Naturland

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Naturland
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Rechtsform e.V.
Gründung 1982
Ort Gräfelfing bei München
Präsident Hubert Heigl[1]
Geschäftsführer Steffen Reese.[1]
Mitglieder 3.500 Erzeuger in Deutschland
54.000 Erzeuger weltweit (Stand 2018) [2]
Website www.naturland.de

Der Naturland – Verband für ökologischen Landbau e. V. wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München mit dem Ziel gegründet, den ökologischen Landbau weltweit zu fördern. Aktuell zählt Naturland in Deutschland mehr als 3.500 Mitglieder.[3] Naturland fördert den ökologischen Landbau regional, national und weltweit. International bewirtschaften im Jahr 2018 rund 54.000 Bauern in mehr als 52 Ländern eine Fläche von mehr als 400.000 Hektar.[4][3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zertifizierte Landwirte und weiterverarbeitende Betriebe produzieren nach den Naturland-Richtlinien Öko-Lebensmittel, deren Produktverpackungen mit dem Naturland-Bio-Siegel versehen werden können. Die Naturland-Richtlinien sind strenger als die EU-Bio-Verordnung.[5] So gelten zum Beispiel seit 2005 bei Naturland zusätzliche Sozialrichtlinien, mit denen im Rahmen der Zertifizierung die sozialen Bedingungen bei der Erzeugung und Verarbeitung der Produkte abgeprüft werden. Ziel des Verbandes ist eine weltweit zu 100 Prozent ökologische und faire Landwirtschaft.[6]

Seit 2010 bietet Naturland auch eine Fair-Zertifizierung an. Die Naturland Fair Zertifizierung ist ein freiwilliger Zusatz, der auf der Naturland Öko-Zertifizierung aufbaut. Naturland Fair gelabelte Produkte sind damit alle ökologisch erzeugt und fair gehandelt. Sieben Richtlinienanforderungen müssen erfüllt sein: Sozialrichtlinien, verlässliche Handelsbeziehungen, faire Erzeugerpreise, regionaler Rohstoffbezug, gemeinschaftliche Qualitätssicherung, gesellschaftliches Engagement und Unternehmensstrategie und Transparenz. „Öko + Fair ernährt mehr!“ ist eine Kampagne für zukunftsfähige Welternährung von Naturland und Weltladen-Dachverband.[7]

Naturland führte nach eigenen Angaben als erster Öko-Verband Richtlinien zur ökologischen Waldnutzung und zur ökologischen Aquakultur ein. Mitte der 1990er Jahre wurde begonnen, Richtlinien für die Ökologische Aquakultur zu entwickeln. Aquafarmen in mehr als 20 Ländern produzieren mittlerweile nach diesen Richtlinien. 1995 entwickelte Naturland gemeinsam mit den Umweltverbänden BUND, Greenpeace und Robin Wood ein Konzept für eine Öko-Zertifizierung von Waldbetrieben. Derzeit bewirtschaften deutschlandweit 19 Waldbetriebe eine Waldfläche von rund 53.400 Hektar nach Naturland Richtlinien.[6]

Der Verband ist Mitglied der Initiative „Bio mit Gesicht“, auf deren Internet-Seite Kunden über eine spezielle, auf der Verpackung aufgedruckte bmg-Nummer die Herkunft einer Ware recherchieren können.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Unser Team“ auf naturland.de, abgerufen am 17. November 2017.
  2. "Wer wir sind", abgerufen am 23. Februar 2018.
  3. a b Wer wir sind. Abgerufen am 17. Mai 2018 (deutsch).
  4. Naturland International. Abgerufen am 17. Mai 2018 (deutsch).
  5. „Naturland Richtlinien“ auf naturland.de, abgerufen am 4. Mai 2015.
  6. a b " Naturland, abgerufen am 4. Mai 2015.
  7. "Über Uns" auf oekoplusfair.de, abgerufen am 6. Februar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Website des Naturland-Verbandes
  • Bio mit Gesicht – Projektinformation und Abfrage der bmg-Nummer
  • Öko+Fair – Kampagne von Naturland und dem Weltladen-Dachverband