Ogrosen

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Koordinaten: 51° 46′ 58″ N, 14° 4′ 32″ O

Ogrosen
Hogrozna
Höhe: 74 m
Einwohner: 270 (2005)
Eingemeindung: 31. Dezember 2002
Postleitzahl: 03226
Vorwahl: 035436
Dorfkirche

Ogrosen, niedersorbisch Hogrozna, ist ein kleines Dorf im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Süden des Bundeslandes Brandenburg (Deutschland) mit 270 Einwohnern[1]. Ogrosen ist Ortsteil der Stadt Vetschau/Spreewald und liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ogrosen liegt am Südrand des Spreewaldes südöstlich von der ehemaligen Kreisstadt Calau und südlich der Kleinstadt Vetschau/Spreewald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rittergut Ogrosen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das alte Straßendorf wurde urkundlich erstmals 1346 im amtlichen Kirchenverzeichnis als Ogroze erwähnt. Der Name wurde 1449 als zcu Ogrosen und 1570 zur Oggroß erwähnt. Die niedersorbische Namensvariante wurde 1761 als Hogrzna und 1843 in derselben Form und als Ogrozna erwähnt. Der sorbische Name für Ogrosen - Hogrozua – ist die altsorbische Bezeichnung für eine Schanze, eine Umzäunung mit geflochtenem Zaun.

Der Turm der Dorfkirche stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Schon im 10. Jahrhundert entstand in Ogrosen eine frühdeutsche Wehranlage.

Zum 31. Dezember 2002 wurden Ogrosen und Suschow nach Vetschau eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Ogrosen von 1875 bis 2001 [3]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 316 1933 262 1964 328 1989 272 1993 242 1997 265 2001 279
1890 298 1939 252 1971 275 1990 256 1994 239 1998 278
1910 278 1946 397 1981 248 1991 256 1995 235 1999 278
1925 283 1950 367 1985 232 1992 257 1996 267 2000 280

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutsanlage
Kriegerdenkmal

Das Dorf hat eine Kirche, einen großen Park und zahlreiche Teiche. Weiterhin gibt es in Ogrosen ein Gut mit dazugehörigen Stallanlagen und Scheunen, die noch bis heute bewirtschaftet werden. Sowohl die Kirche als auch die Gutsanlage gehören zu den Baudenkmalen der Stadt Vetschau. Neben der Kirche befindet sich ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Der deutsche Maler David Lorenz ist in Ogrosen geboren worden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft prägt den Ortsteil, besonders die Direktvermarktung und der ökologische Landbau. Markant für Ogrosen sind seine zwei Windkraftanlagen, die man schon von weit her erkennen kann.

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Märkische Oderzeitung, 17./18. September 2005, S. 11
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Statistik Brandenburg (PDF)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Eichler: Die Ortsnamen der Niederlausitz. VEB Domowina-Verlag, Bautzen 1975.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ogrosen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien