Murg (Südschwarzwald)

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Murg
Hauensteiner Murg
Obere Murg
Murgbach
Geografische Lage und Verlauf

Geografische Lage und Verlauf

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23132
Lage Baden-Württemberg
Waldshut

Region:
Südschwarzwald

Hotzenwald

Hochrhein

Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle südlich von Wehrhalden, Gemeinde Herrischried
47° 41′ 41″ N, 8° 0′ 52″ O
Quellhöhe ca. 960 m ü. NN
Mündung in Murg (Baden) in den RheinKoordinaten: 47° 33′ 4″ N, 8° 1′ 23″ O
47° 33′ 4″ N, 8° 1′ 23″ O
Mündungshöhe ca. 290 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 670 m
Länge 22,4 km
Einzugsgebiet 63,3 km²
Abfluss an der Mündung[1]
AEo: 63,3 km²
MNQ
MQ
Mq
MHQ
HHQ
620 l/s
1,85 m³/s
29,2 l/(s km²)
25,3 m³/s
119 m³/s
Kleinstädte Bad Säckingen
Gemeinden Herrischried, Görwihl, Rickenbach, Murg
Mittleres Gefälle: 3,2 %

Die Murg, auch Hauensteiner Murg, Obere Murg oder Murgbach genannt, ist ein rechter Nebenfluss des Hochrheins in Baden-Württemberg.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Unterscheidung von der größeren Murg im Nordschwarzwald, die weiter abwärts ebenfalls in den Rhein mündet, wird diese Murg im Südschwarzwald auch Obere Murg genannt oder nach der einstigen Grafschaft Hauenstein Hauensteiner Murg. Es gibt drei weitere Flüsse gleichen Namens in der Schweiz, die in die Thur, die Aare und den Walensee münden. Zur Etymologie siehe den Artikel zum Gewässernamen Murg.

Verlauf und Topografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellwiesen der Murg liegen im Hotzenwald auf den Höhen des Südschwarzwaldes bei Lochhäuser südlich von Wehrhalden, einem nördlichen Ortsteil von Herrischried. Von dort aus fließt die Murg zunächst in einem überwiegend weiten Hochtal mit mäßigem Gefälle mäandrierend nach Süden. An mehreren Stellen zweigen Wühre, lange Bewässerungskanäle, von der Murg ab. Etwa einen Kilometer südlich von Hottingen geht das Hochtal der Murg in ein tief eingeschnittenes, streckenweise schluchtartiges Tal über. Seine felsigen Hänge sind von Mischwäldern bestanden. Die hier einmündenden Nebenbäche bilden regional bekannte Wasserfälle, zunächst der Seelbach als größter Nebenbach der Murg den 13 Meter hohen Strahlbrusch, dann der Lehnbach eine über 40 Meter hohe Folge von Wasserfällen unterhalb der Burgruine Wieladingen. Wenig unterhalb liegt in einer kleinen Talweitung nördlich von Harpolingen die historische Lochmühle, die besichtigt werden kann. Kurz vor der Ortschaft Murg, etwa 2 km vor der Mündung in den Rhein, tritt die Murg aus der Schlucht in das breite Tal des Hochrheins aus.

Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahezu den gesamten Verlauf des Flusses begleitet ein gut ausgebauter Wanderweg, der Murgtalpfad. Im Oberlauf der Murg wird das Hochtal durch die Landesstraße 151 erschlossen, die von Todtmoos im Hochschwarzwald kommend bis zur Ortschaft Murg führt, wo die Straße durch die B34 aufgenommen wird. Den unteren, felsigen Talabschnitt begleitet sie über die angrenzenden Hochflächen. Dort folgt dem Wildbach eine schmale, nicht asphaltierte Gemeindestraße mit drei engen Tunnels, die für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist und vor allem von Wanderern und Radfahrern genutzt wird. Bei hohem Wasserstand ist die Murg mit ihrem schweren Wildwasser auch für Wildwasserkanuten attraktiv.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Landschaftsschutzgebiete (LSG) ausgewiesen sind zwei Talabschnitte. Auf den Markungen der Gemeinden Herrischried und Görwihl das 7,8 km² große LSG Oberes Murgtal, ausgewiesen durch Verordnung des Landratsamts Waldshut vom 5. Dezember 1986 (Schutzgebietsnummer 3.37.015). Am felsigen Unterlauf ab der Hottinger Kapelle liegt das 2,45 km² große LSG Murgtal, unter der Schutzgebietsnummer 3.37.008 ausgewiesen durch Verordnung des ehemaligen Landratsamts Säckingen vom 21. Oktober 1940.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LUBW: Abfluss-Kennwerte HQ und MQ/NQ, abgerufen am 1. Oktober 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]