Mundstuhl

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Mundstuhl beim Comedypreis in Köln (Oktober 2016)

Mundstuhl ist ein Comedy-Duo aus Frankfurt am Main, bestehend aus den Komikern Lars Niedereichholz (* 1968) und Ande Werner (* 1969). Die beiden wurden vor allem durch die Kanak Sprak sprechenden Figuren Dragan und Alder bekannt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von September 1997 bis Mitte 1998 moderierte das Duo eine wöchentliche Sendung im Nachmittagsprogramm des Radiosenders Radio X in Frankfurt.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 veröffentlichte Mundstuhl die Single Germans – eine Cover-Version mit Text auf Denglisch von Bob Marleys Reggae-Nummer Jammin’.

Mundstuhl tritt des Öfteren in Chartshows im Fernsehen auf und hatte auch schon Gastauftritte bei Bernd das Brot. Ferner nahmen beide häufig an den verschiedenen TV-total-Sportevents von Stefan Raab sowie seiner Spielshow Schlag den Star teil. Ebenso waren sie ab und zu in der ProSieben-Improvisationsshow Gott sei dank … dass Sie da sind! zu sehen. In der ProSieben-Show Stars auf Eis bildete Ande Werner bis zum Ausscheiden am 15. November 2006 ein Paar mit der vierfachen deutschen Eiskunstlaufmeisterin Annette Dytrt.

2002 nahm Mundstuhl am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil. Der Titel Fleisch belegte den elften Platz unter 15 Teilnehmern.[1]

2007 hatte Mundstuhl eine wöchentliche, 30-minütige Sendung gleichen Namens auf Comedy Central Deutschland.

Die Namensfindung zu Mundstuhl erfolgte nach Aussagen des Duos nach einer durchzechten Nacht, als Lars Niedereichholz befand: „Da sitzt du am anderen Morgen da und hast diesen Geschmack im Mund, schlimm. Das riecht schon so elend …“ und Ande Werner fortführte: „… und so kam es zur Überlegung ‚Mein Gott, jetzt hab’ ich Stuhl im Mund.‘“[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
1998 Nur vom Allerfeinsten DE23
(38 Wo.)DE
CH38
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: August 1998
2000 Deluxe DE5
(11 Wo.)DE
CH16
(12 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: Februar 2000
2001 Heul doch! DE23
(5 Wo.)DE
CH53
(5 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: Oktober 2001
2003 Könige der Nacht DE48
(2 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: Februar 2003
2004 Alles inklusive DE55
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: Oktober 2004

Weitere Veröffentlichungen

  • 2007: Höchststrafe! 10 Jahre Mundstuhl
  • 2009: Höchststrafe! Live 2009
  • 2010: Sonderschüler[4]
  • 2015: Ausnahmezustand! Live!

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
1999 Dragan & Alder Weihnachtsmedley
Deluxe
DE5
(12 Wo.)DE
CH11
(7 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: November 1999
2003 Adler Auf Der Brust
Könige der Nacht
DE92
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: März 2003
2006 Germans
DE29
(7 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: Juni 2006

Weitere Singles

  • 1998: Alte Geigen spielen am besten
  • 2000: Wurstwasser
  • 2002: Fleisch
  • 2004: Dragan & Alder Kinderliedermedley
  • 2004: Wenn’s Arscherl brummt
  • 2009: Ey Alder

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme

Fernsehsendungen

  • 2008: Mundstuhl

Gastauftritte

  • 2005: Bewegte Männer – Folge: Das Wunder von Köln (Dieter und Herbert)
  • 2006: Berndivent – Folge: Meine Ferien in Playa d'en Balla (zwei Animateure)
  • 2008: Angie – Folge: Schiff Ahoi! (Zeugen Jehovas)
  • 2012: Lafer! Lichter! Lecker!
  • 2016: Jetzt wird’s schräg
  • 2017 Die PS Profis 10 Zylinder

Synchronisation

  • 2009: Tinkerbell – Die Suche nach dem verlorenen Schatz (Synchronsprecher der Brückentrolle)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ande Werner, Lars Niedereichholz: Mundstuhl. Ein bisschen krass muss sein. Wunderlich, Reinbek bei Hamburg 2012, ISBN 978-3805250368.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mundstuhl – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht über den Vorwettbewerb zum Song Contest (hier noch Grand Prix genannt), abgerufen am 25. Februar 2010
  2. Namensfindung
  3. a b Chartquellen: DE CH
  4. Pressetext zum neuesten Programm (2010) des Komiker-Duos (Memento des Originals vom 12. März 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mundstuhl.de, abgerufen am 25. Februar 2010