deutschen Fluggesellschaft Air Berlin den regelmäßigen Betrieb in Nürnberg auf. Nach Palma de Mallorca war der Nürnberger Flughafen der zweitwichtigste touristische Umsteigeflughafen von Air Berlin. Gerade in den Wintermonaten von November bis April bündelte die Fluggesellschaft einen Großteil der Passagierströme aus Deutschland zu den Flugzielen in Nordafrika und auf die kanarischen Inseln über Nürnberg. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 21 Air Berlin-Flugzeuge gleichzeitig im Drehkreuz Nürnberg im Einsatz. 1999 wurde ein neuer Kontrollturm in Betrieb genommen und die Verlängerung der U-Bahn bis zum Flughafen eröffnet.

Die West- und Norderweiterung der Abflughalle 2 erfolgte im Jahr 2002. Ein Jahr darauf wurde das Cargo-Center CCN 2 nach eineinhalbjähriger Bauzeit mit 6500 m² Lagerfläche und 4600 m² Büroraum eingeweiht. Im Jahr 2005 wurde das Jubiläum „50 Jahre Airport Nürnberg“ mit rund 45.000 Besuchern gefeiert. 2006 wurde ein neues Ankunfts- und Abflugterminal (Transfer-Control-Terminal) mit einer Geschossfläche von 8500 m² sowie ein neuer Hauptzugang zum Vorfeld (Tor 1) fertig gestellt. Im gleichen Jahr wird die neue vollautomatische Gepäcksortieranlage in Betrieb genommen. Der Flughafen wurde, seit 2008 jährlich, von den Lesern des Fachmagazins Business Traveller zum „Besten Deutschen Flughafen“ gewählt.[10] Auch bei der Qualität des Services belegte der Flughafen Nürnberg bei einem Vergleich unter den deutschen Flughäfen im Rahmen einer Studie im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv den ersten Platz. Der Flughafen gewann dank eines guten Parkplatzangebotes und der freundlichsten E-Mail-Beantwortung.[11] Im Jahr 2008 wurde ebenfalls die Renaturierung des Bucher Landgrabens abgeschlossen.

Von 1997 bis April 2013 war der Flughafen[12] Drehkreuz von Air Berlin.

Ende Juli 2014 kündigten die Gesellschafter Freistaat und Stadt an, dem Flughafen zusätzliche 70 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Mit den Mitteln sollen Kredite vorzeitig abgelöst werden. 2015 wollen beide Gesellschafter jeweils eine Kapitalerhöhung in Höhe von 20 Millionen Euro vornehmen. Weitere 30 Millionen Euro sind als Darlehen vorgesehen.[13]

Seit 5. Dezember 2014 heißt der Flughafen Albrecht Dürer Airport Nürnberg.[14] Die Idee zur Umbenennung ging von der kommunalen Kulturreferentin Julia Lehner aus.[15] Die Umbenennung wird vom Freistaat mit einer halben Million Euro finanziert.[13]

Flughafenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Flughafens

Kapazität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorfeldsituation Flughafen Nürnberg

Mit jährlich fast 3,5 Millionen Passagieren und 7.372 Tonnen Luftfrachtumschlag gehört der Flughafen Nürnberg zu den mittelgroßen deutschen Verkehrsflughäfen. Im Jahr 2016 fanden 59.602 Flugbewegungen statt. Die derzeitige Kapazität der Gebäude und Anlagen wird auf rund fünf Millionen Jahrespassagiere geschätzt.

Start- und Landebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CRJ700 startet in Nürnberg

Der Flughafen besitzt eine Start- und Landebahn mit einer Länge von 2700 Metern und 45 Metern Breite. Über die Start- und Landebahn können Flugbewegungen (Starts und Landungen) aller gängigen Verkehrsflugzeuge, auch von Großraumjets (z. B. Boeing 747) erfolgen. Für manche Flugzeuge nach ICAO-Code F (Spannweite größer 65 m, z. B. Airbus A380) ist der Flughafen Nürnberg nicht zertifiziert. Eine Boeing 747-8F, die unter diese Kategorie fällt, flog Nürnberg jedoch schon mehrmals an. [16]

Abfertigungsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Passagierbereich gibt es ein Terminal mit zwei Abflughallen und einem Ankunftsbereich. Die Luftfracht wird im Cargo Center Nürnberg (CCN) abgefertigt.

Terminal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausbau des bestehenden Passagierterminals (Abflughalle 2) wurde am 30. April 1992 eingeweiht und war ursprünglich für eine Kapazität von 2,8 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt. Die aktuelle Kapazität der gesamten Terminalanlage liegt heute bei rund 5 Millionen Passagieren pro Jahr. Insgesamt gibt es sechs gebäudenahe Abstellpositionen, davon fünf mit Fluggastbrücken und eine mit direkter Treppe aufs Vorfeld.

Tageslicht dominiert die transparente Glas-Stahl-Konstruktion der Nürnberger Architekten Grabow und Hoffmann. Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb am 2. Mai 1992 anlässlich der Eröffnung: „In knapp dreijähriger Bauzeit wurde eine neue Ankunftshalle und die erst 17 Jahre alte Empfangshalle zu einer neuen lichtdurchfluteten Abfertigungshalle umgebaut. […] das Ergebnis der Verjüngungskur ist ein völlig neues Terminal für Frankens Tor zur Welt, das als das modernste in der deutschen Flughafenlandschaft gelten kann“. Die Flughafen Nürnberg GmbH trug die Baukosten in Höhe von rund 100 Millionen Mark. Drei moderne Fluggastbrücken sowie die Erweiterung des Vorfeldes waren in den Baukosten enthalten. Später kamen noch zwei Fluggastbrücken dazu.

Im Januar 2007 wurde das neue Transfer-Control-Terminal (TCT) eingeweiht.

Cargo Center[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 wurde das erste neue Frachtterminal Cargo Center Nürnberg (CCN) in Betrieb genommen. Die Kapazität war zunächst für ein Frachtvolumen von 33.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Durch das Ende des Kalten Krieges und den Zusammenbruch der Sowjetunion erlangte Nürnberg seine historische Zentrallage in Mitteleuropa zurück. Damit gewann der Flughafen Nürnberg in den 1990er Jahren zunehmend überregionale Bedeutung in der Luftfracht. Neben der zentralen Lage in Mitteleuropa ist auch die Wirtschaftsstruktur des Ballungsraumes Nürnberg ein wichtiger Baustein dieses großen Aufschwungs in der Luftfracht am Flughafen Nürnberg. Die Region ist bestimmt von technologisch leistungsfähigen Industriebetrieben mit einem auffallend hohen Exportanteil mit einer Quote von derzeit über 40 %. Dominierende Industriezweige sind Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizin- und Automatisierungstechnik.

Die Region um Nürnberg ist in diesem Bereich einer der führenden Standorte in Deutschland. Ein weiterer Standortfaktor für die Luftfracht am Flughafen Nürnberg ist zudem der boomende Binnenhafen Güterverkehrszentrum Hafen Nürnberg-Roth als modernstes Güterverkehrszentrum Süddeutschlands mit einer trimodalen Verladungsmöglichkeit für die Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasser sowie einer hervorragenden Verkehrsanbindung (Autobahn-Anschluss) zum Frachtzentrum des Flughafens. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist außerdem, dass am Flughafen kein Nachtflugverbot besteht. Freie Slotressourcen in der Luftfracht erlauben so flexible Flugeinsätze zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das Frachtterminal wurde aufgrund dieser positiven Entwicklungen in der Luftfracht bereits im Jahr 2003 mit dem Cargo Center II (CCN II) erweitert. Der funktionale Neubau kostete rund 7 Millionen Euro. Das Bauwerk wurde nach konkreten Bedarfsanforderungen der ansässigen Frachtunternehmen entworfen. Für den expandierenden Frachtbereich konnten so zusätzlich 6500 m² Fläche genutzt werden.

Damit stehen heute in der Fracht insgesamt rund 14.000 m² Lagerfläche und 7000 m² Bürofläche zur Verfügung. Der Luftfrachtumschlag betrug zuletzt im Jahr 2016 jedoch weniger als 8.000 Tonnen. Im Jahr 2004 wurde allerdings aufgrund der bundesweiten Neuorganisation der Luftpostbeförderung mit Beginn des Sommerflugplanes die Luftpostbedienung komplett eingestellt. Bis zur Einstellung wurden jährlich rund 548 Tonnen Luftpost befördert. Das CCN wird von der Flughafen Gesellschaft Nürnberg GmbH betrieben und größtenteils an Spediteure weiter vermietet.

Tower[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrzeichen des Flughafens Nürnberg

Die Silhouette des Towers gilt als architektonisches Wahrzeichen des Flughafens. Im Jahr 1995 beschloss der Aufsichtsrat, den alten, nur 18 Meter hohen Tower aus der Anfangszeit zu ersetzen. Er war aufgrund neu errichteter Hochbauten nicht mehr hoch genug. Der Entwurf des Architektenteams Behnisch und Partner setzte sich im Jahr 1990 in einem beschränkten Architekturwettbewerb durch. Der neue 48 Meter hohe Tower ist weithin sichtbar. Direkt unterhalb der gläsernen Aussichtskanzel ist die Technik für die Flugsicherung im Wert von damals rund 17 Millionen Mark in einem geschlossenen Quader untergebracht. Insgesamt kostete das Projekt rund 30 Millionen Mark. Der ursprüngliche Entwurf musste überarbeitet werden, da sich der Platzbedarf durch einen Umzug der Anflugkontrolle in das Radarzentrum Langen bei Frankfurt verringerte. Im November 1998 bezogen Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) den Tower und den gläsernen Bürotrakt am Boden.[17]

Parkbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Parkhaus P3 am Flughafen Nürnberg

Der Flughafen verfügt insgesamt über mehr als 9000 Parkplätze.[18] Davon sind einige Parkplätze sind mit Ladestationen für Elektroautos ausgerüstet.[19]

Neben drei Parkhäusern bestehen mehrere Freiparkflächen in unmittelbarer Nähe des Terminals. Zuletzt wurde 2008 das Parkhaus P3 mit 2200 Stellplätzen fertiggestellt.[20] Das Gebäude wurde von dem Nürnberger Architekturbüro Baum-Kappler entworfen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 16,8 Mill. EUR.[21] Das Parkhaus soll einen harmonischen Übergang zwischen der Flughafenwelt und dem umgebenden Knoblauchsland schaffen.[22]

Die einzelnen Parkflächen weisen eine unterschiedliche Tarifstruktur auf. Diese ist saisonal und ortsabhängig. Die Parkplätze sind online buchbar.[23]

Fluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von und zum Flughafen Nürnberg verkehren mehrere Liniengesellschaften zu innerdeutschen und europäischen Flugzielen, darunter auch nach Zürich. Interkontinentale Langstreckenflüge werden derzeit (Juli 2017) nicht angeboten. Charterflugbetrieb findet außer zu europäischen Zielen auch zu den Kanarischen Inseln sowie nach Ägypten und Israel statt. Lange Zeit war Air Berlin die wichtigste Fluggesellschaft in Nürnberg, jedoch sind im Zuge der Restrukturierungen diese Flüge zunächst stark reduziert und mit der Insolvenz der Fluggesellschaft eingestellt worden; im Jahr 2017 haben Ryanair, Germania und andere ihre Präsenz ausgebaut.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 gründete die Flughafenverwaltung eine eigene Abteilung Umwelt, die alle umweltrelevanten Aktivitäten und Aufgaben wie Abfallwirtschaft, Biotopmanagement, Energie, Gewässerschutz und das Verhindern von Vogelschlag betreut. Ebenso zum Aufgabengebiet gehört der Dialog mit den Nachbarn des Flughafens sowie eine konstruktive Auseinandersetzung mit deren umweltrelevanten Belangen.[24]

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderne Kunst nahe dem Bucher Landgraben
Renaturierter Bucher Landgraben am Flughafen Nürnberg

Mit der Renaturierung des an den Flughafen Nürnberg unmittelbar angrenzenden Bucher Landgrabens wurde im Februar 2001 als ökologische Ausgleichsmaßnahme im Rahmen des Bebauungsplanes begonnen. Die Bauarbeiten dieser Maßnahme umfassten die Rückversetzung des alten Landgrabens in einen naturnahen mäandernden Bachverlauf, Regenrückhaltebecken, mehrere Aussichtsplattformen und Brückenbauwerke. Zur Landschaftsmodellierung wurden Erdhügel links und rechts des Grabenverlaufs aufgeschüttet. Die Renaturierung des gesamten Bachverlaufs auf Flughafengelände kostete insgesamt rund 3,3 Millionen Euro. Die geographische Ausdehnung des Projekts beträgt vom Regenrückhaltebecken im angrenzenden Ortsteil Ziegelstein im Osten bis zum Übergang in den „alten Landgraben“ westlich der Irrhainstraße rund zwei Kilometer.[25] Die renaturierte Grünzone bietet heute eine städtebauliche Trennung zwischen dem High-Tech-Standort Flughafen Nürnberg und den ackerbaulichen Flächen im südlichen Knoblauchsland. Die 14 Hektar große Grünzone hat heute neben der städtebaulichen auch wichtige wasserwirtschaftliche und ökologische Funktionen. Offene Regenrückhaltebecken nehmen das vom Flughafen eingeleitete Niederschlagswasser auf. Rund 3000 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt. Rad- und Fußwege wurden in der Grünzone neu angelegt.

Lärm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wichtiges Thema im Bereich Umwelt insbesondere für Anwohner ist dabei die Lärmbelastung bzw. der Schallschutz. Der Flughafen unternimmt nach eigenen Angaben große Bemühungen, um die Schallemissionen möglichst gering zu halten. Der mittlere Dauerschallpegel betrug im Jahr 2004 durchschnittlich konstant 49 dB(A). Im Immissionsbericht des Flughafens für Januar 2013 wurde an acht Messpunkten in den umliegenden Siedlungsbereichen bei Tag ein energieäquivalenter Dauerschallpegel(Leq3) zwischen 45,5 und 60,4 db(A) gemessen, während die Werte bei Nacht zwischen 36,5 und 53,4 db(A) lagen. Als Referenzpegel Nacht, der von 1 % der Maximalpegel aller gemessenen Lärmereignisse überschritten wird, wurden für Boxdorf 73 db(A), für Buchenbühl und Behringersdorf 77 db(A) und für Buch-West 85 db(A) gemessen.[26][27][28] Mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 wurden zwei Tagschutzzonen (LAeq Tag = 68 dB(A) bzw. 63 dB(A)) sowie eine Nachtschutzzone (LAeq Nacht = 55 dB(A), LAmax = 6 mal 57 dB(A)) festgelegt (§ 1 FluLärmV).[29]

Luft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im zweiten Jahr nach Bestehen der neuen Umweltabteilung wurde als Ergänzung des klassischen „Gemüsegutachtens“ ein Biomonitoring am Flughafen Nürnberg erfolgreich eingesetzt. Biomonitoring ist ein modernes, effizientes Verfahren, bei dem Organismen zur Ermittlung von Schadstoffen und ihrer Verbreitung eingesetzt werden. In Nürnberg werden dafür Honig, Wachs und Pollen von mittlerweile drei Bienenvölkern jährlich analysiert. Die Völker mit jeweils rund 15.000 Bienen deckten ein Gebiet im Umkreis des Flughafens von rund drei Kilometern ab. Die Proben werden jeweils von Experten für Umwelt- und Altlastenanalytik der Firma Orga Lab GmbH aus Zirndorf untersucht. Zusätzlich werden die Proben von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau gemäß der Honigverordnung analysiert. Das Analysespektrum für Honig und Pollen umfasst dabei organische Luftschadstoffe, die als typisch verkehrsbedingt gelten. Außerdem wird die Schwermetallbelastung bestimmt. In den Proben fanden sich bislang nur geringe Konzentrationen der gewählten Schadstoffe. Alle Honigproben wurden außerdem hinsichtlich ihrer Gehalte an Metallen und organischen Stoffen als „uneingeschränkt genusstauglich“ eingestuft. Sämtliche Befunde unterschritten bisher damit deutlich die gesetzlichen Grenzwerte. Die meisten Kohlenwasserstoffe befanden sich im Honig sogar unterhalb der Bestimmungsgrenze. Nach den positiven Erfahrungen in Nürnberg wenden inzwischen sechs deutsche Verkehrsflughäfen das Biomonitoring-Verfahren an. Bei der Auswertung der acht wichtigsten Schwermetalle erreichte Nürnberg ausnahmslos die niedrigsten Werte.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nürnberg-Flughafen erstreckt sich auf den Innen- und Außenbereich des Flughafengeländes sowie die Flughafenstraße ab Kreisverkehr im gesamten Flughafenbereich einschließlich der beiden Cargo Center I und II. Außerdem obliegt der Polizei am Flughafen die Grenzkontrolle am Grenzübergang Nürnberg-Flughafen sowie alle Ein- und Ausreisekontrollen und die Ausstellung von Reisedokumenten.[30] Auf dem Flughafen wurden im Jahr 2009 insgesamt 115 Gepäck- und Taschendiebstähle registriert.[31]

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughafenfeuerwehr auf dem Vorfeld

Mit ihrer Mannschaft und Ausrüstung entspricht die Nürnberger Flughafen-Feuerwehr den Anforderungen der ICAO sowie denen der Regierung von Mittelfranken. Alle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Brandschutz und Feuerbekämpfung werden von der Einsatzzentrale koordiniert und gesteuert. Die Zentrale ist rund um die Uhr von insgesamt zwei Feuerwehrleuten besetzt. Alle vier Stunden ist Schichtwechsel. Die wichtigste Einrichtung ist eine Brandmeldeanlage, die mit rund 1600 Feuermeldern sowie mit 13 Unterzentralen und 600 Druckknopfmeldern verbunden ist. Außerdem führen Telefon-Direktleitungen zur Nürnberger Berufsfeuerwehr, zur Rettungsstelle, zur Einsatzzentrale der Polizei, zum Kontrollturm, zur Verkehrsabteilung, zur Sicherheitszentrale und zur Polizeiinspektion des Flughafens. Neben der Organisationsstruktur der Feuerwehr am Flughafen Nürnberg garantiert ein alltägliches Übungsprogramm, dass sich bereits 30 Sekunden nach dem Auslösen des Alarms das letzte Fahrzeug auf dem Weg zum Einsatzort befindet und der Unfallort nach spätestens drei Minuten erreicht ist. Dies gelte nach Angaben der Flughafenfeuerwehr auch für die abgelegensten Winkel des Flughafengeländes bei einer 24-Stunden-Bereitschaft.[32]

Ausbau und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2005 erfolgte eine Vorfelderweiterung nahe dem Tower. Das Hauptvorfeld erhielt zusätzliche Abstellpositionen für vier Mittelstreckenflugzeuge.

Im Oktober 2007 wurde das etwa 18 Millionen Euro teure Parkhaus P3 mit über 2200 Pkw-Stellplätzen südlich des bestehenden Parkhauses P1 fertiggestellt.

Geplante Autobahnanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine direkte A3-Autobahn-Anbindung des Nürnberger Flughafens ist seit längerem geplant. Favorisiert wird hierbei eine Trasse mit Untertunnelung der Start- und Landebahn; das Raumordnungsverfahren wurde abgeschlossen.[33] Das Planfeststellungsverfahren wurde von Protesten der Anwohner begleitet[34].

Das Projekt wird voraussichtlich 52 Millionen Euro kosten. Ziel ist es, die Anwohner an der bisherigen Zufahrt durch den Ortsteil Ziegelstein zu entlasten. Außerdem wird als Grund für den Bau des Autobahnanschlusses angegeben, dass der Flughafen Nürnberg nur dann wettbewerbsfähig bleiben kann, wenn er erweitert wird. Der Autobahnanschluss soll ein weiterer Schritt zur Internationalisierung sein.

Das Bündnis „Nein zur Flughafen-Nordanbindung !“ kritisiert, dass der als Bannwald geschützte Sebalder Reichswald zerschnitten würde und zweifelt an der Wirtschaftlichkeit des Projektes,[35] da die bisher einzige Zufahrt über die Flughafenstraße im Jahr 2003 mit 35,5 % eher gering ausgelastet war.[36] Der Bund Naturschutz zweifelt zudem an, dass die Erreichbarkeit des Flughafens Nürnberg verbessert werden muss. Die Industrie- und Handelskammer für Mittelfranken weist in einer Pressemitteilung vom 29. Januar 2010 auf die aus ihrer Sicht bestehende Notwendigkeit der Autobahnanbindung des Flughafens Nürnberg hin.[37] Am 3. Februar 2010 beschloss der Nürnberger Stadtrat auf Antrag der SPD ein Realisierungsmoratorium bis zum Jahr 2013.[38] Die Regierung von Mittelfranken hat am 15. Februar 2012 den Planfeststellungsbeschluss für die Nordanbindung mit der aufschiebenden Bedingung erlassen, zunächst eine Vorbelastung des Flughafenareals durch Polyfluorierte Tenside zu sanieren. [39][40] Diese Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung der Belastung des Grundwassers auf dem Flughafengelände begannen in 2015.[41]

Terminalerweiterung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 25. Januar 2007 wurde mit dem sog. TCT (Transfer Control Terminal) der letzte größere Neubauabschnitt des Terminals eingeweiht.[42] Der Neubau wurde durch eine neue Verordnung der Europäischen Union (2320/2002) erforderlich, die für Flughäfen vorschreibt, dass ankommende Passagiere aus sogenannten "Non-EU-Ländern" vor ihrer Weiterreise in die EU vollständig kontrolliert werden und sich zuvor nicht mit bereits kontrollierten Fluggästen vermischen dürfen.[43] Zwischen den Terminals 1 und 2 wurde 2015 ein neues Gebäude für die Sicherheitskontrollen errichtet.[44]

Verkehrszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passagierentwicklung am Flughafen Nürnberg[45]
Jahr Passagiere in tsd.
2016
  
3.485
2015
  
3.385
2014
  
3.260
2013
  
3.315
2012
  
3.602
2011
  
3.963
2010
  
4.074
2009
  
3.970
2008
  
4.274
2007
  
4.244
2006
  
3.965
2005
  
3.848
2004
  
3.654
2003
  
3.296
2002
  
3.213
2001
  
3.196

Die Liste Flughafen Nürnberg – Verkehrsstatistik gibt einen jährlichen Überblick über die Anzahl der Passagiere, Passagiere Linie, Passagiere Touristik, die Anzahl der Flugbewegungen, der Beschäftigten am Flughafen sowie der Menge der Luftfracht.

  • Jahr: Gibt das Jahr der Erfassung der Verkehrsdaten an.
  • Passagiere: Gibt die gesamte gewerbliche Passagierzahl des Flughafens des jeweiligen Jahres an.
  • Passagiere Linie: Gibt die gesamte Passagierzahl des Flughafens des jeweiligen Jahres mit Linienflügen an.
  • Passagiere Touristik: Gibt die gesamte Passagierzahl des Flughafens des jeweiligen Jahres mit Charterflügen an.
  • Flugbewegungen: Gibt die gesamten Flugbewegungen des Flughafens an.
  • Beschäftigte am Flughafen: Gibt die Anzahl aller am Flughafen beschäftigten an. Nicht nur die bei der Betreibergesellschaft direkt beschäftigten.
  • Luftfracht/Post: Gibt die insgesamt auf dem Flughafen umgeschlagene Luftfracht/Post in Tonnen an (Transit / Einladung / Ausladung) inklusive sog. getruckter Fracht, dies ist Luftfracht die mit Hilfe von LKW zu einem anderen Flughafen befördert wird und von dort aus per Flugzeug befördert wird.
Flughafen Nürnberg – Verkehrsstatistik[46]
Jahr Passagiere Passagiere Linie Passagiere Touristik Flugbewegungen Beschäftigte am Flughafen Luftfracht/Post (t)
2016 3.484.622 2.323.125 1.104.595 59.602 4.022[47] 7.370
2015 3.385.000 2.149.546 1.176.429 60.000 3.300 7.858
2014 3.260.000 2.117.890 1.092.108 61.257 3.300 9.094
2013 3.314.524 2.145.625 1.126.438 62.644 3.300 9.909
2012 3.602.459 2.092.020 1.451.400 64.391 3.472 9.942
2011 3.962.617 2.209.975 1.723.482 67.720 4.000 107.123
2010 4.073.819 2.154.170 1.844.593 70.778 4.117 107.100
2009 3.969.857 2.054.635 1.850.654 71.217 4.000 80.159
2008 4.274.222 2.266.000 1.963.000 76.768 4.083 104.606
2007 4.244.115 2.241.115 2.003.000 81.082 4.239 106.982
2006 3.965.357 1.923.381 1.960.005 78.043 4.131 98.264
2005 3.847.646 1.606.065 2.163.271 76.111 4.070 80.664
2004 3.653.569 1.395.920 2.160.934 71.818 3.958 71.030
2003 3.296.267 1.304.371 1.916.526 73.233 3.790 66.519
2002 3.213.444 1.336.072 1.877.372 77.854 3.769 65.158
2001 3.195.818 1.492.818 1.703.000 83.811 3.690 57.302
Verkehrsreichste Flugstrecken ab NUE[48]
Rang Ziel Passagiere
2016
Veränderung Passagiere
2015
Starts
2016
Veränderung Starts
2015
1 SpanienSpanien Palma de Mallorca 164.582 13,79 % 144.637 997 19,98 % 831
2 DeutschlandDeutschland Frankfurt/Main 136.594 -0,4 % 137.144 1.760 3,17 % 1.706
3 TurkeiTürkei Antalya 131.480 -25,26 % 175.922 737 -30,6 % 1.062
4 DeutschlandDeutschland Berlin-Tegel 115.814 0,99 % 114.682 1.695 -3,97 % 1.765
5 DeutschlandDeutschland Hamburg 115.648 1,8 % 113.608 1.754 -5,75 % 1.861
6 DeutschlandDeutschland Düsseldorf 112.196 11,25 % 100.850 1.842 -0,22 % 1.846
7 NiederlandeNiederlande Amsterdam 97.386 3,63 % 93.972 1.212 -1,7 % 1.233
8 TurkeiTürkei Istanbul-Atatürk 90.143 -7,36 % 97.300 744 -6,42 % 795
9 FrankreichFrankreich Paris Charles de Gaulle 78.259 -2,89 % 80.586 1.321 1,46 % 1.302
10 SchweizSchweiz Zürich 70.560 -0,39 % 70.836 1.190 -0,92 % 1.201
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)
Verkehrsreichste Flugstrecken nach Ländern ab NUE[49]
Rang Ziel Passagiere
2016
Veränderung Passagiere
2015
Starts
2016
Veränderung Starts
2015
1 DeutschlandDeutschland Deutschland 558.210 2,5 % 544.619 9.254 -1,36 % 9.382
2 SpanienSpanien Spanien 313.866 14,93 % 273.092 2.055 21,1 % 1.697
3 TurkeiTürkei Türkei 250.581 -18,84 % 308.735 1.732 -18,69 % 2.130
4 NiederlandeNiederlande Niederlande 97.539 3,55 % 94.199 1.223 -2 % 1.248
5 FrankreichFrankreich Frankreich 79.071 -2,97 % 81.493 1.371 2,24 % 1.341
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 78.237 28,62 % 60.829 555 18,34 % 469
7 GriechenlandGriechenland Griechenland 71.123 1,78 % 69.877 442 -1,78 % 450
8 SchweizSchweiz Schweiz 70.727 -2,13 % 72.266 1.224 -2,31 % 1.253
9 RumänienRumänien Rumänien 42.681 40,06 % 30.474 284 30,28 % 218
10 OsterreichÖsterreich Österreich 34.131 2,85 % 33.186 805 -6,94 % 865
In dieser Statistik sind nur Starts enthalten. (Keine Landungen)

Online-Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Nürnberg präsentiert sich im Internet auf der Videoplattform YouTube. Auf einem eigenen Kanal zeigt er unter dem Titel EinBlicke aktuelle Videomagazinbeiträge von Ereignissen und Events rund um den Flughafen Nürnberg.[50] Über Neuigkeiten und Wissenswertes informiert die Flughafenverwaltung auch über Twitter.[51] Darüber hinaus ist der Flughafen Nürnberg auch in Facebook aktiv.[52] Über eine Webcam[53] gewährt der Flughafen Nürnberg Einblicke auf das Abfertigungsgeschehen am Hauptvorfeld.

Luftrettung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Luftrettungs-Zentrum am Flughafen Nürnberg aus operieren die DRF Luftrettung sowie der HDM Flugservice mit je einem Rettungs- bzw. Intensivtransporthubschrauber. Der ADAC besitzt in Nürnberg eine Rettungsflugwacht. Außerdem hat die FAI rent-a-jet ihren Sitz am Flughafen Nürnberg und betreibt dort mehrere Learjets und Challenger 604 für internationale Ambulanzflüge. Am 5. September 2016 fand der erste Spatenstich für einen neuen Hangar von FAI statt, dessen Abstellflächen nach der Fertigstellung des Gebäudes vermietet werden sollen.[54]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Flughafens Nürnberg kam es von 1953 bis November 2017 zu vier Totalverlusten von Flugzeugen. Bei drei davon wurden insgesamt 8 Menschen getötet.[55] Beispiele:

  • Am 6. Mai 1974 streifte eine Douglas DC-6A der isländischen Frachttflug (Kennzeichen TF-OAE) im Anflug etwa 4 km vor der Landebahn einige Bäume und stürzte in Rückenlage ab. Möglicher Grund war Vereisung; außerdem wurde bei der Obduktion des Kapitäns eine Blutalkoholkonzentration festgestellt, die zwischen 1,2 und 2,5 Promille lag. Alle drei Besatzungsmitglieder des aus Nizza kommenden Frachtflugs wurden getötet.[57]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Windsheimer: 50 Jahre Airport Nürnberg 1955–2005. Geschichte der Luftfahrt in Nürnberg. Nürnberg 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen: Verkehrszahlen 2012 (PDF; 103 kB) abgerufen am 29. August 2016
  2. Flughafen Nürnberg GmbH: Beteiligungsbericht der Stadt Nürnberg 2016 (PDF) abgerufen am 1. September 2017.
  3. Sophia Ruhstorfer: 216 Flughafen-Nuernberg Bilanz. BR, 21. April 2017; abgerufen am 11. Juli 2017.
  4. Verkehrsnetz Nürnberg-Fürth-Stein. Stand: 06.06.2017. In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH; abgerufen am 7. November 2017 (PDF; 1,8 MB).
  5. Bernd Windsheimer: 50 Jahre Airport Nürnberg : Geschichte der Luftfahrt in Nürnberg ; 1955 - 2005. 1. Auflage. Nürnberg : Sandberg-Verl., Nürnberg 2005, ISBN 978-3-930699-40-7, S. 73.
  6. Bernd Windsheimer: 50 Jahre Airport Nürnberg : Geschichte der Luftfahrt in Nürnberg ; 1955 - 2005. 1. Auflage. Nürnberg : Sandberg-Verl., Nürnberg 2005, ISBN 978-3-930699-40-7, S. 102.
  7. Historische Momente. Der Traum vom Fliegen: Auf Spurensuche mit der VAG. In: www.airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH; abgerufen am 22. September 2017.
  8. Bernd Windsheimer: 50 Jahre Airport Nürnberg : Geschichte der Luftfahrt in Nürnberg ; 1955 - 2005. 1. Auflage. Nürnberg : Sandberg-Verl., Nürnberg 2005, ISBN 978-3-930699-40-7, S. 115.
  9. Bernd Windsheimer: 50 Jahre Airport Nürnberg : Geschichte der Luftfahrt in Nürnberg ; 1955 - 2005. 1. Auflage. Nürnberg : Sandberg-Verl., Nürnberg 2005, ISBN 978-3-930699-40-7, S. 126, 127.
  10. Airport Nürnberg: „Bester Deutscher Flughafen“ - mehr Passagiere. In: www.airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH, 15. Januar 2009; abgerufen am 22. September 2017.
  11. Airport Nürnberg: Airport News vom 26. Januar 2009 Erneute Auszeichnung: Passagiere fühlen sich am Airport Nürnberg am wohlsten (Memento vom 2. Februar 2009 im Internet Archive)
  12. br.de (Memento vom 30. März 2013 im Internet Archive)
  13. a b Gregor Le Claire: Airport Nürnberg: Startbahn frei für den Flug in bessere Zeiten. In: Nürnberger Nachrichten. Band 70, Nr. 170, 26. Juli 2014, S. 3.
  14. Albrecht Dürer Airport Nürnberg. Presseinformation Nr. 28/2014. In: www.airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH, 4. Dezember 2014; abgerufen am 22. September 2017.
  15. Olaf Przybilla: Söder posiert vor falschem Dürer. Werbung für Flughafen Nürnberg. In: www.sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung GmbH, 9. Dezember 2014; abgerufen am 22. September 2017.
  16. planepictures.net; Boeing 747-8F der Cargolux am Flughafen Nürnberg
  17. Windsheimer, Bernd: 50 Jahre Airport Nürnberg. Nürnberg. 2005. Siehe insbesondere das Kapitel: Moderne Architektur, bester Regionalflughafen Deutschlands und Touristik-Drehkreuz. S. 135–160.
  18. Geschäftsbericht 2016. In: airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH, S. 2; abgerufen am 7. November 2017 (PDF; 2,1 MB).
  19. Ladestationen für E-Fahrzeuge. In: airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH; abgerufen am 7. November 2017.
  20. Parkhaus und Naturschutz. Flughafen Nürnberg. In: ihk-nuernberg.de. Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken; abgerufen am 7. November 2017.
  21. Flughafen Nürnberg Neubau Parkhaus P3. In: baum-kappler.com. baum-kappler architekten gmbh; abgerufen am 7. November 2017.
  22. Parkhaus 3 - Flughafen Nürnberg. In: diedrahtweber-architektur.com. HAVER & BOECKER OHG; abgerufen am 7. November 2017.
  23. Parktarife. Parktarife vor Ort im Überblick (ohne Online-Vorausbuchung). In: airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH; abgerufen am 7. November 2017.
  24. Flughafen Nürnberg, Statement des Geschäftsführers Auf gute Nachbarschaft
  25. Renaturierung der Umgebungslandschaft. In: airport-nuernberg.de. Abgerufen am 26. Januar 2014.
  26. Immissionsberichte 2007 bis 2012 (Memento vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive)
  27. airport-nuernberg.de
  28. airport-nuernberg.de
  29. Verordnung über die Festsetzung des Lärmschutzbereichs für den Verkehrsflughafen Nürnberg (Fluglärmschutzverordnung Nürnberg – FluLärmV N) vom 9. September 2014 (GVBl S. 382 mit Kartenmaterial, PDF; 19 MB) , die die Verordnung über die Festsetzung des Lärmschutzbereichs für den Verkehrsflughafen Nürnberg vom 29. Juli 1974 (BGBl. I S. 1611) ersetzt.
  30. Polizeiinspektion Nürnberg-Flughafen Diese Aufgabe wird an anderen Flughäfen in Deutschland in der Regel von der Bundespolizei wahrgenommen.
  31. Gepäckdiebstähle an deutschen Flughäfen Abgerufen am 4. Februar 2013.
  32. Flughafen Feuerwehr. In: airport-nuernberg.de. Flughafen Nürnberg GmbH; abgerufen am 26. Januar 2014.
  33. Regierung von Mittelfranken: Anbindung Flughafen Nürnberg an die BAB A3
  34. Nürnberger Nachrichten: Massiver Protest: Flughafen-Anbindung in Nürnberg, 17. Juli 2008
  35. Argumente des Bund Naturschutz Nürnberg gegen die geplante Nordanbindung
  36. Stellungnahme des Bund Naturschutz vom 3. Juni 2005
  37. IHK: Kurs halten bei Nordspange. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Flughafenresulation der IHK vom 14. Oktober 2008 verwiesen Resolution der Vollversammlung der IHK Nürnberg für Mittelfranken zur Entwicklung des Flughafens Nürnberg (PDF; 19 kB) hingewiesen
  38. SPD-Depesche: Nordanbindung Flughafen, SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg vom Februar 2010, abgerufen am 6. Februar 2011
  39. Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Mittelfranken (abgerufen am 10. Juli 2012; PDF; 934 kB)
  40. nordbayern.de
  41. Flughafen Nürnberg startet Schadstoff-Sanierung. Boden und Grundwasser durch Löschschaum verunreinigt - Testphase erfolgreich -. In: nordbayern.de. Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG, 1. Oktober 2015; abgerufen am 27. September 2017.
  42. Kontroll-Terminal eingeweiht. In: ihk-nuernberg.de. ; abgerufen am 26. Januar 2014.
  43. Neues Transfer Control Terminal in Nürnberg eingeweiht. In: airliners.de. David Haße Publikation, Produktion und Handel e.K., 25. Januar 2007; abgerufen am 20. Oktober 2017.
  44. Entspannter abfliegen. Neue Sicherheitskontrolle am Nürnberger Albrecht Dürer Airport in Betrieb. In: bayerische-staatszeitung.de. 14. Dezember 2015; abgerufen am 20. Oktober 2017.
  45. Geschäftsberichte des Flughafens Nürnberg (abgerufen am 5. Juli 2017)
  46. Geschäftsberichte des Flughafens Nürnberg (abgerufen am 5. Juli 2017)
  47. Geschäftsbericht 2016. Albrecht Dürer Flughafen Nürnberg; abgerufen am 9. September 2017.
  48. Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 8. März 2017.
  49. Publikation - Transport & Verkehr - Luftverkehr auf Hauptverkehrsflughäfen - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 8. März 2017.
  50. Airport Nürnberg auf YouTube abgerufen am 2. September 2009
  51. Airport Nürnberg bei Twitter abgerufen am 2. September 2009
  52. Airport Nürnberg bei Facebook abgerufen am 23. Februar 2010
  53. airport-nuernberg.de
  54. Kate Sarsfield: FAI moves into aircraft storage market with new hangar construction. In: Flightglobal.com. 5. September 2016; abgerufen am 6. September 2016 (englisch).
  55. Unfallstatistik Flughafen Nürnberg, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016 (Hierin fehlt der DC-6-Absturz von 1974).
  56. Unfallbericht Viking 1B G-AHPO, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 8. Dezember 2017.
  57. Unfallbericht DC-6 TF-OAE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Juni 2016.