Natalie Angier

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Natalie Marie Angier (geb. 16. Februar 1958 in Bronx, New York City) ist eine US-amerikanische Wissenschaftsjournalistin und Sachbuchautorin. Im Jahr 1991 erhielt sie den Pulitzer-Preis.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natalie Angier ist eine Tochter von Keith Angier und Adele Bernice Angier, geborene Rosenthal. Zunächst studierte sie zwei Jahre an der University of Michigan in Ann Arbor. Anschließend studierte sie Physik, Astronomie und Englisch am Barnard College in New York und schloss die Ausbildung 1978 als Bachelorette mit dem Prädikat magna cum laude ab. Von 1980 bis 1984 veröffentlichte sie Fachartikel aus dem Bereich Biologie in der Monatszeitschrift Discover. Sie war als wissenschaftliche Autorin für das Nachrichtenmagazin Time tägig und wirkte eine Zeit lang als Assistenzprofessorin (Adjunct Professor) im Graduate Program in Science, Health and Environmental Reporting bei der New York University.

Natalie Angier debütierte 1988 mit der Monografie Natural Obsessions über das Streben nach der Erforschung von Krebszellen. Im Jahr 1990 wurde sie als wissenschaftliche Journalistin in der Zeitungsredaktion der New York Times angestellt und erhielt 1991 den Pulitzer-Preis für Beat Reporting. Im September 1991 heiratetete sie Richard „Rick“ Steven Weiss und hat im August 1996 die Tochter Katherine Ida Weiss Angier geboren. Sie verfasste den Fachartikel Biologically Correct für die Anthologie Sisterhood is Forever. The Women's Anthology for a New Millennium, die Robin Morgan redigierte und im Jahr 2003 herausgab. Angier ist eine Atheistin und erhielt im Jahr 2003 den Emperor Has No Clothes Award („Der-Kaiser-hat-keine-Kleider-Preis“) von der Freedom From Religion Foundation in Madison (Wisconsin).[1]

Von 2006 bis 2016 nahm sie am Program Andrew Dickson White Professors-at-Large bei der Cornell University in Ithaca teil.[2]

Im Jahr 2009 wurde sie ausgewählt als Hauptrednerin bei der Absolventenfeier am Washington & Jefferson College in Washington sowie an der Cornell University. Sie ist ein langjähriges Mitglied bei der National Association of Science Writers (NASW), seit 2008 Ehrenmitglied bei der wissenschaftlichen Vereinigung Sigma Xi und Ehrenmitglied bei der Society for Women’s Health Research.[3][4] Sie ist eine Kolumnistin bei The New York Times.[5]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Natural Obsessions. The Search for the Oncogene. Houghton Mifflin, Boston 1988
  • The Beauty of the Beastly. New Views on the Nature of Life. Houghton Mifflin, Boston 1995
    • dt. Übersetzung von Susanne Kuhlmann-Krieg: Schön scheußlich. Neue Ansichten von der Natur - von brutalen Delfinen, zärtlichen Schaben und hinterhältigen Orchideen. Goldmann, München 2001, ISBN 978-3-442-15094-6.
  • Woman. An Intimate Geography. Houghton Mifflin, Boston 1999
    • dt. Übersetzung von Ditte und Giovanni Bandini: Frau. Eine intime Geographie des weiblichen Körpers. Bertelsmann, München 2000, ISBN 978-3-570-00381-7.
  • (als Hrsg.) mit Tim Folger: The Best American Science and Nature Writing 2002. Mariner Books, Boston 2002, ISBN 978-0-618-08297-1.
  • The Canon. A Whirligig Tour of the Beautiful Basics of Science. Houghton Mifflin, Boston 2007, ISBN 0-618-24295-3.
  • mit Jesse Cohen: The Best American Science Writing 2009. Ecco Press, New York 2009, ISBN 978-0-0614-3166-1.

Fachartikel in Anthologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biologically Correct, In: Robin Morgan (Hrsg.): Sisterhood is Forever. The Women's Anthology for a New Millennium. Washington Square Press, 2003, ISBN 0-7434-6627-6, S. 3–16.
  • The Origin, Procreation and Hopes of an Angry Feminist. In: Cathi Hanauer (Hrsg.): The Bitch in the House. 26 Women Tell the Truth About Sex, Solitude, Work, Motherhood and Marriage. HarperCollins/William Morrow, 2003, ISBN 978-0-06-621166-4, S. 217–226.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahl der Auszeichnungen/Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Emperor Has No Clothes Award – Natalie Angier - 2003. Freedom From Religion Foundation, 2003, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).
  2. All Professors at Large 1965 to June 30, 2022. Cornell University, 2016, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).
  3. Natalie Angier – Honorary Member 2008. Sigma Xi, 2016, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).
  4. Society for Women’s Health Research – Honorary Members of the Board. Abgerufen am 8. November 2016 (amerikanisches englisch).
  5. Natalie Angier. The New York Times, abgerufen am 16. November 2016 (amerikanisches englisch).
  6. Intervenants – Natalie Angier - Ecrivain. 2005, abgerufen am 18. November 2016 (französisch).
  7. AAAS Westinghouse Science Journalism Award - Newspapers. American Association for the Advancement of Science, 14. November 2013, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).
  8. Emperor Has No Clothes Award – Natalie Angier - 2003. Freedom From Religion Foundation, 2003, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).
  9. Nathan Bupp: CSI’s Robert P. Balles Award Goes to New York Times Science Writer Natalie Angier. Committee for Skeptical Inquiry, 4. August 2008, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).
  10. Natalie Angier, 2014 Humanist Media Award. TheHumanist.com, 21. Oktober 2014, abgerufen am 6. November 2016 (amerikanisches englisch).