Moses Arndt

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Moses Arndt (* 18. März 1964 als Michael Arndt in Bexbach, Saarland) ist ein deutscher Autor und Verleger im Bereich der Hardcore-Punk-Bewegung. Er war der Herausgeber des Hardcore-Punk-Fanzines Zap und ist seit 2007 hauptberuflich als Hausarzt tätig.[1]

Leben

Nach ersten eigenen Fanzines wie dem Heft Vox Vulgi, das Arndt als junger Punk selbst gestaltete und bei Konzerten verkaufte, wurde er 1986 Mitbegründer des Fanzines Trust. Als Vorbild diente das US-amerikanische Punk-Fanzine Maximumrocknroll. Zu dieser Zeit war Arndt Sänger der Hardcore-Band Challenger Crew, von der drei Alben veröffentlicht wurden. Arndt verließ die Trust-Redaktion 1988 und gründete sein eigenes Fanzine Zap, welche in der deutschen Hardcore-Szene prägend sein sollte. Er war nicht nur Herausgeber, sondern schrieb auch zahlreiche Artikel, führte Interviews und erschien oft dazu in den überregionalen Medien verschiedenster Art. Bekannte Autoren des Zap waren Martin Büsser, Klaus N. Frick oder auch Karl Nagel. Größere Bekanntheit erhielt das Blatt auch durch die journalistische Dokumentation der Chaostage in Hannover und der Punk-Subkultur an sich. Nach den extrem gewalttätigen Chaostagen von 1995 trat Moses Arndt in diversen Talkshows wie Boulevard Bio, Live aus dem Schlachthof und Arabella auf. MTV Europe strahlte 1995 ein „Punk Special“ über Europa aus, in dem Moses zusammen mit der Band Hammerhead und deren Sänger Tobias Scheiße den Interviewpartner gab. Daneben erschien im Stern 1995 ein Interview mit Arndt und einigen anderen Punks zum Thema Chaostage. Die Idee, das Zap wöchentlich zu veröffentlichen, scheiterte; 1998 erschien die letzte Ausgabe. Darüber hinaus schrieb Arndt auch für Magazine wie Spex oder Rock Hard.[2]

Arndt eröffnete nach einem längeren New-York-Aufenthalt 1993 ein Piercing- und Tattoo-Studio.[3] 2000 begann er mit dem Medizinstudium. Mittlerweile hat er eine eigene Arztpraxis; seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Tattoo-Entfernung mittels Laser und subkutaner Schmuckeinsatz. 2007 wurde ihm der Grad eines Doktors der Medizin (Dr. med.) verliehen. Zusätzlich betätigte er sich als ausgebildeter Ringarzt bei Kampfsportveranstaltungen wie Boxen oder Muay Thai.[4]

Sein Roman Chaostage wurde 2007 von Tarek Ehlail unter dem Titel Chaostage – We Are Punks! verfilmt. Für Ehlails Film Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor von 2010 schrieb er das Drehbuch.

Bücher

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Tobias Kessler: Bis nach Hinterfurzbach. In: Saarbrücker Zeitung. 13. Januar 2011, abgerufen am 18. Februar 2019.
  2. Review bei rockhard.de
  3. Tobias Kessler: Bis nach Hinterfurzbach. In: Saarbrücker Zeitung. 13. Januar 2011, abgerufen am 18. Februar 2019.
  4. Dr.med (Moses) Arndt. bei bmxnet.org