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Die Heimat Schleswig-Holstein

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(Weitergeleitet von NPD Schleswig-Holstein)
Die Heimat Schleswig-Holstein
Vorsitzender Mark Proch
Stellvertreterin Karin Mundt
Gründungs­datum 1964 (als NPD Schleswig-Holstein)
Mitglieder­zahl 125 (Stand: 2016)[1]
Website die-heimat.de

Die Heimat Schleswig-Holstein ist der Landesverband der rechtsextremistischen Partei Die Heimat in Schleswig-Holstein. Landesvorsitzender ist seit dem 25. Oktober 2020 Mark Proch.

Der Landesverband Die Heimat Schleswig-Holstein besitzt keine Kreisverbände oder Ortsverbände mehr. In Neumünster existiert eine Ratsfraktion mit 3 Ratsmitgliedern.

Die Programmatik der Heimat verbindet völkischen Nationalismus mit Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und Revanchismus.

Landesvorsitzende

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Jahre Vorsitzender
1999–2000 Ingo Stawitz
2000–2001 Jürgen Gerg
2001–2003 Peter Borchert
2003–2009 Uwe Schäfer
2009–2012 Jens Lütke
2012–2020 Ingo Stawitz
2020– Mark Proch

Ergebnisse bei Landtagswahlen

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Landtagswahlergebnisse[2]
Jahr Stimmen Sitze
1967 5,85 % 4
1971 1,32 %
1975 0,54 %
1979 0,18 %
1983 n. a.
1987 n. a.
1988 1,22 %
1992 n. a.
1996 n. a.
2000 1,0 %
2005 1,9 %
2009 0,9 %
2012 0,7 %
2017 n. a.
2022 n. a.

n. a. = nicht angetreten

Ehemalige Landtagsabgeordnete

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Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1967 erhielt die Partei vier Sitze im Parlament. Die Mandate gingen an Wolfgang Ehlers, Karl-Ernst Lober, Peter Petersen und Uwe Rheingans.

Bei der Kommunalwahl 2008 kandidierte die Heimat, damals noch unter dem alten Namen NPD in Lauenburg, Nordfriesland und in Ostholstein für den Kreistag und in Kiel für die Ratsversammlung. In Kiel war Hermann Gutsche mit 1,7 % der Stimmen ins Rathaus eingezogen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg hatte Kay Oelke 2,1 % der Stimmen und damit einen Sitz im Kreistag erhalten. Im Kreis Nordfriesland und im Kreis Ostholstein erzielte die damalige NPD dagegen zu wenig Stimmen für einen Sitz im Kreistag.[3] Bei der Kommunalwahl 2013 kandidierten die Parteimitglieder Hermann Gutsche und Kay Oelke auf Tarnlisten, der „Wahlalternative Kieler Bürger“ in Kiel und der „Rechtsstaatlichen Liga“ im Kreis Herzogtum Lauenburg. Laut dem stellvertretenden Landesvorsitzenden Jörn Lemke stehen diese Listen für NPD-Interessen und -Inhalte. „Es handele sich um ein Bündnis der Partei und freien Kräften“, zitiert Blick nach Rechts weiter. Die damalige NPD trat 2013 unter ihrem Parteinamen in der kreisfreien Stadt Neumünster und im Kreis Pinneberg an. Außerdem kandidierten Parteimitglieder für die Stadtvertretung in Uetersen, wo der damalige Landesvorsitzende Ingo Stawitz wohnte.[4] In Neumünster konnte die Partei 2013 mit 1,6 % der Wählerstimmen mit einem Sitz ins Rathaus ziehen. Im Jahr 2018 hat sich ihr Ergebnis fast verdoppelt und konnte somit in Fraktionsstärke und mit 3,9 % abermals ins Rathaus einziehen.

Einzelnachweise

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  1. Verfassungsschutzbericht Schleswig-Holstein 2016 (Memento des Originals vom 25. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schleswig-holstein.de (PDF)
  2. Ergebnisse der Landtagswahlen in Schleswig-Holstein
  3. Andreas Speit: Die NPD bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein vom 29. Mai 2008
  4. Blick nach Rechts: Knappe Ressourcen in der Nord-NPD vom 18. April 2013