NSB Di 6

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NSB Di 6 / ME 26 / DE 2700
Di 6 667 bei Leangen
Di 6 667 bei Leangen
Nummerierung: 1997–1999: NSB 6.661 bis 672
ME 26-01 bis 12
DE 2700-01 bis 12
Anzahl: 12
Hersteller: Siemens, MAK
Baujahr(e): 1995–1996
Achsformel: Co'Co'
Länge über Puffer: 20.960 mm
Leermasse: 119 t
Dienstmasse: 122,2 t
Radsatzfahrmasse: 20,1 – 20,6 t
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Installierte Leistung: 2650 kW
Anfahrzugkraft: 410 kN
Motorentyp: MaK 12 M 282
Motorbauart: 1 V12 Diesel, Direkteinspritzung, Anlassen über Luftflaschen
Nenndrehzahl: 1000 /min
Leistungsübertragung: dieselelektrisch, Drehstromantriebstechnik
Anzahl der Fahrmotoren: 6
Antrieb: Diesel-elektrisch

Die Di 6 war eine Diesellokomotiv-Baureihe der Norges Statsbaner. Später wurde sie unter verschiedenen Bezeichnungen in Deutschland eingesetzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lokomotiven wurden 1992 bei MaK in Kiel bestellt, in den Jahren 1995/96 gebaut und zwischen Februar und Juli 1997 nach Norwegen geliefert.[1]

Nach dem Verkauf von MaK wurde die Lokomotive nunmehr durch die Siemens Transportation Systems gebaut. Konzeptionell stammt sie von der MaK DE 1024 ab, erhielt aber durch den Eigentümerwechsel Leistungselektronik der Firma Siemens. Ursprünglich waren die Loks für den Personenverkehr auf der Nordlandsbanen TrondheimBodø vorgesehen. Sie erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen im Betriebsdienst jedoch nicht. Vor allem der klimatisch anspruchsvolle Winter in Norwegen machte ihnen zu schaffen. Unter anderem gerieten Lokomotiven in Brand und die Steuerungselektronik funktionierte nicht. Da Nachbesserungen zu keinem Erfolg führten, gab die NSB Anfang 1999 die aus ihrer Sicht unbrauchbaren Dieselloks an den Hersteller Siemens zurück.

SFT/Siemens ME 26[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Überarbeitung bei der DSB in Kopenhagen wurden die Lokomotiven im damals Siemens-eigenen Mietpool Dispolok eingestellt. Die Loks liefen hier als ME 26. Die luxemburgische Staatsbahn CFL mietete sechs der Loks an, die sie als Ersatz für die Elektrolokomotiven der Baureihe 3600 dringend benötigten.

Vossloh DE 2700[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte 2004 liefen die Mietverträge aus und die Fahrzeuge wurden an Vossloh verkauft und in DE 2700 umbenannt. Vor der Ablieferung an den neuen Einsatzort bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) wurden die Loks gründlich aufgearbeitet und modernisiert. Es wurde eine Wendezugsteuerung eingebaut. Die Loks wurden zunächst alle bei der NOB für Reisezüge von Hamburg nach Westerland auf Sylt eingesetzt. Hier machten sie in den ersten Monaten durch zahlreiche Ausfälle von sich reden. Die DE 2700-04 läuft seit 2012 für die NIAG und die DE 2700-06 ist seit Mitte Mai 2015 für die Holzlogistik und Güterbahn GmbH, Bebra (HLG) im Einsatz.

Mittlerweile wurden die Loks teilweise kurzfristig an verschiedene Eisenbahnverkehrsunternehmen vermietet. Acht Loks waren weiterhin an die NOB vermietet.[2][3] Durch den Streckenverlust der NOB sind die Fahrzeuge auf andere Unternehmen übergegangen, sodass nur noch selten Fahrzeuge auf dieser Strecke unterwegs sind. Diese werden durch den aktuellen Betreiber der Strecke, die DB-Regio, angemietet.

Die RDC Deutschland hat für den Autozug Sylt zwei Fahrzeuge des Typs ME 26 für die Bedienung der Strecke Niebüll–Westerland angemietet.

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Nach Einführung des neuen UIC-Nummernschemas Anfang 2007 wurde die DE 2700 in das Deutsche Fahrzeugeinstellungsregister als Baureihe 92 80 1251 eingeordnet, zum Beispiel hat die DE2700-2 die NVR-Nummer 92 80 1251 002-2-D VL erhalten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: NSB Di 6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Database over rullende jernbanemateriell brukt i Norge. Abgerufen am 9. März 2016 (norwegisch).
  2. Liste von Di 6. loks-aus-kiel.de, abgerufen am 28. Juni 2010.
  3. MaK DE 2700. nord-ostsee-bahn.de, archiviert vom Original am 22. Mai 2013; abgerufen am 28. Juni 2010 (Fahrzeugbeschreibung auf Homepage der NOB).