Narsaq

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Narsaq (Ebene)
Nordprøven (der Nordversuch)
Narssaĸ
Kirche in Narsaq
Kirche in Narsaq
Kommune Kommune Kujalleq
Distrikt Narsaq
Geographische Lage 60° 54′ 44″ N, 46° 2′ 49″ WKoordinaten: 60° 54′ 44″ N, 46° 2′ 49″ W
Narsaq (Grönland)
Narsaq
Höhe m
Einwohner 1.368
(1. Januar 2018)
Gründung 1830
Zeitzone UTC-3

Narsaq [ˈnɑsːɑq] (nach alter Rechtschreibung Narssaĸ; dänisch Nordprøven) ist ein grönländische Stadt im Distrikt Narsaq in der Kommune Kujalleq.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Narsaq liegt am Ende der Halbinsel Qajuuttap Nunaa. Nördlich dieser verläuft der Ikersuaq (Bredefjord), südlich der Tunulliarfik. Vor der Küste trennt die Meerenge Narsap Ikerasaa die Insel Tuttutooq (Langey) ab. Narsaq liegt – wie auch der Ortsname verrät – auf einer größeren Ebene, aber direkt dahinter ragen die Berge bis zu knapp 1400 m weit in die Höhe. Die nächstgelegenen Orte sind Qaqortoq (21 km südlich), Igaliku (35 km östlich) und Qassiarsuk (39 km nordöstlich). 11 km nordwestlich liegt zudem die verlassene Schäfersiedlung Narsarsuaaraq.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Narsaq wurde 1830 gegründet und wuchs ab den 1950er Jahren stark.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Narsaq lebt vom Fischfang, aber auch von der Landwirtschaft auf den umliegenden Farmen. Die Stadt hat die einzige Schlachterei des Landes, aber beispielsweise auch seit 2006 eine Brauerei und eine Fischfabrik. Narsaq stellt damit ein Zentrum der grönländischen Lebensmittelproduktion dar, was sich auch in der Existenz der Lebensmittelfachschule Inuili zeigt, die beispielsweise Köche, Bäcker oder Schlachter ausbildet. Es gibt eine weitere Berufsschule in Narsaq. In Zukunft könnten zusätzliche Einnahmen durch Bergbau entstehen.[3]

Infrastruktur und Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Narsaq hat einen größeren Hafen für den Schiffs- und den Heliport Narsaq für den Luftverkehr. Südlich der Stadt wird ein Gebiet für einen eventuellen Flugplatz freigehalten, der mit dem Bau des Flughafens Qaqortoq jedoch obsolet würde.

Nukissiorfiit versorgt Narsaq über das Wasserkraftwerk in Qorlortorsuaq mit Strom. Die Wasserversorgung geschieht über verschiedene Flüsse, die durch die Stadt fließen, und deren Wasser im Wasserwerk aufbereitet wird.[3]

Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Narsap Atuarfia unterrichtet etwa 230 Schüler. Es gibt ein Altenheim in Narsaq. Einkaufsmöglichkeiten bieten eine Brugseni- und eine Pilersuisoq-Filiale.

Die Kapelle von 1914 und die Kirche von 1926 sind baudenkmalgeschützt. Eine Reihe weiterer Gebäude, häufig Museumsgebäude des Narsaq-Museums aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert sind als schützens- oder erhaltenswert eingestuft.[3]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Narsaq (2009)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl von Narsaq bewegte sich lange zwischen 1700 und 1800 Personen. In den letzten zehn Jahren ist die Bevölkerungszahl jedoch um ein Fünftel gesunken.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Narsaq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte mit allen offiziellen Ortsnamen bestätigt vom Oqaasileriffik, bereitgestellt von Asiaq
  2. Narsaq bei groenlandskreuzfahrt.de
  3. a b c Narsaq bei kujalleq2017.odeum
  4. Nuestros hermanos esquimales bei lavodegalicia.es
  5. Einwohnerzahl Narsaq 1977–2018 bei bank.stat.gl