Moses Smoira

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Moses Smoira

Moses Smoira (* 25. Oktober 1888 in Königsberg (Preußen); † 8. Oktober 1961 in Jerusalem[1]) war ein deutsch-israelischer Jurist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smoira besuchte das Kneiphöfsche Gymnasium und studierte Jura in Königsberg, München und Berlin. 1910 promovierte er zum Dr. iur. und machte seine Referendarausbildung in Königsberg. Bis 1922 war er Leiter einer hebräischen Sprachschule in Berlin.

Schon 1922 wanderte er nach Palästina aus und wurde 1923 als Anwalt an den palästinensischen Gerichten zugelassen. 1930 wurde er Präsident der Jüdischen Anwaltskammer in Palästina. Als 1948 der Oberste Gerichtshof in Israel eröffnet wurde, ernannte man Smoira zu seinem Präsidenten. Dieses Amt hatte er bis 1954 inne.

Smoira war mit Esther Horowitz verheiratet. Sie hatten zwei Töchter. Smoiras Bruder Joseph Smoira (1889–1964) wanderte 1935 nach Palästina aus.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Israels Oberstes Gericht 1953, Moses Smoira, 3. v. r.
  • Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945, hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 346

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John F. Oppenheimer (Red.): Lexikon des Judentums. Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 754
  2. R. Albinus, Königsberg Lexikon, Würzburg 2002, ISBN 3-88189-441-1