Nantou

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Nantou in Taiwan. Für weitere Bedeutungen siehe Nantou (Begriffsklärung)
Nantou
南投市
Staat: TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan
Koordinaten: 23° 55′ N, 120° 41′ OKoordinaten: 23° 55′ 0″ N, 120° 41′ 0″ O
Höhe: 110 m
Fläche: 71,6 km²
 
Einwohner: 104.810 (September 2009)
Bevölkerungsdichte: 1.464 Einwohner je km²
Zeitzone: UTC+8 (Chungyuan-Standardzeit)
Telefonvorwahl: (+886) 049
Postleitzahl: 540
ISO 3166-2:
 
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Hsu Shu-hua (許淑華)
Webpräsenz:
Nantou (Taiwan)
Nantou
Nantou

Nantou (chinesisch 南投市, Pinyin Nántóu Shì, W.-G. Nan-t'ou Shih, Pe̍h-oē-jī Lâm-tâu-chhī) ist eine Stadt mit gut 100.000 Einwohnern in der Republik China auf Taiwan. Sie ist Hauptstadt des Landkreises Nantou in Zentraltaiwan.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nantou liegt im Westen des Landkreises an der Grenze zum Landkreis Changhua. Die Stadt liegt am westlichen linken Ufer des Maoluo-Flusses, dessen Tal durch die Bagua-Hügelkette von der Küstenebene im Westen getrennt ist. Östlich von Nantou erhebt sich das zentrale Bergland Taiwans. Die Stadt liegt an der Autobahn 3, die eine Verbindung zu den Metropolen West- und Nordtaiwans herstellt. Nantou hat keinen Eisenbahnanschluss.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region um Nantou wurde im 17. Jahrhundert von chinesischen Einwanderern besiedelt. 1759 wurde in der Stadt ein Yamen eingerichtet. Unter der japanischen Herrschaft über die Insel gehörte Nantou zur Präfektur Taichū (Taichung). Auch unter der Republik China gehörte Nantou ab 1945 zum Landkreis Taichung, bis 1950 der Landkreis Nantou eingerichtet und die Stadt zu seinem Sitz bestimmt wurde.

Auf dem Gebiet der Stadt entstand der planmäßig angelegte Ort Zhongxing, der am 1. Juli 1957 Regierungssitz der Provinz Taiwan wurde. 1981 wurde Nantou, das bis dahin den Status einer Stadtgemeinde (, Zhèn) hatte, zur Großstadt (chinesisch , Pinyin Shì) heraufgestuft.

Bei einem Erdbeben am 21. September 1999 kamen in Nantou 92 Menschen ums Leben und über 1000 Gebäude wurden beschädigt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. K.C. Tsai, Chiang Pi Hsiao und Michel Bruneau: Overview of Building Damages in 921 Chi-Chi Earthquake. (PDF) In: Earthquake Engineering and Engineering Seismology. 2, Nr. 1, März 2000, S. 93–108.