Muszaki

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Muszaki
Muszaki führt kein Wappen
Muszaki (Polen)
Muszaki
Muszaki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Nidzica
Gmina: Janowo
Geographische Lage: 53° 22′ N, 20° 36′ OKoordinaten: 53° 22′ 0″ N, 20° 36′ 0″ O
Einwohner: 520
Postleitzahl: 13-114
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NNI



Muszaki [muˈʃakʲi] (deutsch: Muschaken) ist eine Ortschaft der Gemeinde Janowo in Polen. Sie liegt zwischen den Städten Nidzica (Neidenburg) und Wielbark (Willenberg) und gehört dem Powiat Nidzicki, Woiwodschaft Ermland-Masuren an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt vom 4. Oktober 1359. Das Dorf war bereits in vorreformatorischer Zeit Mittelpunkt eines Kirchspieles. Im 20. Jahrhundert gab es hier das Knabenerziehungsheim Emmaus (Muschaken). Bis 1945 gehörte Muschaken zum Landkreis Neidenburg in der Provinz Ostpreußen.

Im Ersten Weltkrieg gab es im Verlauf der Schlacht bei Tannenberg am 30. August 1914 bei Muschaken heftige Kämpfe.

Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Muschaken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Muschaken stimmten 375 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.[1]

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort im Januar 1945 von sowjetischen Truppen besetzt und bis auf wenige Häuser zerstört.

Kirchspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 war Muschaken ein evangelisches Kirchspiel; zu diesem gehörten die Orte:

Camerau, Groß-Grabowen, Klein-Grabowen, Eichwerder, Kaltenborn, Kozienitz, Jägersdorf, Mainaberg, Lomno, Pentzken, Rettkowen, Reuschwerder, Roggen, Puchallowen, Saddeck (Saddek), Sawadden, Schönau, Sachen, Springborn, Wientzkowen, Wichrowitz, Wallendorf, Wolisko, Wujewken, Ulleschen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Hövermann (* 1922 in Muschaken), Geograph
  • Friedrich Nikolaiski (1814–1882), Pfarrer in Muschaken[2]
  • Hans Ebel (1859–1920), Pfarrer in Muschaken

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Muszaki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 91
  2. Angehöriger des Corps Masovia